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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

2.538 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Mord, Vergewaltigung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

19.08.2026 um 21:49
Zitat von soomasooma schrieb:So oder so ist das keine extrem weite Strecke mit dem Fahrrad, eine gute Stunde Fahrzeit.
Ich vermute, Du kennst die Strecke nicht. In einer Stunde ist das mit einem normalen Rad meiner Meinung nach nicht zu schaffen.
Ist aber eigentlich auch hier nicht so wichtig.
Zitat von long_weekendlong_weekend schrieb:Bin sehr gespannt, was alles zutage kommt.
Wohnst Du dem Prozess morgen wieder bei?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

19.08.2026 um 21:53
Zitat von nairobinairobi schrieb:Wohnst Du dem Prozess morgen wieder bei?
Ja, hab ich vor, falls ich wieder Glück habe und einen Platz bekomme. Hoffentlich diesmal auch etwas weiter vorn.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

19.08.2026 um 22:04
Dat Brigittsche könnte recht haben. Google Maps berechnet mindestens 27 km und 105 Minuten für die einfache Fahrt, mithin über 50 km und dreieinhalb Stunden für Hin- und Rückweg. Das fährt ein fauler 50-jähriger Tunichtgut nicht einmal mit dem Moped. Aber die Nutzung der DB wäre eine Erklärung für sein Herumlungern am Esteiner Bahnhof.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

19.08.2026 um 23:18
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ist aber eigentlich auch hier nicht so wichtig.
Ja, für den Mord ist es ja nicht relevant wie er nach Kruft gefahren ist. Wichtig ist ja erst einmal, dass es Spuren gibt und er gestanden hat.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 06:33
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:bilde ich mir schon eine gewisse Ähnlichkeit zu dem damaligen Phantombild ein.
Absolut. Speziell das etwas unscharfe zweite Bild von oben - offensichtlich in jüngeren Jahren aufgenommen.
Klar, erkennen kann man nicht viel, aber die Proportionen stimmen mMn.
Zitat von long_weekendlong_weekend schrieb:Falls das so war, ist er im September mit nacktem Oberkörper in den Laden und hat sich ein Shirt gekauft?
Empfinde ich auch als merkwürdig.
Zitat von VolvicVolvic schrieb:IMHO wiegt die völlig falsche Einschätzung des Alters des Täters schwer weil man dadurch eine ganz falsche Vorstellung von der gesuchten Person bekam.
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Allerdings lag man beim Alter kräftig daneben.
Zitat von long_weekendlong_weekend schrieb:Falls sie von den Jugendlichen kamen, könnte das eventuell das krasse Abweichen vom geschätzten Alter erklären.
Das könnte ich mir sehr gut vorstellen.
Jugendliche, oder auch junge Erwachsene, haben einen völlig anderen Blick auf das Alter.
Für die ist man schon mit 30 uralt ;)


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 09:25
Zitat von ZiegenpetraZiegenpetra schrieb:Speziell das etwas unscharfe zweite Bild von oben - offensichtlich in jüngeren Jahren aufgenommen.
Ich habe hier einen Ausschnitt von diesem "Nacktbild" verwendet. Als junger Mann war er noch recht ansehnlich.


Eigentlich erschreckend, wie genau die Gesichtsproportionen getroffen sind: Ohren, Augenbrauen, der seitliche Haaransatz mit dem vollen Haar, die Nase und sogar die Falte auf der linken Gesichtshälfte stimmen erstaunlich gut überein. Leider wurde er nur etwa 20 Jahre zu jung dargestellt.


Screenshot 20260819 215915 Samsung BrowsOriginal anzeigen (4,5 MB)

Bildquelle:
Spoiler
https://www.rtl.de/news/videos/cold-case-amy-lopez-gestaendnis-nach-32-jahren-im-cold-case-6a84639122a53090c40bd022.html



Bin schon gespannt auf Deine @long_weekend
neuen Berichte!


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 09:30
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Ich habe hier einen Ausschnitt von diesem "Nacktbild" verwendet.
Danke dafür.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Eigentlich erschreckend, wie genau die Gesichtsproportionen getroffen sind: Ohren, Augenbrauen, der seitliche Haaransatz mit dem vollen Haar, die Nase und sogar die Falte auf der linken Gesichtshälfte stimmen erstaunlich gut überein.
Absolut.
Vielleicht haben seine Kumpel, zu denen er nach der Tat fuhr, etwas geahnt, aber man "hält halt dicht".

Die Geschichte mit dem weggeworfenen Shirt kommt mir aber nicht stimmig vor.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 09:44
Zitat von long_weekendlong_weekend schrieb:Vergessen hab ich noch, dass erzählt wurde, dass er sein blutverschmiertes T-Shirt in einer Mülltonne (glaube am Rhein) entsorgt hat. Er war sich laut SV nicht mehr sicher, ob er in einem Quelle Laden ein neues besorgt hat.

Falls das so war, ist er im September mit nacktem Oberkörper in den Laden und hat sich ein Shirt gekauft? Okay, ich weiß nicht, wie viel Grad es an dem Tag war.
Das ist doch heute sicher noch nachprüfbar wo im Jahre 1994 ein Quelleladen in Koblenz existierte. Ein neues Shirt hat er sich als Ersatz gekauft, was ist mit der Hose, die war wohl noch clean, ohne Blut- und Spermaspuren? Und wo konnte er sich so schnell die Hände waschen, da gab es doch Nirgends ein Öffentliches WC?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 09:48
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Das ist doch heute sicher noch nachprüfbar wo im Jahre 1994 ein Quelleladen in Koblenz existierte.
Aber allein die Information hilft ja nicht weiter.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Und wo konnte er sich so schnell die Hände waschen, da gab es doch Nirgends ein Öffentliches WC?
Ich denke, dass sich sowohl Klamottentausch, als auch die Selbstreinigung bei seinen Kumpel abgespielt hat.

@long_weekend

Vielen Dank, dass du uns mit Informationen versorgst :Y:


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:21
Guten Morgen,
der erste Teil des heutigen Prozesstages ist schon rum, obwohl es erst eine halbe Stunde später losging. Aber um 13:30 Uhr geht es weiter. Mitschriften sind nur der Presse erlaubt…

Es haben zwei Kommissarinnen ausgesagt, Frau Röder (bereits aus Dokus zu dem Fall bekannt) und eine 39-jährige Kollegin, die die Speichelprobe bei ihm genommen hat, sowie ein in Rente befindlicher Kommissar, Herr Uwe Lang, 68 Jahre, der seinerzeit zum Leichenfundort gerufen wurde.

Es ging los mit der Befragung von Frau Röder. Sie hat berichtet, dass sie seit 2019 mit dem Fall beschäftigt ist. Sie hat sich angeschaut, ob’s noch Asservate gibt und daraufhin die selektive Hautschuppenanalyse in Betracht gezogen. „Die Staatsanwaltschaft ist da mitgegangen“, hat sie gesagt.
Das LKA RLP macht die nicht, weshalb sie sich an Hr. Schneider vom LKA Hessen gewandt hat. 2020 hat sie sich mit ihm getroffen und den Fall vorgestellt. Es wurden u.a noch vorhandene Klebefolien, als auch neue, die von der Hose gefertigt wurden.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:25
@long_weekend


danke für den Bericht!

Gibt es eigentlich bislang irgendwelche Rückfragen der Verteidigung? Oder ist eine Verteidigungsstrategie erkennbar (mal unabhängig von der Frage, ob diese erfolgreich wäre)?

Oder lässt man alles seinen Gang gehen?


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:34
Es wurden weit über 1000 Spuren ausgewertet. Bis ins Jahr 2021 war das LKA mit der Auswertung beschäftigt.

Daraufhin haben sie sich nochmal in Betracht kommende Personen angeschaut und um eine freiwillige Speichelprobe gebeten. Der Bewährungshelfer des Angeklagten, bzw. das Büro von dem Bewährungshelfer, befand sich ganz in der Nähe, im General von Aster Weg. U.a. Deshalb haben sie den A nochmal in den Blick genommen.

4 Spurenleger kamen in Betracht, von denen 2 als „berechtigt“ identifiziert wurden. Von den beiden restlichen gehört eine dem Angeklagten.

Die DNA am inneren Hosenbund stimmt in 16 von 16 Punkten überein, die am Oberschenkel in 8(?) von 16.

An einem Stein, der mit Blutverkrustungen und verkrusteten Haaren vom Opfer behaftet war, gabs eine Mischspur von ihm.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:36
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Gibt es eigentlich bislang irgendwelche Rückfragen der Verteidigung?
Ja, die gibts vereinzelt. Z.B. fragte er im ersten Termin am vergangenen Dienstag, ob die Erinnerungslücken auf den im Jahr 2011 erlittenen Schlaganfall zurück zu führen seien. Das wurde vom SV leider eher schwammig beantwortet.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:44
Zitat von long_weekendlong_weekend schrieb:Mitschriften sind nur der Presse erlaubt…
Bedeutet, Du darfst Dir keine Notizen machen? 🤔


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:47
Die Kolllegin von Frau Röder (Nachname war etwas mit L), hat in dem Seniorenheim angerufen, gefragt, ob er noch da sei und ob man mit ihm sprechen könne. Dann sind sie 01.2026 dort hin gefahren, um die Speichelprobe zu nehmen. Er kam ihr da nicht erschrocken oder abwehrend vor.

Im Februar war dann das Ergebnis da. Frau Röder, L. und einige weitere Kollegen gingen hin, um ihn festzunehmen. Zur Festnahme sind nur Frau R und L in sein Zimmer gegangen, sie haben aber die Tür zum Flur offen gelassen. Der A hat Frau L gleich wieder erkannt. Als sie ihm eröffnet haben, dass es den DNA Treffer gab, habe er sinngemäß geantwortet „aber ich hatte doch schon mal eine Probe abgegeben, die unauffällig war“.
Er sei nur ganz kurz, ca. eine Sekunde, erschrocken/geschockt gewesen, danach aber wieder ganz ruhig. Dann hat er gefragt, ob er noch was packen könnte und wegen seines gesundheitlichen Zustands gebeten, dass es ein Gefängnis mit Krankenhaus sein sollte.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:49
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Bedeutet, Du darfst Dir keine Notizen machen?
Genau. Diesmal bin ich mit Block und Kuli ausgestattet. Aber es ist den Zuschauern nicht erlaubt. Die junge Dame, die neben mir saß, hat gesagt, sie kennt das aus anderen Prozessen anders. Aber dazu gab’s ne eindeutige Ansage vom „Gerichtsdiener“, oder wie man die Beschäftigen nennt.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:55
Der A wurde zu den Rechten auf Verteidigung aufgeklärt und er bat darum, dass Rechtsanwalt Klein damit beauftragt wird, da er ihn in früheren Prozessen bereits vertreten hat.

Frau R und Frau L wollten ihn in die JVA Koblenz bringen, mussten da ca 1,5 Stunden warten, um dann zu erfahren, dass er dort nicht bleiben kann. Der Staatsanwalt hat gefragt, wie er sich verhalten hat. Frau L sagte, dass er viel geredet habe, z.B. auch erzählte, dass er jetzt gläubig sei etc.; sie sagte „er plauderte“.

Der Rechtsanwalt Klein war weder telefonisch noch sonstwas zu erreichen, aber der A sagte, dass das nichts mache, „Die Sache ist eh klar“. Danach hatte er aber doch noch Gelegenheit, sich mit seinem RA vertraulich zu beraten.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:59
Man habe seine Räumlichkeiten als auch Räumlichleiten von Angehörigen (Stiefkindern) durchsucht. Frau R hat nicht gesagt, ob und was sie da gefunden haben, und der Richter hat nicht nachgefragt.

Ich mach mich jetzt erstmal wieder auf den Weg zum Gericht, ist ja wieder Anstehen angesagt. Diesmal haben sie Taschen nicht nur durchleuchtet, sondern die Taschen zusätzlich händisch kontrolliert.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 11:59
Zitat von long_weekendlong_weekend schrieb:Genau. Diesmal bin ich mit Block und Kuli ausgestattet. Aber es ist den Zuschauern nicht erlaubt. Die junge Dame, die neben mir saß, hat gesagt, sie kennt das aus anderen Prozessen anders. Aber dazu gab’s ne eindeutige Ansage vom „Gerichtsdiener“, oder wie man die Beschäftigen nennt.
Ist ja eine seltsame Verfügung. Habe so etwas nur bei Spionageprozessen gehört.


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Mord an Amy Lopez in Koblenz 1994

20.08.2026 um 12:33
Als Dritter hat Hr. Lang ausgesagt. Er sei über den Leichenfund informiert worden, ist zum Frlsenweg gegangen und wurde dort eingewiesen. Ihm als Koblenzer sei der Fundort nicht bekannt gewesen, das hat er an anderer Stelle nochmal erwähnt.

Sie hätten schnell eine Identifizierung vornehmen können, er wusste aber nicht mehr, ob aufgrund von Dingen aus dem Rucksack, der vorm Eingang des General von Aster Zimmers stand. Oder aufgrund von Dingen in der Bauchtasche (von dieser hörte ich heute zum ersten Mal).

Sie hätten so auch schnell feststellen können, aus welchem Hotel Amy kam. Da sie auf der Fahrt zur Festung habe umsteigen müssen, seien beide Busfahrer vernommen worden. Insbesondere wäre von Interesse gewesen, ob ihr jemand gefolgt sei. Das sei aber nicht der Fall gewesen.

Eine Zeugin habe einen Mann am Felsenweg gesehen, worauf hin das Phantombild gefertigt wurde (ob dies den heute Angeklagten zeigt, wurde nicht thematisiert).

Mit diesem Phantombild habe man Friseurläden angeschrieben, was jedoch keine Erkenntnisse gebracht hätte.


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