out_sider schrieb:Die Arbeit war sehr gut, das sieht man am hilflosen und aussichtslosen Aktionismus der Verteidigung.
Genau wie schon die Ermittlungen in dem Fall - ruhig, sachlich, unspektakulär, gewissenhaft und umfassend.
Ich fürchte, die Mehrheit ist tatsächlich einfach film- und seriengeschädigt und stellt sich das vor wie eine Folge aus einer schlechten Kimiserie mit durcheinander schreienden Anwälten, einem Staatsanwalt, der die Polizei nochmal losschickt, die dann doch noch die blutige Tatwaffe findet, einem spektakulären Plottwist - in dem ein noch viel besserer Verdächtiger aufgetan wird, der aber auf mysteriöse Weise verschwindet - nach dem anderen, in dem eine schwere Krankheit der Verdächtigen aufgedeckt wird, die ihre Lügen erklärt und am Ende kommt raus, das Opfer war gar nicht tot, man wollte mit einem fingierten Prozess nur einen Betrug aufdecken - die Erschleichung der Erwerbsunfähigkeitsrente durch die Angeklagte. Ihr Liebster kommt dann im Traktor angeritt... äh ... gefahren, aber mit den Pferden am Hänger und sie reiten gemeinsam in den Sonnenuntergang.
So ähnlich sollte es wohl laufen, damit hier auch alle wirklich zufrieden mit Prozessführung und Ergebnis wären.
out_sider schrieb:Da hatte sie wunderbar, nicht nachgedacht, geäußert, sie hätte den Lütten dabei gehabt. Das ist eine unbedachte Äußerung gewesen.
Mir ist auch völlig unverständlich, wie man nach diesem unabsichtlichen Geständnis noch Zweifel haben, oder sich noch mehr Indizien oder was Handfesteres (ja, was denn noch?) wünschen kann. Sie hat hirnlos vor sich hin geplappert und gesagt, was passiert ist - sie ging mit dem Hund Gassi und hatte Fabian dabei, den sie hinterher ungestört von einem eventuell nervösen Hund, der dringend piinkeln muss, umbringen wollte.
Und noch unverständlicher ist, warum das nur in einem der vielen Ticker ausführlich thematisiert wurde - eigentlich hätte dieser Satz die Schlagzeile in allen Medien sein müssen.