1988
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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?
14.04.2026 um 23:13Von vornherein - ich möchte mit diesem Thread in keinster Weise zu Tatorttourismus aufrufen.
Beruflich und privat war ich in den vergangenen Jahren jedoch schon öfters in den verschiedensten Städten und da mich Kriminalfälle sehr interessieren, habe ich bei diesen Aufenthalten öfters die Möglichkeit genutzt, mir Originalschauplätze mal persönlich anzusehen.
Weil ich es immer spannend finde, sich auch in den Täter reinzuversetzen und zu überlegen, weshalb er gerade diesen Ort gewählt hat.
Ich bin mir recht sicher, es gibt zu diesem Thema noch keinen Thread und da ich das Thema spannend finde, dachte ich, ich erstelle mal dazu einen Thread.
Meine Fragen an euch sind deshalb:
-An welchen Schauplätzen wart ihr schon?
- Aus Tätersicht - wirkt dieser Ort "geignet" oder eher ungewöhnlich?
-Was habt ihr an diesen Orten "gefühlt"?
Ich mache mal den Anfang:
Fall Heidrun Holzwarth, Aalen (1982)
Anfang 1982 in Aalen nach einem Fasching verschwunden, wurde am nächsten Morgen in einem Waldstück gefunden.
Der Ort, ein Waldstück, ist in meinen Augen aus Tätersicht sehr gut gewählt, da dieser nicht einsehbar ist und dort zu keiner Tageszeit viele Leute sind.
Es war ein ganz normaler Ort für mich, habe dort nichts wahrgenommen.
Fall Maria Bögerl, Heidenheim (2010)
Das Waldstück ist meiner Meinung nach ideal gewählt, da alleine der Weg von der Straße nahezu nicht sichtbar ist und man bewusst langsam fahren muss, um diesen überhaupt zu sehen.
Keine Spaziergänger und eine direkte Fluchtmöglichkeit zur A7.
Dieser Ort hat auf mich sehr "beklemmend" gewirkt, ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken kann.
Ich denke, man muss für so etwas generell offen und in gewissermaßen empfänglich sein und in diesem Wald habe ich mich sehr unwohl gefühlt.
Fall Anja Aichele, Bad Cannstatt (1987)
Das ich an dem Ort war, war eher zufällig und es hat sich mehr oder weniger so ergeben.
Aus Tätersicht absolut ungeeignet, da unterhalb direkt eine Straßenbahnhaltestelle ist und überhalb eine Wohnsiedlung.
Es ist eine Treppe, an die Gärten und Weinberge angrenzen.
Und sogar um 22 Uhr sind mir in 10 Minuten drei Menschen dort begegnet.
Und ich wundere mich, weshalb der Täter nicht inflagranti dort erwischt wurde.
Ganz normaler Ort, nichts ungewöhnliches gefühlt oder wahrgenommen. Sogar recht friedlich dort gewesen.
Fall Kristin Harder, Fundort Neubiberg
War auch zufällig, dass ich dort gelandet bin.
Ebenfalls ungeeignet, es ist wirklich nur ein winziges Wäldchen, an den Häuser und sogar ein Supermarkt angrenzen.
Stark frequentiert.
Auch ein normaler Ort, ohne besondere "Ausstrahlung".
Fall Michaela Eisch (1985) München
Ort teilweise geignet für eine Tat.
Es sind zwar viele Leute in der Nähe, aber der Fundort ist schlecht einsehbar.
Ganz schlimmer Ort.
Fall Gabriele Speth (2012) Friedrichshafen
Dort war ich 2022 im Urlaub und bin die Laufstrecke von ihr nachgelaufen.
Die Gegend eignet sich sehr gut, jemanden dauerhaft verschwinden zu lassen.
Viele uneinsehbare Stellen, Wälder, Gewässer und der Bodensee ist auch in der Nähe.
Nichts ungewöhnliches wahrgenommen.
Fall Mandy Schmidt, Halle (1998)
War rein zufällig an der Tankstelle, wo sie das letzte mal gesehen wurde.
Stark frequentiert.
Und ein ganz normaler Ort.
Fall Jonathan (2011) Leipzig
Für mich einer der schlimmsten Fälle in ganz Deutschland.
Ich war in Leipzig und bin spazieren gelaufen und als ich in ein kleines Wäldchen gekommen bin, wusste ich intuitiv sofort, dass hier etwas vorgefallen sein muss.
Es war einfach ein sehr unschönes, beklemmendes Gefühl dort.
Und als ich auf Google-Maps dann nachgesehen habe, wo ich bin, stand ich tatsächlich fast genau dort am Elsterflutbecken, wo 2011 Leichenteile von ihm gefunden worden sind.
Aus Tätersicht eher ungeeignet, da dort viel getaucht wird und zu jeder Uhrzeit sind dort viele Spaziergänger unterwegs.
Wer einzelne Fälle noch nachlesen möchte, hier sind einige Links.
Mordfall Kristin Harder:
https://www.tz.de/muenchen/stadt/das-schreckliche-ende-von-kristin-62482.html
Mordfall Heidrun Holzwarth:
https://www.schwaebische-post.de/ostalb/ellwangen/stadt-ellwangen/er-konnte-beim-gruessen-nicht-in-die-augen-schauen-90488525.html
Mordfall Michaela Eisch:
Wikipedia: Mordfall Michaela Eisch
Mordfall Anja Aichele:
https://germanmissing.blogspot.com/2021/06/cold-case-des-monats-totungsdelikt-z-n.html?m=1
Vermisstenfall Mandy Schmidt:
https://www.mz.de/lokal/halle-saale/ermittlungen-in-halle-neue-hinweise-im-vermisstenfall-mandy-schmidt-1130135
Vermisstenfall Gabriele Speth:
https://germanmissing.blogspot.com/2015/07/friedrichshafen-vermisst-gabriele-speth.html?m=1
Mordfall Jonathan:
https://www.stern.de/panorama/verbrechen/urteil-in-leipzig-moerder-von-jonathan-h--muss-14-jahre-hinter-gitter-3891746.html
Ich freue mich auf eure Beiträge.
Beruflich und privat war ich in den vergangenen Jahren jedoch schon öfters in den verschiedensten Städten und da mich Kriminalfälle sehr interessieren, habe ich bei diesen Aufenthalten öfters die Möglichkeit genutzt, mir Originalschauplätze mal persönlich anzusehen.
Weil ich es immer spannend finde, sich auch in den Täter reinzuversetzen und zu überlegen, weshalb er gerade diesen Ort gewählt hat.
Ich bin mir recht sicher, es gibt zu diesem Thema noch keinen Thread und da ich das Thema spannend finde, dachte ich, ich erstelle mal dazu einen Thread.
Meine Fragen an euch sind deshalb:
-An welchen Schauplätzen wart ihr schon?
- Aus Tätersicht - wirkt dieser Ort "geignet" oder eher ungewöhnlich?
-Was habt ihr an diesen Orten "gefühlt"?
Ich mache mal den Anfang:
Fall Heidrun Holzwarth, Aalen (1982)
Anfang 1982 in Aalen nach einem Fasching verschwunden, wurde am nächsten Morgen in einem Waldstück gefunden.
Der Ort, ein Waldstück, ist in meinen Augen aus Tätersicht sehr gut gewählt, da dieser nicht einsehbar ist und dort zu keiner Tageszeit viele Leute sind.
Es war ein ganz normaler Ort für mich, habe dort nichts wahrgenommen.
Fall Maria Bögerl, Heidenheim (2010)
Das Waldstück ist meiner Meinung nach ideal gewählt, da alleine der Weg von der Straße nahezu nicht sichtbar ist und man bewusst langsam fahren muss, um diesen überhaupt zu sehen.
Keine Spaziergänger und eine direkte Fluchtmöglichkeit zur A7.
Dieser Ort hat auf mich sehr "beklemmend" gewirkt, ich weiß nicht, wie ich es besser ausdrücken kann.
Ich denke, man muss für so etwas generell offen und in gewissermaßen empfänglich sein und in diesem Wald habe ich mich sehr unwohl gefühlt.
Fall Anja Aichele, Bad Cannstatt (1987)
Das ich an dem Ort war, war eher zufällig und es hat sich mehr oder weniger so ergeben.
Aus Tätersicht absolut ungeeignet, da unterhalb direkt eine Straßenbahnhaltestelle ist und überhalb eine Wohnsiedlung.
Es ist eine Treppe, an die Gärten und Weinberge angrenzen.
Und sogar um 22 Uhr sind mir in 10 Minuten drei Menschen dort begegnet.
Und ich wundere mich, weshalb der Täter nicht inflagranti dort erwischt wurde.
Ganz normaler Ort, nichts ungewöhnliches gefühlt oder wahrgenommen. Sogar recht friedlich dort gewesen.
Fall Kristin Harder, Fundort Neubiberg
War auch zufällig, dass ich dort gelandet bin.
Ebenfalls ungeeignet, es ist wirklich nur ein winziges Wäldchen, an den Häuser und sogar ein Supermarkt angrenzen.
Stark frequentiert.
Auch ein normaler Ort, ohne besondere "Ausstrahlung".
Fall Michaela Eisch (1985) München
Ort teilweise geignet für eine Tat.
Es sind zwar viele Leute in der Nähe, aber der Fundort ist schlecht einsehbar.
Ganz schlimmer Ort.
Fall Gabriele Speth (2012) Friedrichshafen
Dort war ich 2022 im Urlaub und bin die Laufstrecke von ihr nachgelaufen.
Die Gegend eignet sich sehr gut, jemanden dauerhaft verschwinden zu lassen.
Viele uneinsehbare Stellen, Wälder, Gewässer und der Bodensee ist auch in der Nähe.
Nichts ungewöhnliches wahrgenommen.
Fall Mandy Schmidt, Halle (1998)
War rein zufällig an der Tankstelle, wo sie das letzte mal gesehen wurde.
Stark frequentiert.
Und ein ganz normaler Ort.
Fall Jonathan (2011) Leipzig
Für mich einer der schlimmsten Fälle in ganz Deutschland.
Ich war in Leipzig und bin spazieren gelaufen und als ich in ein kleines Wäldchen gekommen bin, wusste ich intuitiv sofort, dass hier etwas vorgefallen sein muss.
Es war einfach ein sehr unschönes, beklemmendes Gefühl dort.
Und als ich auf Google-Maps dann nachgesehen habe, wo ich bin, stand ich tatsächlich fast genau dort am Elsterflutbecken, wo 2011 Leichenteile von ihm gefunden worden sind.
Aus Tätersicht eher ungeeignet, da dort viel getaucht wird und zu jeder Uhrzeit sind dort viele Spaziergänger unterwegs.
Wer einzelne Fälle noch nachlesen möchte, hier sind einige Links.
Mordfall Kristin Harder:
https://www.tz.de/muenchen/stadt/das-schreckliche-ende-von-kristin-62482.html
Mordfall Heidrun Holzwarth:
https://www.schwaebische-post.de/ostalb/ellwangen/stadt-ellwangen/er-konnte-beim-gruessen-nicht-in-die-augen-schauen-90488525.html
Mordfall Michaela Eisch:
Wikipedia: Mordfall Michaela Eisch
Mordfall Anja Aichele:
https://germanmissing.blogspot.com/2021/06/cold-case-des-monats-totungsdelikt-z-n.html?m=1
Vermisstenfall Mandy Schmidt:
https://www.mz.de/lokal/halle-saale/ermittlungen-in-halle-neue-hinweise-im-vermisstenfall-mandy-schmidt-1130135
Vermisstenfall Gabriele Speth:
https://germanmissing.blogspot.com/2015/07/friedrichshafen-vermisst-gabriele-speth.html?m=1
Mordfall Jonathan:
https://www.stern.de/panorama/verbrechen/urteil-in-leipzig-moerder-von-jonathan-h--muss-14-jahre-hinter-gitter-3891746.html
Ich freue mich auf eure Beiträge.



