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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

215 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Cold Case, Aktenzeichen, Schauplatz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

27.04.2026 um 22:08
Zu Erlangen/Bubenreuth fällt mir noch der Polizistenmord im Jahr 2000 ein:
https://www.nordbayern.de/erlangen/vor-20-jahren-polizistenmord-in-bubenreuth-1.10502509


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28.04.2026 um 00:44
Ich war wohl auch, mehr zufällig, am oder nah beim Fundort von Ursula Herrmann.
Und in der Wohnung von C.Böhringer, und auch an ihrem Grab, als ich dort auf einer anderen Beerdigung war. Das hat mich wirklich sehr bedrückt, vor allem weil das Grab in einem sehr ungepflegten Zustand war. Hört sich wahrscheinlich merkwürdig an, aber das hat mich sehr traurig gemacht.


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

28.04.2026 um 13:13
Ursula Herrmann, das ist mein Alptraum-Fall...
In dem Jahr ihres Verschwindens hab ich am Ammersee-Westufer gewohnt und war in den Sommerferien vor ihrer Entführung öfters mit einer befreundeten Lehrerin des Landschulheims an der Perfall-Hütte zum Schwimmen. Nach dem Verschwinden und Auffinden war die Kripo gefühlt wirklich überall... Später habe ich 15 Jahre in Eching a. A. gearbeitet und war mit meinem Hund mittags oft im Weingarten unterwegs - zwangsläufig natürlich auch in der Nähe vom Tat- und vom Entführungsort. Man kennt dann doch auch einige der randlich involvierten Personen, seien es die Vermieter von Herrn P. oder die Feuerwehrleute, die damals am Einsatz beteiligt waren. Für mich liegt auf allem immer noch eine unglaubliche Schwere und Traurigkeit und zudem viele offene Fragen.
Grüße @JimRockford, wir wohnen offenbar in der selben Ecke. ;-)


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28.04.2026 um 14:38
Zitat von BundesferkelBundesferkel schrieb am 22.04.2026:Amy Lopez (Koblenz, Ehrenbreitstein)
Gerd Michael Straten (Koblenz)
Beide Tatorte kannte ich schon lange und war beim Fall Amy als Kind/Jugendlicher sehr erschrocken, dass da ein Mord, wie man es sonst nur aus Aktenzeichen XY kennt, mehr oder weniger vor der Haustür, an einem Ort den man gut kennt, passiert ist.

Sonst hatte man das gefühlt nur in Verbindung mit Ortsnamen gehört, bei denen man erst einmal nachschauen musste, wo das denn überhaupt ist.


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28.04.2026 um 15:19
Zitat von JimRockfordJimRockford schrieb:... Und in der Wohnung von C.Böhringer...
Wie hat sich das ergeben?


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28.04.2026 um 15:29
@Ziegenpetra
Das war vor Jahren beruflich im Rahmen der Pläne, was zukünftig mit dem Objekt passieren soll.
Interessanterweise war nicht allen in der Gruppe bekannt, um welche Wohnung es sich dabei handelt.
Auch auf dem Friedhof musste ich meinen Begleitern erklären, um wessen Grabstelle es sich handelt.


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28.04.2026 um 16:08
Zitat von JimRockfordJimRockford schrieb:Das hat mich wirklich sehr bedrückt, vor allem weil das Grab in einem sehr ungepflegten Zustand war. Hört sich wahrscheinlich merkwürdig an, aber das hat mich sehr traurig gemacht.
So ging es mir auch mal, als ich mit meiner Mutter das Grab einer Bekannten aufgesucht hatte.
Wir hatten sie zwar nicht direkt selbst gekannt, aber ihren Mann.
Nachdem die Frau erfahren hatte, dass ihr Mann sie betrügt, hat sich sich das Leben genommen.
Wir waren an dem Tag so schockiert darüber, dass wir bei der Friedhofsgärtnerei nebendran ein kleines Schälchen mit Blumen gekauft und hingestellt hatten.
Grabpflege und dessen Gestaltung ist etwas sehr persönliches, wo man sich nicht einmischen sollte, aber es war ein wirklich trauriges Grab und die Familie recht wohlhabend.
Tat uns einfach leid.
Da stirbt jemand so verzweifelt und einsam und dann lässt man die Person doch nicht so liegen.


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28.04.2026 um 21:43
Ich war kurz nach den Polizistenmorden zufällig an dem Tatort in Kusel. Bin beruflich dort entlang gefahren und habe auf der Straße ein Blumenmeer vorgefunden. Das war ein sehr komisches Gefühl. Interessanterweise war der Kunde, zu dem ich unterwegs war, ein Jagdkollege des Täters.

Außerdem bin ich in Erfurt einmal zu dem dortigen Gymnasium und dem Schauplatz des Amoklaufs gegangen. Dies war bewusst gewählt, da ich in der Stadt war. Es ist eine Gedenktafel angebracht, sonst erinnert wenig an die Tat.


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30.04.2026 um 07:22
Ich schreibe mal meine Gedanken dazu auf. 🫠
Offtopic: Bisschen erinnert mich das an den Film Kalifornia mit Brad Pitt. In dem Film reist ein Journalist zusammen mit seiner Frau zu Tatorten von Serienmördern. 😳
Quelle: Wikipedia: Kalifornia

Ich lebe nicht weit weg von drei Tatorten bzw. Auffindeorten:
Valerie v. M. in Lauben,
Hannah W. in Memmingerberg und
Ahlam D. auch in Memmingerberg.

Aber es reicht mir schon wenn ich wie im Fall der Valerie v. M. in der Presse ein Foto von der Mulde sehe!


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30.04.2026 um 11:32
Ich bin gerade auf den Thread hier gestossen, und habe so überlegt, war ich schon mal an so einem Tatort? Bestimmt, aber mir kommt gerade keiner in den Sinn.

Und dann fällt mir ein, ich bin ja gerade eben über einen gelaufen: Am 10.2.98 wurden zwei Zöllner an der Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen erschossen. Wie ich das so recherchiert habe, eher von keinem richtig Kriminellen, sondern von einem Erfolglosen, der sich dann in einer ausweglosen Situation fand. Er hat sich unmittelbar danach dann auch das Leben genommen.


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30.04.2026 um 15:37
Zitat von JimRockfordJimRockford schrieb:Das war vor Jahren beruflich im Rahmen der Pläne, was zukünftig mit dem Objekt passieren soll.
Interessanterweise war nicht allen in der Gruppe bekannt, um welche Wohnung es sich dabei handelt.
Sehr interessant.

Wäre ich nicht hier im Forum aktiv, würde mir der Name C. Böhringer wohl auch nichts sagen.

Hattest du ein komisches Gefühl in der Wohnung, oder war es halt "dein Job"?


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02.05.2026 um 07:10
Ich denke, im weitesten Sinne kann man das schon als Tatorte sehen, auch wenn es teilweise Orte sind, die heute eher als „Touristenattraktion“ gelten. Ich war zum Beispiel vor Kurzem in Rom an dem Ort, an dem Julius César ermordet wurde. Klar steht da die Geschichte im Vordergrund, aber am Ende ist es eben auch ein Ort, an dem ein Mord passiert ist.

In Deutschland bin ich beruflich viel unterwegs und merke immer wieder, dass ich in bestimmten Regionen automatisch an die Opfer denke. Zum Beispiel am Skeuditzer Kreuz, wo Sophia von einem LKW-Fahrer entführt wurde. Seit dem Fall trage ich tatsächlich auch Pfefferspray bei mir, gerade weil ich oft Raststätten anfahre. Es sind aber nicht nur die exakten Orte, sondern oft reicht schon die Region oder die Nähe, damit man solche Gedanken im Kopf hat.

In Bremen geht es mir ähnlich, z.B. in der Straße, in der der 2-Jährige im Kühlschrank gefunden wurde. Oder beim Fall des Maskenmann – der hat mich nie losgelassen. Ich bin selbst in dem Viertel aufgewachsen, wo er nachts in Häuser eingestiegen ist. Damals stand die Polizei auch bei uns vor der Tür, weil ein enges Familienmitglied ins Täterprofil gepasst hat, inklusive DNA-Abnahme. Und man muss sagen dass die Ermittler den richtigen Riecher hatten den auch das Jobprofil passte im Grunde perfekt! Das macht so einen Fall natürlich nochmal greifbarer. Durch die Nähe war ich auch in den Verdener Dünen, wo ein Kind gefunden wurde.

Ein Fall, der mir immer wieder durch den Kopf geht, ist Frauke. Vielleicht, weil wir ungefähr im gleichen Alter sind. Ich bin öfter in der Gegend unterwegs und auch schon nah am Fundort vorbeigefahren, aber ich habe mich nie getraut, direkt hinzufahren. Gerade diese abgelegenen Orte lösen bei mir ein mulmiges Gefühl aus – auch mit dem Gedanken, dass Täter manchmal zurückkommen. Das betrifft auch das Industriegebiet und den Weg vom Pub nach Hause. Ich glaube schon, dass man ein anderes Gefühl bekommt, wenn man wirklich vor Ort war.

Das gleiche habe ich auch, wenn ich nach Potsdam &Berlin fahre und an Elias und Mohamed denke. Da sind die Gedanken automatisch bei den Kindern und den Eltern, aber auch beim Täter.

In Bremen stand ich früher täglich an der Haltestelle, die mit Gladbeck verbunden ist. Da kommen einem direkt die alten Interviews wieder hoch. Das ist auch das Viertel, in dem Adelina verschwunden ist. Und am Grundbergsee fährt man sowieso öfter vorbei, wenn man aus der Gegend kommt.

Ich persönlich finde es nicht respektlos, sich mit solchen Orten auseinanderzusetzen. Im Gegenteil – ich glaube, die meisten hier machen das aus echter Empathie heraus. Und dass Fälle dadurch präsent bleiben, ist ja nichts Schlechtes. Gerade bei Frauke merkt man das: durch Podcasts, Foren usw. bleibt der Fall im Gespräch und viele verfolgen auch neue Entwicklungen.

Ich war auch schon an dem Krankenhaus, in dem Niels Högel gearbeitet und Menschen getötet hat. Das wird ja aktuell komplett neu gemacht – und ehrlich gesagt: Es hatte vorher schon eine ziemlich bedrückende Ausstrahlung, selbst wenn man nur daran vorbeigefahren ist.

Ahja und ebenfalls ein solch touristischer Ort ist der Spuckstein in Bremen wo der Kopf von der giftmörderin Gesche gottfried hingerollt ist. Ist auch bei jeder Bremen Tour inklusive.


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03.05.2026 um 17:56
Liebe Mit-Forianer, ich mache mir um das Thema dieses Threads immer wieder mal Gedanken und habe ja auch schon einige Erinnerungen mit euch geteilt. Ich finde, wenn man sich solche Gedanken macht, kann der entsprechende Thread nicht völlig fehl am Platze sein, und es ist ja auch der hauptsächliche Sinne eines Forums, diese Gedanken mit anderen zu teilen, was ich hiermit tue.

Eure Antworten hatten ja durchaus untersschiedliche Meinungen zum Thema offenbart, was ja auch richtig und wichtig ist, aber meines Erachtens die Existenzberechtigung eines solchen Threads noch unterstreicht. Einige Kommentatoren hatten ja auf ehemalige Konzentrationslager und andere "historische" Gedenkstätten hingewiesen, was sicher nicht der Vorstellung des Thread-Eröffners entsprochen hat, aber sicher auch nicht unter den Tisch fallen darf. Das ehemalige KZ Buchenwald bei Weimar habe ich selbst noch zu DDR-Zeiten besucht, am beeindruckendsten fand ich den Spruch über dem Eingangstor in seiner ganzen Menschenverachtung und seinem Sarkasmus: Jedem das seine. Den hier vor kurzem erwähnten "Spuckstein" für die Giftmörderin Gesche Gottfried vor dem Bremer Dom habe ich vor vielen Jahren auch durch Zufall mal entdeckt, und es gibt diverse weitere Beispiele für historische Gedenkstätten an Hinrichtungs- oder Mordplätzen, mir fällt spontan nur der Gedenkstein für den Begründer des Freistaates Bayern, Kurt Eisner, ein. Die Silhouette seines Körpers ist in der Münchner Kardinal-Faulhaber-Straße eingelassen, wo der tödlich getroffene Ministerpräsident nach den Schüssen von Graf Arco Valley niederstürzte. Vielleicht kennt das ja jemand aus der bayerischen Metropole, ich war noch nicht dort.

Ja, alle anderen "Tatorte", wie sie hier wohl in diesem Thread thematisiert werden, kann man sehr grob in zwei Kategorien einteilen (nur nach meiner kaum maßgeblichen Meinung):
1. Tatorte von Verbrechen, die durch Medien wie Aktenzeichen, aber auch durch detaillierte und oft sehr emotionale Kommentierung hier im Form (oder auch in anderen) eine große Popularität gewonnen haben. Ich denke mal, das war die hauptsächliche Intention des TE: Durch die Beschäftigung mit diesen Beiträgen gewinnen True-Crime-Freaks vielerlei Informationen über vermeintliche Tat- und sichere Fundorte, oft sogar auch über Wohnorte und Arbeitsplätze sowohl von Opfern als auch von verdächtigten Tätern. Ich will dazu nur folgendes sagen: Ich kann ein solches Interesse durchaus nachvollziehen und in gewissen Grenzen auch akzeptieren - vor allem dann, wenn man aus anderen Gründen in der entsprechenden Gegend ist weiß, dass hier auch irgendwo ein solcher kriminalistischer "Hot-Spot" in der Nähe sein muss. Ein persönliches Beispiel von mir ist der Waldrand in Litzlwalchen, wo vor 30 Jahren das niederländische Ehepaar Langendonk brutal ermordet wurde. 2020 habe ich das Kunstmuseum "Maximum" in Traunreut besucht, das nur so zwei oder drei Kilometer von dort entfernt ist. Bei der Weiterfahrt zum Chiemsee habe ich "automatisch" auf die Szenerie am Waldrand gestarrt und auch den Waldweg, der von der Hauptstraße dorthin abzweigt, bewußt wahrgenommen. Hineingefahren bin ich allerdings nicht. Ähnlich ging es mir vor Jahren bei Vorbeifahrt an Reckenrot im Taunus (nicht allzu weit meines Wohnortes), wo 1996 der Unternehmer Jakub Fiszmman von seinem Entführer erschlagen wurde. Ich hab da mal angehalten, wusste aber nichts weiterzu machen - es ist einfach nur ein großes Waldgebiet. Solche Geschichten finde ich also sehr gut nachvollziebar und auch akzeptabel - die Grenzen wären für mich allerdings erreicht, wenn man sich etwa mit Metalldetektor auf die Sucche machen oder gar die weiterhin bewohnten Häuser von Opferfamilien beobachten würde.

2. Irgendwie noch interessanter finde ich solche Fälle, die hier auch bereits verschiedentlich geschildert wurden: Man erfährt durch Zufall, dass bestimmte Orte, die man oftmals regelmäßig besucht oder zumindest streift, zum Tatort eines Verbrechens wurden (oder schon in der Vergangeheit geworden waren). Den Mordplatz im Bernewäldchen in der Essener Innenstadt, den ich am Morgen der Tat zufällig aus den Augenwinkeln wahrnahm, habe ich an anderer Stelle schon erwähnt. Eine weitere Parkfläche, den kleinen Floragarten in Düsseldorf-Oberbilk, habe ich in einem anderen Thread im Forum bereits genannt, weil mir meine Brieftasche dort 2009 (wahrscheinlich aus eigener Dämlichkeit) abhanden gekommen war. Ich wusste aber, dass im Jahr zuvor dort ein brutaler Mord im Kreis der dort "beheimateten" Trinkerszene stattgefunden hatte. Mit dem Opfer, Hans-Joachim Will, hatte ich sogar mal ein paar Worte gewechselt (ohne dass ich zu dem Zeitpunkt wusste, wie er heißt etc.), weil ich dort bei schönem Wetter auch gerne mein Pausenbrot verzeht habe (es war die einzige Grünfläche weit und breit - mich haben die Leute dort grundsätzlich auch nicht gestört). Umso entstetzer war ich dann, als von dem entsetzlichen Tatgeschehen mit zwei noch jugendlichen Tätern las.
https://rp-online.de/panorama/jahresrueckblick/das-martyrium-des-professors_aid-9084413
Ein drittes Beispiel, das in meine Kindheit/Jugendzeit zurückreicht, betrifft den etwa 150 Meter langen Fußgängertunnel, der das Bochumer "Bermuda-Dreieck" (also das berüchtigte Kneipenviertel) mit den Wohngebieten (und vor allem Parkmöglichkeiten) südlich des Bochumer Hauptbahnhofs verband (der Tunnel führte unter den Gleisen durch - ich denk da gleich an den Liederbachtunnel in Frankfurt-Höchst). Ende der 70er Jahre (glaube ich) wurde dort ein älteres Ehepaar von einem jungen Mann aus der "Punkerszene" (um mal wieder alle Klischees zu bedienen) erschlagen/erstochen?, weil sich dieses über sein Aussehen und sein Verhalten lautstark echauffiert hatte. Die alten Leute waren selbst dort unterwegs, um Pfandflaschen zu suchen und aufzusammeln - vielleciht gab es ja sogar darum Streit? Rund zehn Jahre später bin ich jedenfalls fast regelmäßig freitags und/oder samstags nachts durch diesen Tunnel getrottet, um zum geparkten Auto (meist war es nicht meins) auf der südlichen Seite zurückzukommen. Da dachte ich doch manchmal an diese Geschichte, auch wenn ich mich in "Gruppenbegleitung" sicher fühlen durfte. Naja, hier im Forum liest man nichts von diesen Mordgeschehen, insgesamt wohl nichts im Internet, weil das alles viele Jahre vor der Geburt des www stattgefunden hatte. Ich würde mich jedenfalls freuen, hier auch weiterhin von solchen Geschichten zu lesen, weil mich das, wie unschwer erkennbar ist, doch irgendwie beschäftigt ...

Schönen Abend

Epilog


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03.05.2026 um 18:09
Zitat von epilogepilog schrieb:Ich wusste aber, dass im Jahr zuvor dort ein brutaler Mord im Kreis der dort "beheimateten" Trinkerszene stattgefunden hatte. Mit dem Opfer, Hans-Joachim Will, hatte ich sogar mal ein paar Worte gewechselt (ohne dass ich zu dem Zeitpunkt wusste, wie er heißt etc.), weil ich dort bei schönem Wetter auch gerne mein Pausenbrot verzeht habe (es war die einzige Grünfläche weit und breit - mich haben die Leute dort grundsätzlich auch nicht gestört). Umso entstetzer war ich dann, als von dem entsetzlichen Tatgeschehen mit zwei noch jugendlichen Tätern las.
Der Fall kam mir irgendwie bekannt vor und ich hab mich dran erinnert, dazu mal einen Podcast gehört zu haben:

https://plus.rtl.de/podcast/stern-crime-spurensuche-51hypuwzaau7o/der-professor-und-seine-moerder-nll0hyh74a6ke


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03.05.2026 um 19:38
Zitat von epilogepilog schrieb:Tatorte von Verbrechen, die durch Medien wie Aktenzeichen, aber auch durch detaillierte und oft sehr emotionale Kommentierung hier im Form (oder auch in anderen) eine große Popularität gewonnen haben.
Wahrscheinlich liegt es in der Natur der Sache, dass hier vor allem über Tatorte diskutiert wird, die durch Medien bekannt geworden sind. Verbrechen, die kaum jemand kennt, lassen sich ja kaum diskutieren, weil ja niemand etwas dazu sagen kann außer demjenigen, der das hier einbringt.

Ich war z. B. als Kind oft auf einem Bauernhof außerhalb des Ortes, der Freunden meiner Eltern gehörte. Und dort wurde 1945 oder 46 (also bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs) der Bauer im Stall erstochen. Täter waren zwei ehemalige polnische Zwangsarbeiter, die in einem Lager in der Nähe untergebracht waren weil sie noch nicht nach Hause konnten (sog. "Displaced Persons") und da wohl in den Stall eingebrochen waren und die der Bauer ertappt hatte. Vielleicht ging es auch um Rache an den Deutschen, die sie vorher schlecht behandelt hatten, keine Ahnung.

Jedenfalls fand ich das als Kind immer recht strange, wenn wir da in dem Stall waren, aber andererseits auch wieder so "historisch" dass es mir weniger zu denken gegeben hat als irgendwelche Fälle aus der Gegenwart, die man bei Aktenzeichen XY gesehen hat.

Und heute ist das hier ein Fall, zu dem wohl kaum etwas sagen kann, weil es keiner kennt...


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

04.05.2026 um 01:34
Da ich da gerade im Thread war, weil jemand was geschrieben hat und ich dann auch.

Kenne ich auch, die ganze Gegend dort.

Nadine Hertel 1995 in Leipzig verschwunden (Seite 3) (Beitrag von IamSherlocked)

Leider auch ein in Vergessenheit geratener Fall.


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

04.05.2026 um 18:48
- An dem alten Marterl vom ehemaligen Hinterkaifeck / Gröbern vor ein paar Jahren; jetzt ist da ja eine neue Gedenkstätte, die ich aber noch nicht gesehen habe.

- Auf Ehrenbreitstein in Koblenz; war allerdings nicht in der Nähe dieses Asterzimmers (Fall Amy Lopez) Kann man also nicht direkt Tatort nennen.


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

04.05.2026 um 19:31
Ich war ebenfalls in Waidhofen und Gröbern und habe mir die Gegend von Hinterkaifeck (inkl Hexenholz) angesehen. Außerdem war ich am Fundort von:

König Ludwig II und Prof. Bernhard v. Gudden am Seeufer bei Schloss Berg (Starnberg)
Maria Eisch an der Braunauer Eisenbahnbrücke in München-Ludwigsvorstadt
Ursula Herrmann im Weingartengebiet bei Eching am Ammersee
Sonja Engelbrecht im Altmühltal nahe Grösdorf

Da ich in München lebe, komme ich wie die meisten Einwohner zwangsläufig von Zeit zu Zeit an bestimmten Tatorten vorbei, wie etwa der Stelle des Sprengstoffanschlags auf das Oktoberfest 1980 oder des Amoklaufs beim OEZ im Jahre 2016.

Und schließlich kenne ich (nur von außen!) das immer noch existente Haus in Pöcking (Landkreis Starnberg), in welchem einst (1962) Dr. Otto Praun und seine Haushälterin Elfriede Kloo erschossen wurden.


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04.05.2026 um 20:13
- Wenn ich aus dem Fenster blicke, kann ich ein paar Baumkronen erahnen, die auf dem Friedhof in Koblenz stehen (Fall Michael Straten).
- Eine Freundin von mir war mit den Opfern des Doppelmordes in Horchheim gut bekannt, sie wohnt auch in der Nähe.
- Ich kannte eine der beteiligten Personen beim Passauer Armbrustfall flüchtig und kenne die Schule, die bei den Vorfällen im Vorgang beteiligt war, gut.
- Der "Westerwaldmörder" wohnte nicht weit von meinem Onkel weg. In dem Ort habe ich vorher auch gewohnt, aber zum Zeitpunkt der Morde nicht mehr. Keine Ahnung wie oft ich schon mit dem Rad über den berühmt-berüchtigten Abwasserkanal gefahren bin, zum letzten Mal Monate bevor die Tragödie passiert ist.


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06.05.2026 um 14:22
Ebenfalls an der Gedenkstätte von Hinterkaifeck in Gröbern/Waidhofen.


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