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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

11.079 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

gestern um 16:48
@LeonardodV
Natürlich hätten das alle, die nicht zwischen dem 31.12.2023 und dem 04.01.2024 im Koma oder Nirwana oder sonstwo waren, wissen müssen. Nur entsprechend gehandelt hat leider keiner der Profis - weder Polizei noch JA noch Dr. R.,der ja nach eigener Aussage nur eine rechtlich genehmigte Rückführung befürwortete. @calligraphie


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gestern um 16:53
@calligraphie

Ja, trauriges Szenario. In der Tat. Das Wohl der Kinder war allen egal. Und die mussten Strategien entwickeln, um mit der Situation klar zu kommen.


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gestern um 17:07
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Ist Carina F. nicht auch die MA, von der CB sagte: „Ich glaube, sie mag mich.“? Dann passt ja alles.
Ja, das ist sie.
Wirkt schon sehr vertraut mit CB.
Auch dieses „ nur für Sie…".


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gestern um 20:14
Zitat von leonorleonor schrieb:Ja, das ist sie.
Wirkt schon sehr vertraut mit CB.
Auch dieses „ nur für Sie…".
Nicht nur sehr vertraut - das würde unter Umständen sogar noch okay sein, schließlich muss man mit den Klienten ein "Arbeitsbündnis" herstellen, und dazu gehört auch, eine vertrauensvolle Basis herzustellen. ABER: das muss immer mit der gebotenen Neutralität bzw. professioneller Distanz erfolgen, denn das ist die Grundlage, dass man noch frei entscheiden kann. Es war ZU vertraut.
Ich hatte es weiter oben schon mal ausgeführt: Professionelle Helfer haben in dem Moment verloren, wo sie sich solidarisieren oder auf "eine Seite" schlagen. Dann sind sie nicht mehr frei in ihren Handlungen und Entscheidungen.
Und das ist diesem Fall eben passiert, das zeigt die e-mail und eben so manch anderes Verhalten auch. Es erklärt auch, dass man nicht weiter nachgefasst hat und z.B. ein Krisenclearing eingesetzt hat (auch von mir weiter oben erläutert).
Die Jugendamtsmitarbeitende hat offenbar CB immer wieder signalisiert, dass bei CB alles in Ordnung sei, die Meinung über SH wurde unreflektiert übernommen etc. Aus dieser Position heraus wird es dann immer schwerer, CB plötzlich zu vermitteln, dass man nun z.B. ein Clearingteam einsetzt, um intensiv zu prüfen. So was ist wesentlich einfacher, wenn man dem Klienten zuvor zwar als verlässlich, aber in der eigenen Handlungsfreiheit unabhängig begegnet ist.


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gestern um 20:58
Zitat von MotetteMotette schrieb:Nur entsprechend gehandelt hat leider keiner der Profis - weder Polizei noch JA noch Dr. R.
Naja: das ist ja „mein“ Thema. Rhetorische Fragen: Wer ist denn für die Aufklärung von Straftaten, von denen „man“ seit dem 1.1. gewusst (und gegebenenfalls auch bereits in Deutschland eingeleitet) hat, zuständig? Haben denn Polizeibeamte vor dem 5.1. Kontakt mit den Opfern der bekannten gewaltsamen Entführung aufgenommen? ME nicht. Völlig unabhängig von der Frage, ob weitere Personen als die in Dänemark handelnden Personen involviert waren. Die Polizei wäre (im Auftrag der die Ermittlungen leitenden StA) verpflichtet gewesen, eigenständig oder im Rahmen der Rechtshilfe für Dänemark tätig zu werden. Was war da los, dass das nicht passiert ist? Das ist die Frage, die - unabhängig von dem Verfahren gegen CB u.a. - zu klären ist.

Die JA-Mitarbeiterinnen waren mE für die Aufklärung von allgemein bekannten Straftaten nicht zuständig. Sie haben ja mitbekommen, dass keiner reagiert. Wie gesagt, alles andere, was hier an Fehlern, Versäumnissen der JA-Mitarbeiterinnen angeprangert wird, teile ich. Mir kommen aber die unterlassenden Ermittlungen der für die Aufklärung von bekanntgewordenen Straftaten zuständigen Behörden zu kurz.

Im „Normalfall“ müsste in der Ermittlungsakte dokumentiert sein, welche Ermittlungsaufträge die StA erteilt hat. Gegebenenfalls dürfte auch eine rechtliche Einschätzung, die selbstständig (dh unabhängig von der späteren Entscheidung des OLG) zu treffen ist, dokumentiert sein. Irgendwer muss ja das „Abwarten“ angeordnet haben. Das macht mir mehr Sorge als das nur auch von der StA kritisierte Verhalten der JA-Mitarbeiterinnen.


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gestern um 21:35
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Die JA-Mitarbeiterinnen waren mE für die Aufklärung von allgemein bekannten Straftaten nicht zuständig. Sie haben ja mitbekommen, dass keiner reagiert. Wie gesagt, alles andere, was hier an Fehlern, Versäumnissen der JA-Mitarbeiterinnen angeprangert wird, teile ich. Mir kommen aber die unterlassenden Ermittlungen der für die Aufklärung von bekanntgewordenen Straftaten zuständigen Behörden zu kurz.

Im „Normalfall“ müsste in der Ermittlungsakte dokumentiert sein, welche Ermittlungsaufträge die StA erteilt hat. Gegebenenfalls dürfte auch eine rechtliche Einschätzung, die selbstständig (dh unabhängig von der späteren Entscheidung des OLG) zu treffen ist, dokumentiert sein. Irgendwer muss ja das „Abwarten“ angeordnet haben. Das macht mir mehr Sorge als das nur auch von der StA kritisierte Verhalten der JA-Mitarbeiterinnen.
Das stimmt, da bin ich bei Dir. Jugendamt ist nicht für die Aufklärung von Straftaten zuständig. Einzig und allein sind sie Wächter des Kinderwohls. Das war zum Zeitpunkt des Hausbesuches tatsächlich nicht AKUT gefährdet. Wenn JA festgestellt hätte, dass akute KWG vorliegt, hätten sie die kids in Obhut nehmen müssen - und das will man (zurecht!) auch so lange vermeiden wie nötig. In Fällen, wo z.B. Drogen offen rumliegen im elterlichen Haushalt oder die Wohnung verwahrlost sind, Mutter oder Vater (oder beide) alkoholisiert sind oder eben andere äußerliche Anzeichen schon darauf hinweisen, dass dieser Ort akut kein guter für Kinder ist, da muss sofort gehandelt werden. Das muss immer sehr wohl abgewogen werden, denn eine Inobhutnahme ist wahrlich nicht angenehm, besonders für die Kinder. Das hieße nämlich, zunächst Unterbringung in einer Krisengruppe. Konsequenterweise hätte man dann auch alle kids unterbringen müssen - auch Greta, denn es wäre ja unlogisch gewesen, zwei unterzubringen und ein Kind dort zu lassen. Die Krisengruppen sind voll, d.h. es ist für JA eine Herausforderung, überhaupt Plätze zu finden. Das wäre ihnen am Ende auch gelungen, aber wahrscheinlich hätte man nur Einzelplätze in unterschiedlichen Gruppen gefunden, bedeutet: die kids wären mit hoher Wahrscheinlichkeit getrennt worden. In den Gruppen sind Kinder/Jugendliche mit einer großen Bandbreite von Biographien - Verhalten reicht von völlig verschüchtert bis hoch aggressiv. Also eine bunte Mischung, die wirklich herausfordernd ist.
Ich habe das deshalb jetzt mal so ausführlich beschrieben, weil oft der Ruf ertönt: da muss doch das JA handeln und die Kinder rausnehmen.

Aber ok, darum ging es hier ja auch nicht. Insofern ist es erstmal auch gut gewesen, dass wenigestens eine Inobhutnahme den kids erspart blieb.

Meine Irritation lösen die zuständigen Behörden im Zusammenspiel aus. Aus meiner Sicht kann man da tatsächlich nicht nur EINER Institution Versagen vorwerfen, es klingt eher nach einem strukturellen Versagen. Zu hinterfragen wäre aus meiner Sicht z.B. die Kommunikation zwischen Justiz und Jugendamt.


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gestern um 22:27
Zitat von SirLouisSirLouis schrieb:Aber ok, darum ging es hier ja auch nicht. Insofern ist es erstmal auch gut gewesen, dass wenigestens eine Inobhutnahme den kids erspart blieb.
Ich empfand es positiv, dass Kury der ganzen Situation eine mögliche Schärfe nahm, indem er die beiden Kinder ins Auto lud und sie dann unter Polizeibegleitung zu ihrem Vater brachte.


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gestern um 22:29
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Die JA-Mitarbeiterinnen waren mE für die Aufklärung von allgemein bekannten Straftaten nicht zuständig. Sie haben ja mitbekommen, dass keiner reagiert. Wie gesagt, alles andere, was hier an Fehlern, Versäumnissen der JA-Mitarbeiterinnen angeprangert wird, teile ich. Mir kommen aber die unterlassenden Ermittlungen der für die Aufklärung von bekanntgewordenen Straftaten zuständigen Behörden zu kurz.

Im „Normalfall“ müsste in der Ermittlungsakte dokumentiert sein, welche Ermittlungsaufträge die StA erteilt hat. Gegebenenfalls dürfte auch eine rechtliche Einschätzung, die selbstständig (dh unabhängig von der späteren Entscheidung des OLG) zu treffen ist, dokumentiert sein. Irgendwer muss ja das „Abwarten“ angeordnet haben. Das macht mir mehr Sorge als das nur auch von der StA kritisierte Verhalten der JA-Mitarbeiterinnen.
Na das klingt ja fast, als hätte die STA eigentlich gegen sich selbst ermitteln müssen...

Fair, dass Du die Sicht auf die JA Mitarbeiterinnen einmal ein wenig relativierst.


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gestern um 22:44
Zitat von emzemz schrieb:Ich empfand es positiv, dass Kury der ganzen Situation eine mögliche Schärfe nahm, indem er die beiden Kinder ins Auto lud und sie dann unter Polizeibegleitung zu ihrem Vater brachte.
Das stimmt. Wenigstens mit einem bekannten Gesicht. Wer wäre sonst für den shuttle in Frage gekommen? CB mit Sicherheit nicht. Von SH abholen lassen wäre aus meiner Sicht auch nicht so glücklich gewesen, atmosphärisch wäre für die kids das Spannungsfeld zwischen CB und SH dadurch noch mehr erhöht worden bei der Abholsituation. Das wäre wahrscheinlich nicht friedlich und harmonisch verlaufen. Und mit völlig Fremden... auch keine so glückliche Wahl (genau DAS hatten die Kinder ja ein paar Tage zuvor erlebt!). Insofern: ja, das war in dem Moment die beste Option.


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um 05:53
Zitat von LanzaLanza schrieb:Na das klingt ja fast, als hätte die STA eigentlich gegen sich selbst ermitteln müssen...
Ah.... da fällt mir ein, du bist uns noch den Beleg für deine Behauptung AH wäre parallel angeklagt schuldig. Kommt der Beleg nun bald? Du hattest Tage Zeit dafür.


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um 05:59
Zitat von SirLouisSirLouis schrieb:Aber ok, darum ging es hier ja auch nicht. Insofern ist es erstmal auch gut gewesen, dass wenigestens eine Inobhutnahme den kids erspart blieb.
Für Klara und Theodor wäre ein Inobhutname die beste Lösung gewesen, dann hätten sie wenigstens jemanden um Hilfe bitten können.

Das es (laut Jugendamt) keine akute KWG gab, ist für mich völlig unverständlich.
Klara wusste nicht ob ihr Vater noch lebt. Die Beiden hatten schlimme Gewalttaten gerade erlebt und Fluchtpläne geschmiedet. Was muss denn noch alles passieren bevor eine Situation als KWG eingestuft wird.


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um 06:43
Zitat von KerzenKerzen schrieb:Das es (laut Jugendamt) keine akute KWG gab, ist für mich völlig unverständlich.
Für mich ist es auch ein Kollektivversagen aller vor Ort eingesetzten Fachkräfte der unterschiedlichen Disziplinen.

Runtergebrochen auf den Einsatz eines hier schon erörterten, gesunden Menschenverstandes, hakt es für mich dennoch immer noch am meisten bei der JA Trulla - und bei meinem Lieblingsdetail, dass K. nicht telefonieren durfte!

LTO hatte es ja nochmal anders wiedergegeben, als die diversen Ticker. Nämlich, dass nicht die JA Tussi K. das Telefonat verweigerte sondern, dass K. ihr erzählte, dass es ihr (K.) nicht möglich sei zu telefonieren. Aber dann greift doch an der Stelle besagter Verstand!

Absolut JEDE(R) von uns hätte dann gefragt „Ach ja? Wieso ist das denn nicht möglich?“ Und auf die darauf folgende Antwort hätte eine Alarmkette in Gang gesetzt werden MÜSSEN!

Ihre Vorgesetzte war vor Ort. Ermittlungsbeamte waren vor Ort. Jeder normale Mensch hätte gesagt „Leute, hier stimmt was nicht!“

Aber wir drehen uns im Kreis. Es ist ein Meer voller Schutzbehauptungen. Vollkommen abwegig, dass keiner die Schlagzeilen zur Entführung kannte. Vollkommen abwegig, zu sagen, man würde in so einer Beobachtungssituation „keine Fragen stellen“ etc.

Und leider wird es nie nachgehalten und aufgeklärt werden!


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um 06:52
Zitat von GernhardGernhard schrieb:JA Trulla
Zitat von GernhardGernhard schrieb:JA Tussi
Keine Kinderstube genossen?


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um 06:58
@LeonardodV
Es tut mir leid, wenn das,was ich geschrieben habe, wie die alleinige Schuldzuweisung an die Mitarbeiterinnen des JA gewirkt hat.

Was Aufgaben von Polizei und Staatsanwaltschaft angeht, kenne ich mich nicht gut genug aus, um dazu etwas zu sagen. Da bin ich immer froh, dass Leute wie du da meinen Horizont erweitern.

Und klar, die Mitarbeiterinnen des JA waren da in einer sehr unerfreulichen Situation. Trotzdem bleibt bei mir der Eindruck hängen, dass es schon im Vorfeld eine unangemessene Parteilichkeit gegeben hat, dass es bei dem Besuch Verstöße gegen die Rechte der Kinder gab (Verbot der Kontaktaufnahme mit dem Vater) und in Nachhinein offenbar keine Einsicht in Fehlverhalten.
SirLouis hat ja dazu auch schon ausführlich und informativ geschrieben.
Gegenüber den Eltern gilt immer das Gebot des Respekts und der Annahme, aber auch der Neutralität. Gegenüber den Kindern gilt Annahme, Ernstnehmen, ihre Rechte und Interessen wahren.

Und genau da sehe ich das Versagen. Und zwar egal, wie diese Situation zustande kam und welche Institutionen eigentlich vorrangig zuständig waren.

Ich hoffe, das konnte zur Klärung beitragen.


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um 10:26
Zitat von KerzenKerzen schrieb:Für Klara und Theodor wäre ein Inobhutname die beste Lösung gewesen, dann hätten sie wenigstens jemanden um Hilfe bitten können.
Und diese Hilfe hätte dann wie ausgesehen? Sie wären in einem Kinderheim bzw. einer Pflegestelle leichter an ein Handy rangekommen. Dort wären auch nicht die Fenster vergittert gewesen und sie hätten weglaufen können. Aber sonst?


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um 10:30
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Aber wir drehen uns im Kreis. Es ist ein Meer voller Schutzbehauptungen. Vollkommen abwegig, dass keiner die Schlagzeilen zur Entführung kannte. Vollkommen abwegig, zu sagen, man würde in so einer Beobachtungssituation „keine Fragen stellen“ etc.
Alle wussten über die Entführung Bescheid.
Bis auf Rücker, der erfuhr es erst vor Prozessbeginn. ;-)
Er war privat engagiert, hätte meines Erachtens aber auch hellhörig werden müssen, als Klara über die Rückkehr nach Dänemark gesprochen hat.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Und leider wird es nie nachgehalten und aufgeklärt werden!
Das befürchte ich auch. Wer sollte ein Interesse daran haben? Die Nebenklage?
RA Uecker hat im Podcast berichtet, dass die Tage vom 1.1.-5.1. maximaler Stress waren. Das geht mir nicht aus dem Kopf. Hinter den Kulissen muss dann doch Einiges geschehen sein.
Unverständnis über das Vorgehen des Jugendamtes und mangelnden Sachverstand hat die Nebenklage benannt. Aber über das Vorgehen der Staatsanwaltschaft, ist nichts zu hören.

Kann es sein, dass dies bewusst vermieden wird?


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um 10:56
Zitat von emzemz schrieb:Und diese Hilfe hätte dann wie ausgesehen? Sie wären in einem Kinderheim bzw. einer Pflegestelle leichter an ein Handy rangekommen. Dort wären auch nicht die Fenster vergittert gewesen und sie hätten weglaufen können. Aber sonst?
Zumindest hätten die Kinder gewusst es geht nicht über ihren Kopf hinweg zur Mutter zurück!

Man mag sich nur mal vorstellen, was in den Köpfen der beiden abgegangen sein muss - das "Einrichten" der Zimmer z.B ist da doch einfach ein coping Mechanismus, um mit der Situation klar zu kommen.

Die beiden müssen doch ungefähr folgendes gedacht haben: Sowas funktioniert? Wir werden entführt, unser Vater verprügelt und dann sollen wir einfach so wieder bei Mama wohnen?
Alle wissen bescheid (das muss ihnen klar gewesen sein, weil Theo ja mehrmals den Alarmknopf gedrückt hatte!), aber niemand hilft uns?
Absolute Ohnmacht, Hilflosigkeit, Unsicherheit, Wut Trauer, Resignation...

Da kann ich mir schon vorstellen, dass man lieber an einem "neutralen" Ort ist (nicht der Alpakahof Bauernhof!), eher offiziell neutral, mit der Chance wieder zurück zum selbstgewählten Lebensort bei Papa zu kommen.


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