@Serval69
Serval69 schrieb:Sorry, aber ich halte die Aussage des Mädchens für vollkommen unglaubwürdig und frei erfunden.
Es gibt definitiv bewusste Falschaussagen. Diese würde ich einem Kind nicht unterstellen. Kinder und auch viele Erwachsene versuchen unbewusst, ihre Erlebnisse mit Wissen/Vertrautem/Erfahrungen in Einklang zu bringen.
Ein verschwundenes Kind dürfte für Altersgenossen eine unglaublich schlimme Erfahrung sein, auch weil man vielleicht selbst in Gefahr ist. Dies mit fremden, schwarzgekleideten Männern zu erklären, dient dann gleich mehreren Zwecken: vorübergehende Beruhigung, weil solche Personen selten im Umfeld auftauchen und sicher bereits wieder weitergereist sind, dem Unerklärbaren eine glaubwürdige Erklärung zu bieten, die zudem nicht im eigenen Umfeld zu suchen ist. Und schliesslich für sich selbst eine relativ logische Abfolge und Einsortierung der Ereignisse zu finden.
Wichtig hierbei ist sicher immer auch die Evolution der Erinnerung bzw. der Aussage von Kinderzeugen. Wann wurde (zuerst) welche Version geschildert und hatten die Zeugen Angst und wurden sie von Erwachsenen betreut bzw. wurden ihre Fragen beantwortet?
Kein Kind wird vor ein Gericht treten und absichtlich eine Geschichte erfinden.
Ähnliche Mechanismen greifen sogar für Erwachsene, die Einschneidendes erlebt haben. Auch hier sind die Erinnerungen überhaupt nicht fix, sondern können sich über die Jahre verändern und sogar manipuliert werden von außen.