KTG schrieb:Ich weiß, dass dieser Vergleich schwierig ist, aber da bin gestern drüber gestolpert, weil vielleicht die Theorie "irgendjemand aus der Kette" nicht ganz so fern ist, wie von Origines vermutet.
Vielen Dank für das Beispiel.
Nun fehlt mir der Einblick in den von Dir geschilderten Fall, aber weder der Ex-Mann noch sein Strafverteidiger dürften ein Interesse daran haben, eine solch kompromittierende E-Mail an den "Spiegel" zu geben. Da hast Du Recht.
Aber vielleicht die Ex-Frau, die ja auch irgendwann erkannt hat, was ihr Ex-Mann da getrieben hat. Ich halte es jedenfalls für wahrscheinlicher, dass sie diese E-Mail erlangt hat, als dass der Praktikant in der Verteidigerkanzlei diese E-Mail dem Spiegel verkauft hat.
Generell ist es heute so, dass digitale Daten viel leichter und in viel größeren Mengen "Füße" bekommen. Bei den "Pentagon-Papers" musste der Whistleblower Elsberg Ende der 1960er jahrelang heimlich Akten fotokopieren. Heute erreichen elektronische Akten Gott und die Welt.
So war es bei den NSU-Ermittlungsakten, zigtausende eingescannter Aktenordner auf einem Stick. Jeder Journalist hatte sie irgendwann. Und irgendwann waren sie auch (teilweise) auf einer anonymen Seite im Internet. Und wer hat sie durchgestochen? Da muss man spekulieren, aber es gibt natürlich schlüssigere und weniger schlüssige Möglichkeiten. Deshalb habe ich in der Causa Block auch meinen "Kandidaten" - und habe ihn genannt. Es bleibt Spekulation, ist aber auch nicht kriegsentscheidend.