Tincho schrieb:Da bin ich mir halt echt nicht sicher. Wie gesagt, ab 02:31 springt das Geosignal wild hin und her und die Ungenauigkeit vergrößert sich, aber alle Geopunkte enthalten das Brückerl und den weiteren Verlauf des Bärbachs.
Ich verstehe nicht, was Du genau meinst.
Ab Punkt 5 weicht das Opfer von ihrem Nachhauseweg ab. Der Punt 6 springt zurück,an dieser Stelle gebe ich Dir recht. Die nächsten Punkte sind wieder stetig, sie wird in eine ähnliche Richtung (da würde ich die Kampenwandstraße mit einbeziehen) auch gelaufen sein. Ich glaube, dass sich da langsam ein größerer Fehler aufgebaut hat bis einschl. Punkt 8. Wahrscheinlich wird Punkt 9 wieder halbwegs korrekt gewesen sein, weil er wirklich auf dem Nachhauseweg liegt.
Da der Weg zwischen Punkt 8 und 9 in Wirklichkeit nicht möglich war, gehe ich davon aus, dass das Opfer in Wirklichkeit weiter zu ihrem Haus ohne Umweg ging.
Die Abweichung zwischen den gezeigten GPS-Punkten und dem wahrscheinlich wirklichen Weg betrug hier interessanterweise ca. 45° im Uhrzeigersinn.
Spätestens kurz danach erfolgte der Richtungswechsel irgendwie nach Osten.
Sinnvoll ist der angezeigte Weg der GPS-Daten genausowenig, wie der Weg zum Brunnen, ich glaube da sind wir uns einig.
Wenn man annimmt, dass das Opfer hier ins Wasser gekommen ist, was durch den Emergency-Call dann bestätigt wäre, dann ergibt sich auch auf dieser Seite ein fast identischer ähnlicher Fehlwinkel der GPS-Daten von 45°-50° im Uhrzeiigersinn. D.h. der Fehler der sich auf der anderenSeite der Straße aufgebaut hatte, setzt sich in Wirklichkeit rein vom Winkel weiter fort.
Es muss also schon vom Punkt 7 an etwas gegeben haben, was zu diesem Fehler führt. Der Fehler entsteht nicht erst am Brückerl, er setzt sich hinter dem Brückerl weiter fort..
M.E. kann das nur - wenn überhaupt - Leute wirklich beurteilen, welche die genaue Software des IPhones kennen. Ich befürchte jedoch, dass dafür zu wenig Daten bekannt sind.
Daher bleibt es uns nicht anderes übrig, als den Bärbach nicht nur als möglicher sondern sogar als wahrscheinlichster Weg interpretiert.
Und wie gesagt mit einer Lösung eines schwimmenden mit etwas Wasser vollgelaufenen Etwas lässt sich dann alles erklären. Es muss nicht die Handtasche unbedingt gewesen sein, aber im Moment erscheint es mir das naheliegenste.
Noch zur ursprünglichen Theorie der Verteidigung. Am Anfang des zweiten Verfahrens hatte die Verteidigung aus meiner Sicht wirklich angenommen, dass der Emergency-Call an der Wasserrinne entstanden sein könnte. Für mich war daher Dein Zeitdiagramm eine vollkommene Überraschung. Ich vermute, dass das eine Fehlinterpretation der Emergency-Call-Daten war. Wir wissen nicht, wann die Aufnahmen der Doku entstanden sind, ich könnte mir vorstellen (das Wetter spricht dafür), dass sie vor der Verhandlung erfolgten. Das würde dann auch erklären, dass der Geodesist von einem möglichen fehlerhaften Position des Sturzes in das Wasser ausging.