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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

14.352 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Straftat ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:46
Das Gras wächst halt nicht schneller, wenn man daran zieht.
Ein Verhandlungstermin steht bislang nicht fest. „Noch kann ich hierzu nichts sagen. Die Anklage liegt mir auch noch nicht vor“, sagte Anne Kruse, stellvertretende Pressesprecherin und Richterin am Landgericht, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media am Montag (9. März).
Quelle: https://www.hna.de/welt/mordanklage-im-fall-fabian-wie-es-nun-weitergeht-wichtige-frist-laeuft-ab-94209951.html

Jetzt beginnt erstmal das Zwischenverfahren des Gerichts und auch die Anwälte erhalten nun die Ankkageschrift.

Wikipedia: Zwischenverfahren


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 16:59
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Suchverlauf Internet wie man Spuren verwischt, was für ein Messer es bräuchte, etc.
Vielleicht auch andere Szenarien recherchiert.
Vielleicht extra Verabredungen/Termine schon einen Tag zuvor abgesagt.
Routen und Zeit berechnet und notiert.
Vielleicht konnte man auch nachweisen, dass die Tatwaffe oder Brandbeschleuniger kurz vorher gekauft hat, um sich für die Tatbegehung auszurüsten.
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Alles, auch die Tatausführung selber, bleibt unvorstellbar grausam! Sie sieht dem Kind ins Gesicht und führt dann die Tat aus???
Nein, die Tatausführung ist bei weitem nicht "unvorstellbar grausam", sondern eher normal für einen Mord. Wenn ein Mensch getötet wird, ist das fast immer mit Gewalteinwirkung, Schmerzen und Angst bei Opfer verbunden. Das Mordmerkmal der Grausamkeit liegt nur dann vor, wenn die Tat einen "normalen" Mord an Grausamkeit übersteigt und der Täter dem Opfer mehr Angst und Schmerzen zufügt, als für die eigentliche Tötung nötig ist. In dem er z.B. für einen qualvoll langsamen Tod sorgt oder das Opfer vorher gezielt foltert, und/oder ihm immer wieder nicht tödliche, aber schmerzhafte Verletzungen zufügt.
Zitat von wobelwobel schrieb:Passt nicht, da sie ja nicht wissen konnte dass Fabian zuhause bleiben wird.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Eine geplante Tötung als Totschlag?
Da fällt mir jetzt tatsächlich kein Szenario ein. Magst du ein Beispiel nennen?
Das ist doch aber alltägliche Verhandlungsmasse vor den Gerichten. Die StA kalgt Mord an, die Verteidigung versucht auf Totschlag zu plädieren.
Aber wenn Du unbedingt ein Beispiel haben willst:
Konkret ging es damals um einen Mann, der seiner Ex-Partnerin vor die Wohnung ihres neuen Freundes gefolgt war. Hier attackierte er die Frau laut Gericht mit einem "Kampfmesser" und "versetzte ihr in Tötungsabsicht mit dem Messer eine Vielzahl von Stichen, in deren Folge die Geschädigte kurze Zeit später starb". Kurz vor der Tat habe der Angeklagte "schlecht geschlafen" und kaum etwas gegessen.

Ex-Freundin mit dem Tode bedroht
Zudem habe er sich "wie in einem Tunnel gefühlt", seine Gedanken seien "nur um seine gescheiterte Beziehung gekreist". In dieser Zeit habe er seine frühere Freundin bei "einem von ihm herbeigeführten Treffen mit dem Tode bedroht". Mit seiner Therapeutin habe er dann vereinbart, "sich sofort zu melden, sollte er sich oder anderen etwas antun wollen".
Es ging also um eine angekündigte ( = geplante Tötung), der Mann ist der Frau gezielt gefolgt, hat ein Messer dabei. Der Täter wurde wg. Mordes aus niedrigen Beweggründen verurteilt, der BGH hat das Urteil kassiert. U. a heißt es in der Begründung:
Im vorliegenden Fall wäre "zu bedenken gewesen, dass nicht jede Tötung, die geschieht, weil sich der (frühere) Partner vom Täter abwenden will oder abgewandt hat, zwangsläufig auf niedrigen Beweggründen" beruhe. Vielmehr, so die Richter weiter, "können in einem solchen Fall tatauslösend und tatbestimmend auch Gefühle der Verzweiflung und inneren Ausweglosigkeit sein".
Quelle:
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/so-begruendet-das-gericht-seine-umstrittene-entscheidung-li.2311
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Interessant fand ich auf jeden Fall auch die Mitteilung von Löcker, dass ein Gutachten zur Frage des Motivs in diesem Mordfall erstellt worden sei. Darin würden mehrere mögliche Optionen aufgelistet.

Ich bin ja nun juristischer Laie und muss gestehen, dass ich zum ersten Mal davon gehört habe, dass eigens ein Gutachten zur Klärung eines möglichen Mordmotivs in Auftrag gegeben worden sei.

Ist so ein Vorgehen üblich? Wer käme denn für die Ausfertigung einer solchen Expertise in Frage?
Diese Info war mir auch aufgefallen und ich habe mich das gleiche gefragt. Zum einen, welcher Experte welcher Fachdisziplin mit sowas beauftragt wird und zum anderen auch, auf welcher Datenbasis er das bewerten soll, wenn die Angeklagte von ihrem Aussageverweigerungsrecht gebrauch macht und schweigt.

Was will der denn dann auswerten? Ihre SM-Post des letzen halben Jahres und Aussagen von Personen aus ihrem Umfeld?
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Und könnte die Vergabe eines Gutachtens mit mehreren Optionen darauf hindeuten, dass Polizei und Staatsanwaltschaft die Frage des Motivs bei der mutmaßlichen Täterin Gina H. nicht exakt klären konnte?
Falls dem so war, würde ich erwarten, dass es dann aber mit Hilfe dieses Gutachtens geklärt werden konnte, denn wie gesagt, hinter den niederen Beweggründen, die in der PM als Mordmerkmal aufgeführt werden, muss ja ein konkretes Motiv stehen, dass in der Anklage dann auch konkret benannt und im Prozess irgendwie belegt werden muss.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 17:03
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Vielleicht konnte man auch nachweisen, dass die Tatwaffe oder Brandbeschleuniger kurz vorher gekauft hat, um sich für die Tatbegehung auszurüsten.
Ja genau, sowas wird wohl in Summe vorhanden sein an Infos. Und das reicht in einer gewissen Kette dann auch um einen Plan nachzuweisen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber wenn Du unbedingt ein Beispiel haben willst:
Ich suchte ein Beispiel was dem aktuellen Fall nahe kommt, aber da fiel mir keins ein. Und ich dachte es wäre für die anderen Nutzer dann einfacher einzuordnen. Aber ja, dein Beispiel ist auch sehr hilfreich.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 17:10
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Oopsi, der Herr Ohm meint da mit "so oder so" schon dass was ich unter so verstehe?
Zur Beweislage wollte sich Ohm am Montag noch nicht weiter äußern. Er gehe davon aus, dass ihm die Anklage bis Ende der Woche vorliege. „Mir ist aber zugetragen worden, dass in der vergangenen Woche noch Ermittlungen liefen“, sagte Ohm. Die ihm bisher bekannten Indizien, die die Ermittler zusammengetragen haben, könne man „so oder so bewerten“, erklärte der Güstrower Anwalt. Als Alternative wäre der Staatsanwaltschaft nur geblieben, das Verfahren einzustellen.

Ob er seiner Mandantin ein solch schweres Verbrechen zutraue, will der Verteidiger nicht sagen, ebenso wenig wie über ein mögliches Motiv. „Das Motiv zu suchen, ist ja nicht meine Aufgabe.“
Sobald ihm die Anklage vorliege, werde er mit seiner Mandantin einen Termin ausmachen und mit ihr über die Vorwürfe sprechen.
Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/guestrow/mordfall-fabian-8-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-und-nennt-details-zum-schrecklichen-verbrechen-4419068
Er mag sich nur unglücklich ausgedrückt haben, er wirkt mir jetzt nicht wie ein Kollege, der vor diesem Verfahren große Verfahren mit erheblicher Medienpräsenz kannte und entsprechend geschliffen formuliert. Aber wenn "kann man so oder so bewerten" das beste ist, was dein Verteidiger in Kenntnis noch nicht einmal der gesamten zusammengetragenen Indizien vorbringen kann, scheint es für die Angeschuldigte wirklich düster auszusehen.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 17:30
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Also die Tat dann doch spontan umgesetzt wurde?
Oder eben dass es garkeinen entsprechenden Tötungsplan gegeben hat.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Soweit ich weiß ist bis heute in der Öffentlichkeit nichts bekannt, wie sie davon Kenntnis erwarb.
Mir ist da auch nichts bekannt. Aber da es erst früh morgens entschieden wurde dass Fabian (auf eigenen Wunsch) zuhause bleiben darf war die Zeit einen konkreten Plan zu entwickeln schon sehr knapp. Trotzdem muß einem doch klar sein dass man für solche Pläne möglichst kein auffälliges Auto einsetzt.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Das trifft auf Millionen von Menschen zu, die zu ihren Gunsten Gesetze brechen/sich nicht dran halten.
Deshalb direkt Mord/Totschlag zuzumuten, finde ich bisschen schwierig
Das ist auch nicht was ich geschrieben habe - nur dass ich finde dass wir halt eben doch so einiges über sie als Mensch wissen (und ich rede da nicht von Social-Media-Gerüchteküche, die habe ich in diesem Zusammenhang auch garnicht verfolgt weil mich das nur noch anwidert - lediglich die What-the-Heck-Videos habe ich geschaut, das aber auch nur weil sie hier zugelassen und diskutiert wurden).
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Naja es hat 4 Tage geklappt und am Ende ging es dann nur so schnell, weil Gina H. die Polizei zur Leiche führte.
Wäre dem nicht so gewesen, wer weiß wie lange er unentdeckt geblieben wäre.
Naja, sie konnte nicht sicher sein dass die Tümpelzeugen nicht direkt bei der Polizei aussagen. Vielleicht war das ja sogar die Intention für diese "Besuche"? Dass Fabian schnell gefunden wird? Jemand anderer der "Finder" ist? Aber auch das war ja nicht wirklich durchdacht, mindestens einer der Tümpelzeugen hatte ja sofort den Eindruck dass es dabei auch darum gegangen sein könnte dass dort Spuren von ihm hinterlassen werden sollten. Für manipulativ genug hat er sie wohl dann schon gehalten, das sagt ja auch ein bisschen was aus.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Ich kann mir gut vorstellen, dass die Tümpelzeugen auch zum Plan dazugehörten. Aber das macht wohl erst Sinn wenn man den Plan kennt. Den finde ich für den Moment interessanter als das Motiv. Hat sie den Plan gemacht und dann die passende Gelegenheit genutzt? Also dass Fabian allein zuhause war?
Wie gesagt, auf mich wirkt das nicht geplant. Wenn das ein Plan gewesen sein soll, dann war's ein sehr schlechter. Und für ganz so dumm halte ich die Beschuldigte dann eben doch nicht. Ich traue ihr eher impulsives, unüberlegtes Verhalten zu.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 17:37
Zitat von wobelwobel schrieb:Und für ganz so dumm halte ich die Beschuldigte dann eben doch nicht.
Stimmt! Darum gibt es ja auch nur eine Tatverdächtige, die in U-Haft sitzt und die eine Anklage wegen Mordes erwartet.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 17:55
Hallo, ich lese schon einige Zeit mit. Uns all verbindet Gerechtigkeitssinn. Und wir wollen verstehen, wenigstens im Ansatz.

Helft mir bitte mal auf die Sprünge: im Vorhinein der heutigen Anklage sagte wohl gestern abend ein Verteidiger : "Gina H.s Anwalt Thomas Löcker ist hingegen skeptisch, ob die Hauptverhandlung überhaupt stattfinden wird."
Was bedeutet das? Hätte es sein können, dass Gina H. noch ungeschoren davonkommt?

Eigentlich glaube ich fest, dass es ein psychiatrisches Gutachten geben wird. Strebt man das nicht immer an, um so einen Fall restlos aufzuklären?


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 18:02
Zitat von wobelwobel schrieb:Niemand hat die Tat "heruntergespielt".
So lange wir nicht wissen was wirklich passiert ist können wir aber auch nicht davon ausgehen dass die Tat so geplant war.
Für mich ergibt das nach wie vor keinen Sinn, vor allem weil auch weil man ja schon um zig Ecken denken muß um überhaupt ein schlüssiges Motiv sehen zu können. Wie kann man glauben durch die Tötung des Kindes den Vater als Lebensgefährten zurück zu bekommen? Wenn es das nicht war bleibt ja eigentlich nur kaltblütige Rache. Ich persönlich kann mir das nicht vorstellen, bei der Vorgehensweise muß ihr doch klar gewesen sein dass sie erwischt werden wird. Dann noch die "Tümpelzeugen"... Nein, für mich ist das nicht schlüssig dass das so geplant war.
Das macht die Tat natürlich nicht besser, die bleibt entsetzlich.
Aber geplant, gezielt, bei klarem Verstand? Das kann ich mir nicht vorstellen, dafür war die Vorgehensweise in meinen Augen zu dilettantisch.
Zitat von wobelwobel schrieb:Andererseits soll die Beschuldigte aber gezielt den Mord geplant haben, von Abholung bis zur eigentlichen Tat und deren Verschleierung - da traut man ihr dann wieder zu so komplex zu denken?
Das ist es halt was für mich nicht wirklich zusammen passt. Ich bin aber auch völlig unsicher dahingehend was für eine Ausnahmesituation das sein soll, die eine solche Vorausplanung überhaupt zulässt - zumal nichts davon für mich nach ausgeklügeltem Plan aussieht.
Von daher bin ich sehr gespannt auf das psychologische Gutachten - sofern davon dann überhaupt etwas öffentlich gemacht wird.
Ich kann mir schon vorstellen, dass Gina das geplant hat.
Sie hat ein Ziel und um das zu erreichen ist ihr jedes Mittel recht.
Vernunft, natürliche moralische Grenzen oder auch Mitleid sind dann nicht mehr existent.

Sie denkt vielleicht, dass sie, die ja immer für Fabian da war, Kontakt pflegte, selbst liebende Mutter ist, über jeden Verdacht ehrhaben sei.
Sie kann sich nicht vorstellen, dass jemand sie durchschauen kann und vertraut vielleicht auch auf ihr manipulatives Geschick.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Vielleicht geht es auch nicht um Schuld, sondern sich (Täter leben ja gern im "ich") selbst. Sie hat schließlich, die Leiche gefunden und war zuvor soooo besorgt um Fabian. Vielleicht ein Versuch sich dem Vater wieder zu nähern? Und ja das wäre schlimm. Aber wie ich oben schrieb, egal was das Motiv war: Es wird das ganze Drama nicht besser, sondern nur schlimmer machen. Weil egal wie: Der Junge starb ohne rationalen Grund. Ein junges Leben wurde beendet, weil "jemand" dies so wollte und davon profitieren wollte. (Täter "profitieren" auch von dem Ausleben von Wut - oder um sich dem Vater wieder zu nähern, der Mutter zu schaden - etc. - da sind wir wieder beim "Täter-ich").
Ja genau, sie sieht nur sich selbst.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Es ist doch die größte Unbegreiflichkeit im Mordfall Fabian, wie eine Mutter sich dazu hinreißen lassen konnte, ein ihr nahestehendes achtjähriges Kind grausam umzubringen. Von daher ist es von zentraler Bedeutung, die Frage des Motivs möglichst exakt zu klären.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Was hilft es euch über das Motiv zu spekulieren, wenn ihr die Antwort am Ende erst mit Prozess oder vlt auch nie erhaltet?
Warum nicht warten? Warum nicht einfach die eh schon schlimme Sache, ruhen lassen.
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Ich kann daher nachvollziehen, dass das für @Tiergarten besonders unbegreiflich ist, auch wenn für mich jede Tötung eines Kindes vollkommen unbegreiflich ist, unabhängig davon wer Täter/Täterin ist.
Und das berührt für mich auch die Frage des Motivs. Ich kann das verstehen, dass das Motiv für viele interessant ist und das Bedürfnis besteht, das Motiv nachvollziehen zu wollen. Für mich. Allerdings ist es so, dass ich mir hier überhaupt gar kein Motiv vorstellen kann, dass ich auch nur annähernd nachvollziehen könnte.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Sagt doch keiner, dass man das nicht machen kann. Aber wenn schon 10 Leute geschrieben haben, sie meinen es war aus Eifersucht.
Warum müssen dann noch 15 andere Nutzer schreiben "ich auch" und 7 "ne, denke nicht".
Das bläht solch Threads einfach enorm auf.
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Im Übrigen sehe ich wenig Sinn darin, über mögliche Motivlagen zu spekulieren und sie durch "kann ich mir nicht vorstellen" gleich wieder zu verwerfen. Ich bin überzeugt, dass niemand hier das Motiv nachvollziehen können wird, welches es auch immer gewesen sein mag. Das ist aber nun mal bei so gut wie allen Mordfällen so, denn man muss schon irgendwie anders gestrickt sein als Anna und Otto Durchschnittsmensch, um einen Mord zu begehen. Ich geh doch davon aus, dass die allermeisten von uns Konflikte und Probleme anders zu lösen wissen.
Ein Motiv, so wie man einfach sagt, es war aus Eifersucht, Rache, Habgier usw. kann man in diesem Fall gar nicht so einfach betiteln.
Vielleicht hat sich in ihrem Kopf festgesetzt, dass sie mit dem Vater von Fabian und ihrem Sohn eine Familie sein will. Darauf konzentrieren sich ihre Gedanken und auch Handlungen. Sie sieht nicht, dass es an ihr selber liegt, etwas an sich zu verändern. Sie sieht nur die anderen, die diesem Wunsch im Wege stehen.
Vielleicht reagierte Fabians Vater, nach dem Verschwinden seines Sohnes, nicht so wie sie sich das ausgemalt hatte und deswegen veranstaltete sie diese Auffindesituation um von ihm Aufmerksamkeit zu erlangen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Interesse besteht doch v. a. an ungeklärten und gerade aktuellen Fällen. Und hier macht es auch am meisten Sinn zu diskutieren, weil es eben den eigenen Blick erweitern kann, wenn andere Menschen ihren Blickwinkel darstellen und erleutern. Ist doch interessant, wenn man immer mal wieder denkt: "Ach ja, so kann man das auch sehen! Da wäre ich jetzt selber nicht drauf gekommen, aber es ist durchaus nachvollziehbar."
Zitat von wobelwobel schrieb:Das ist ja genau der Punkt: Das fühlt sich so unvorstellbar an, dass normal denkende, fühlende Menschen sich da garnichts vorstellen können, geschweige denn es nachvollziehen können. Deshalb ja das Interesse daran was da wirklich passiert ist, was im Kopf der Täterin vorgegangen ist.
Zitat von wobelwobel schrieb:Eben drum wär's ja interessant zu erfahren was genau sich in dieser Gedankenwelt so abgespielt haben könnte. Dass da etwas außerhalb der Norm und jenseits jeglicher Regeln getickt hat, hat Fabian ja das Leben gekostet.
Zitat von wobelwobel schrieb:as ist doch genau der Punkt warum wir überhaupt darüber diskutieren - dieses "irgendwie anders gestrickt sein".
Und ich finde das ganz normal dass wir das wissen wollen, auch zum Schutz von anderen bzw. uns selbst bzw. unseren Kinder oder sonstigen Nahestehenden. Man hat ja immer die Hoffnung sowas verhindern zu können indem rechtzeitig Anzeichen erkannt werden.
Ja, so sehe ich das auch.
Es ist keine Sensationsgier, sondern Interesse am menschlichen Verhalten, welches einem selbst vielleicht fremd ist, oder welches man selbst bei sich oder anderen schon erlebt hat.

Wir ticken doch alle unterschiedlich und reagieren in Situationen anders als andere.
Sehr kontrollierte Menschen, können meist nicht nachvollziehen, warum andere mit starken Gefühlen reagieren, die Kontrolle über sich selbst verlieren und haben vielleicht auch gar kein Interesse, in solche Gefühlswelten einzutauchen.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ein Mensch, noch nie in so einer Situation war, in der er irgendwas sehr Unvernünftiges tun wollte und sich dann nur durch den eigenen Willen davon abhalten konnte, oder sogar von anderen dazu Hilfe benötigte.
Manche müssen einen langen Weg gehen und sich selbst gut reflektieren und erkennen, wie sie sich da kontrollieren können.

Eine Mutter zum Beispiel, die ihr Baby schüttelt, weil es nicht aufhört zu schreien, überschreitet eine Grenze.
Viele Mütter sind schon an dieser Grenze gewesen, haben sie nicht überschritten, haben Alternativen gesucht. Aber wie viel kann jeder einzelne ertragen, wie viel Leid, Schmerz, Auswegslosigkeit muss vorhanden sein, um diese Grenze zu durchbrechen?

Ich kann mir vorstellen, dass Gina sich nicht selbst reflektierte, sondern die Schuld für das Scheitern der Beziehung bei anderen suchte.
Der Wunsch, diesen Mann wieder für sich zu gewinnen, könnte so mächtig gewesen sein, dass sie alles und jeden ausblendete und nur sich sah und ihren "Liebeskummer". Fabian durfte wieder bei seinem Vater sein, sie und ihr Sohn aber nicht. Sie hinterfragt das nicht, sondern sieht nur ihr Leid, ihr Verletztsein, fühlt sich erniedrigt, unwichtig und ausgegrenzt.
Das muss gar nicht mal der Realität entsprechen, sondern entspringt eventuell nur ihrer Einbildung. Falsch gedeutete Handlungen und Worte sieht sie als Kränkung. Sie könnte schon durch das Aufstellen des Spielgerüsts für Fabian im Garten des Vaters getriggert worden sein.

Das entschuldigt keinesfalls die Tat. Es ist nur eine mögliche Erklärung, was in ihr vorgegangen ist.
Auch wenn ich solche Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann, kann ich nicht begreifen, wie dieser Wahn so von ihr Besitz genommen hat, dass sie einem unschuldigen Kind in die Augen blicken konnte und dann mit dem Messer zusticht.
In dem Moment fühle ich nur Fabian, wie unbegreiflich das für ihn gewesen sein muss und ich hoffe, dass es sehr schnell ging.
Zitat von wobelwobel schrieb:Damit wären wir wieder bei der Frage ob sie wirklich eine Tötung geplant hat als sie Fabian abgeholt hat. Die Staatsanwaltschaft scheint das zu glauben da sie ja von Planung ausgeht. Zudem müßte das ein recht spontaner Plan gewesen sein, denn dass Fabian sich entscheiden würde zuhause zu bleiben (das war ja seine Entscheidung und die war nicht vorhersehbar, zumal er am Nachmittag davor ja noch in den Jugendclub gehen konnte) konnte sie ja auch frühestens morgens erfahren haben.
Das Ziel, also ihr Wunsch den Vater zurückzubekommen, war ja schon länger da und Fabian verhinderte für sie das erreichen des Ziels.
Vielleicht wollte sie ihn ja auf dem Schulweg abpassen und beobachtete das Haus. Vielleicht war sie schon an anderen Tagen mal dort, aber es bot sich keine günstige Gelegenheit auf dem Schulweg bisher.
Sie sah wie die Mama das Haus verließ und Fabian nicht, also klingelte sie.
Zitat von Foxie123Foxie123 schrieb:Ja, richtig. Klingt verwirrend ist es aber eigentlich nicht. In dieser Theorie störte das Opfer. Denn das Opfer hatte etwas was sie nicht hatte. Die beiden hatten ja wieder Kontakt und scheinbar lief das doch auch ganz gut. Aber eben ohne Sie. Vielleicht wollte sie ihn für sich. So wie es mal war zuvor.
So könnte ich mir das eben auch vorstellen.
Ich mag nicht an eine eiskalte Killerin denken, die nicht von Gut und Böse unterscheiden kann.

Allerdings müsste sie trotzdem schon früher auffällig gewesen sein, wenn es darum ging, ihren Willen durchzusetzen.
Eventuell gibt es auch Zeugen, die sie schon in früheren Situationen erlebt haben, wo sie sich nicht mehr kontrollieren konnte.


Was ich mir gut vorstellen kann ist, dass sie jetzt sagt, dass sie einen Blackout hatte und ihr Zurückkehren an den Tatort mit irgendwelchen Erinnerungsblitzen erklärt, aber sie sich nicht mehr an den Tag der Tat erinnert, weil die Indizienlast einfach zu groß ist.
Ob das dann wirklich so sein könnte, oder ob das nur eine Ausrede wäre, kann ich nicht beurteilen.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 18:06
Zitat von wolf2wolf2 schrieb:Eigentlich glaube ich fest, dass es ein psychiatrisches Gutachten geben wird
Ich sage mal ja, das glaube ich auch.
Vor dem Hintergrund, dass die Richterin bestrebt sein könnte, sich gg. Feststellung der Schuldfaehigkeit abzusichern.
Der Rückgriff auf psychiatrische und psychologische Sachverständigen-
gutachten ist im deutschen Strafprozess heutzutage fester Bestandteil zur Feststellung der Schuldfähigkeit oder -unfähigkeit des Angeklagten. Das Gutachten soll die Urteilsfindung unterstützen, wenn der Richter sich nicht selbst in der Lage sieht, aufgrund eigener medizinischer Sachkenntnis die Schuldfähigkeit oder -unfähigkeit des Angeklagten festzustellen
Quelle:
Quelle: Duncker & Humblot eLibrary https://share.google/REtF7aWzaiq4odEgB



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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 18:26
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Vielleicht konnte man auch nachweisen, dass die Tatwaffe oder Brandbeschleuniger kurz vorher gekauft hat, um sich für die Tatbegehung auszurüsten.
Für mich klingen die aktuellen Infos so, als sei sie nach der Tötung losgefahren um Brandbeschleuniger zu besorgen (dieses "später" in der PM lässt mich das denken).

Wobei ich - wie beim Messer - tatsächlich leicht irritiert bin dass man sowas überhaupt erst besorgen muß. Jetzt mal jenseits vom Benzin, sie wohnt ja bei ihren Großeltern im EFH, sie hat häufig in Ställen zu tun, dürfte so einiges was halt so anfällt im Eigenheim, in Ställen etc. kennen und im Griff haben, es würde ich sehr wundern wenn sie nicht über so einige handwerkliche Fähigkeiten verfügen würde, das ergibt sich einfach aus der Praxis.
Da denke ich dran wie ich neulich einem Handwerker, der gefragt hatte was ich an Lösungsmittel (aka Brandbeschleuniger) so da habe, die entsprechende Schranktür geöffnet habe und da alleine schon 6 unterschiedliche entsprechende Flüssigkeiten zur Verfügung standen (abgesehen von den "Klassikern" in Garage und Küche). Nicht weil ich sie kurz vorher gekauft hätte, sondern weil man sowas halt immer mal wieder braucht wenn man selbst handwerkelt und sich das dann halt ansammelt. Spiritus haben auch ganz viele zuhause - vor allem diejenigen die gelegentlich mal Fondue machen. Oder Terpentin zum Malen. Oder oder oder...
Ja, mag sein dass nur ich das völlig normal finde, das ist auch gut wenn Ihr mich darauf aufmerksam macht dass das nicht der Standard ist. Ich bin halt so aufgewachsen dass man viel selbst macht, entsprechend mit Werkzeug usw. umgehen kann. Mir ist durchaus bewußt dass das bei anderen nicht so ist, vielleicht auch garnicht nötig ist (z.B. weil man zur Miete wohnt). Trotzdem gehe ich davon aus dass Gina da eher ähnlich ausgerüstet und versiert ist wie ich. Meinen Handwerker hat das Vorhandensein von Lösungsmitteln (aka Brandbeschleunigern) aber auch nicht im geringsten überrascht, nicht nur weil er mich kennt sondern auch weil er das nicht anders kennt dass Leute sowas zuhause haben, zumindest im Eigenheim wo's ja irgendwie immer irgendwas zu werkeln gibt.

Kurz gefasst: Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen dass sie ihn mit einem Tötungs- und Vertuschungsplan losgefahren ist. Selbst wenn man ihr einen niedrigen Intellekt unterstellen will, ich seh da einfach den Plan nicht, nicht mal einen sehr dummen Plan.
Und das "Nachtatverhalten" ist ja dann völlig skurril, insbesondere die Tümpelzeugen.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 18:29
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Er mag sich nur unglücklich ausgedrückt haben, er wirkt mir jetzt nicht wie ein Kollege, der vor diesem Verfahren große Verfahren mit erheblicher Medienpräsenz kannte und entsprechend geschliffen formuliert. Aber wenn "kann man so oder so bewerten" das beste ist, was dein Verteidiger in Kenntnis noch nicht einmal der gesamten zusammengetragenen Indizien vorbringen kann, scheint es für die Angeschuldigte wirklich düster auszusehen.
Über diese Aussage als "öffentliches und medial verwertbares Statement" bin ich auch erstaunt. Für einen Verteidiger ist das schon eine denkbar schlechte Aussage. Aber er ist Verteidiger und kein Medienprofi.

Allerdings empfinde ich auch die weitere Aussage als betont zurückhaltend und nicht besonders vorteilhaft:
Zitat von margarethamargaretha schrieb:
Ob er seiner Mandantin ein solch schweres Verbrechen zutraue, will der Verteidiger nicht sagen, ebenso wenig wie über ein mögliches Motiv. „Das Motiv zu suchen, ist ja nicht meine Aufgabe.
Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/guestrow/mordfall-fabian-8-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-und-nennt-details-zum-schrecklichen-verbrechen-4419068
Für mein Empfinden ist der übliche sonstige Tenor: "Ich traue es meiner Mandantin nicht zu." Insbesondere, wenn man immer die Fluchtmöglichkeit hat, auf eine noch nicht zugestellte Anklageschrift und fehlendes Detailwissen zu verweisen.
Zitat von wobelwobel schrieb:Wie gesagt, auf mich wirkt das nicht geplant. Wenn das ein Plan gewesen sein soll, dann war's ein sehr schlechter. Und für ganz so dumm halte ich die Beschuldigte dann eben doch nicht. Ich traue ihr eher impulsives, unüberlegtes Verhalten zu.
Es muss ja keinen Masterplan gegeben haben, den perfekten Mord auszuüben. Es reicht auch der emotionsgetriebene Plan, jemanden zu töten, um von einem geplanten Mord zu sprechen. Eine "dumm" ausgeführte Tötung spricht doch nicht automatisch für planwidrig.

Wenn es eine Spontantat gewesen sein soll: Was wollte sie mit Fabian dort am Tümpel, der ja Tatort gewesen sein soll. Was interessiert denn einen Achtjährigen dort, was hätten die beiden dort machen wollen? Bzw was konnte just an dem Ort so eskalieren, dass sie ein Messer zur Hand nimmt, ihn ersticht und dann zu verbrennen versucht.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 19:04
Nix Neues weiß man nicht? Hab nur mal überflogen, scheint aber so zu sein.

Dann warte ich mal auf den Prozess, der m.E. sicher kommen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Anklage abgelehnt wird.


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gestern um 19:46
Zitat von wobelwobel schrieb:Wobei ich - wie beim Messer - tatsächlich leicht irritiert bin dass man sowas überhaupt erst besorgen muß. Jetzt mal jenseits vom Benzin, sie wohnt ja bei ihren Großeltern im EFH, sie hat häufig in Ställen zu tun, dürfte so einiges was halt so anfällt im Eigenheim, in Ställen etc. kennen und im Griff haben, es würde ich sehr wundern wenn sie nicht über so einige handwerkliche Fähigkeiten verfügen würde, das ergibt sich einfach aus der Praxis.
Wir wissen ja nichts über die Art des Brandbeschleunigers.

@wobel wir hatten ja schon einmal das Thema.

Die Beschuldigte hatte ja Pferde. Die Stallungen muss man gelegentlich auch mal reinigen.
Dazu benutzt man Wasser (Dampfstrahler etc) und gegebenenfalls ein Desinfektionsmittel.
Dieses ist auch ein Brandbeschleuniger. Also müsste sie sowas natürlich auch im Bestand gehabt haben.

Mit meiner Aussage mit dem Leatherman, hattest du mich falsch verstanden. Ich meinte natürlich die Besonderheit dieses Werkzeuges und nicht den Preis.
Eigentlich meinte ich das manche Pferdehalter so ein Ding besitzen. Bei einem Ausritt kann man das gut gebrauchen, sogar wenn das Pferd sich mal
verfangen sollte, kann man es gebrauchen.
Es ist ein Multifunktionswerkzeug welches man als Zange, Säge usw und auch als Messer benutzen kann.

Demnach kann die Beschuldigte alles was man benötigt im Wagen und am Körper (Gürtel) gehabt haben.


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gestern um 20:00
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Die Beschuldigte hatte ja Pferde. Die Stallungen muss man gelegentlich auch mal reinigen.
Dazu benutzt man Wasser (Dampfstrahler etc) und gegebenenfalls ein Desinfektionsmittel.
Dieses ist auch ein Brandbeschleuniger. Also müsste sie sowas natürlich auch im Bestand gehabt haben.
Durchaus möglich, aber das kann man nicht grundsätzlich so sagen, denn nicht alle Desinfektionsmittel, welche dafür in Frage kommen, sind auch Brandbeschleuniger.
Z.B. Borax eignet sich gut und ist kein Brandbeschleuniger.


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gestern um 20:04
Zitat von ManateeManatee schrieb:Durchaus möglich, aber das kann man nicht grundsätzlich so sagen, denn nicht alle Desinfektionsmittel, welche dafür in Frage kommen, sind auch Brandbeschleuniger.
Z.B. Borax eignet sich gut und ist kein Brandbeschleuniger.
Da stimme ich dir zu.

Ich habe allerdings die Reinigungsmittel für den Stallboden gegoogelt.
Diese kann man wohl als Beschleuniger benutzen.
Auch habe ich im Bekanntenkreis nachgefragt, dort wurde es auch bestätigt. Sie haben damit mal dem Grill auf die Sprünge geholfen.


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gestern um 20:16
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Ich habe allerdings die Reinigungsmittel für den Stallboden gegoogelt.
Diese kann man wohl als Beschleuniger benutzen.
Welche?
Ich habe da eher Saeuren, Laugen und oxidierende Substanzen gefunden.
Und diese stellen keine Brandbeschleuniger dar....


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gestern um 20:19
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Sie kann sich nicht vorstellen, dass jemand sie durchschauen kann und vertraut vielleicht auch auf ihr manipulatives Geschick.
Ich kenne solche Menschen, die wider aller Vernunft, common Sense und Vorerfahrung genau so agieren und man denkt sich "wie kommt sie/er da drauf, dass das funktioniert..." Von denen hat zum Glück noch keiner gemordet, aber vom Grundablauf ist das ähnlich - Ziel= ich will was und das setze ich durch, mit Lügen, mit Schwätzen, etc., so wie sie es halt immer machen. Und wenn es dann doch schief geht, redet man sich raus, findet neue Freunde/Gruppen, etc. Nicht jeder Mensch ist ein paranoider Vollplaner in alle Richtungen, manche vertrauen einfach aufs Glück. Sie wird den groben Plan gehabt haben und dann eben grob angepasst haben.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Vielleicht reagierte Fabians Vater, nach dem Verschwinden seines Sohnes, nicht so wie sie sich das ausgemalt hatte und deswegen veranstaltete sie diese Auffindesituation um von ihm Aufmerksamkeit zu erlangen.
Z.B eine dieser Anpassungen - da liefen die Dinge so gar nicht, wie sie es dachte und schwupps wurde angepasst. Dass das natürlich eine völlig hirnrissige Aktion war, dass gab es in ihrer Gedankenwelt nicht. In ihrer Welt war das mit dem Zufallsspaziergang und sie hat ihn doch lieb, erledigt. Noch nicht mal die Tatsache, dass ihre Geschichte null mit der ihrer Begleitung passte, hatte in ihrer Welt eine Bedeutung.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 20:19
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Aber wie viel kann jeder einzelne ertragen, wie viel Leid, Schmerz, Auswegslosigkeit muss vorhanden sein, um diese Grenze zu durchbrechen?

Ich kann mir vorstellen, dass Gina sich nicht selbst reflektierte, sondern die Schuld für das Scheitern der Beziehung bei anderen suchte.
Der Wunsch, diesen Mann wieder für sich zu gewinnen, könnte so mächtig gewesen sein, dass sie alles und jeden ausblendete und nur sich sah und ihren "Liebeskummer". Fabian durfte wieder bei seinem Vater sein, sie und ihr Sohn aber nicht. Sie hinterfragt das nicht, sondern sieht nur ihr Leid, ihr Verletztsein, fühlt sich erniedrigt, unwichtig und ausgegrenzt.
Das muss gar nicht mal der Realität entsprechen, sondern entspringt eventuell nur ihrer Einbildung. Falsch gedeutete Handlungen und Worte sieht sie als Kränkung. Sie könnte schon durch das Aufstellen des Spielgerüsts für Fabian im Garten des Vaters getriggert worden sein.

Das entschuldigt keinesfalls die Tat. Es ist nur eine mögliche Erklärung, was in ihr vorgegangen ist.
Auch in diesem Zusammenhang wäre ein psychologisches (und/oder psychiatrisches) Gutachten interessant. Allein von dem her was ich so gelesen habe (wie gesagt: Nicht die SM-Gerüchteküche) gab es ja in ihrer eigenen Familiengeschichte auch so einige harte Brüche, z.B. ist ja vom Vater ihres Kindes auch nie die Rede. Und im öffentlich zugänglichen Trauer-Portal zum eigenen Vater erwähnt sie dass er immerhin noch seinen Enkelsohn kennengelernt hat (der zu diesem Zeitpunkt ja auch schon ca. 6-7 Jahre alt gewesen sein muss.
Dass da eine Sehnsucht oder die Wunschvorstellung von einem normalen, gesunden Familienleben entstehen kann ist ja nicht weit hergeholt, wahrscheinlich wünschen wir uns das alle auf eine gewisse Art. Und die Patchwork-Situation vor der Trennung war ja auch eine Win-Win-Situation für alle Kinder und Elternteile und hat ja auch längere Zeit gut funktioniert.
Egal wie wir versuchen uns das zu erklären - ich kann Dir nur beipflichten dass das keineswegs die Tat entschuldigt.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Auch wenn ich solche Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann, kann ich nicht begreifen, wie dieser Wahn so von ihr Besitz genommen hat, dass sie einem unschuldigen Kind in die Augen blicken konnte und dann mit dem Messer zusticht.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Ich mag nicht an eine eiskalte Killerin denken, die nicht von Gut und Böse unterscheiden kann.
Danke für diese Worte - das drückt perfekt aus wie es auch mir geht.
Zitat von AgrimonyAgrimony schrieb:Was ich mir gut vorstellen kann ist, dass sie jetzt sagt, dass sie einen Blackout hatte [...]
Ob das dann wirklich so sein könnte, oder ob das nur eine Ausrede wäre, kann ich nicht beurteilen.
Davon gehe ich auch aus. Wenn sie überhaupt etwas dazu sagt. Aber die Verteidiger werden wohl diese Schiene fahren müssen - je nachdem wieviele faktische Beweise es tatsächlich gibt (die haben für U-Haft aber gereicht) - was wir über die "Indizienkette" bisher wissen ist halt sehr unvollständig. Sollte sie wirklich direkt nach "Abholung" schnurstracks mit Fabian zum Tümpel gefahren sein und ihn sofort gezielt und kaltblütig erstochen haben bleibt viel Zeit bis zur Feuersichtung. Abgerechnet Fahrzeit rund 3,5 Stunden, oder?
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Eine "dumm" ausgeführte Tötung spricht doch nicht automatisch für planwidrig.
Auf "dumm" können wir uns einigen.
Nur halte ich sie eigentlich nicht für so dumm wie das, was wir bisher vom "Plan" wissen.
Zitat von klara.verstandklara.verstand schrieb:Wenn es eine Spontantat gewesen sein soll: Was wollte sie mit Fabian dort am Tümpel, der ja Tatort gewesen sein soll. Was interessiert denn einen Achtjährigen dort, was hätten die beiden dort machen wollen? Bzw was konnte just an dem Ort so eskalieren, dass sie ein Messer zur Hand nimmt, ihn ersticht und dann zu verbrennen versucht.
Da hab ich nach wie vor nicht die geringste Ahnung. Was mir maximal diesbezüglich einfällt ist die Tatsache, dass diese "Himmelsaugen" in der Landschaft dort nicht nur streng geschützt sondern eben auch einzigartig sind. Als ich Kind war, haben wir z.B. aus einem mittlerweile streng geschützten Tümpel Laich gefischt und zuhause "aufgezogen" (bitte macht das nicht - heute weiß ich wie schlimm das ist!!!).
Warum dieser Ort?
Das ist zum Beispiel eine der Fragen auf die ich mir eine Antnwort erhoffe.


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 20:47
Zitat von wobelwobel schrieb:Aber da es erst früh morgens entschieden wurde dass Fabian (auf eigenen Wunsch) zuhause bleiben darf war die Zeit einen konkreten Plan zu entwickeln schon sehr knapp.
Und sie kann doch schon länger einen Plan gehabt haben und nur auf dem richtigen Moment gewartet haben um ihn umzusetzen.

Ich habe keine Zweifel mehr daran, dass sie das ganze geplant hat


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Vermisster Fabian aus Güstrow tot aufgefunden

gestern um 21:16
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Zum einen ging es darin um einen Wahlverteidiger, der jetzt ebenfalls für Gina H. tätig sein soll. Er heißt Thomas Löcker, ist in Rostock ansässig und hat nach eigenen Angaben bislang 20 Beschuldigte in Tötungsdelikten verteidigt.
Die Hinzunahme eines mit Tötungsdelikten vertrauten Anwalts war ausnahmsweise mal ein schlauer Move der Angeklagten, denn...
Zitat von ManateeManatee schrieb am 06.02.2026:Mit guter Verteidigung müsste ein Freispruch zu holen sein.
Wird sicher spannend.


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