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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

11.122 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Entführung, Dänemark ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

05.03.2026 um 12:49
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Ich gehe eher davon aus, dass sie nicht wussten, was „draußen“ passiert. Auch nicht, dass es einen europäischen Haftbefehl gegen ihre Mutter gibt.
Davon gehe ich auch aus. Hat nicht CB die Kids zu dem Thema schon auf dem Alpakahof angelogen? Ich erinnere es nur dunkel (hab also auch keine Quelle).

In jedem Fall hat sie ja auf der langen Fahrt - durch vorne sitzen und Vorhang zu - vermieden, Fragen beantworten zu müssen.

Und dann in Hamburg wird erst recht jegliche Form von Aufklärung vermieden worden sein.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

05.03.2026 um 13:14
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Und dann in Hamburg wird erst recht jegliche Form von Aufklärung vermieden worden sein.
Ich stell mir die Situation auch für Greta schwierig vor.
Zumal ihr Klara auf der Rückfahrt nach HH ja bereits von der Entführung und den Erlebnissen im Wald erzählte.
Sie musste ihrer jüngeren Schwester den Wunsch zu telefonieren verwehren und das Laptop war auch tabu.
War also instruiert, wie sie sich zu verhalten hat, damit
Klara und Theo möglichst nicht mitbekommen, was
„draußen" passiert.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

05.03.2026 um 13:18
Zitat von emzemz schrieb:Dass Kury dabei im Sinne von CB gehandelt hat, das kann ich mir nicht vorstellen.
Ich auch nicht.
Ich denke eher, dass Kury mit dem entsprechenden Blick auf die Situation gehandelt hat, auch, um es CB zu ermöglichen, nicht zu eskalieren, wenn die Polizei, im „schlimmsten“ Fall SH selbst oder mit dabei, vor der Tür steht und die Kinder übernehmen will. Auch, dass er sich bewusst war, was auf CB zukommen könnte und er „schadensbegrenzend“ handeln wollte.
Zitat von leonorleonor schrieb:Ich stell mir die Situation auch für Greta schwierig vor.
Zumal ihr Klara auf der Rückfahrt nach HH ja bereits von der Entführung und den Erlebnissen im Wald erzählte.
Sie musste ihrer jüngeren Schwester den Wunsch zu telefonieren verwehren und das Laptop war auch tabu.
Das ist für mich ein Hinweis darauf, dass CB bekannt gewesen sein muss, was da in DK passiert ist.
Ansonsten hätte es aus meiner Sicht, nicht solcher Instruktionen bedurft.
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Und dann in Hamburg wird erst recht jegliche Form von Aufklärung vermieden worden sein.
Auch das würde mit dazugehören.


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05.03.2026 um 13:24
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Das wäre interessant zu wissen, ob den Kindern klar war, dass alle Bescheid wissen oder ob sie so isoliert und von sozialen Medien ferngehalten wurden, dass sie nichts von dem, was über die Entführung berichtet wurde, mitbekommen haben.

Für Letzteres spricht, dass Klara noch am 5.1. Kury darauf aufmerksam gemacht haben soll, dass sie entführt wurden. Wenn es ihnen ermöglicht wurde, die Berichterstattung zu verfolgen, hätten sie auch gewusst, was mit SH passiert ist und dass er lebt.
Lasst mal überlegen: wenn aus Sicht der Kinder SH den Angriff nicht überlebt hätte, wäre doch AH und somit auch die dän. Polizei ziemlich sicher und schnell auf den Verdacht gekommen, dass die Kinder von der Mutter entführt wurden. Schließlich hatten sie für diesen Fall den Knopf!

Wenn die Kinder davon ausgegangen sind, dass SH überlebt hat, dann gehe ich davon aus, dass sie davon ausgingen, dass er alles Menschenmögliche tut, um sie so schnell wie möglich
zurück zu bekommen. Dass sie eben nur Geduld haben müssen.

Vielleicht - oder ziemlich sicher - war aber auch große Angst da, dass sich die ganze Sache unglaublich in die Länge zieht oder das Sorgerecht gerichtlich doch der Mutter zugesprochen wird.
Zitat von emzemz schrieb:Ob ein Kinderheim eine Alternative zum Wohnen bei Mama für die Kinder gewesen wäre, also daran möchte ich zweifeln.
Das wäre interessant von den Kindern zu erfahren!
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Das ist für mich ein Hinweis darauf, dass CB bekannt gewesen sein muss, was da in DK passiert ist.
Ansonsten hätte es aus meiner Sicht, nicht solcher Instruktionen bedurft.
Das war ja relativ vorgegeben durch den Rückführungsplan vom "Entfremdungspsychologen".


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05.03.2026 um 13:40
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Lasst mal überlegen: wenn aus Sicht der Kinder SH den Angriff nicht überlebt hätte, wäre doch AH und somit auch die dän. Polizei ziemlich sicher und schnell auf den Verdacht gekommen, dass die Kinder von der Mutter entführt wurden. Schließlich hatten sie für diesen Fall den Knopf!
Die Ermittlungsbehörden sind ja zunächst noch von mehreren Möglichkeiten ausgegangen. Auch der, dass es eine „kommerzielle“ Entführung hätte sein können.

Das war ja z.B. auch der Grund, warum dem cleveren Herrn Delling, der ja so gar nicht wusste, wo sein Herzblatt rumturnt, ihr Handy abgenommen wurde - zur Gefahrenabwehr.


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05.03.2026 um 14:01
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Das ist für mich ein Hinweis darauf, dass CB bekannt gewesen sein muss, was da in DK passiert ist.
Ansonsten hätte es aus meiner Sicht, nicht solcher Instruktionen bedurft.
Das war ja relativ vorgegeben durch den Rückführungsplan vom "Entfremdungspsychologen".
Das schon.
Aber darüber hinaus muss ihr das bekannt gewesen sein. Kein Kontakt zum Vater, keine Auskunft in irgendeiner Form, Laptop-Verbot durch die ältere Schwester, Verriegeln der Kellerfenster, die selektive Entscheidung, wer ins Haus gelassen wird etc..
Das wende ich nicht an, wenn ich komplett überrascht bin und nicht weiß, was vorgefallen ist.
MMn hat CB den Rückführungsplan „abgearbeitet“ in Kenntnis der Geschehnisse.
Wenn ich keine Ahnung habe, warum, wieso, weshalb meine Kinder ad hoc wieder in Deutschland sind und ich nichts damit zu tun habe, dann setze ich alles daran, aufzuklären, was passiert ist. Allein schon im Interesse meiner Kinder.
Egal ob Löwenmutter oder nicht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf dem Alpakahof der Ablauf der Entführung mit keinem Wort Thema gewesen ist oder CB wenigstens nachgefragt hat, wie es abgelaufen ist.


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05.03.2026 um 14:01
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:
Zitat von emzemz schrieb:Ob ein Kinderheim eine Alternative zum Wohnen bei Mama für die Kinder gewesen wäre, also daran möchte ich zweifeln.
Das wäre interessant von den Kindern zu erfahren!
Ich hoffe mal, das war von dir ironisch gemeint.


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05.03.2026 um 15:56
Zitat von emzemz schrieb:Und diese Hilfe hätte dann wie ausgesehen? Sie wären in einem Kinderheim bzw. einer Pflegestelle leichter an ein Handy rangekommen. Dort wären auch nicht die Fenster vergittert gewesen und sie hätten weglaufen können. Aber sonst?
Meine Meinung nach, hätte man die Kinder sofort ins UKE Childhood-Haus bringen müssen. Ich bin mir sicher sie hätten dort Hilfe bekommen. So wie man es in Dänemark auch mehrmals getan hat..


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05.03.2026 um 16:05
Zitat von GernhardGernhard schrieb:Davon gehe ich auch aus. Hat nicht CB die Kids zu dem Thema schon auf dem Alpakahof angelogen? Ich erinnere es nur dunkel (hab also auch keine Quelle).

In jedem Fall hat sie ja auf der langen Fahrt - durch vorne sitzen und Vorhang zu - vermieden, Fragen beantworten zu müssen.

Und dann in Hamburg wird erst recht jegliche Form von Aufklärung vermieden worden sein.
Mit etwas zeitlichem Abstand betrachtet, wird mir gerade nochmal bewusst, wie kaputt das Verhältnis von Mutter zu ihren Kindern gewesen muss.
In welcher Welt würde ein Kind nicht seine Mutter mit Fragen bestürmen, was und warum etwas passiert ist? Vor allem in einer derartigen Extremsituation...
Wie herzlos und ohne jede Empathie muss ein Mensch sein, der nicht mit seinen Kindern spricht, sie versucht zu beruhigen? Die Kinden hatten gesehen wie ihr Vater niedergeschlagen wurde - es wäre ihre Pflicht gewesen, ihnen die Angst zu nehmen und ihnen zumindest zu sagen, dass er am Leben sei und außer Lebensgefahr.
Bei allem Hass den sie gegen Hensel hegt, auch die Kids litten... wie schlecht muss ihr Gewissen gewesen sein, dass sie ein Telefonat mit allen MItteln unterbunden hat. Das ist einfach nur unmenschlich, bösartig, ohne jede Empathie und nicht nachvollziehbar.

Es ging ihr um das Kindeswohl? Den Beweis dafür konnte sie bis heute in keinster Weise erbringen, ihr gesamtes Verhalten hat sie eines anderen entlarvt. Dafür gibt es keine Entschuldigung, das ist einfach nur gestört.


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05.03.2026 um 16:30
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb:Es ist geradezu unerträglich, wenn man sich versucht, in die Kinder hineinzuversetzen.
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Absolute Ohnmacht, Hilflosigkeit, Unsicherheit, Wut Trauer, Resignation...
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:die Kinder davon ausgegangen sind, dass SH überlebt hat, dann gehe ich davon aus, dass sie davon ausgingen, dass er alles Menschenmögliche tut, um sie so schnell wie möglich
zurück zu bekommen. Dass sie eben nur Geduld haben müssen.

Vielleicht - oder ziemlich sicher - war aber auch große Angst da, dass sich die ganze Sache unglaublich in die Länge zieht oder das Sorgerecht gerichtlich doch der Mutter zugesprochen wird.
So sehe ich das auch. Die Kinder hatten tagelang Angst und konnten gar nicht abschätzen, was mit ihnen passieren würde. Niemand sprach mit ihnen, weder über das, was passiert war, noch über das, was kommen würde. Weder die Kindesmutter noch die eigene Schwester, noch all die Leute, die die jetzige Angeklagte um sich scharrte, zu was auch immer.

Wie sehr im Stich gelassen kann man sich fühlen?
Zitat von KerzenKerzen schrieb:Meinung nach, hätte man die Kinder sofort ins UKE Childhood-Haus bringen müssen. Ich bin mir sicher sie hätten dort Hilfe bekommen. So wie man es in Dänemark auch mehrmals getan hat..
Die Meinung teile ich und werde auch nicht müde, das immer wieder anzubringen.
Auf die Frage, wie es der Tochter von Christina Block aktuell geht, wollte Hörning keine Antwort geben. Aber: "Wer meint, dass es ihr gut geht, der hat, glaube ich, nicht verstanden, was hier passiert ist."
Das gilt wohl damals wie heute.

Quelle: https://www.tag24.de/unterhaltung/verteidigung-beantragt-ausschluss-der-kinder-als-nebenklaeger-im-block-prozess-3403002


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05.03.2026 um 16:50
Zitat von M8nixM8nix schrieb:Das schon.
Aber darüber hinaus muss ihr das bekannt gewesen sein.
Selbstverständlich - davon gehen ich - und sehr viele andere Menschen mehr - aus! Deshalb ja die Anklage..
Zitat von emzemz schrieb:Ich hoffe mal, das war von dir ironisch gemeint.
Nein. Ich glaube fest daran, dass wenn die Kinder direkt am 2.1. aus der "Gewalt" der Mutter geholt worden wären (ob Kinderheim, Pflegefamilie, Wohngruppe oder Childhouse - auch da gibt es mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten), wäre ihnen einiges an psychischer belatung erspart geblieben.
Die Traumatisierung hatte zwar bereits stattgefunden, aber dann bei der offensichtlich beteiligten Person bleiben zu müssen, ist höchst retraumatisierend!


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05.03.2026 um 18:29
Zitat von ringelnatzringelnatz schrieb:Ich glaube fest daran, dass wenn die Kinder direkt am 2.1. aus der "Gewalt" der Mutter geholt worden wären (ob Kinderheim, Pflegefamilie, Wohngruppe oder Childhouse - auch da gibt es mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten), wäre ihnen einiges an psychischer belatung erspart geblieben.
Die Traumatisierung hatte zwar bereits stattgefunden, aber dann bei der offensichtlich beteiligten Person bleiben zu müssen, ist höchst retraumatisierend!
Nochmals: im Falle einer spontanen Inobhutnahme kommen die Kinder/Jugendlichen als allererstes in eine Krisengruppe, hier in Berlin entweder das oder je nach Alter in den Kindernotdienst bzw den Jugendnotdienst.
Niemals direkt in eine reguläre Wohngruppe, Pflegefamilie oder ähnliches. Die Unterbringung in einer Krisengruppe dient als allererstes zur akuten Gefahrenabwehr. Wie es da so zugeht habe ich weiter oben beschrieben, ich möchte mich ungern wiederholen. Außerdem sind da Menschen im Schichtdienst, die die Aufgabe haben, als diese Kinder zunächst in Verwahrung zu nehmen und ihnen Schutz zu bieten. Natürlich ist das auch eine pädagogische Aufgabe, aber es ist weit davon entfernt, wie Pädagogen in Regelgruppen arbeiten, wo Kinder/Jugendliche länger untergebracht sind. Die Pädagogen in den Krisenstellen haben die Aufgabe, die Kinder/Jugendlichen mit dem nötigsten zu versorgen (Bett, Schrank, Tisch, Essen) , und eben erstmal einen sicheren Ort zu bieten. Die gehen also keine intensive Bindung zu den Kindern ein, da die Unterbringung dort nur für kurze Zeit vorgesehen ist, nämlich bis geklärt ist, wohin die Kinder/Jugendlichen dann gehen können. Sobald dort, muss das Jugendamt als zweiten Schritt das Familiengericht anrufen, um (wenn eine Rückkehr aus Sicht des Jugendamtes eine weitere akute Gefahr durch die Sorgeberechtigten sieht), das Sorgerecht entziehen und einen Amtsvormund einzusetzen (dieser erhält mindestens für die Dauer der Inobhutnahme das Sorgerecht). Wenn sich abzeichnet, dass eine Rückkehr in den elterlichen Haushalt aus o.g. Gründen nicht möglich erscheint, wird nach längerfristigen Unterbringungen geschaut, also z.B. Kinderwohngruppe, Regelgruppe, Pflegefamilie etc. Da wird natürlich geschaut, was passt. Manche Kinder haben den Bedarf der Unterbringung in einer therapeutischen Wohngruppe, manche kommen ins betreute Einzelwohnen, eine Jugendwohngruppe oder oder oder. Also alles Unterbringungen, die längerfristig angedacht sind. Manchmal gibt es auch Verwandte, die als perspektivischer Wohnort der Kinder in Frage kommen (Onkel, Tanten, Oma, Opa usw.). Das zu prüfen, dauert allerdings seine Zeit, und es ist manchmal nicht ganz einfach, einen passenden Platz zu finden, der den Bedarfen der Kinder/Jugendlichen gerecht wird.

Nochmal zurück zum Block-Fall: es klingt jetzt vielleicht für den ein oder anderen seltsam, aber das Kindeswohl war bei CB in HH nicht AKUT gefährdet, so dass man eine sofortige Inobhutnahme hätte veranlassen können oder müssen. Und nochmal: die Unterbringung in einer Krisenstelle ist wirklich kein Zuckerschlecken, und in der Rückschau kann ich nur sagen: gut, dass die kids dort erstmal verblieben sind, denn die Maßnahme der Inobhutnahme wäre für die kids mit ziemlicher Sicherheit nicht toll gewesen. Wieder wildfremde Menschen, viele andere Kinder/Jugendliche mit unterschiedlichen Biografien und Gründen, die zur Inobhutnahme geführt haben usw. und so fort. Ich bezweifle, dass das wirklich eine gute Lösung für die Kinder gewesen wäre. Greta hätte man konsequenterweise ebenfalls mitnehhmen müssen. Die hätte das doch gar nicht verstanden! Von der Villa in eine Krisengruppe? Na schönen Dank auch!
Da die Entführung ja schon gelaufen war (die selbstverständlich das KWG gefährdet hat, keine Frage!!), aber die Kinder nun im Haushalt von CB waren, lässt sich tatsächlich sagen, dass es keine AKUTE KWG mehr gab. Sie hatten dort alles, was sie brauchten: Bett, Verpflegung usw.

Ob das LANGFRISTIG ein guter Ort wäre, das wäre zu überprüfen gewesen, und das meinte ich ja auch schon die ganze Zeit: es fehlte der zweite Schritt, um die LATENTE KWG abzuklären.
Die Unterscheidung von akuter und latenter KWG ist wichtig, wird hier aber in der Diskussion manchmal nicht vorgenommen.

Und nein: ich will damit nicht das Vorgehen des Jugendamtes rechtfertigen. Ich möchte nur, dass das nicht in einen Topf geworfen wird. Und nochmal darauf hinweisen: aus meiner Sicht wäre eine Inobhutnahme eventuell nochmal traumatisierend gewesen. Es war das "kleinere" Übel, die kids erstmal bei CB zu belassen.
Versäumt hat man, wie jetzt schon x mal gesagt wurde, dass die Entführung nicht thematisiert wurde, nicht hinterfragt wurde, wie die Kids von a nach b gekommen waren. Ja, das wirft Fragen auf, selbstverständlich.
Aber in dem Punkt, dass einige hier fordern, dass eine Inobhutnahme für die kids "besser" gewesen sei, muss ich klar widersprechen. So blöd es nun mal klingt.
Dass CB auf Dauer kein guter Ort ist: auch völlig d'accord.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

05.03.2026 um 18:44
Zitat von SirLouisSirLouis schrieb:Und nochmal darauf hinweisen: aus meiner Sicht wäre eine Inobhutnahme eventuell nochmal traumatisierend gewesen. Es war das "kleinere" Übel, die kids erstmal bei CB zu belassen.
Versäumt hat man, wie jetzt schon x mal gesagt wurde, dass die Entführung nicht thematisiert wurde, nicht hinterfragt wurde, wie die Kids von a nach b gekommen waren. Ja, das wirft Fragen auf, selbstverständlich.
Aber in dem Punkt, dass einige hier fordern, dass eine Inobhutnahme für die kids "besser" gewesen sei, muss ich klar widersprechen. So blöd es nun mal klingt.
Dass CB auf Dauer kein guter Ort ist: auch völlig d'accord.
Ich schließe mich an und gebe ergänzend noch zu bedenken:

Wie hätte das denn überhaupt gehen sollen mit der Inobhutnahme. Da war Security, Delling, Rücker, JA, ... und wer hätte da wie die zwei Kinder rausholen können? Das war doch nicht machbar, zumindest nicht gewaltfrei.


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

05.03.2026 um 18:49
@SirLouis

Hm.

Ich verstehe deinen Punkt sehr gut. Keine Frage.

Allerdings habe ich noch 2 Punkte dazu und mich würde interessieren, wie du die einordnest.

1. Du sagst, die Entführung war ja vorbei:
Zitat von SirLouisSirLouis schrieb:Da die Entführung ja schon gelaufen war (die selbstverständlich das KWG gefährdet ha
Das scheint allerdings so nicht zu stimmen, wenn ich hier einmal zitiere:
Zitat von LeonardodVLeonardodV schrieb am 13.01.2026:Die Entziehung Minderjähriger ist erst beendet, wenn die Kinder wieder in Obhut desjenigen sind, dem sie entzogen wurden (oder wenn die Volljährigkeit der Kinder eintritt). Die Entziehung Minderjähriger ist ein sog. Dauerdelikt.
Hinzu kommt 2. - mittlerweile besteht ja ein Kontaktverbot, CB darf die Kinder nicht kontaktieren. So etwas kommt ja auch nicht aus dem Nichts und offenbar haben die Kinder in Dänemark deutlich geäußert, dass sie ihre Mutter nicht sehen wollen.

Deswegen meine Frage, denn ich überlege in die Richtung: ja, sie waren zwar bei ihrer Mutter; ja, die Umgebung war ihnen zwar vertraut; aber kann man es nicht möglicherweise während dieser noch andauernden Entführung doch so sehen, dass das Kindeswohl akut gefährdet ist? Ihr Wille wird ja komplett übergangen, niemand spricht richtig mit ihnen / hört ihnen richtig zu und sie sind eingesperrt. Oder sind das alles zu "softe" Kriterien dafür? Ich denke, in so einer Aufnahmestelle hätte man sie wenigstens telefonieren lassen und ihnen wirklich zugehört?


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Prozess wegen Kindesentführung gegen Christina Block u. a.

05.03.2026 um 18:54
Zitat von emzemz schrieb:Wie hätte das denn überhaupt gehen sollen mit der Inobhutnahme. Da war Security, Delling, Rücker, JA, ... und wer hätte da wie die zwei Kinder rausholen können? Das war doch nicht machbar, zumindest nicht gewaltfrei.
Inobhutnahnem laufen so ab: Mindestens zwei Mitarbeitende vom JA gehen zu der betreffenden Familie bzw. deren Haushalt. Wenn Gefahr in Verzug ist (z.B. alkoholisierter, aggressiver Vater oder so), nehmen die die Polizei mit, die dann bei der Durchsetzung unterstützt. Weiterer Ablauf: Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, ihre Kinder fertig zu machen (bekleiden, eventuell Tasche mit dem nötigsten packen, Jugendliche können sich natürlich selber fertig machen für die Abfahrt) und die Jugendamtsmitarbeitenden fahren sie dann in eine entsprechende Krisengruppe. Im Vorfeld wurden Telefonate geführt, welche Gruppe Plätze frei hat. Ich hatte es weiter oben schon erwähnt: diese Gruppen sind in der Regel voll! D.h. es ist nicht einfach, einen Platz zu finden. Oftmals werden die Gruppen mangels verfügbarer Plätze auch überbelegt, in einigen Gruppen gibt es "Notbetten".
Da es sich um gleich drei Kinder gehandelt hat, ist es aus meiner Sicht unwahrscheinlich, dass sie geschlossen in einer Krisengruppe Unterkunft gefunden hätten. Heißt: den einen da hin, die andere dort, und wenn es ganz blöd ist, den dritten auch noch in eine ganz andere Gruppe. Die sind auch nicht immer direkt im selben Bezirk. Wenn eine Gruppe einen freien Platz hat, dann kann es auch schon mal sein, dass die kids eine ganze Entferung weiter weg untergebracht werden.


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05.03.2026 um 19:19
@Islandbee
Die Entführung ist vorbei - ja. Juristisch dauert die Kindesentziehung noch an, das stimmt. Aber aus Sicht des Kindeswohls muss man sehen: die Kinder waren an einem vertrauten Ort bei einer vertrauten Person (CB) von der nach Ankunft in HH erstmal keine AKUTE Gefahr ausging. Ich weiß, das klingt blöd, aber ich setzte jetzt mal die Brille des Kinderschutzes auf. Also: Im Haushalt der Kindesmutter war gewährleistet, dass sie a) einen vermeintlich sicheren Ort haben, witterungsgemäße Kleidung, eigene Betten, Verpflegung, Spielzeug. Familiäre Anbindung (Schwester Greta). Nur das, aber auch wirklich nur das betrachtet: erstmal okay. Es gab keine akut schlagende, alkoholisierte oder schwer drogenabhängige Mutter. Auch keine psychische Diagnose (Schizophrenie o.ä.). Auch wenn rechtlich die Kindesentziehung noch andauerte. Hier muss man mMn trennen.

Das Kontaktverbot, welches jetzt besteht, ist erst sehr spät ausgesprochen worden. Und das erst, nachdem mehr Klarheit besteht, was auch die Kinder offensichtlich so wünschen. Das Kontaktverbot wäre niemals vom Gericht ausgesprochen worden, wenn die Kinder den Wunsch nach Kontakt mit der Mutter hätten.
Das war ja Anfang Januar 2024 noch alles nicht so klar, wie es heute ist.
Zitat von IslandbeeIslandbee schrieb:aber kann man es nicht möglicherweise während dieser noch andauernden Entführung doch so sehen, dass das Kindeswohl akut gefährdet ist? Ihr Wille wird ja komplett übergangen, niemand spricht richtig mit ihnen / hört ihnen richtig zu und sie sind eingesperrt. Oder sind das alles zu "softe" Kriterien dafür? Ich denke, in so einer Aufnahmestelle hätte man sie wenigstens telefonieren lassen und ihnen wirklich zugehört?
Dass der Wille übergangen wurde und Deine anderen aufgezählten Punkte, ist alles LATENTE KWG, keine AKUTE. Deswegen hatte ich ja was zur Unterscheidung geschrieben.
Telefonieren lassen mit dem Vater hätte man sie aus meiner Sicht müssen - und das hätte das Jugendamt vor Ort gewährleisten können bzw. eventuell sogar müssen - da SH ja ebenfalls sorgeberechtigt war.

Aber auch das ist keine akute KWG.
Allerhöchstens das Einsperren. Das wäre in der Tat EIN Kriterium gewesen, hätte aber meiner Einschätzung nach nicht zu einer Inobhutnahme gereicht, weil alles andere an den genannten Kriterien ertsmal gewährleistet war. Die Frage ist ja auch: war das den Jugendamtsmitarbeiterinnen überhaupt bekannt? Beim Hausbesuch sind sie ja nicht an die Fenster gegangen und haben geprüft, ob die verriegelt sind. Also der Punkt wäre schwer nachweisbar gewesen in der Situation da Anfang Januar. Es sei denn, die Kinder hätten dem Jugendamt mitgeteilt, dass sie eingesperrt seien. Darüber ist mir aber nichts bekannt.

Das Jugendamt hätte SH übrigens selbst informieren müssen, da er sorgeberechtigt war. Warum das nicht passiert ist, kann ich mir nur durch die Verstrickung und Parteilichkeit der Mitarbeitenden erklären, die aber schon viel früher passiert ist als erst im Januar 2024.


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05.03.2026 um 19:59
@SirLouis
Vielen Dank an dieser Stelle, dass Du solche Sachverhalte sehr gut verständlich erklärst.
Ich teile Deine Meinung, was eine sofortige Inhobhutnahme damals bedeutet hätte.
Wieder fremde Menschen, anderer Ort, neues Stresslevel.
Was meinst Du, stand zum Zeitpunkt der Begutachtung (durch die JA Mitarbeiterin) bereits fest, dass die Kinder sowieso zeitnah dem Vater übergeben werden müssen?
Ich könnte mir persönlich gut vorstellen, dass zu dem Zeitpunkt Frau Block evtl schon geahnt hat, die Kinder muss sie herausgeben?
Was mich wirklich immer noch erstaunt, da waren so einige Erwachsene im Haus, alle irgendwie akademisch gebildet. Und keinem der Anwesenden ist die Idee gekommen, das hier endet mit Drama? Oder haben die alle wirklich die Hoffnung gehabt, wird schon gut gehen, die Kinder bleiben bei Mutti?

Ich würde gerne noch eine spezifische Frage stellen. Ist es denn Standard, dass eine Mitarbeiterin ( JA) über mehrere Jahre einen Fall begleitet bzw betreut?
Von anderen Behörden mit soggn Kundenkontakt oder Klientenkontakt, weiß man, dass auch routiert wird, um eben Parteinahme oder Vorteilsnahme präventiv zu vermeiden.
Sogar in Banken ( Kreditabteilung) habe ich so etwas schon erlebt als Unternehmerin, dass urplötzlich routiert wurde.
Wenn diese Frage zu Offtopic scheint, dann gerne per PN.
Ich habe nur darüber nachgedacht, ob hier nicht tatsächlich ein ungerechtfertigter Vorteil für Block vorlag. Sie in Hamburg, die Behörde in Hamburg und Herr Hensel war wo? Wann ist er nach Dänemark gezogen?


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05.03.2026 um 20:18
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Was meinst Du, stand zum Zeitpunkt der Begutachtung (durch die JA Mitarbeiterin) bereits fest, dass die Kinder sowieso zeitnah dem Vater übergeben werden müssen?
Das weiß ich nicht. Es sieht ja so aus, als ob die irgendwie alle davon ausgegangen sind, dass die eigentliche "Entziehung" stattgefunden hat, als die Kinder in DK waren. Zumindest könnte man darauf schließen, dass diesem (Irr)glauben auch die Jugendamtsmitarbeiterinnen in ihrer Verstrickung und mangelnden Distanz aufgesessen sind. Das Blocksche Narrativ eben. Allerdings: wenn ein Haftbefehl gegen CB vorlag, dürfte das spätestens zu diesem Zeitpunkt jedem klar gemacht haben, dass sich das so nicht aufrecht erhalten lässt. Keine Ahnung. Wir dürfen auch nicht vergessen: das, was wir heute und jetzt wissen, war damals alles noch völlig unklar und wirr. Die Ereignisse überschlugen sich und es herrschte eine ziemlich unübersichtliche Gemengelage.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich könnte mir persönlich gut vorstellen, dass zu dem Zeitpunkt Frau Block evtl schon geahnt hat, die Kinder muss sie herausgeben?
Was mich wirklich immer noch erstaunt, da waren so einige Erwachsene im Haus, alle irgendwie akademisch gebildet. Und keinem der Anwesenden ist die Idee gekommen, das hier endet mit Drama? Oder haben die alle wirklich die Hoffnung gehabt, wird schon gut gehen, die Kinder bleiben bei Mutti?
Danach sieht es aus. Man könnte meinen, dass alle davon ausgegangen sind, Familie Block wird sich da schon irgendwie durchsetzen mit all ihren Anwälten und sonstigen Fürsprechern bis hoch in die Politik. Das ist schon eine interessante Dynamik.!
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich würde gerne noch eine spezifische Frage stellen. Ist es denn Standard, dass eine Mitarbeiterin ( JA) über mehrere Jahre einen Fall begleitet bzw betreut?
Ja. Man macht das aus Gründen der Betreuungskontinuietät. Für die Kinder ist es immer besser, wenn sie EINE Person haben und möglichst keinen Wechsel. Kinder und Jugendliche (und auch manchmal deren Eltern) nervt es meist, wenn ein Wechsel erfolgt durch Ausscheiden eines Mitarbeiters. Weil sie dann immer alles nochmal erzählen müssen und das Gefühl haben, wieder von vorne beginnen zu müssen. Ja, es gibt Akten, aber es werden auch Gespräche geführt, und wenn da permanent Stellenwechsel ist, sind die Klienten meist nicht so erbaut. Manchmal sind sie froh über den Wechsel, manchmal nicht, je nachdem wie gut oder schlecht das Verhältnis zum Jugendamtsmitarbeitenden ist/war.
Zuständigkeit beim Jugendamt wird entweder nach Nachnamen der Klienten verteilt (A-F, G-L usw.) oder es geht nach Straßen. Hier in Berlin übrigens von Jugendamt zu Jugendamt verschieden, in einem Bezirk wird's nach Straßen verteilt, im Nachbarbezirk geht's nach den Nachnamen.


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05.03.2026 um 20:28
Hier übrigens noch der §42 Inobhutnahme:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__42.html

Erklärt auch nochmal einiges.


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05.03.2026 um 20:35
@SirLouis
Herzlichen Dank. Aus der Perspektive der Kinder ist es natürlich gut, wenn sie einer vertrauten Person gegenübersitzen.
Das bedeutet vermutlich, dass Klara und Theo die Mitarbeiterin bereits kannten, als sie dort mit ihrer Vorgesetzten ins Haus kam.

Diese Kinder haben wirklich eine Menge mitgemacht. Erst die Jahre in DK, in ständiger Alarmbereitschaft, ob sie jemand stalkt. Dann die gewaltsame Entführung, durch maskierte Personen. Dann der Zwischenstopp auf dem Alpakahof, wieder wildfremde Akteure. Fahrt nach HH, wo wiederum ein Haufen Erwachsener auf sie wartete. Anwalt, Dr Psych, Delling kam vorbei, Mutter war im haus, Bewacher vor dem Haus.
Dann die JA Mitarbeiter, Polizei. Später dann der Anwalt K. der sie zum Vater brachte.
Was für eine Zumutung für Kinder.
Es dürfte lange dauern, bis Kinder solche Traumata verarbeiten.


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