@LanzaDiese "Anmerkung" des Doppel-Doktors möchtest du hier doch nicht tatsächlich zur Diskussion stellen?
"dann wären wir heute nicht hier, denn dann wäre das alles nicht passiert"
Quelle:
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/block-prozess-tag-38Was wäre dann nicht passiert? Die brutale Entführung ist zu diesem Zeitpunkt bereits passiert. Und auch dann, wenn CB nicht nach Süddeutschland gefahren wäre, hätte man im Nachgang ihre mutmaßliche Involvierung vor der Entführung aufklären können. Das ist das, worum es geht.
Ja, CB wäre sicherlich nicht nach Süddeutschland gefahren, wenn die Polizei zuvor bei ihr aufgetaucht wäre. Wenn man nicht in der Schnelle ermitteln hätte können, wo sich die Kinder befinden, hätten die Entführer ganz schön dumm aus der Wäsche geguckt. Dann hätten sie mit 2 von der Tat gezeichneten Kindern dagesessen und hätten nicht gewusst, was sie mit diesen anstellen sollen.
"Dann wäre das alles nicht passiert" - wie sarkastisch. Was sollen sich die Kinder noch alles anhören müssen? Es geht hier nicht um Frau Block, es geht um eine außergewöhnlich brutale Straftat, die gegen zwei Kinder verübt wurde, die zu diesem Zeitpunkt 10 und 13 Jahre!!!! alt waren. Was Frau Block damit zu tun hat, wird am Ende das Gericht entscheiden. Sollte sie verurteilt werden, was aus meiner Sicht sehr wahrscheinlich ist, wird sie nicht für ihr Verhalten nach der Entführung (das die Polizei laut Bott hätte verhindern können), sondern in erster Linie für Tatbeiträge vor der Entführung verurteilt werden.
Und im Sinne der Kinder kann ich nur sagen: Glücklicherweise hat die Polizei Frau Block nicht davon abgehalten, nach Süddeutschland zu fahren und die Kinder in Empfang zu nehmen. So wurde zumindest der Aufenthaltsort der Kinder bekannt. Man möge sich nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn die Entführer in Süddeutschland gesessen hätten und keiner hätte die Kinder abgeholt und die Polizei hätte sie nicht zeitnah gefunden. Und nein, Frau Block hat nicht die Polizei informiert, als sie die Kinder abholen sollte. Frau Block hat vielmehr noch darauf gedrängt, bevor sie zurückgefahren ist, dass keine Polizei in die Nähe der Kinder kommen soll, da diese "darauf abgerichtet seien, nach Hilfe zu schreien, wenn sie die Polizei sehen".
Verteidigung ist immer eine Gratwanderung, insbesondere dann, wenn die Beweislage ist wie hier. Aber Anstand und Feingefühl sollte man auch als Verteidiger bewahren. Man kann auch mal den Mund halten, auch wenn einem sonst nichts mehr einfällt, was für die Verteidigung hilfreich sein könnte.