Vorschriftsmäßiges Vorgehen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
1Werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt, so hat es das Gefährdungsrisiko im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte einzuschätzen. 2Soweit der wirksame Schutz dieses Kindes oder dieses Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird, hat das Jugendamt die Erziehungsberechtigten sowie das Kind oder den Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung einzubeziehen und, sofern dies nach fachlicher Einschätzung erforderlich ist,
1. sich dabei einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind und von seiner persönlichen Umgebung zu verschaffen sowie
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Quelle:
https://dejure.org/gesetze/SGB_VIII/8a.htmlHensel hat sich ans Jugendamt gewandt mit der Aussage, die Kinder hätten von häuslicher Gewalt/ Gewalt durch die Kindesmutter berichtet.
Damit war das Jugendamt in der Pflicht, eine Prüfung einer Kindeswohlgefährdung vorzunehmen.
Dazu gehört es, sich, eine unmittelbaren Eindruck von dem Betroffenen Kind, den Betroffenen Kindern zu verschaffen (siehe oben). Das beinhaltet natürlich auch mit den Kindern zu sprechen.
Hensel hat das Angebot gemacht, mit den Kindern nach Hamburg zu kommen, damit die Mitarbeiterin mit den Kindern sprechen kann.
Das hat diese abgelehnt.
Für mich ist das nicht ganz nachvollziehbar.
Noch weniger nachvollziehbar, dass sie ohne Kontakt mit den Kindern gehabt zu haben Position bezogen hat, das bei der Kindesmutter keine Kindeswohlgefährdung vorliege und die Schilderung des Vaters übertrieben seien.
LeonardodV schrieb:Sie ist ja keine notwendige Verfahrensbeteiligte, sie hat zwar ein Anwesenheitsrecht, aber keine Anwesenheitspflich
Ja schon klar.
Aber es war eher im Vorfeld nicht klar, dass die Mitarbeiterin, die nach der Entführung im Hause Block mit den Kindern gesprochen hat, sich heute heulend krankmelden würde.
Und genau dieser Mitarbeiterin die Frage zu stellen, warum sie nicht auf die Anliegen von Klara reagiert hat. Sollte eigentlich im Interesse von Klara sein.
Daher hat mich das gewundert.
Aus meiner Sicht wäre das einer der entscheidenden Termine, an denen die Vertreterin von Klara anwesend sein sollte und in ihrem Interesse entsprechende Fragen stellen sollte