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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

36.572 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 10:31
@wobel
Ja, es war ein Tatort des Grauens und die Erkenntnis, dass die gute Freundin bzw. Nachbarin mit einem Mord in Verbindung stehen könnte, muss zusätzlich furchteinflössend gewesen sein.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 10:51
Dass jemand als Tatverdächtige(r) selbst das kurzfristige Auffinden seines Mordopfers inszeniert, wird wohl als eine der verrücktesten Aktionen in die Kriminalgeschichte eingehen.

Normal ist doch, dass ein Mörder die Leiche entweder ganz verschwinden lässt oder aber darauf hofft, dass der getötete Mensch entweder gar nicht bzw. möglichst spät gefunden wird.

So hatte es ja auch Gina H. offenkundig geplant, als sie den entlegenen Tümpel bei Klein Upahl für das Verbrechen aussuchte und zusätzlich noch zur Spurenvernichtung den Leichnam von Fabian in Brand setzte.

Vielleicht wären die sterblichen Überreste des Jungen per Zufall nach Wochen oder Jahren gefunden worden, vielleicht auch gar nicht. Doch danach stand Gina H. plötzlich nicht mehr der Sinn; innerhalb von drei Tagen nach dem Verbrechen vollzog sie eine komplette Kehrtwende und organisierte unter Einschaltung guter Bekannter ein Auffinden des toten Kindes.

Ein Harakiri-Manöver, eingefädelt aus der verzweifelten Erkenntnis, dass sie wohl nur mit der Klärung von Fabians Schicksals und dem Angebot an dessen Vater, „liebevoll Beistand zu leisten“, wieder Zugang zu Matthias R. gewinnen könnte. Eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen - tatsächlich aber nicht ganz ohne Erfolg: Gina H. und Matthias R. sind (bis auf Weiteres) wieder ein Paar.

Dies erkaufte sich die 30-Jährige jedoch mit bitteren Konsequenzen. Durch den inszenierten Fund der Leiche geriet sie schlagartig in Tatverdacht; die Ermittler drehten jeden Stein um und stießen auf Unmengen von Indizien. So offenbarten etwa Chats, Sprachnachrichten und abgehörte Telefonate ein handfestes Motiv für die Tötung des Jungen. Und es wurde nachgewiesen, dass Gina H. just zum Zeitpunkt von Fabians Verschwindens in Güstrow aufkreuzte und dass sie während des Mordgeschehens im Bereich des Tümpels war.

Konnte die Angeklagte die Folgen nicht abschätzen, als sie nacheinander drei Zeugen zum Tatort führte? War es schlichtweg Dummheit eines Menschen mit niedrigem IQ? Oder fühlte sie sich sicher, dass die Ermittler ihr nichts anhaben könnten? War es also Hybris, völlige Selbstüberschätzung?

Ursprünglich war hier ja mal angenommen worden, dass eine Triebfeder für ihre irrationalen Tümpeltouren mit Christian D. und Olaf K. der Versuch gewesen sein könnte, Spuren zu erzeugen und so den Verdacht auf Andere zu lenken. Doch das erwies sich ja schnell als nicht tragfähig.

Als einzig realistische Variante blieb schließlich die Annahme, dass die kurzfristige Entdeckung der Leiche dem Bemühen von Gina H. dienen sollte, sich als Trauer heuchelnde Kümmerin jenem Matthias R. anzudienen, der ihr in ersten Reaktionen nach dem Verschwinden von Fabian eher schroff begegnet war. Das hatte sie sich offenbar anders ausgemalt, so dass sie sich nunmehr genötigt sah, der Partnerschaft auf eine andere, ebenso verblüffende wie wahnwitzige Art auf die Sprünge zu helfen.

Es fällt nicht leicht, als rationaler Mensch dies als Erklärung zu akzeptieren. Allerdings: Es passt durchaus zu dem nicht minder verqueren Mordmotiv: Wer tötet schon ein Kind, um dessen Vater als Partner (und Finanzierer eines aufwändigen Lebensstils) wieder zu gewinnen?

Fazit: Mit dem inszenierten Fund von Fabians Leiche hat Gina H. letztendlich nicht nur die Ermittler beschleunigt auf ihre Spur gebracht, sondern auch noch Täterwissen dokumentiert. Das dürfte ihr als stärkstes Indiz mit Beweiswert zum Verhängnis werden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 17:42
Zitat von wobelwobel schrieb:Das meinst Du ironisch, oder?
Jetzt mal abgesehen davon, dass ich annehme dass sie zwischendurch auch mal dort war - sie hatte anscheinend kein Problem sich das anzuschauen, nicht mal damit für Heike Fotos zu machen (die wollte das aber nicht).
Nein ironisch war’s nicht gemeint, aber vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt.
Ich meinte damit, dass sie den Fund nicht alleine bei der Polizei melden wollte, das hätte sie ohne Begleitung nicht durchgezogen.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 19:01
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:Ich meinte damit, dass sie den Fund nicht alleine bei der Polizei melden wollte, das hätte sie ohne Begleitung nicht durchgezogen.
Meinst Du wirklich sie hätte das selbst melden wollen? Warum hat sie's dann nicht getan bzw. erst beim dritten Tümpelzeugen?
Daran glaube ich nicht, ich glaube sie wollte dass jemand anderes anruft und sie komplett raushält dabei. Egal ob Frau und Kind etc., das juckt doch Gina nicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 19:15
Zitat von wobelwobel schrieb:Meinst Du wirklich sie hätte das selbst melden wollen? Warum hat sie's dann nicht getan bzw. erst beim dritten Tümpelzeugen?
Ich denke ja eben nicht dass sie selbst anrufen wollte und wenn dann eben nicht alleine, aber ich glaube trotzdem nicht, dass sie da komplett rausgehalten werden wollte.
Vielleicht auch um ihre Spuren erklärbar zu machen.
Wobei mich auch gewundert hat, dass sie bei der richterlichen Befragung angegeben hat, dass sie Fabians Leichnam nicht angefasst hat und auch nicht nah zur Leiche hingegangen ist


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 19:44
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Oder fühlte sie sich sicher, dass die Ermittler ihr nichts anhaben könnten? War es also Hybris, völlige Selbstüberschätzung?
Genau das war es m.E. nach. War ja auch ein Lernprozess, "et hätt noch immer jot jejange". Bescheissen bei der Erwerbminderungsrente, bekannte kleinkriminelle Taten wie der Satteldiebstahl und die Unterschlagungen/Diebstähle beim Reitsportarbeitgeber, alles immer gecheckt und irgendwie geklappt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 19:44
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:Vielleicht auch um ihre Spuren erklärbar zu machen.
Wobei mich auch gewundert hat, dass sie bei der richterlichen Befragung angegeben hat, dass sie Fabians Leichnam nicht angefasst hat und auch nicht nah zur Leiche hingegangen ist
Niemand wäre auf sie gekommen, wenn sie nicht "Tümpel-Tourismus" betrieben hätte.
Die Abdrücke ihrer "Pammys" wären ein paar Tage später nicht mehr erkennbar gewesen (bisserl schlauer wär natürlich gewesen für die Tat bzw. den Tatort entsprechend andere Schuhe anzuziehen).
Warum sie bei der Auffindung mit Heike andere Schuhe angezogen hat, ist für mich nicht logisch nachvollziehbar. Wie das mit den Klamotten funktioniert hat auch nicht - auch wenn da womöglich garnicht allzuviel Blut ausgetreten ist (ich hätte damit fest gerechnet), war das doch ein hohes Risiko (oder hat sie womöglich doch die Klamotten gewechselt?).
Aber das sind alles die Art "Kleinigkeiten", die es mir hier sehr lange unmöglich gemacht haben, an einen "Plan" zu glauben - mittlerweile hab ich's dann doch noch kapiert, dass auch ein schlechter Plan ein "Plan" ist...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 19:59
Zitat von Tina1404Tina1404 schrieb:Wobei mich auch gewundert hat, dass sie bei der richterlichen Befragung angegeben hat, dass sie Fabians Leichnam nicht angefasst hat und auch nicht nah zur Leiche hingegangen ist
Zitat von wobelwobel schrieb:Warum sie bei der Auffindung mit Heike andere Schuhe angezogen hat, ist für mich nicht logisch nachvollziehbar.
MMn. wollte sie nur mit ihren Stiefeln vom finalen Auffindetag dort gewesen sein, ihre anderen Spuren sollten dem „wahren Mörder“ zugeschrieben werden.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 20:06
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:MMn. wollte sie nur mit ihren Stiefeln vom finalen Auffindetag dort gewesen sein, ihre anderen Spuren sollten dem „wahren Mörder“ zugeschrieben werden.
Die Spuren von den "Pammys" die sich vor allem durch die auffällige geteilte Sohle auszeichnen und von denen sie gleich drei, vier oder mehr Paare hatte? In einer vermutlich eher auch für Frauen kleinen Schuhgröße (das ist jetzt pure Spekulation, sie ist ja nicht allzu groß, mit mehr als Größe 38 würde ich da nicht rechnen - muß aber nicht so sein). In Weiß auch noch (bzw. pastellig angehaucht) - is ja supa für die Schweinesuhle!


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 20:09
Zitat von wobelwobel schrieb:auch wenn da womöglich garnicht allzuviel Blut ausgetreten ist (ich hätte damit fest gerechnet),
Wenn die Stiche ins Herz gingen und der Kreislauf zum Erliegen kommt, pumpt da auch kein Blut mehr nach. Es ist ja auch anzunehmen, dass sie ihn auf dem Boden liegend tracktiert hat oder von hinten. Im Grunde muss man sich das mal bildlich vorstellen, dass sie auf ein kleines Kind einsticht.

Und ob sie sich umgezogen hat, wissen wir nicht, aber sie hat sich ja kurz danach mit Christian D. am See getroffen, also ist vermutlich von Nein auszugehen.

Und wenn sie die Turnschuhe zu Olaf gebracht hat, sollte das wohl verschleiert werden, dass sie Pammys hat und die Abdrücke klar zu erkennen waren. Glaube eh nicht, dass sie sich im Vorfeld wirklich Gedanken zu irgendetwas gemacht hat.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 20:26
Zitat von wobelwobel schrieb:Die Spuren von den "Pammys" die sich vor allem durch die auffällige geteilte Sohle auszeichnen und von denen sie gleich drei, vier oder mehr Paare hatte?…In Weiß auch noch (bzw. pastellig angehaucht) - is ja supa für die Schweinesuhle!
Jedenfalls hat sie diese Schuhe bei Olaf versteckt. Da sie später sagte, dass es dort „sonst nicht so matschig“ ist, hat sie sich über ihr Schuhwerk am Tattag vielleicht keine sonderlichen Gedanken gemacht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 20:48
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Konnte die Angeklagte die Folgen nicht abschätzen, als sie nacheinander drei Zeugen zum Tatort führte? War es schlichtweg Dummheit eines Menschen mit niedrigem IQ? Oder fühlte sie sich sicher, dass die Ermittler ihr nichts anhaben könnten? War es also Hybris, völlige Selbstüberschätzung?
Ich denke, dass beides eine Rolle spielt. Ihre Unfähigkeit zu vernetztem Denken und das verfestige Gefühl mit allem immer durchzukommen. Dabei hatte sie anfangs keine schlechten Karten. Niemand hat sie am Tattag mit Fabian gesehen, die Tatwaffe konnte bis heute nicht identifiziert werden. Hätte sie die Füße stillgehalten, ihr Handy mit all den inkriminierenden Chats und Sprachnachrichten "verloren" und ansonsten ihre Alltagsroutine fortgeführt, wäre sie - wenn überhaupt - erst viel später ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten. Womöglich hätte es dann nicht einmal für eine Anklage gereicht. Aber sie hat es buchstäblich vermasselt und bekommt jetzt eben die Rechnung präsentiert. Eine Verurteilung kann nach diesem Prozessverlauf als sicher gelten.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 21:02
Zitat von wobelwobel schrieb:Niemand wäre auf sie gekommen, wenn sie nicht "Tümpel-Tourismus" betrieben hätte.
Also, das glaube ich nun nicht.

Dadurch, dass sie bis relativ kurz vor Fabians Tod noch zu seinem nahen Umfeld gehörte, wäre sie -und zwar eher früher als später- automatisch in den Fokus der Ermittlungen gerückt.

Es wird bekanntlich immer von innen nach außen ermittelt.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 21:18
Zitat von Cassandra71Cassandra71 schrieb:
Zitat von wobelwobel schrieb:Niemand wäre auf sie gekommen, wenn sie nicht "Tümpel-Tourismus" betrieben hätte.
Also, das glaube ich nun nicht.

Dadurch, dass sie bis relativ kurz vor Fabians Tod noch zu seinem nahen Umfeld gehörte, wäre sie -und zwar eher früher als später- automatisch in den Fokus der Ermittlungen gerückt.

Es wird bekanntlich immer von innen nach außen ermittelt.
Genau das war auch erst mein Gedanke, aber bei näherer Betrachtung wäre sie zwar ziemlich sicher früher oder später in den Kreis der Verdächtigen gerückt, nur ob man die Leiche Fabians so schnell oder überhaupt gefunden hätte, wage ich zu bezweifeln, möglicherweise wären auch die Kameraaufzeichnungen ihres Wagens schon überschrieben gewesen, und dann wäre es halt schon schwieriger geworden ihr die Tat nachzuweisen. Selbst wenn die Ermittler ein Motiv herausgearbeitet hätten, aber so ganz ohne Leiche, hätte es für eine Anklage mMn wahrscheinlich nicht gereicht.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 23:38
Zitat von Jesse6Jesse6 schrieb:MMn. wollte sie nur mit ihren Stiefeln vom finalen Auffindetag dort gewesen sein, ihre anderen Spuren sollten dem „wahren Mörder“ zugeschrieben werden.
Das denke ich auch.

Ich glaube auch, dass sie nicht wirklich überblickt hat, dass sich die Spurensicherung am Fundort nicht auf einen Umkreis von drei Metern beschränkt, sondern einen wesentlich größeren Bereich umfasst. Außerdem scheint sie völlig unterschätzt zu haben, dass sich auch ältere, bereits überlagerte Spuren und Abdrücke unter Umständen noch erkennen, voneinander unterscheiden und kriminalistisch bewerten lassen.

Die BILD hat ja diese Grafik mit den Fußspuren erstellt. Was ich daran besonders auffällig finde: Beim Hochsitz sind offenbar Pammys Fußspuren und die mutmaßlichen von Fabian eingezeichnet – aber keine weiteren. Gleichzeitig erklärte sie der eintreffenden Polizei beim Auffinden der Leiche mehrfach, dass sie selbst dort unten gewesen sei und sich deshalb ihre Spuren dort befinden müssten.

Diese Spuren am Hochsitz lassen sich nicht ohne Weiteres mit den nächtlichen Besuchen erklären, denn beide Zeugen sagten aus, dort nicht vorbeigekommen zu sein. Damit stellt sich die Frage, wann und unter welchen Umständen die Spuren entstanden sind.

Quelle: https://www.bild.de/news/inland/fall-fabian-fussspuren-als-staerkstes-indiz-gegen-gina-h-6acdf0135c63f3f92ddddc60?utm_
Zitat von wobelwobel schrieb:Warum sie bei der Auffindung mit Heike andere Schuhe angezogen hat, ist für mich nicht logisch nachvollziehbar.
Sie wusste dass es dort matschiger als sonst war?
Sie hoffte die zuvor gemachten Spuren zu zerstören?
Sie weiß selbst nicht warum?


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

19.10.2026 um 23:52
Ich vermute, sie ist für die Durchführung des perfekten Mordes einfach zu dumm - zu einfach gestrickt.
Eine solche Logistik erfordert höchste Intelligenz. Die fehlt ihr halt einfach.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 06:53
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Die BILD hat ja diese Grafik mit den Fußspuren erstellt. Was ich daran besonders auffällig finde: Beim Hochsitz sind offenbar Pammys Fußspuren und die mutmaßlichen von Fabian eingezeichnet – aber keine weiteren. Gleichzeitig erklärte sie der eintreffenden Polizei beim Auffinden der Leiche mehrfach, dass sie selbst dort unten gewesen sei und sich deshalb ihre Spuren dort befinden müssten.
Beim offiziellen Auffinden trug sie ja Stiefel und nicht Pammys. Und die Spuren der Stiefel wurden ja ebenfalls gefunden. Von daher passt das schon. Ich verstehe nur nicht, warum sie überhaupt andere Schuhe gewählt hat. Ist aber jetzt auch nicht weiter wichtig, beide Schuhspuren konnten ihr ja zugeordnet werden.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Diese Spuren am Hochsitz lassen sich nicht ohne Weiteres mit den nächtlichen Besuchen erklären, denn beide Zeugen sagten aus, dort nicht vorbeigekommen zu sein. Damit stellt sich die Frage, wann und unter welchen Umständen die Spuren entstanden sind.
Ich versteh die Frage nicht - die stammen ja wohl vom Tat-Tag.
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Sie wusste dass es dort matschiger als sonst war?
Sie hoffte die zuvor gemachten Spuren zu zerstören?
Sie weiß selbst nicht warum?
Es ergibt einfach keinen Sinn - also jedenfalls nicht im Sinn von "gut durchdacht". Hätte sie bei der Auffindung wieder Pammys getragen, wären die Spuren leicht erklärt gewesen, auch wenn es ein bisschen viel waren. Man hätte vielleicht gefragt warum sie da am Hochsitz war usw., aber sich da rauszureden wäre möglich gewesen, sie hat ja den Hund einfangen wollen.
Ich glaube auch nicht dass es da matschiger war als am Tat-Tag und den Tagen danach, ich verstehe schon nicht warum sie am Tat-Tag Pammys getragen hat - wer vorhat an einer Schweinesuhle rumzuturnen, zieht sich doch keine (fast) weißen Turnschuhe an (so zumindest denke ich). Einfach ein paar billige (oder gebrauchte) Gummistiefel die man hinterher verschwinden lässt, gerne ein paar Größen größer - da ist sich nicht drauf gekommen?
Ja, ich weiß, der Käs ist gegessen.
Aber das sind halt so Fragen, die bei mir da wohl ewig offen bleiben werden. Plan? Ja. Aber kein guter.
Und sie muß ja mindestens ein zweites Paar Schuhe dabei gehabt haben, die weißen Turnschuhe müssen doch völlig verschlammt gewesen sein, das hätte Christian dann doch auffallen müssen.
Es wird sich wohl nicht aufklären lassen...


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 09:41
Hätten OK oder CD doch die Polizei gerufen, war sie vorbereitet, da sie die Pammys trug und ihre Spuren unter Zeugen beim Auffinden dort hin geraten wären.

Da sie aber alleine den Jungen zufällig finden musste, war es schon klug, andere Spuren zu legen, nicht den Trampelpfad zu gehen und alles neu zu inszenieren.

Außerdem finde ich gerade die Pammy-wahl auch nicht sooo dumm, da sie davon mehrere Paare hat. Sie hätte locker morgens schon Tatwaffe, Ersatzschuhe, Brandbeschleuniger,Feuerzeug, Ersatzhose (auch davon hatte sie ja mehrere) und Jacke z.Teil vor Ort deponieren und auch ins Auto legen können.
Dann holt sie Fabian, führt ihn hin, ersticht ihn, zündet ihn vielleicht an, zieht eine Jacke über den Pulli, zieht neue Schuhe und Hose an und fährt zu CD. Nicht durch Zufall, sondern damit er saubere Kleidung und Schuhe bezeugen kann.
Dann fährt sie zurück, zündet ihn vielleicht an, wenn das vorher nicht schon passiert ist, nimmt die dreckigen Klamotten mit.
Nur noch Sohn holen, Einkaufen, putzen, waschen und fertig.
Ich denke nicht, dass sie zufällig die Klamotten gewählt hat. Sie wurde morgens von Hufschmied und Familie etc gesehen und hat Abends immer noch die gleichen Klamotten sauber an. Auch auf dem Selfie. Sie hatte vermutlich gehofft, dass sie das entlasten würde, wenn CD sagt, es war Nichts auffällig an ihrer Kleidung.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:00
Ich hab das Gefühl, dass dieser thread nurmehr künstlich aufgebläht wird, um die Prozesspause zu überbrücken. In Endlosschleife werden Umstände wieder und wieder beleuchtet, ohne ein Ergebnis zu bekommen.

Schon während der Verhandlungstage immer wieder Metadiskussionen. Kein Wunder, wenn man dann Teile verpasst oder vergisst.

Ich finde es nur noch nervig.


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Mordfall Fabian (8), aus Güstrow

gestern um 11:52
Zitat von wobelwobel schrieb:ich glaube sie wollte dass jemand anderes anruft und sie komplett raushält dabei.
Das mag sein.

Aber ich glaube, selbst wenn ihr das gelungen wäre, hätte ihr das nicht dauerhaft genützt.

Man stelle sich einmal vor, Christian D. und/oder Olaf K. hätten das Auffinden der Leiche auf ihre Kappe genommen und Gina H. da komplett rausgehalten. Was wäre dann geschehen?

Die Ermittler hätten Christian D. und/oder Olaf K. nach allen Regeln der Vernehmungskunst in die Mangel genommen, um herauszufinden, was sie denn mitten in der Nacht ausgerechnet zu diesem Tümpel getrieben hat, wo „zufällig“ die Leiche des vermissten Jungen aus Güstrow lag.

Ich bin sicher: Den Herren wäre sehr schnell Täterwissen unterstellt worden. Und spätestens, wenn sie offiziell als Tatverdächtige geführt worden wären und ihnen dämmern musste, dass Gina H. sie „gelinkt“ und aus hinterhältigem Grund an den Tümpel geführt hatte, wären sie wohl eingeknickt wie die Primeln.

Dann hätten sie, um berechtigterweise ihre eigene Haut zu retten, „gesungen“ und preisgegeben, dass die Idee zur „Suche“ an diesem entlegenen Ort von ihrer Freundin stammte. Und damit wäre Gina H. genauso in dem Schlamassel gewesen, den sie sich kurz darauf mit der eigenen „Entdeckung“ von Fabian einbrockte.


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