Jul3 schrieb:Warum hat nicht um 2 Uhr nachts die dänische Polizei der Deutschen Polizei sofort Bescheid gesagt ??
Es gibt EU-Richtlinien zur Vermeidung von Kompetenzkonflikten bei der Strafverfolgung. Die Tat fand in Dänemark statt. Die dänischen Behörden haben die Ermittlungen geführt. Oberstes Ziel wird es gewesen sein, die Kinder unversehrt aufzufinden und aus den Händen der Entführer zu befreien.
Es gab ja denklogisch nur 2 Möglichkeiten: 1. die Kinder wurden entführt, um Lösegeld zu erpressen, 2. die Kinder wurden entführt, um sie zur Mutter zurückzuführen. Ob die Kinder sich noch in Deutschland aufhalten oder ob Deutschland nur als Transitland benutzt wurde, war am 1.1. auch nicht bekannt.
Die deutschen Behörden wurden am 1.1. zunächst nur im Rahmen der Rechtshilfe für Dänemark tätig. Sie waren gehalten, die Ermittlungen der dänischen Behörden und das Leben der Kinder nicht zu gefährden. Daher lag die Entscheidung, wann die Mutter informiert wird bei den dänischen (die Ermittlungen führenden) Behörden. So auch die Aussage der einen Polizeibeamtin, die sinngemäß sagte, dass sie im Auftrag der dänischen Behörden die Mutter informieren wollte, diese aber nicht aufgefunden werden konnte. Kurze Zeit später hat man das oder die an die Vermietungsfirma zurückgegebene Fahrzeug(e) aufgefunden mit dem ins Navi eingegebene Ziel: Grand Elysee. Von da an dürfte sich ein konkreter Anfangsverdacht gegen CB ergeben haben.
Ich sehe hier keinerlei Versäumnisse der deutschen Polizei. Man musste von Anfang an die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass sie an der Tat beteiligt war.
Ich habe auch irgendwo gelesen, dass die dänischen Behörden die deutschen Behörden schon recht frühzeitig in der Nacht informiert haben.