Mordfall Fabian (8), aus Güstrow
um 15:12Das mag vielleicht überraschend und unverständlich klingen, aber ich glaube, da ist tatsächlich was dran.timmy123 schrieb:Die Ungewissheit ist zermürbend, die Gewissheit eines Mordes ist es nicht?
Nicht zu wissen, welches Schicksal einem Kind widerfahren ist, ob es sich nur verlaufen hat und hilflos umherirrt - oder ob es Opfer eines Unfalls/eines Verbrechens wurde beziehungsweise ob es jemand entführt hat, muss grausam und zermürbend sein.
Zu erfahren, dass ein Kind getötet wurde, muss ebenfalls ungemein schmerzhaft und für Eltern das Schlimmste überhaupt sein. Aber wenigstens bleibt einem die quälende und dauernde Ungewissheit darüber erspart, was dem Kind wohl zugestoßen sein könnte, ob man sich noch Hoffnung machen darf oder nicht.
Man hört immer wieder von betroffenen Angehörigen, wie wichtig es für sei, Gewissheit zu bekommen, um dieses Schicksal dann annehmen und -hoffentlich- allmählich verarbeiten zu können. In Vermisstenfällen hingegen ist es quasi unmöglich, damit abzuschließen.
Ich hoffe, ich habe den Ton einigermaßen getroffen. Mir ging es nicht darum, irgend etwas zu relativieren. Ich hoffe, mir bleiben solche Schläge jedweder Art erspart.
Habe gerade noch den Post von @wobel zu dieser Thematik gesehen. Dem stimme ich voll zu.
