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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

36.629 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 15:02
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:Ich persönlich fand es ganz interessant, und finde es gut dass sich @Xen01 die Mühe gemacht hat, dass alles nochmal bildlich darzustellen.
Geht mir genauso. Ich fand das sehr interessant und hab wieder mal ein bisschen besser verstanden, wie die Ergebnisse zustandde gekommen sind und was sie aussagen.

Natürlich liege duese Infos dem Richter und allen anderen Prozessbeteiligten detailliert ausgearbeitet vor und sie hatten die Möglichkeit, den Experten,der sie vorgestellt hat zu befragen, wenn sie etwas nicht verstanden hsben. Ich bin also sicher, dass due Richter das alles schon richtig einordnen können.
Wir dagegen haben immer nur Schnipsel aus den Live-Tickern und sind drauf angewiesen, dass die Journalisten im Gerichtssaal das richtig verstanden haben und richtig wiedergeben. Wir sitzen halt am Ende einer stillen Post- Kette. Deshalb finde ich es hilfreich, wenn sich jemand da wie @Xen01 ein bisschen tiefer reingräbt, so dass wir alle es besser verstehen können.

@Xen01 ich hab nicht verstanden, woher Du die Bilder von den Abstrahlwinkeln der Funkmasten hast. Könntest Du bitte noch ein Bild von dem Abstrahlwinkel der nördlichen Funkzelle von dem Mast in Lohmen einstellen? Wenn ich wüsste, wo ich es herbekomme, dürfen ich es selber machen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 15:37
Zitat von wobelwobel schrieb:Soweit ich es in Erinnerung habe, hat sie das Telefon angeschaltet und zuerst mit Christian telefoniert (wohl bzgl. Treffen - was dafür spräche, dass sie das Telefon angeschaltet hat bevor sie losgefahren ist) und dann während der Fahrt zum Bolzsee mit MR.
Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Soll das heißen, Gina H. hat das Telefon wieder eingeschaltet, als sie vom Tümpel losgefahren ist zum Bolzsee? Das wäre ja widersinnig; dann hätte sie das Handy auch gar nicht ausschalten müssen.

Ich vermute, sie hat das Gerät erst wieder in Betrieb genommen, als sie vom Tümpel weg war. Und dann erst Christian D., danach M
Zitat von Xen01Xen01 schrieb:das Wort Zufahrtsstrecke=dehnbar wie ein Gummiband ^^
Zitat von wobelwobel schrieb:DANKE! Ich seh das ja auch so und vermute dafür reicht schon die fragliche Landstraße, grad hinsichtlich Funkzellen.
Natürlich ist „Zufahrtsstrecke“ kein exakt eingegrenzter Begriff. Aber er wurde von der Polizei am 10.10. zwei Mal im Zusammenhang mit der Ortung des Handys von Gina H. verwandt - um 9.35 Uhr, als die Angeklagte von Reimershagen aus in das Waldgebiet gefahren war, und um 11.10 Uhr, als sie aus Richtung Güstrow kam.

Es dürfte also eine Schnittstelle im Nahbereich des Tümpels geben, an der jeweils das Handy von Gina H. beim Wechsel von einer Funkzelle in die andere registriert wurde.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Natürlich liege duese Infos dem Richter und allen anderen Prozessbeteiligten detailliert ausgearbeitet vor und sie hatten die Möglichkeit, den Experten,der sie vorgestellt hat zu befragen, wenn sie etwas nicht verstanden hsben. Ich bin also sicher, dass due Richter das alles schon richtig einordnen können.
Wir dagegen haben immer nur Schnipsel aus den Live-Tickern und sind drauf angewiesen, dass die Journalisten im Gerichtssaal das richtig verstanden haben und richtig wiedergeben.
Volle Zustimmung! Die Richter werden wissen, was es mit der Zufahrtsstrecke auf sich hat, wo genau Ginas Handy um 9.35 Uhr und um 11.10 Uhr geortet wurde. Außerdem kennen sie exakt die Stelle, an der das Foto mit dem Hund im Wald entstand. Diese Information des Försters fehlte in jedem Ticker.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 16:09
Zitat von GrillageGrillage schrieb:@Xen01 ich hab nicht verstanden, woher Du die Bilder von den Abstrahlwinkeln der Funkmasten hast. Könntest Du bitte noch ein Bild von dem Abstrahlwinkel der nördlichen Funkzelle von dem Mast in Lohmen einstellen? Wenn ich wüsste, wo ich es herbekomme, dürfen ich es selber machen.
Screenshots von cellmapper sind hier nicht erlaubt. Aber du kannst dir auf cellmapper den Abdeckungsbereich des Funkmast Lohmen anschauen. In der Menüleiste die div. Provider wie O2, Vodafone, Telekom auswählen, den Funkmast auf der Karte anklicken, dann zeigt es den jeweiligen Abdeckungsbereich.

https://www.cellmapper.net/map?MCC=262&MNC=3&type=LTE&latitude=53.70531144359401&longitude=12.030270333280424&zoom=12.68837819617784&showTowers=true&showIcons=true&showTowerLabels=true&clusterEnabled=true&tilesEnabled=true&showOrphans=false&showNoFrequencyOnly=false&showFrequencyOnly=false&showBandwidthOnly=false&DateFilterType=Last&showHex=false&showVerifiedOnly=false&showUnverifiedOnly=false&showLTECAOnly=false&showENDCOnly=false&showBand=0&showSectorColours=true&mapType=openfreemap&darkMode=false&imperialUnits=false


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 21:12
Bald nähert sich das Verfahren gegen die Angeklagte Gina H. seinem juristischen Ende.
Hier stelle ich mir die Frage: Erreicht die Justiz hier überhaupt eine gerechte Strafe, wenn sie verurteilt werden sollte?

Betrachtet man die Persönlichkeitsstruktur und das Verhalten der Angeklagten während des Prozesses, würde ich eher vermuten, dass eine eventuelle Haftstrafe von ihr nicht als die Härte empfunden wird, wie eine solche für die Allgemeinheit darstellt. Es könnte doch sein, dass aufgrund ihrer Empathielosigkeit und dem Fehlen jeglichen Unrechtsbewusstseins der Freiheitsentzug die beabsichtigte Wirkung verfehlt.

Vielleicht wird die Haftzeit von ihr unter Umständen lediglich abgesessen, ohne als seelische Belastung und ohne Reue wahrgenommen zu werden. Die Justiz urteilt zwar nach dem Gesetz, doch die wahre Strafwirkung würde ihr Ziel verfehlen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 21:39
@Triceratops

Ich tendiere dazu die Frage mit Jein zu beantworten. Der Entzug von Handy und diesbezüglich rund um die Uhr Aufmerksamkeit, sowie der Verlust ihrer Tiere wird sie sicher hart treffen. Sie war es auch gewöhnt, viel draußen zu sein, das fällt ja nun auch weg. Plus sie kann jetzt nicht mehr den lieben langen Tag nur ihren Neigungen nachgehen, sondern muss vorgegebene Struktur einhalten. Das denke ich wird ihr schon deutlich zusetzen.

Aber nach allem, was der Richter über ihr Verhalten in Haft vorgelesen hat und wie sie Leute manipulieren und einwickeln kann, denke ich schon, daß sie die Haft wirklich auch "locker" weg stecken kann. Insgesamt. Also lockerer als andere Menschen. Sind zwar dann nicht Männer, die sich von ihren Reizen einwickeln lassen, aber die wird schon paar naive Mithäftlinge finden, die ihr ihre Geschichten aus der Hand fressen. (allein schon, daß sie leicht bekleidet an der Zellentür erscheint bei männlichen Vollzugsbeamten....da krieg ich Schleudertrauma vom Kopfschütteln)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 21:51
Ich habe einmal versucht, die zu Beginn des Prozesses verlesene Anklageschrift darauf abzuklopfen, inwieweit die bisherige Hauptverhandlung die Annahmen der Staatsanwaltschaft bestätigt hat oder aber Anlass zur Korrektur besteht.

Das Fazit aus meiner Sicht: Die Anklageschrift hat sich im Wesentlichen als tragfähig erwiesen. Das gilt sowohl für die komplizierte Beziehung zwischen Gina H. und Matthias R. als auch für das Motiv des Verbrechens und den Ablauf der Tat.

Die größte Unklarheit ergibt sich meiner Einschätzung nach hinsichtlich der Frage, wann der Leichnam von Fabian angezündet worden ist. Laut Anklage erfolgte dies nach dem Treffen der Angeklagten mit Christian D. am Bolzsee; Gina H. soll noch einmal eigens zum Tümpel zurückgekehrt sein und den toten Körper mit Grillanzünder übergossen und angesteckt haben.

Vielleicht habe ich es ja falsch aufgefasst, aber nach dem Verlauf des Prozesses ist mir jedenfalls keineswegs so klar, ob dieses Anzünden erst später passierte oder doch schon gleich nach der Tötung des Jungen und vor der Abfahrt zum Bolzsee.

Sowohl in der Anklage als auch in der Verhandlung offen blieb die Frage, unter welchen Umständen Gina H. Fabian aus der Wohnung gelockt hat.

Auffällig erscheint mir im Übrigen, dass der gesamte Komplex der „Tümpeltouren“ mit den drei Zeugen in der Anklageschrift ausgeklammert wurde. Wollte man da „kein Pulver verschießen“?

Nachfolgend noch einmal zum Vergleich die (gekürzte) Version der öffentlich verbreiteten Anklageschrift:
Mehrere Versuche der Angeklagten, die Beziehung mit Matthias R. erneut aufleben zu lassen, scheiterten auch daran, dass dieser einen erneuten Kontaktabbruch zu seinem Sohn nicht riskieren wollte. Dies teilte Matthias R. der Angeklagten zuletzt in den Chatnachrichten am 09.10.2025 mit.

Erbost über die nun endgültig erscheinende Trennung und in der Befürchtung, infolge der Trennung ihren bisherigen Lebensstil nicht weiter fortführen zu können, begab sich die Angeklagte am 10.10.2025 gegen 10:43 Uhr mit ihrem Ford Ranger zur Wohnanschrift des Fabian L. und dessen Mutter Dorina L. in Güstrow. Dort traf sie, wie zumindest vermutet oder im Vorfeld in Erfahrung gebracht, auf den an diesem Tage dort krankheitsbedingt aufhältigen Fabian L., welchen die Angeklagte auf unbekannte Art und Weise dazu veranlasste in ihr Auto zu steigen.

Daraufhin fuhr die Angeklagte mit Fabian L. in den zwischen der … und dem … gelegenen Wald, wo diese für einen kurzen Moment ihren ebenfalls mitgeführten Hund laufen ließ und um 11:22 Uhr aktiv ihr Smartphone deaktivierte. Anschließend fuhr die Angeklagte mit Fabian über den aus dem Wald führenden Feldweg in Richtung Klein Upahl. Kurz nach Verlassen des Waldes parkte die Angeklagte ihr Auto und begab sich mit Fabian zu einer etwa 100 m vom Feldweg entfernten Schweinesuhle.

Plötzlich und für Fabian L. unerwartet, zog die Angeklagte ein mitgeführtes Messer mit einer Klingenlänge von mindestens 10 cm und einer Klingenbreite von mindestens 1,5 cm und stach mit diesem ohne rechtfertigenden Grund und ohne, dass es dem Geschädigten möglich gewesen wäre, die Angriffe der Angeklagten abzuwehren, mindestens sechs Mal auf den Brust- und Oberkörperbereich des Fabian ein. Dabei handelte die Angeklagte mit dem Entschluss, Fabian töten zu wollen.

Nachdem die Angeklagte erkannt hatte, dass Fabian verstorben war, begab sie sich zu ihrem Auto und fuhr in Richtung Klein Upahl. Um 12:43 Uhr aktivierte die Angeklagte ihr Smartphone und verabredete sich mit dem Bekannten … zu einem Treffen am Bolzsee, welches in der Folge stattfand.

In Sorge, dass der Leichnam zeitnah aufgefunden wird und an diesem Spuren von der Angeklagten feststellbar wären, begab sich die Angeklagte nach dem Treffen erneut zu der etwa 1,2 km von Klein Upahl gelegenen Schweinesuhle, um nunmehr den Leichnam des Fabian L. im Brand zu setzen. Hierzu übergoss die Angeklagte die Kleidung des Leichnams mit einem im Auto mitgeführten flüssigen Grillanzünder und entzündete diesen.

Anschließend verließ die Angeklagte die Schweinesuhle. Fabian L. verstarb am 10.10.2025 zwischen 10:50 Uhr und 13:00 Uhr infolge der Handlungen der Angeklagten. Er erlitt mindestens sechs intensive Stichverletzungen im Brustbereich, von denen zwei Stiche direkt in das Herz trafen. Der Angeklagten war dabei bewusst, dass derartig ausgeführte Messerstiche in den Brustbereich tödliche Verletzungen aufgrund der Nähe zu lebenswichtigen Organen, wie dem Herzen, sowie zu lebenswichtigen Blutgefäßen verursachen können. Sie handelte ziel- und zweckgerichtet, um durch die Tötung einen Streitpunkt mit Matthias R. zu begraben und diesen wieder für sich gewinnen zu können. Dabei vernichtete sie bedenkenlos das Leben des 8-jährigen Kindes für die vage Hoffnung auf Wiederaufnahme einer für sie auch monetär vorteilhaften Beziehung.
Quelle: Themen-Wiki, Anklageschrift


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 21:53
@metalbabe
Ja, weiß man halt nicht.

Wenn sie die Tat "abgespalten" hat und in dem Fall der festen Überzeugung sein könnte unschuldig zu sein, säße sie ja dann ihrer Meinung nach unschuldig im Gefängnis. Dann wird sie weit davon entfernt sein Reue zu empfinden.

Und wie Du schreibst, wird es sicher genügend Mithäftlinge geben, denen sie ihre "Unschuld" verklickern kann.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 21:59
Nein, Reue wird sie nur insofern empfinden, daß sie vielleicht merkt, wenn sie es nicht getan hätte, säße sie jetzt nicht ohne Handy, ohne Flying Monkeys, ohne Pferde und Hund (und Kind, aber ich glaube das juckt sie nicht besonders) dort im Knast. Also nicht aus echtem Bedauern um das Leben von Fabian. Eher aus Bedauern um ihr Leben.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 22:03
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:In Sorge, dass der Leichnam zeitnah aufgefunden wird und an diesem Spuren von der Angeklagten feststellbar wären, begab sich die Angeklagte nach dem Treffen erneut zu der etwa 1,2 km von Klein Upahl gelegenen Schweinesuhle, um nunmehr den Leichnam des Fabian L. im Brand zu setzen. Hierzu übergoss die Angeklagte die Kleidung des Leichnams mit einem im Auto mitgeführten flüssigen Grillanzünder und entzündete diesen.
Das will mir von Anfang an nicht so richtig in den Kopf: Anzünden ist doch erst richtig auffällig wegen eben Feuer und Rauchentwicklung? Ok, es beseitigt direkte Spuren, aber eigentlich muss man doch damit rechnen es sieht jemand und schaut nach oder ruft die Feuerwehr. Selbst dort am Arsch der Heide, es waren doch trotzdem Leute unterwegs und einige hat sie ja sogar selber gesehen beim weg fahren (Steinesammler)


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 22:10
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Plötzlich und für Fabian L. unerwartet, zog die Angeklagte ein mitgeführtes Messer mit einer Klingenlänge von mindestens 10 cm und einer Klingenbreite von mindestens 1,5 cm und stach mit diesem ohne rechtfertigenden Grund und ohne, dass es dem Geschädigten möglich gewesen wäre, die Angriffe der Angeklagten abzuwehren, mindestens sechs Mal auf den Brust- und Oberkörperbereich des Fabian ein.
Was für ein Juristendeutsch: ... und stach mit diesem ohne rechtfertigenden Grund ... Da stellt sich mir die Frage, gebe es denn auch den rechtfertigenden Grund?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 22:12
Zitat von TriceratopsTriceratops schrieb:Was für ein Juristendeutsch: ... und stach mit diesem ohne rechtfertigenden Grund ... Da stellt sich mir die Frage, gebe es denn auch den rechtfertigenden Grund?
Auch so. Ich würde mal vermuten Notwehr wäre gerechtfertigt. Aber in diesem Fall trifft das ja wohl ganz und gar nicht zu


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

03.10.2026 um 22:15
Zitat von TriceratopsTriceratops schrieb:Was für ein Juristendeutsch: ... und stach mit diesem ohne rechtfertigenden Grund ... Da stellt sich mir die Frage, gebe es denn auch den rechtfertigenden Grund?
Darf man nicht zu wichtig nehmen / auf diesen Fall beziehen, ist halt die saubere Standardformulierung. Rechtfertigender Grund für Messerstiche kann vor allem Notwehr sein. Dass das hier konkret keine Rolle spielt, ist klar.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

04.10.2026 um 00:30
Zitat von metalbabemetalbabe schrieb:Aber nach allem, was der Richter über ihr Verhalten in Haft vorgelesen hat und wie sie Leute manipulieren und einwickeln kann, denke ich schon, daß sie die Haft wirklich auch "locker" weg stecken kann
Sie hat keine Kontrolle mehr über andere Menschen, auch wenn sie versucht diese in der JVA auszuüben. Sie wird dort an ihre Grenzen kommen. Und nach der Verurteilung wird es für sie nicht einfacher. Sie hat ja jetzt die Hoffnung, dass sie freikommt. Wenn sie irgendwann registriert, dass sie ihren Sohn verloren hat, ihre Pferde und ihren Hund nie wieder sieht, ihre Großeltern vielleicht auch in dieser Zeit sterben werden, wird ihr klar werden was sie tatsächlich verloren hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

04.10.2026 um 07:37
Zitat von metalbabemetalbabe schrieb:Das will mir von Anfang an nicht so richtig in den Kopf: Anzünden ist doch erst richtig auffällig wegen eben Feuer und Rauchentwicklung? Ok, es beseitigt direkte Spuren, aber eigentlich muss man doch damit rechnen es sieht jemand und schaut nach oder ruft die Feuerwehr. Selbst dort am Arsch der Heide, es waren doch trotzdem Leute unterwegs und einige hat sie ja sogar selber gesehen beim weg fahren (Steinesammler)
Darüber gab es auch seitenlange Diskussionen hier. Fazit: Im Herbst ist es im ländlichen Bereich durchaus üblich dass u.a. Schnittgut verbrannt wird. Solange das abseits von Siedlungen geschieht und keine Gefahr besteht, ist das nicht verboten. Entsprechend wird sich da auch niemand großartig einen Kopf machen oder gar die Feuerwehr rufen (auch wenn diese "Tümpel" streng geschützte Biotope sind). Ob Gina darüber überhaupt nachgedacht hat, steht auf einem anderen Blatt.

Die "Feuerfoto"-Zeugin war ja auch die einzige, der das überhaupt aufgefallen ist (und die das ja sogar noch gefilmt hat), und auch die hat sich erstmal keine weiteren Gedanken gemacht, zumal das Feuer eine Stunde später nicht mehr brannte.
Aktuell brennen die "Herbstfeuer" auch schon wieder...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

04.10.2026 um 10:56
Zitat von wobelwobel schrieb:Darüber gab es auch seitenlange Diskussionen hier. Fazit: Im Herbst ist es im ländlichen Bereich durchaus üblich dass u.a. Schnittgut verbrannt wird. Solange das abseits von Siedlungen geschieht und keine Gefahr besteht, ist das nicht verboten. Entsprechend wird sich da auch niemand großartig einen Kopf machen oder gar die Feuerwehr rufen (auch wenn diese "Tümpel" streng geschützte Biotope sind). Ob Gina darüber überhaupt nachgedacht hat, steht auf einem anderen Blatt.
Dann hab ich das scheinbar überlesen oder nicht mehr auf dem Schirm.

Ich geh halt von mir aus, die in solchen Situationen schon zweimal die Feuerwehr gerufen hat. Auch Brände abseits vom Schuss. In einem Fall war es ein "danke, wir wissen schon Bescheid" im anderen "danke, wir fahren raus und schauen es uns an". Und das waren keine "Herbstfeuer" die wären hier auf Feldern und in Nähe zum Wald auch streng verboten. Hier gibt es spezielle Brandtage, wo man im eigenen Garten was verbrennen darf. Inzwischen auch schon deutlich eingeschränkter als vor einigen Jahren.

Wahrscheinlich hätte ich in so einem Fall deshalb immer vor Augen, daß das dann doch besonders auffällig wäre.


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04.10.2026 um 11:34
@Interested
Zitat von metalbabemetalbabe schrieb:Das will mir von Anfang an nicht so richtig in den Kopf: Anzünden ist doch erst richtig auffällig wegen eben Feuer und Rauchentwicklung? Ok, es beseitigt direkte Spuren, aber eigentlich muss man doch damit rechnen es sieht jemand und schaut nach oder ruft die Feuerwehr. Selbst dort am Arsch der Heide, es waren doch trotzdem Leute unterwegs und einige hat sie ja sogar selber gesehen beim weg fahren (Steinesammler)
Vielleicht hat sie aber auch gar nicht damit gerechnet, dass der Brand so ausartet und nicht nur die Kleidung und somit Spuren verbrannt werden, sondern sich auch der ganze Körper in Brand setzt.
Eigentlich wäre ja der Tümpel schon sichtgeschützt gewesen, wenn sich der Brand nicht auf die umliegenden Sträucher ausgeweitet hätte.


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04.10.2026 um 12:18
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:Vielleicht hat sie aber auch gar nicht damit gerechnet, dass der Brand so ausartet und nicht nur die Kleidung und somit Spuren verbrannt werden, sondern sich auch der ganze Körper in Brand setzt.
Eigentlich wäre ja der Tümpel schon sichtgeschützt gewesen, wenn sich der Brand nicht auf die umliegenden Sträucher ausgeweitet hätte.
Glaub ich eher nicht.
Dafür hat sie dann doch zu oft Dinge in ihrer Tonne verbrannt und wenns auch nur Umverpackungen waren.
Wer zu diesem Zweck brandförderndes Material einsetzt, der weiß genau was passieren kann.
Um Spuren an der Leiche selbst zu reduzieren, hätte sie auch Wasser nehmen können.
Ich denke ein gewisser Vernichtungswille war daher vorhanden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

04.10.2026 um 12:19
Zitat von TriceratopsTriceratops schrieb:Hier stelle ich mir die Frage: Erreicht die Justiz hier überhaupt eine gerechte Strafe, wenn sie verurteilt werden sollte?
Es geht doch vor Gericht nicht um Gerechtigkeit, sondern darum, eine Tat innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrahmens angemessen zu sanktionieren.
Zitat von TriceratopsTriceratops schrieb:Wenn sie die Tat "abgespalten" hat und in dem Fall der festen Überzeugung sein könnte unschuldig zu sein, säße sie ja dann ihrer Meinung nach unschuldig im Gefängnis. Dann wird sie weit davon entfernt sein Reue zu empfinden.
Dann wäre sie eine Tatleugnerin und das würde sich ggf. auf die Länge der Haftzeit niederschlagen.

Ihr Bier. Die Gedanken sind frei. Du kannst niemanden zwingen, Reue zu empfinden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

04.10.2026 um 12:32
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:
Zitat von TriceratopsTriceratops schrieb:Wenn sie die Tat "abgespalten" hat und in dem Fall der festen Überzeugung sein könnte unschuldig zu sein, säße sie ja dann ihrer Meinung nach unschuldig im Gefängnis. Dann wird sie weit davon entfernt sein Reue zu empfinden.
Dann wäre sie eine Tatleugnerin und das würde sich ggf. auf die Länge der Haftzeit niederschlagen.

Ihr Bier. Die Gedanken sind frei. Du kannst niemanden zwingen, Reue zu empfinden.
Sollte sie die Täterin sein, wovon ich mittlerweile ausgehe, wird das einzige was sie bereuen wird sein, dass sie es nicht schlauer angestellt hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

04.10.2026 um 12:35
Zu 10.10. 9:35 Handy auf Zufahrtsstrecke zum Tümpel eingeloggt:

Mir ist unklar, warum Gina (soweit ich weiß) nicht gefragt wurde, was sie am 10.10. um 9:35 Uhr dort wollte. Das wäre ja ein weiteres ziemlich starkes Indiz für ihre Täterschaft.

Ist der Hufschmied damals gefragt worden, ob Gina bis zum Schluss und die ganze Zeit über anwesend war? Die Uhrzeit, wann er dort fertig war, konnte er ja soweit ich mich erinnere deshalb relativ genau nachvollziehen, weil er anschließend im Auto telefonierte.

Das Thema kam mir bei Gericht etwas zu kurz (sofern es sich dabei nicht um eine falsche Wiedergabe in einem Ticker handelt).

Zum Gutachter:

Hat Gina denn mit dem Gutachter gesprochen oder beruht dessen Gutachten nur auf dem, was er im Gerichtssaal beobachten konnte. Ich meine mich zu erinnern, gehört oder gelesen zu haben, dass sie Gespräche mit ihm verweigerte.


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