NicNic schrieb:Wo stand denn was von einem Tatzeugen?
Ein Tatzeuge wäre für mich jemand der von einer Straftat Kenntnis hat.
Das würde ja bedeuten, wenn er die beiden Nachtwanderer meint, dass diese wissen mussten, dass F durch eine Straftat ums Leben kam…
Oder sehe ich das falsch?
Ich glaube, damit ist jemand gemeint, der bezeugen kann, dass eine best. Person an einer Tat beteiligt war, weil er es selbst gesehen hat.
Unterm Strich ist es wieder die Frage , ob Indizien für eine Verurteilung ausreichen.
Und hier sagte der Staaatsanwalt sinngemäss ja bereits, ja, sicher, denn nur in wenigen Fällen gibt es einen Zeugen, der bei der Tat anwesend war:
Der Rostocker Oberstaatsanwalt verwies in der "Ostsee-Zeitung" darauf, dass mindestens 80 Prozent aller Tötungsdelikte vor Gericht anhand von Indizien entschieden würden. Schließlich sei nur in den seltensten Fällen ein Zeuge bei diesen Taten zugegen.
Quelle:
https://www.n-tv.de/panorama/Gericht-bestaetigt-Haftbefehl-im-Mordfall-Fabian-gegen-Tatverdaechtige-id30101222.html
Interested schrieb:Die standen vor einem verbrannten Kind. Was sollte das sonst sein, wenn nicht Straftat? Sie wurden nachts von der TV zu der Stelle geführt. Dort lag ein totes Kind, welches sie als Fabian identifiziert hat. Sie und Fabian kannten sich. Das Kind war bis dahin auch für die Nachtwandler nur vermisst. Nun standen sie vor seinem verbrannten Körper, hingeführt von seiner lieben Ziehmama. Was sonst sollte das sein?
Woher hätte sie wissen können, dass er dort lag?
Glaube alle dort am Tümpel wussten in dem Moment, wer Fabian brutal getötet hat.
Damals war die TV noch nicht der Tat verdächtigt.
Die beiden ersten Zeugen wußten über mehrere Stunden, dass die Leiche des Kindes dort lag - ebenso wie die spätere TV - ohne dass sie die Polizei verständigten. Sie warteten einfach das weitere Geschehen ab.
Ebenso hätte jemand der späteren TV die Leiche am Tümpel zeigen können - sehr unwahrscheinlich, ich weiß, aber theorethisch denkbar. Schliesslich haben die anderen beiden sich auch nicht verhalten, wie man es normalerweise erwarten würde.
Ich finde dies immer noch erstaunlich und mir fehlen da weitere Hintergründe (zur Persönlichkeit dieser Zeugen, in welchem Verhältnis standen sie zur TV, haben sie mit einem Dritten über den Vorfall gesprochen etc.), um dies für mich einordnen zu können.
Erst die 3. Person ergriff die Initiative und bestand darauf, die Polizei zu informieren.
ich denke, im Laufe der Gerichtsverhandlung wird man hier mehr erfahren (nein, bitte keine Videos dazu...).
Ich kenne auch keinen Fall, an dem jemand einen anderen zu einer Leiche einer getöteten Person geführt hat (quasi als 'guck mal. komm, wir fahren wieder').
Das Verhalten kann ich mir so gar nicht erklären.
Zum Motiv finde ich nachvollziehbar, was Petermann sagte - das Medea-Syndrom:
Als mögliches Motiv nennt Petermann das sogenannte Medea-Syndrom: „Es gibt auch ein bestimmtes Phänomen, das heißt das Medea-Syndrom: Das bedeutet, dass Frauen jemanden töten, um eine andere Person damit zu verletzen oder ihnen das Liebste zu nehmen, was diese Person überhaupt hatte“. Möglich sei auch, dass die Verdächtige durch den Tod des Kindes wieder näher an den Vater herankommen wollte, so der Ex-Mordermittler
Quelle:
https://www.fr.de/panorama/sehr-ungewoehnlich-mordermittler-deutet-moegliches-tatmotiv-im-tragischen-fall-fabian-94027635.html