ottercat schrieb:Die Fotos werden immer vor Beginn am Verhandlungstag gemacht. CB wirkt auf dem Foto wirklich besorgt.
Fotos sind halt Momentaufnahmen. Mit modernen Kameras lassen sich 100 Bilder in 10 Sekunden machen, da kann man sich den Gesichtsausdruck dann raussuchen.
SpoilerLeider spielen auch seriöse Medien so. Gibt es schlechte Nachrichten für den Kanzler, findet sich ein Bild, auf dem er wirkt, als ob er verzweifelt, müde, wütend oder was auch immer ist. Gibt es gute Nachrichten, wird der freudige, wache, entschlossene Merz gezeigt. Ich finde das unterhaltsam aber wenig sachdienlich.
Hillepille schrieb:Bei dem Bericht der stuttgarter-nachrichten vom 15.08.2025 sah die Welt noch anders aus ;):
Gleiche Situation, ein paar Sekunden später.
Zaunkönigin schrieb:So wie es aussieht, hat Jonathan C. dann seinen eigentlichen "Job" gar nicht gemacht und war auch sonst rundum eine Fehlbesetzung. Er hat sich ja anschließend auch noch verlaufen und musste gesucht werden.
Dieser Eindruck ist jedenfalls ganz klar das Ziel von David B. und Tal S.
frauZimt schrieb:Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit einem Ex-Bundeswehrsoldaten, der auf einen Auslandseinsatz vorbereitet worden ist. Der hat mir erzählt, wie sich ein Soldat zu verhalten hat, wenn er den Feinden in die Hände fällt.
Er darf NIEMALS preisgeben, welche Funktion er wirklich ausübt. Das darf der Feind nicht wissen, weil zu viel an dieser Information hängt.
Er muss dann sagen "Ich bin Fahrer".
Und was für Bundeswehrsoldaten gilt, gilt erst recht für Mossad-Agenten oder Angehörige von Spezialkräften:
ringelnatz schrieb:Barkay ist nur gefahren, die IT Leute haben nur das Wohnmobil bewacht, das Model hat nur übersetzt, Costard hat nur juristisch beraten, Rücker hat nur psychisch gestützt, Delling hat nur geduscht, CB ist nur gefolgt...
Dabei gibt es nicht nur dieses Narrativ, sondern auch das "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts":
M8nix schrieb:Ich habe das so verstanden, dass der Dr.Dr. damit behauptet, CB habe die Entführer nicht gekannt.
Aus dieser Behauptung schließe ich, dass damit bewiesen werden soll, dass sie an NICHTS beteiligt war.
Bott arbeitet hier schon an seinem Plädoyer, das nun im Umrissen deutlich wird. Frau Block hat die Entführer nicht beauftragen können, weil sie sie gar nicht kannte.
Motette schrieb:A propos, da das hier mal vor ein paar Tagen Thema war: ich hänge nicht der Vorstellung an, Frauen hätten als Mütter die liebevollen, fürsorglichen, aufopfernden Elternteile zu sein. Wenn ich mich diesbezüglich in Bezug auf CB kritisch oder auch spöttisch geäußert habe, geschah das deshalb, weil CB sich selbst (in ihren eigenen Worten und denen ihres Anwalts) so präsentiert und inszeniert. Wenn sie selbst dieses Image propagiert, muss sie sich daran auch messen lassen.
Vivace schrieb:Eltern sollten alles das sein und nicht nur wie CB das Muttersein spielen. (...)
CB stellt sich als liebende Mutter dar. Ihre Selbstdarstellung ist aber immer ichbezogen und fast schon kitschig unrealistisch.
Woran erkennt man, dass sie gar nicht weiß wovon sie redet: weil sie es maßlos übertreibt. Das ist ein Mutter-Show. Eine Theateraufführung. Komplettes Overacting.
Ja, sie spielt ihre Mutterrolle extrem übertrieben. Das macht sie nicht besonders glaubhaft. Und erweckt den Eindruck, als habe sie mit dieser Rolle schon immer "gefremdelt", sei als reale Mutter genauso ichbezogen, kalkuliert, unempathisch gewesen, wie sie in dieser Darstellung vor Gericht, aber auch zuvor in den Medien, erscheint. Und wie ein Wahrheitsbeweis ist es dann, dass sie diese Tat begangen haben soll. "Big Raushole" (so nannte die RAF die geplante Schleyer-Entführung) im Stile organisierter Kriminalität, ohne Rücksicht auf Verluste.
Trotzdem muss man bedenken, dass sie schon seit Herbst 2021 in einer Extremsituation ist. Privat/familiär ist ihr damals alles durch die Hände geglitten. Der Druck durch den Vater, der Tod der Mutter. Und ein Delling im Haus, der mehr befeuert denn beruhigt. Noch brutaler dieser Gerichtsprozess, der auf Jahre das ganze Leben prägt. Klar, es wäre besser gewesen, sie hätte nicht Sicherheitsleute und die Israelis nach Dänemark geschickt, wäre nicht zu BILD, hätte vor Gericht geschwiegen. Damit hätte sie mehr Verständnis geerntet als mit dem Dreschen hohler Phrasen und der Realitätsverweigerung ihres Verteidigers.
Kritik ist angebracht, Spott finde ich unangemessen. Außer er trifft Leute, die das vertragen können. Dr. Bott zum Beispiel.