Boho schrieb:Es wird einen Grund haben, warum er sich an den Inhalt des 7 Minuten Telefonats mit der TV am Tag des Todes seines Sohnes und wahrscheinlich direkt nach der Ermordung seines Sohnes so überhaupt nicht erinnern will. Er hat bei seiner Zeugenaussage das komplett abgewehrt.
Ich bin mir sicher - da er sie gut genug kennt - dass hier schon die Vibes rüberkamen, dass sie etwas mit Fabians Verschwinden zu tun hatte und darauf seine ersten Reaktionen basierten.
Die Überlegungen von
@Boho sind absolut nachvollziehbar. Ich gehe auch davon aus, dass dieses Gespräch nach dem Kontaktabbruch vom Vortag keineswegs so belanglos war, dass Matthias R. sich partout nicht mehr an den Inhalt erinnern kann. Er schweigt wohl ganz bewusst.
Ich könnte mir vorstellen, dass MR -vielleicht ahnend, dass Gina H. in das Verschwinden von Fabian involviert sein könnte- sich an dem Freitagmittag sehr reserviert gegenüber seiner (Ex-)Partnerin verhalten hat. Denkbar wäre, dass er in dem Sieben-Minuten-Telefonat tiefe Besorgnis über das ungewisse Schicksal seines Sohnes äusserte und klarmachte, dass ihm momentan nicht der Sinn nach Gina H. stehe. Etwa nach dem Motto: „Erst mal muss ich Klarheit haben, was mit Fabi passiert ist“
Womöglich war das dann der „Knackpunkt“, an dem Gina H. dämmerte, dass das wohl ursprünglich geplante spurlose Verschwinden des Jungen keine tragfähige Lösung darstellte - weil die Gefahr bestand, dass der erhoffte neue Zugang zu MR nicht zustande kommen könnte. Die Ungewissheit über das Schicksal seines Kindes nahm ihren langjährigen Partner zu sehr in Beschlag.
Gut möglich, dass Gina H. als Ausweg aus dieser verzwickten Lage auf die (irrsinnige) Idee verfiel, Bekannte einzuspannen, die Fabians Leiche am Tümpel finden und das der Polizei melden sollten. Der Ausgang dieses Manövers ist bekannt; immerhin wurde damit aber auf schreckliche Weise Klarheit geschaffen, was Fabian zugestoßen ist - und Zugang zu MR hat Gina H. am Ende auch gefunden.