@1988 Vielen Dank für die Eröffnung dieses Threads.
Auf die (meinem Empfinden nach) künstliche und auch etwas heuchlerische Aufregung bezüglich dieses Threads möchte ich nicht näher eingehen.
Nur soviel, dass ich davon überzeugt bin, dass es für betroffene Angehörige eher tröstlich sein würde, wenn sich nach etlichen Jahren oder Jahrzehnten Menschen noch an ihre gewaltsam ums Leben gekommenen Liebsten erinnerten.
Das Aufsuchen der Orte, die mit Verbrechen und Leichenfunden zu tun haben, kommt bei mir (das mag bei anderen Leuten anders sein) hauptsächlich durch zwei Motive:
Zunächst das rein Kriminalistische, weswegen wir ja auch hier in der Rubrik Kriminalfälle teilweise über viele Jahre aktiv mitlesen und mitschreiben.
Keine Karte, kein Foto und kaum ein Video kann den späteren Besuch eines Tatortes ersetzen.
Wer sich jahrelang intensiv mit bestimmten Kriminalfällen auseinandersetzt hat, gewinnt an „Ort und Stelle“ völlig neue Eindrücke.
So ging es mir beispielsweise im Fall Jutta Hoffmann in Lindenfels, wo sich die realen Gegebenheiten überhaupt nicht mit der Darstellung bei xy ungelöst deckten.
Als zweites Motiv ist es bei mir schlicht das Gedenken an das Opfer, vor allem gerade dann, wenn man sich eben lange Zeit vorher mit einem Fall beschäftigt hat.
Die zu diversen Kriminalfällen von mir besuchten Orte sind:
Jutta Hoffmann (Lindenfels)
Anja Aichele (Bad Cannstatt)
Sonja Engelbrecht (Fundort Klingenberg)
Heidi Dannhäuser (Fischbach)
Marion Baier (Oberasbach)