Evil-Eve schrieb:Am See in dem Fall hier waren keine behördlichen Leichenspürhunde eingesetzt, sondern private Flächensuchhunde mit Zusatzausbildung Wasserortung. Wer meine Beiträge kennt, weiss, dass ich privaten Hundeführerteams oft kritisch gegenüberstehe - hier möchte ich jedoch eine Ausnahme machen. Ich gehe davon aus, dass speziell die Wasserortung am See in der Hand der RHS Vier Tore lag und diese Truppe ist wirklich gut und erfahren.
Ich hab mir jetzt mal die Internet-Präsenz der "RHS Vier Tore" angeschaut.
Mein Fazit: Diese Hundeführer machen mit ihren Hunden genau das, was ich auch aus von den erwähnten Hundeführern/Hunden in meinem Umfeld als "Mantrailing" kenne. Bis auf die eine Ausnahme mit der "Wasserortung".
Dazu schreibt die "RHS Vier Tore":
Wird nach einem Badeunfall oder zu einem Bootsunglück jemand vermisst, sind unsere Hunde darauf geschult, Ertrunkene zu orten und sie ihre Witterung oberhalb der Wasseroberfläche anzuzeigen. Aus diesem Grund werden all unsere Hunde auch auf Leichengeruch konditioniert. Abhängig von der Wasser- und Lufttemperatur, ist es für unsere Hunde möglich, die aufsteigenden Geruchsmoleküle nach ca. 3 bis 4 Stunden wahrzunehmen. Die Suche findet auf von einem unserer Boote aus statt. Die Hunde lernen also, unbeeindruckt von sämtlichen Umwelteinflüssen, eine Witterung anzuzeigen.
Der Einsatzschwerpunkt „Wasserortung“ ist wohl der Schwierigste, aber auch der am meisten eingesetzte angeforderte Teil unserer Arbeit.
Quelle:
https://www.rhs-viertore.de/Da Du,
@Evil-Eve, diese "Truppe" als "gut und erfahren" lobst, hier meine Frage an Dich:
Wie trainieren Ehrenamtliche ihre Hunde auf das Auffinden von Leichen bzw. Leichenteilen? Bzw. speziell diese RHS? Ohne entsprechende Proben geht das ja nicht, oder? Auf der Internet-Präsenz findet sich zu diesem Detail leider nichts.
Wie Hunde auf das Auffinden von lebenden Menschen trainiert werden - kein Thema, diesen Teil kenne ich und da habe ich die Vorgehensweise auch verstanden, da ist es ja auch kein Problem konkrete Proben aufzutreiben.
Aber Leichen? Wie kommt man als ehrenamtlicher Privatmensch an entsprechende Proben? Und woher werden die genommen?
Sie schreiben ja dass alle ihre Hunde auch auf Leichengeruch konditioniert werden. Wie geschieht das?