trafo schrieb:Finde am interessantesten, dass der Ort ihre Idee war und dass sie da zum Ort der Leiche zielstrebig hin wollte. Das Drumherum, Affäre oder nicht, ist doch eigentlich nicht so relevant, er deckt sie ja nicht, oder?
Belastungseifer zeigt er auch nicht. Der ist nur froh, wenn der da wieder raus ist.
Das nehme ich auch so wahr. Er kommt offenbar nicht als Täter in Betracht und somit ist es für den Fall ja wirklich unerheblich, ob da was lief und was. Er gibt auch auf unverfängliche Fragen "sozial angepasste" Antworten bzw solche, die ihm so vorkommen ("Fühlten Sie sich geschmeichelt").
Und selbst wenn er was mit Gina gehabt hätte: Was würde es ihr nutzen bzw macht doch sein Verhalten nach dem Fund plausibler.
Und wenn er sagt, Gina wollt die Polizei rufen, er wollte nur mehr weg, dann war seine Reaktion vielleicht schlecht, aber: Er gibt es zumindest zu, obwohl ihn das nicht in das beste Licht rückt. Insofern halte ich ihn für ehrlich soweit es die Tatrekonstruktion betrifft.
Die Fragen zum sexuellen Interesse an Gina sind auch teilweise etwas ...naja, mau. Ob man sexuelles Interesse an jemandem hat oder von jemandem verspürt, kann man ja in dieser Allgemeinheit - anders als einen Tathergang - gar nicht so einfach mit Ja oder Nein beantworten. Vielleicht fand er sie einfach anziehend, umgab sich gern mit ihr, fand es prickelnd, tja, möchte ich als Ehefrau auch nicht gerne hören, aber das findet in denLebensrealitäten einfach statt. Aber selbst wenn er eine Affäre gehabt hätte: Was ändert es?