Origines schrieb:Ich gebe wieder, was im Urteil des ersten Prozesses schriftlich niedergelegt ist. Mehr nicht. Wieder eine Unterstellung.
Wenn du nicht deine Meinung, sondern die von jemand anderen wiedergeben möchtest, benenn es ausdrücklich, zitier es und gib die Quelle an. Entschuldige aber, ich erkenne dich einfach nicht automatisch als Sprachrohr von Gerichten an.
Hier hast du einfach nur behauptet, dass die Gutachter "vor der ersten Kammer" ein Unfallgeschehen ausgeschlossen hätten. Du hast also gekennzeichnet wo diese Aussage stattgefunden hat. Wie soll man denn da drauf kommen, dass du damit nun das Verständnis der Kammer gemeint haben willst?
Ehrlich, das wirkt wie eine fadenscheinige Ausrede. Wenn es nur um das Verständnis der Kammer gegangen wäre, hätte außerdem weder dein Argument ,es wäre nicht vom BGH aufgehoben worden, noch dein Betonen der Wissenschaftlichkeit irgendeinen Sinn ergeben.
Wenn man es im Nachhinein dann doch nicht aushält zu dem zu stehen was man so von sich gegeben hat, würde es sich anbieten mal vorher nachzudenken.
Ein Zitat, aus dem hervorgeht, dass die Gutachter ein Unfallgeschehen ausgeschlossen hätten, würd ich immer noch gern sehen. Ich hab etwas derartiges nicht gefunden und deine bisherigen Zitate konnten das auch nicht zeigen.
Origines schrieb:Und nur die hatten eine strafprozessuale Relevanz.
Ja, die Relevanz besteht nun eben nicht mehr.
Origines schrieb:Veröffentlicht wurde ein Urteil, das die Aussagen der Sachverständigen vor Gericht darstellt. Ich habe die entsprechenden Stellen zitiert.
Ein Urteil, das auf richterlicher Interpretation von Gutachten basiert. Die Stellen, die du zitiert hast, zeigen sehr deutlich, dass die Schlussfolgerung nicht von den Gutachtern stammt, außerdem kann man erkennen, dass sich die Gutachter nicht umfassend mit der möglichen Entstehung der Verletzung beschäftigt haben. Vermutlich war es einfach nicht gefragt.
Origines schrieb: Behauptet wurde von der Verteidigung, es gäbe Gutachten, die diese widerlegen würden. Mehr Informationen gibt es dazu nicht. Also kann man noch nicht mal seriös sagen "es steht Gutachter gegen Gutachter", weil diese Gutachten nie eingeführt oder veröffentlicht worden sind.
Belege auch das bitte, ich kann mich nicht entsinnen, dass es je darum gegangen ist Gutachten zu widerlegen.
Meiner Meinung nach wurden die Gutachten beauftragt um nicht beantwortete Fragen zu ergänzen, um Aussagen, die von den Gutachtern nur als persönliche Meinung oder vage Einschätzung geäußert wurden, wissenschaftlich zu untersuchen und um Untersuchungsergebnisse anders zu interpretieren. Wurde schon während des ersten Prozeses versucht, die Entscheidung, dass das nicht nötig gewesen wäre, wurde von Personen getroffen, die keine Expertise in diesen Bereichen haben und deren Urteil inklusiver aller Erkenntnisse aufgehoben wurde. Also auch die Erkenntnis, dass die Gutachten für die Fragestellungen ausgereicht hätten.
Origines schrieb:Sind die Gutachten der Verteidigung deshalb unter Verschluss? Damit man schön behaupten und rumraunen kann, die fehlerhafte Prozessführung und Beweiswürdigung noch skandalöser machen kann?
Jetzt wandeln wir in verschwörungtheoretischen Gefilden? Als ob der Skandal nicht so schon ausreichen würde...
Origines schrieb:Experten, die in einem solchen Fall (ohne Messerstiche oder Schuss im Kopf), mit solchen multiplen Verletzungsmustern nach kilometerlangem Treiben im Hochwasser eines Baches und Flusses, ausschließen wollen, es sei ein Unfall gewesen, die würden mich misstrauisch machen. Wahrscheinlichkeiten gerne. Aber "ausschließen" kann man eigentlich nur ein Ding der Unmöglichkeit, also auch kein theoretisch denkbares Szenario.
Das ist auch nicht passiert, die Gutachter haben einen Unfall nicht ausgeschlossen, da kann man ganz beruhigt sein. Die Kammer interprtierte Teile der Gutachten lediglich in diese Richtung und das verteidigst du hier mit Händen und Füßen und meinst auch noch, dass es selbst nach der Aufhebung noch Bestand haben sollte.
Origines schrieb:Ich kann mir hier keine Erkenntnis oder Meinung anmaßen. Andere offenbar schon.
Der Wunsch ist offenbar Vater des Gedankens.
Du solltest dich mal ehrlich hinterfragen, wie illusorisch die Idee ist, dass alles was du so von dir gibst, nicht deine Meinung oder deine Interpretation ist, sondern objektive Fakten sind. Längst aufgehobenen Erkenntnissen zu neuer Relevanz und Bedeutung verhelfen zu wollen, wirkt auch nicht weniger illusorisch.