Lumina85 schrieb:Sie hätte sich zum Beispiel ein Auto von ihren guten Freunden OK oder CD leihen können. Praktisch, dann wäre der Verdacht vielleicht auch noch auf einen der Beiden gefallen.
Die immer wieder aufkehrenden Fragen, warum hat sie es nicht so und so gemacht, versteh ich grad nicht mehr.
1. haben wir mittlerweile eine psychiatrische Einschätzung ihrer kognitiven Fähigkeiten bzw. Intelligenz, welche diverse Handlungen in ein verständliches Licht rücken. Ihr war es halt nicht "gegeben" - ob nun am IQ liegend oder der durch Borderline oder psychopathische Züge bedingten persönlichen Eigenheiten, hier mal nur als Stichwort "fehlende Impulskontrolle".
2. wurde das auch schon mehrfach durchgekaut, dass sie eben immer nur im nächsten Schritt und keine Ecke oder gar Wege mit Abzweigungen weiter gedacht hat (s. Punkt 1)
Im ersten Schritt sollte das Kind überhaupt nicht gefunden werden oder wenn halt viel später. Sie hatte einen Ort für das Verbrechen gewählt, ohne jegliche Verbindung zu Fabian und auch ohne direkte Verbindung zu ihr. Abgelegen und aufgrund der anstehenden Jahreszeit ohne zu erwartende "Besucher" für die nächsten Wochen oder Monate.
Sie ging nicht davon aus, dass man sie mit seinem Verschwinden in Verbindung bringen würde - es gab ja keinen nachweisbaren Kontakt zwischen ihr und Fabian.
Sie ging nicht davon aus, dass ihr Auto in Güstrow Jemanden auffallen würde - insbesondere, da sie hier ja noch kein Auffinden eines toten Kindes im Sinne hatte. Wäre er schlicht weiter verschwunden gewesen, wer weiß, was bis dahin mit den Kameraaufzeichnungen gewesen wäre und der Sichtung der Zeugin (die eh nur ein glücklicher Zufall war).
Sie hatte auch keine Steinesammler im Sinn, die beim Hineinfahren nach Klein-Upahl sehen würden und dann auch noch ihr Auto kennen. Sie hat morgens die Lage abgecheckt und da waren halt keine vor Ort.
Aber nochmal, zu Beginn war eben der Plan nicht, dass Fabian gefunden wird.