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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

288 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, 1981, Kempten ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:21
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Motorrad Club ist für mich schon immer im Fokus gewesen, wurde von anderen aber hier nicht aufgegriffen.
Der Motorrad Club hatte zudem am selben Abend eine Party. Ob da nur ortsansässige "Rocker" zu Gast waren, wird wohl nicht mehr nachzuvollziehen sein.

Die Rocker oder deren Gäste sind alterstechnisch sicher näher dran, als die Jugendlichen..


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:33
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:in Oberasbach wird ein "Rockerstreit" während des Fischerfestes erwähnt
Denkt ihr, das hat auch nur im entferntesten irgendeinen Mehrwert.. Für mich erschließt sich nicht, warum so ein rockerstreit damals erwähnt wurde. Mit der heutigen parallele zum Fall Sonja macht es ja etwas Sinn, da dort auch ein rockerclub, zumindest das eine Mitglied kurz als verdächtiger geführt wurde.

Mir erschließt sich aber überhauptnicht, warum damals dieser Streit auf dem Fischerfest überhaupt erwähnt wurde, schließlich gab es auf so kleinen Ortsfesten eigentlich immer irgendwelche Streitigkeiten.
Könnt ihr nachvollziehen, wie ich das meine?


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:38
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:b) Rocker/Motorradclub
"berüchtigter" MC in Kempten, Thingers - Clubhaus Lage heute siehe Map -
früher evtl. auch schon genau dort, war aber sicher in der selben Strasse gelegen
in Oberasbach wird ein "Rockerstreit" während des Fischerfestes erwähnt
.
Zitat von maxi4711maxi4711 schrieb:Könnt ihr nachvollziehen, wie ich das meine?
Vielleicht so:

Der XY Beitrag erwähnt einen damals möglichen Verdächtigen, gegen den bereits Anzeigen wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung liefen. Aber zum einen erscheint es mir schwer vorstellbar, dass ein Mitglied so eines MC einen Sexualmord an einem Kind begeht. Zum anderen kennt die Polizei ja diese Person (steht bereits in den Akten), und somit wäre es ein Leichtes, einen DNA Abgleich durchzuführen.

Dass die Mitglieder eines Motorrad Clubs keine Chorknaben sind, das will ich gern glauben. Dass sie sich an Kindern vergreifen, passt für mich dann wieder nicht so, weil sie auch einen (nach ihren eigenen Maßstäben!) Ehrenkodex haben, den sie auch nach innen und außen hoch halten, interne Schlichtung von Streitigkeiten, womöglich auch mit Gewalt bis hin zum Kapitalverbrechen, usw.

Und dass die so ein Christophorus Medaillon mitführen, kann ich mir schwer vorstellen. Allerdings kenne ich diesen Brauch nicht so und kann es deshalb nicht einschätzen, inwieweit das realistisch wäre.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:46
Zitat von sören42sören42 schrieb:Der XY Beitrag erwähnt einen damals möglichen Verdächtigen, gegen den bereits Anzeigen wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung liefen.
Der rockerstreit auf dem fischerfest wurde ja im Fall Marion erwähnt.
Du sprichst von dem Fall dieses Threads, also sonja. Oder?


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:49
Zitat von maxi4711maxi4711 schrieb:Mir erschließt sich aber überhaupt nicht, warum damals dieser Streit auf dem Fischerfest überhaupt erwähnt wurde, schließlich gab es auf so kleinen Ortsfesten eigentlich immer irgendwelche Streitigkeiten.
Ganz genau das ging mir auch heute durch den Kopf. Zumal der Streit (Fall Marion) ja nicht nur am Rande in einem Nebensatz erwähnt, sondern sogar in seinem Ablauf geschildert wird: Beginn im Zelt, draußen Schlichtung bevor es zur Schlägerei kommt.

Und dann taucht der Rocker im anderen Fall auf... also hier (Fall Sonja).

Man kommt vor lauter Parallelen (Großmütter, Rocker, Feste, Christophorusse und Chrissys, Sneaker) schon komplett durcheinander. Und leider kann ich es auch irgendwie nicht vermeiden, in beiden Threads doch auf den anderen einzugehen.

Fakt ist und bleibt für mich (und ich denke für jeden hier): Der gleiche Täter im Fall Marion schließt einen jungen Teenager im Fall Sonja aus.

Übrigens finde ich den Stiefvater (Fall Sonja) zwar auch sehr merkwürdig dargestellt, sähe da aber nur eine Variante (wenn er nicht ohnehin "raus" wäre), nämlich eine Eskalation am Großmutterhaus, die Sonja abbekommt, weil die Mutter nicht da ist. Macht aber auch keinen Sinn, weil das ein Motiv für nur diesen Fall Sonja wäre und nichts mit Marion zu tun hätte. Bei gleichem Täter passt das nicht.

Bleiben Rocker, Zufallstäter und der komischerweise verschollene "Chrissy" von Marion (wurde der je von deren Freundinnen gesehen oder berichteten sie auch nur vom Hörensagen?), der Jahre später weiter südlich aufgeteren sein könnte, ohne Rocker zu sein.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:55
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Und leider kann ich es auch irgendwie nicht vermeiden, in beiden Threads doch auf den anderen einzugehen.
Das geht mir genauso.. zumal die Fälle ja eigentlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zusammenhängen.

Diese Ganzen parallelen faszinieren mich..

Dieser mögliche "chrissy", mit dem Sie sich treffen wollte könnte womöglich der Täter in beiden Fällen sein.
Vorallem, weil er im Fall Sonja, wo auch die Leiche mit einem Auto verfrachtet wurde schon alt genug dafür war. Dann verstehe ich aber wiederum nicht, warum die Polizei so sehr denkt, daß Sonja das Mädchen war, das von diesen jungen Männern, bzw. Jugendlichen durch die Straße gezogen wurde..


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:55
Zitat von maxi4711maxi4711 schrieb:Der rockerstreit auf dem fischerfest wurde ja im Fall Marion erwähnt.
Du sprichst von dem Fall dieses Threads, also sonja. Oder?
Ganz genau, von dem Fall dieses Threads. Das Fischerfest aus dem anderen Fall hatte @-Dandelion- erwähnt, ich hatte es nur zitiert.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

gestern um 23:59
Zitat von Nala-NynaNala-Nyna schrieb:Übrigens finde ich den Stiefvater (Fall Sonja) zwar auch sehr merkwürdig dargestellt, sähe da aber nur eine Variante (wenn er nicht ohnehin "raus" wäre), nämlich eine Eskalation am Großmutterhaus, die Sonja abbekommt, weil die Mutter nicht da ist. Macht aber auch keinen Sinn, weil das ein Motiv für nur diesen Fall Sonja wäre und nichts mit Marion zu tun hätte. Bei gleichem Täter passt das nicht.
Können wir den Stiefvater nicht theoretisch komplett ausschließen, da ja (täter) DNA an Sonja gefunden wurde.
Diese hätte man, wenn sie zu dem stiefvater gehörte sicherlich abgeglichen, was wahrscheinlich auch passiert ist aber mit negativem ergebnis.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 00:01
Zitat von maxi4711maxi4711 schrieb:Können wir den Stiefvater nicht theoretisch komplett ausschließen, da ja (täter) DNA an Sonja gefunden wurde.
Das wollte ich mit "Er ist komplett raus" genau sagen. Er ist ausgeschlossen. (Dann hätte man sich aber den Spannungsbogen mit seinem Verhör auch sparen können). Mometan versche ich wirklich noch in beiden Fällen die Quintessenz heraus zu sieben.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 00:08
Zitat von maxi4711maxi4711 schrieb:Dieser mögliche "chrissy", mit dem Sie sich treffen wollte könnte womöglich der Täter in beiden Fällen sein.
Vorallem, weil er im Fall Sonja, wo auch die Leiche mit einem Auto verfrachtet wurde schon alt genug dafür war
Wie kommst du denn darauf das Sonja mit einem Auto verfrachtet wurde ? Nur weil die Zeugen zu dem Zeitpunkt gehört haben das ein Auto wegfuhr, das heißt doch noch nicht das Sonja damit weggebracht wurde. Ihr könnte auch erst in Nähe des Stadls etwas passiert sein.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 00:16
Mein Gedanke ging in diese Richtung:

1973 - Jugendlicher Moped Rocker - evtl. den Christopherus auf der "Kutte" aufgenäht / befestigt (Kutte ist eine Weste aus Jeansstoff, mit Aufnähern und Buttons, über T-Shirt oder Lederjacke getragen) - Opfer hat ihn abgerissen

1981 - erwachsener Motorrad Rocker inzwischen - vielleicht als "Retter" aufgetreten oder Sonja hinterher gefahren, als sie am Clubhaus vorbei kam ... dieser MC war damals jedenfalls gefürchtet, meiner Meinung nach hat auch deshalb damals keiner die Polizei gerufen.
Inzwischen ist das meines Wissens ein Chapter/Unterstützer Club der Hells Angels München.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 00:20
Mir ist noch aufgefallen, dass die Großmutter von Sonja im Krankenhaus lag und Sonja gerne noch etwas bei ihr geblieben wäre. Vielleicht hat Sonja die Großmutter auch in Abwesenheit der Mutter immer mal wieder aufgesucht. Die Parallele im Fall Marion B.: Die Mutter war erkrankt, so dass sich die Oma kümmerte. Vielleicht besuchte sie ihre Mutter auch im Krankenhaus. Vielleicht hat sich da jemand an die Kinder "herangewanzt"? Dagegen spricht allerdings die geographische Entfernung. Womöglich gibt es aber gemeinsame Dienstleister?

Auch an Rettungsdienste und ihre Mitarbeiter ist bei einer Überprüfung zu denken. Auf dem Schulfest war bspw. ein Zelt der "Malteser" zu sehen. Da wäre auch das Medaillon mit dem Christophorus sehr passend:
Für die Malteser als katholische Hilfsorganisation dient die Christophorus-Legende (der „Christusträger“, der Menschen über einen Fluss trägt) als Symbol für den Dienst am Nächsten.
Dies spiegelt den Ordensauftrag der Malteser wider: „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“.
Zusammenfassend begegnet Ihnen „Christophorus“ bei den Maltesern entweder am Himmel (als Teil der Besatzung von Rettungshubschraubern) oder in der Hospizarbeit als Namensgeber für spezialisierte Pflege- und Begleiteinrichtungen.
Quelle: Google KI


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 00:24
Zitat von sören42sören42 schrieb:Aber zum einen erscheint es mir schwer vorstellbar, dass ein Mitglied so eines MC einen Sexualmord an einem Kind begeht.
Sonja war 13 und wirkte lt. Berichten wie 16.

Leider muss ich sagen, daß ich selber ein Mitglied eines entsprechenden MC's kannte, der auf Teenager Mädchen stand und z.B. gezielt Mädchen aus dem ersten Lehrjahr in unserer Firma im Visier hatte.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 00:29
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:vielleicht als "Retter" aufgetreten
Vielleicht noch mit einem offiziellen Fahrzeug eines Rettungsdienstes (im Zusammenhang mit Abbauarbeiten des Schulfestes), da würde wohl jeder, erst recht ein Kind, Vertrauen fassen...
Zitat von -Dandelion--Dandelion- schrieb:Leider muss ich sagen, daß ich selber ein Mitglied eines entsprechenden MC's kannte, der auf Teenager Mädchen stand und z.B. gezielt Mädchen aus dem ersten Lehrjahr in unserer Firma im Visier hatte.
Ja, man muss wohl feststellen, dass man auch Motorradclubs nicht ausschließen kann.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 00:42
Zitat von RetsiemfohRetsiemfoh schrieb:Wie kommst du denn darauf das Sonja mit einem Auto verfrachtet wurde ?
Ich meine, das hier schonmal jemand geschrieben hat, dass sonja mit sicherheit mit einem Auto dort hingeladen wurde. Finde den Beitrag aber leider nichtmehr, also hab ich mich wahrscheinlich geirrt.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 08:23
Ich denke ein Grund für die Darstellung der Ereignisse in Thinges könnte auch sein das damalige Opfer ausfindig zu machen, um auszuschließen dass es sich um Sonja handelte. Oder ggf die damaligen Täter zu animieren sich zu äußern, denn in dem Zusammenhang ist ja alles verjährt und mit beiden Informationen könnte man diese Spur abhaken.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 10:07
Zitat von maxi4711maxi4711 schrieb:Ich meine, das hier schonmal jemand geschrieben hat, dass sonja mit sicherheit mit einem Auto dort hingeladen wurde. Finde den Beitrag aber leider nichtmehr, also hab ich mich wahrscheinlich geirrt.
Am Ende des Aktenzeichen xy Beitrags sprechen der Kripobeamte und der Staatsanwalt davon, dass eine Zeugin im Thingers ein Auto wegfahren gehört hat.

Ca bei Minute 21:33
https://www.zdf.de/play/magazine/aktenzeichen-xy-ungeloest-110/aktenzeichen-xy-ungeloest-vom-21-januar-2026-100


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 10:51
Zitat von Samantha70985Samantha70985 schrieb:Am Ende des Aktenzeichen xy Beitrags sprechen der Kripobeamte und der Staatsanwalt davon, dass eine Zeugin im Thingers ein Auto wegfahren gehört hat.
Richtig. So habe ich das auch in Erinnerung und so habe ich es auch geschrieben.
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Egal woher es kam, es gab scheinbar ein Auto, da ein Zeuge ja wohl angegeben hat, dass er ein Auto wegfahren gehört hat.
Vielleicht habe ich mich da ein bisschen schlecht ausgedrückt. Man könnte den ersten Satz so lesen, als sei es gesichert, dass das Auto mit dem Fall zu tun hat. Aber dem ist nicht so. Sorry an alle, die das missverstanden haben.

Es wurde von anderen Usern angedeutet, dass evtl. ein Auto benötigt wurde, um die Leiche von Sonja zu verbringen. Dies allerdings in der Annahme, dass der Mord hinter Thingers Treff begangen wurde. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Mord, auch wenn es sich bei dem Mädchen, das in Thingers belästigt wurde, um Sonja handelte, trotz allem woanders begangen wurde.
Zitat von Krimi_KalleKrimi_Kalle schrieb:Ich denke ein Grund für die Darstellung der Ereignisse in Thinges könnte auch sein das damalige Opfer ausfindig zu machen, um auszuschließen dass es sich um Sonja handelte. Oder ggf die damaligen Täter zu animieren sich zu äußern, denn in dem Zusammenhang ist ja alles verjährt und mit beiden Informationen könnte man diese Spur abhaken.
Oder die EB wollen einfach wissen, was dann weiter passiert ist. Die ältere Dame sagt aus, dass es einen Schrei gab und dann war Stille. Wenn der Mord nicht von den Jugendlichen begangen wurde und wenn es sich bei dem Mädchen um Sonja gehandelt hat, dann muss es nach dem Schrei ja irgendwie weiter gegangen sein. Sonja würde in dieser Version noch leben und wäre später auf ihren Mörder getroffen. In diesem Zusammenhang wäre auch das Schulfest von Bedeutung, da es in unmittelbarer Nähe lag.

Hallo @-Dandelion-

Es ist auf Deiner Karte nicht ganz ersichtlich. Wäre es möglich gewesen, den Weg nach Heiligkreuz am Schulfest vorbei fortzusetzen? Gibt es da Wege, oder müsste man da quer durch die Prärie laufen?


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 11:00
Zitat von GildonusGildonus schrieb: Ich glaube nicht das die 4 bis 6 Jugendlichen, die eine nach Hilfe schreiende Frau durch Thingers gezogen haben, irgend etwas mit dem Mord zu tuen haben und das die schreiende Frau Sonja Hurler war. Ich glaube eher das Sonja Hurler auf dem Heiligkreuzweg unterwegs war und dort von einem Täter, wie auch immer, abgegriffen wurde. Sie könnte auch als Anhalterin unterwegs gewesen sein.
Das Verhalten der "Ohrenzeugen" war grob fahrlässig. Aber ich muss sagen, dass ich ein Jahrzehnt später in einer süddeutschen Großstadt am Rande des Kneipenviertels lebte - und wir hätten jeden Abend den Notruf wählen können, weil immer irgendwer gekreischt hat, manchmal hörte man Hilferufe, wachte auf, überlegte, den Notruf zu wählen und in der nächsten Sekunde war schallendes Gelächter. Die psychische Belastung bei sechs Jugendlichen wäre so hoch gewesen, dass vermutlich wenigstens einer später jemandem anvertraut hätte.
Zitat von Samantha70985Samantha70985 schrieb:Ich komme aus der Gegend und mich wundert das Sonja eine Stunde durch Kempten lief und sie von niemandem gesehen wurde. Erst im Thingers, ca. 500 m Luftlinie vom Fundort entfernt gibt es erste Zeugenaussagen. Wie ist Sonja denn quasi unbemerkt durch Kempten gekommen.
Ich denke, es liegt auch daran, dass sie sehr jung war und die Altersgruppe, die sie kannte, zu der Zeit bereits im Bett war bzw. zu Hause. Stadtfest oder nicht, mit 13 galt man klar als Kind und das war ein Alter, wenn man da unterwegs war, doch eher mit Familie und dann um 22 Uhr heim. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Stadtfest nicht spätestens um 23 oder 24 Uhr endete. Gesehen wurde sie vermutlich schon, aber nicht "wahrgenommen".
Zitat von Samantha70985Samantha70985 schrieb:Kann es nicht z.B. sein, dass sie getrampt hat und dort evtl. abgegriffen wurde. Der Täter wusste somit wohin sie möchte oder das jemand im geflügelten Rad mitbekommen hat, dass das Mädchen allein unterwegs ist.
Das kann ich mir auch vorstellen - allerdings wäre es für den Täter irgendwie unlogisch, sie auf der Strecke liegenzulassen. Eigentlich musste er ja davon ausgehen, dass sie in der gleichen Nacht noch vermisst wird und man dann als erstes die Strecke abläuft und absucht - da hätte man sie vermutlich gefunden. Er wusste ja auch nicht, wie häufig dieser Schuppen vom Besitzer aufgesucht wurde. Wenn, dann zeigt es, dass der Täter auch ein enges Zeitkorsett hatte, zufällig auf sie traf, sie dann als Tramperin mitnommen hat und dann die "Idee" für den Übergriff entstand. Eigentlich hatte der Täter aber gar keine Zeit (Ehefrau oder ähnliches), daher legte er sie dann ab und fuhr nach Hause.
Zitat von MantuaMantua schrieb:Der Stiefvater wurde erst nach ein paar Monaten verhört, nachdem man Sonjas Leiche gefunden hatte, wenn mich nicht alles täuscht. Davor ist man ja davon ausgegangen, dass sie weggelaufen ist, wie das leider Gottes oft der Fall war, wenn man ein Kind aus schwierigen Verhältnissen als vermisst melden wollte.
Da wurde ja auch angedeutet, dass ggf. eine Alkoholproblematik vorlag, d.h. seine Erinnerungen an die Nacht müssen nicht unbedingt mit der Realität übereinstimmen.
Zitat von soomasooma schrieb:Im Filmfall sind die beiden mit den Kleidungstüten in diese Gaststätte gegangen. Sonja ist dann mit dem Schlüssel abgehauen, die Mutter ist geblieben. Die Mutter taucht (wann?) bei ihrem Lebensgefährten (mit oder ohne Tüten?) wieder auf und fragt, ob Sonja "heimgekommen" sei. Es wird ein Streit dargestellt, in dem der LG der Mutter vorwirft, in der Kneipe geblieben zu sein und Sonja alleine gehen gelassen zu haben. Ob und wie die Mutter noch beim Haus der Oma war (mit oder ohne Tüten?), wurde meines Wissens nicht thematisiert. Der Schlüssel auch nicht.
Die Mutter muss ja gemerkt haben, dass Sonja nicht im Haus der Großmutter angekommen ist, daher muss sie ja, nach Darstellung von XY, vorher dort gewesen sein. Sie war ja nicht mehr in Besitz des Schlüssels - unklar ist, wie sie merkte, dass Sonja nicht einfach nur tief schlief, sondern sie ausschließen konnte, dass sie dort war - vielleicht hatten auch Nachbarn noch einen Schlüssel.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Der XY Beitrag erwähnt einen damals möglichen Verdächtigen, gegen den bereits Anzeigen wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung liefen. Aber zum einen erscheint es mir schwer vorstellbar, dass ein Mitglied so eines MC einen Sexualmord an einem Kind begeht. Zum anderen kennt die Polizei ja diese Person (steht bereits in den Akten), und somit wäre es ein Leichtes, einen DNA Abgleich durchzuführen.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Dass die Mitglieder eines Motorrad Clubs keine Chorknaben sind, das will ich gern glauben. Dass sie sich an Kindern vergreifen, passt für mich dann wieder nicht so, weil sie auch einen (nach ihren eigenen Maßstäben!) Ehrenkodex haben, den sie auch nach innen und außen hoch halten, interne Schlichtung von Streitigkeiten, womöglich auch mit Gewalt bis hin zum Kapitalverbrechen, usw.
Gut, es gibt auch Priester, Ärzte, Jugendleiter, die Maßstäbe haben und diese überschreiten.


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Der Mord an Sonja Hurler (13), Kempten 1981

um 12:07
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Das kann ich mir auch vorstellen - allerdings wäre es für den Täter irgendwie unlogisch, sie auf der Strecke liegenzulassen. Eigentlich musste er ja davon ausgehen, dass sie in der gleichen Nacht noch vermisst wird und man dann als erstes die Strecke abläuft und absucht - da hätte man sie vermutlich gefunden. Er wusste ja auch nicht, wie häufig dieser Schuppen vom Besitzer aufgesucht wurde. Wenn, dann zeigt es, dass der Täter auch ein enges Zeitkorsett hatte, zufällig auf sie traf, sie dann als Tramperin mitnommen hat und dann die "Idee" für den Übergriff entstand. Eigentlich hatte der Täter aber gar keine Zeit (Ehefrau oder ähnliches), daher legte er sie dann ab und fuhr nach Hause.
In Kempten kennt man sich. Ich denke Sonja bzw. ihre Mutter müssten doch in Kempten bekannt gewesen sein. Gerade wenn die Mutter, einen solchen Lebenswandel geführt hat.

Gerade deshalb wundert mich, dass sie nachts niemandem aufgefallen ist. Sie ist höchstwahrscheinlich an einer "Hauptstraße" entlang gelaufen, hat andere Kneipen und auch Diskotheken passiert und auch den Platz wo das Stadtfest stattfand.

Im Aktenzeichen Beitrag steht es so aus, als wäre die Familie Hurler und der Barkeeper die einzigen Gäste. Es könnte ja auch sein, dass sie direkt am geflügelten Rad in ein Auto gestiegen ist, dass sie vllt nur bis zum Thingers oder dort in der Nähe mit nahm. Es muss ja auch gar nicht der Täter gewesen sein.

Es ist mir sonst kaum nachvollziehbar, wie sie niemandem auffallen konnte oder zumindest erst ca. 700 m Luftlinie vom ihrem späteren Fundort entfernt.


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