In früheren Berichten aus dem Dezember 25 hieß es, dass die Kamera von einem Geschäft stammt, dass sich gegenüber dem Wohnhaus von Fabian befindet:
Die Aufnahmen der Überwachungskamera sollen demnach von einem Geschäft gegenüber der Wohnanschrift von Fabians Mutter in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) stammen.
Quelle:
https://www.merkur.de/deutschland/fall-fabian-ueberwachungskamera-koennte-ermittlern-neue-hinweise-liefern-zr-94074743.htmlIn den Berichten zum Prozess stand dagegen, die Kamera habe sich ca. 100 m entfernt von Fabians Zuhause befunden:
Im Gerichtssaal in Rostock werden Aufnahmen einer Überwachungskamera gezeigt. Darauf ist zu sehen, wie der orange lackierte Wagen von Gina H. am 10. Oktober 2025 um 10.45 Uhr eine Straße entlangfährt, die sich 100 Meter von Fabians Zuhause entfernt befindet. Neun Minuten später ist das Fahrzeug in der entgegengesetzten Richtung unterwegs.
Quelle:
https://www.focus.de/panorama/welt/mordprozess-um-fabian-8-startet-ex-des-vaters-angeklagt_561cdcb9-a0cf-4e1e-9a22-61f1296057b4.htmlFazit: wir wissen es im Moment einfach nicht sicher. Ich denke, dass noch eine Ermittler zu den Kameraaufzeichnungen aussagen wird. Er wird genau erklären, wo die Kamera hing und welchen Bereich sie erfasste und woran man festmacht, dass es Gina Hs Auto ist, das darauf zu sehen ist.
Er wird das auch in Verbindung zu Fabians Wohnaddresse setzen, weil das wichtig ist um abschätzen zu können, ob die 9 Minuten ausreichten, um Fabian abzuholen. Ob wir allerdings auch erfahren werden, wo genau Fabian wohnte, wage ich zu bezweifeln, den die Journalisten veröffentlichen private Wohnadressen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes meist nicht, wenn das für das Verständnis der Tat nicht unbedingt notwenidg ist.
jaska schrieb:Im Gegensatz zu der Mutter kam dem Vater mehr als ein ganzer Prozesstag zuteil.
Dabei ging es meiner Einschätzung nach um grundsätzlich zwei Sachen:
jaska schrieb:Wenn überhaupt dann denke ich, es war auch für die Öffentlichkeit wichtig, bereits früh diese Fakten zu hören, dass es zeitnah zum Verschwinden Fabians Sichtungen des Autos gab. Eine Einstimmung auf das, was da noch kommt.
So denkt und agiert vielleicht ein StA, aber ein Richter sicher nicht. Der Richter hat einen Prozess nicht so zu planen, zu koordinieren und durchzuführen, dass gegen den/die Angeklagte möglichst viel belastendes zusammengetragen wird und die Öffentlichkeit möglichst zügig zu der Überzeugung kommt, dass da schon der/die richtige auf der Anklagebank sitzt. Und ein Zeuge ist auch nicht dafür da, um ihn dazu zu benutzen, der Öffentlichkeit schon mal vorab ein paar Appatizer-Happen zuzuwerfen, als Vorgeschmack, was sie noch heftiges zu erwarten hat.
Wenn ein Richter so agieren würde, könnte ihm die Verteidigung zu Recht Voreingenommenheit und mangelnde Neutraliät vorwerfen und ihn als befangen ablehnen.
Die Aussage der Mutter diente denke ich vor allem dazu, etwas über Fabians allgemeine Lebensumstände, die Entwicklung der Beziehung zwischen der Mutter und dem Vater und dann zwischen Fabian und dem Vater, sowie seinen Charakter zu erfahren. Und dann natürlich den Ablauf seiner letzten zwei Tage zu erfahren, von denen die Mutter ja aber überhauot nur einen Teil weiß.
Der Vater ist eine viel zentralere Figur im gesamten Tatgeschehen. Nicht, weil er an der Planung oder Ausführung der Tat irgendwie beteiligt war, sondern weil sich an ihm das von der StA behauptete Tatmotiv der Angeklagten festmacht. Um das nachvollziehen zu können, ist es wichtig, die Beziehungsdynamik zwischen MR und GH zu kennen und zu verstehen. Und dabei hat die Aussage des Vaters doch sehr gut geholfen. Seine Herumeierei und auch sein Augenverschließen vor objektiv schwerwiegendene Indizien sagen ja vielmehr über diese Dynamik aus, als einfach nur über den Charakter des Vaters.