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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

187 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Cold Case, Aktenzeichen, Schauplatz ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

16.04.2026 um 00:32
@1988

Ich finde den Thread super. Wer sich dran stört, braucht hier ja nicht mitlesen.

Ich persönlich reise zwar nicht bewusst zu „Tatorten“, aber wenn ich mal an einem bin schaue ich mir den auch an. Tatsächlich empfinde ich dabei mehr Mitgefühl als Neugier.

Ich war in Trier (ich denke, Tanja Gräff könnte wirklich einfach gestürzt sein).
Ich war in Lichtenberg (wer hat Peggy ermordet - keine Ahnung…), aber nicht am Fundort.
Ich war an den Dingli Klippen auf Malta und kann nicht wirklich nachvollziehen, dass man dort mit dem Fahrrad abstürzt, außer, es ist dunkel (ich war auch mit dem Fahrrad dort).
Ich war an dem Stein von Anna-Lena in der Palinger Heide bei Lübeck (ich wohne in der Nähe und bin dort gerne mit dem Hund spazieren).
Ich war auch in Lauenburg und auf der Brücke (Familie Schulze, Drage), von der der Betonklotz stammte - allerdings schon vor dem Fall, da wir dort gerne mal Campen waren.
Ich bin jahrelang an dem Garten von Lutz Reinstrom (Säurefaßmörder in Hamburg) vorbeigegangen, das allerdings unbewusst…

Ich fühle tatsächlich einfach mit. Wie bei Emile, Lars Mittank, Katrin Konert, Maddie, Frauke Liebs, usw.


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

16.04.2026 um 04:39
Zitat von 19881988 schrieb:Fall Jonathan (2011) Leipzig
Für mich einer der schlimmsten Fälle in ganz Deutschland.
Ich war in Leipzig und bin spazieren gelaufen und als ich in ein kleines Wäldchen gekommen bin, wusste ich intuitiv sofort, dass hier etwas vorgefallen sein muss.
Es war einfach ein sehr unschönes, beklemmendes Gefühl dort.
Und als ich auf Google-Maps dann nachgesehen habe, wo ich bin, stand ich tatsächlich fast genau dort am Elsterflutbecken, wo 2011 Leichenteile von ihm gefunden worden sind.

Aus Tätersicht eher ungeeignet, da dort viel getaucht wird und zu jeder Uhrzeit sind dort viele Spaziergänger unterwegs.
Ich habe um die Ecke gewohnt vom Mordort. Also ein Stück woanders in Lindenau. Der Benjamin H. ist aber wahrscheinlich nicht an unserem Haus vorbei, als er die Leichenteile zum Elsterflutbecken brachte.
(Ein "Wäldchen" ist da aber nicht wirklich und da ist ja auch nix groß passiert, da der Mord ja woanders passiert ist.)

Ebenfalls bin ich öfter am Apostelhaus (vorbeigelaufen, Jahre vorher auch mal drin, war aber schon lange ein LP), und auch kurz bevor die Leichenteile von Anja B. da drin gefunden worden.
Wohnhaus von dem Dovchin D. kannte ich auch. Auch öfter vorbeigelaufen.

https://www.l-iz.de/leben/faelle-unfaelle/2025/04/zwei-frauen-getotet-und-zerstuckelt-jorg-pfeifer-buch-leipziger-morder-622201


Und dann habe ich mal eine Stadtführung mit Henner Kotte (leider schon verstorben) mitgemacht zu historischen Mordorten von Leipzig (Innenstadt).

Mehr fällt mir vielleicht später noch ein vielleicht auch noch was aus DDR- -Zeiten oder vom "Sachsensumpf".


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16.04.2026 um 05:40
Mord in Leipzig-Plagwitz (Oktober 2017) (Seite 3) (Beitrag von IamSherlocked)

Da war ich zumindest in der Nähe schon. Bzw. auch an der Haltestelle, an der der Stefan M. damals ausgestiegen ist.

Auf dem Gelände vom alten Leutzscher Bahnhof, auf dem Diego M. ermordet wurde 2013 war ich danach auch.

https://www.duwirstvermisst.de/viewtopic.php?t=610

Wegen dem Fall kam ich zu Allmy...

Ungeklärter Mord an W. Rehfeld in Leipzig am 4.12.1985 (Seite 12) (Beitrag von IamSherlocked)

Da wohnten meine Großeltern in der Umgebung.


Und, weil weiter vorne auch Massenmord Thema war... Ich war 2x in Buchenwald (Weimar), einmal 1981, dann heute genau vor einem Jahr nochmal.
Und direkt dort, wo (abgeblich) Ernst Thälmann erschossen wurde. Da ist eine Gedenktafel.

Ich habe in einer Wohnung gewohnt, in der ein Widerstandskämpfer wohnte, hatte auch mal dessen Tochter kennengelernt, die mal da war, als der Stolperstein für ihn eingeweiht wurde vorm Haus.

Ich sag auch mal Danke für die Threaderöffnung!


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16.04.2026 um 07:56
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:und welcher Fall?
Sieh mal hier..
Mord an Irma und Renate S. ("Akazienweg")
Quelle: https://www.wikixy.de/Sendung_vom_28.01.1977


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

16.04.2026 um 11:05
Horror-Haus Höxter.

Ich wohne im Landkreis HX und wenn ich eine Bekannte besuche, dann fahre ich zwangsläufig durch Bosseborn. Habe dann auch mal einen kleinen Umweg durch den Saatweg genommen und mir die Örtlichkeit genauer angesehen. Das Haus war perfekt ausgewählt, kaum Einblick möglich in die Geschehnisse im Haus. So fährt man z.B. mit dem Auto in die Garage, schließt das Tor, gegenüberliegend eine Tür, die in einen absolut nicht einsehbaren Teil des Hofes führt, durch den man in die Küche des Hauses gelangt. Als ich vorbeifuhr standen Tor und Tür weit offen, sonst wäre mir das gar nicht derart aufgefallen.

Der Sensationstourismus war an den Wochenenden extrem, die Leute kamen aus dem Ruhrgebiet und auch aus Berlin angereist. Die Bosseborner wurden auf der Straße angesprochen, es gab Kaufinteressenten. Schließlich hat die Stadt Höxter das Haus für einen Euro gekauft und abreißen lassen.


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

16.04.2026 um 11:09
Zitat von emzemz schrieb:Schließlich hat die Stadt Höxter das Haus für einen Euro gekauft und abreißen lassen.
Das war die beste Entscheidung.
Mehr realer Horror geht schier nicht, was sich dort abgespielt hat.
War es zwischendurch davor nicht auch noch mal ein gefaktes Wohngruppenheim für Jugendliche und ist stattdessen aber als Drogenlagerplatz oder Plantage genutzt worden?


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16.04.2026 um 11:22
Zitat von SuppengespenstSuppengespenst schrieb:War es zwischendurch davor nicht auch noch mal ein gefaktes Wohngruppenheim für Jugendliche und ist stattdessen aber als Drogenlagerplatz oder Plantage genutzt worden?
Von so einem gefakten Wohnheim weiß ich nichts, aber ich habe auch nicht mehr alle Gerüchte parat.
Aber das mit der Plantage, das stimmt. Der Verurteilte, ein ortsansässiger, schottischer Dachdecker, er hatte das Haus gekauft, müsste jetzt eigentlich raus sein, ich meine, er hätte acht Jahre bekommen. Gehört habe ich von dem nichts mehr.


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16.04.2026 um 11:28
Zitat von emzemz schrieb:es gab Kaufinteressenten. Schließlich hat die Stadt Höxter das Haus für einen Euro gekauft und abreißen lassen.
Das Haus und Grundstück wurde für weniger als 5000 Euro von der Erbengemeinschaft an einen Dachdecker verkauft.
Dieser hat sich darin ein 2. Standbein errichtet.

Es wurden 1000 Cannabis-Pflanzen sichergestellt.

Durch die Straftat wurde das Grundstück und das Haus vom Land NRW eingezogen und abgerissen.


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16.04.2026 um 11:49
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Das Haus und Grundstück wurde für weniger als 5000 Euro von der Erbengemeinschaft an einen Dachdecker verkauft.
Da hatte man das Angebot eines Berliner Interessenten im sechsstelligen Bereich ausgeschlagen, dachte, mit dem Dachdecker, der schon mal in Bosseborn ansässig war und den man deshalb kannte, würde nun Ruhe einkehren, und dann geht der Sensationstourismis erneut los.


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16.04.2026 um 12:02
Zitat von emzemz schrieb:Da hatte man das Angebot eines Berliner Interessenten im sechsstelligen Bereich ausgeschlagen, dachte, mit dem Dachdecker, der schon mal in Bosseborn ansässig war und den man deshalb kannte, würde nun Ruhe einkehren, und dann geht der Sensationstourismis erneut los.
Davon habe ich noch nie etwas gelesen oder gehört.. Kaufverträge gibt es :-)
Deshalb war es bestimmt auch so günstig
Fotos im Haus zu schießen, war ihm jedoch untersagt. Die Exklusivfotorechte wurden für viel Geld von zwei Boulevardzeitungen gekauft, darunter die "Bild". Dass Zuwiderhandlungen viel Geld kosten würden, hatte der Mann mit dem Kaufvertrag unterschrieben.
Quelle: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/haftbefehle-gegen-drogenbande-aus-horror-haus-3871084.html


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An welchen Tatorten von Verbrechen wart ihr schon einmal?

16.04.2026 um 12:35
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Davon habe ich noch nie etwas gelesen oder gehört..
Mag sein, ist ja schließlich auch schon 10 Jahre her.
Es ist eigentlich ein ganz normales Reihenhaus in Höxter-Bosseborn in Westfalen. Doch es ist als "Horror-Haus" bekannt geworden. Die vorherigen Bewohner, ein Ehepaar, hatten hier jahrelang Frauen gefangen gehalten und misshandelt, zwei Frauen starben - der Fall wird derzeit im Landgericht Paderborn verhandelt. Der neue Besitzer des Hauses hat derweil eine Drogenplantage errichtet.

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/haftbefehle-gegen-drogenbande-aus-horror-haus-3871084.html
Der Artikel ist aber schon ein bisschen daneben. Das war kein Reihenhaus sondern ein Bauernhof, das Ehepaar war längst geschieden, man gab sich als Geschwister aus. Und die Plantage war in der Scheune untergebracht


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16.04.2026 um 12:40
Zitat von emzemz schrieb:Der Artikel ist aber schon ein bisschen daneben. Das war kein Reihenhaus sondern ein Bauernhof, das Ehepaar war längst geschieden, man gab sich als Geschwister aus. Und die Plantage war in der Scheune untergebracht
Ich habe mich auch nur auf die Bedingungen im Kaufvertrag bezogen

und einen Link geliefert, der Rest mag natürlich einige Fehler enthalten.

Das es keine neuen Artikel gibt, dass ist doch klar und auch gut so.


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16.04.2026 um 12:47
Zitat von Hexe40Hexe40 schrieb:Ich habe mich auch nur auf die Bedingungen im Kaufvertrag bezogen
Den Kaufvertrag zwischen Dachdecker und Erbengemeinschaft?
Den kenne ich tatsächlich nicht.


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16.04.2026 um 21:20
Ich wohne in dem Gebiet, in dem Martin Ney seine schrecklichen Taten begangen hat. Ich fahre öfter an der Eichenschule Scheeßel vorbei. In den verdener Dünnen, wo er ein Opfer vergraben hat, war ich schon spazieren. In meiner unmittelbareren Umgebung ist das Landschulheim, in dem er auch seine Taten begangen hat. Dort bin ich schon mit dem Rad lang gefahren. Es ist schon zwiespältig, zwischen Neugier und dem nötigen Respekt, den Opfern /Angehörigen. Zu wissen, dass man an den selben Orten ist, wie der Täter ist schon gruselig.


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17.04.2026 um 00:10
Nochwas....

An meinem persöhnlichsten Mordort war ich danach nicht, ich kannte den Ort aber vorher schon auch.... Übrigens in der Nähe auch der ehemalige Wirkungskreis/Wohn-/Studierort von Yolanda Klug.

Mein jüngerer Bruder wurde Anfang September 2023 erstochen. Südvorstadt von Leipzig, Nähe Haltestelle HTWK.

Das hatte ich hier auch mal kurz nebenbei in einem Thread erwähnt, in dem es auch um einen Mord mit einem Obstmesser ging.
- Mord an Andrea Weltzer in Köln 1992

Ich habe das bis heute jedenfalls nicht geschafft, da auch nur in die Nähe zu gehen.
Bin nur mal mit der Tram vorbeigefahren.

Täter ist schon am gleichen Tag bekannt gewesen und inhaftiert worden.


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17.04.2026 um 00:12
Ich wohne in Bensberg, ca.5 min vom Sahler See entfernt wo man 1992 eine Frau eines mutmaßlichen Sexualdeliktes zum Opfer gefallen ist.
Der Sohn und der Exmann haben sie tage später im Gebüsch gefunden.
Bis heute ist der Fall ungeklärt.

Ob es einen Thread dazu gibt weiß ich nicht.
Maria Ida Lukas ist der Name.

Ich wohne hier seit 40 Jahren und laufe fast täglich an der Stelle vorbei.
Es ist immer ein komisches Gefühl zu wissen was dort passiert ist.


Auch in Bensberg hat vor Jahren ein ehemaliger Bekannter von mir seinen Vater und dessen Freundin nachts mit einem Zimmermannshammer erschlagen und dann noch tagelang mit beiden Leichen im Haus gelebt bevor man ihn festgenommen hat.
In dem Haus war ich früher ab und an mal...danach bin ich dort nur noch vorbei gelaufen (liegt auf einem meiner Wege) und hatte jedesmal Gänsehaut am ganzen Körper.

Ebenfalls Bensberg, das Parkhaus in dem der Doppelmord 2009 verübt wurde, war jahrelang auf meinem täglichen Arbeitsweg.
Ich konnte teilweise kaum hinein schauen weil die Atmosphäre so bedrückend war.


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17.04.2026 um 00:45
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Mein jüngerer Bruder wurde Anfang September 2023 erstochen. Südvorstadt von Leipzig, Nähe Haltestelle HTWK.
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Ich habe das bis heute jedenfalls nicht geschafft, da auch nur in die Nähe zu gehen.
Bin nur mal mit der Tram vorbeigefahren
Schrecklich. Mein tiefes Mitgefühl.


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17.04.2026 um 05:55
Für Reisen an (Tat)Orte des Verbrechens, dafür gibt es gute Bücher, also sozusagen gute Reiseführer.

So etwa das Buch von Martin Pollack: Kontaminierte Landschaften
Idyllische Landschaften bergen dunkle Geheimnisse

An die offiziellen Opfer des 20. Jahrhunderts erinnern Mahnmale und Kriegerdenkmäler. Doch wo gedenken wir der Tausenden namenlos gewordenen, heimlich verscharrten Toten – Juden oder Roma, Antikommunisten oder Partisanen? Wie leben wir in Landschaften, die kontaminiert sind mit den unzähligen vertuschten Massakern Mitteleuropas – im burgenländischen Rechnitz genauso wie im slowenischen Kocevski Rog oder in Kurapaty bei Minsk?

Martin Pollack geht es um das schonungslose, aber sorgsame Zeichnen einer anderen, wahrhaftigeren Landkarte unseres Kontinents. Einer Landkarte, in der Erinnerung und Verortung an die Stelle vergifteter Geheimnisse und anonymer Gräber treten.
Quelle: https://www.residenzverlag.com/buch/kontaminierte-landschaften

Oder das Buch von Franziska Davies und Katja Makhotina: Offene Wunden Osteuropas. Reisen zu Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs

Peter Carstens hat es im Deutschlandfunk rezensiert.
Überall Tatorte deutscher Verbrechen
„Offene Wunden Osteuropas“ – Eine Rezension

Im Osten Europas liegen zahlreiche Orte deutscher Verbrechen und Schauplätze des Vernichtungskrieges, die kaum einen Platz in der deutschen Erinnerung haben. Ihre Namen sind bei uns oft ebenso unbekannt wie die Ereignisse, die Opfer und die Täter. Zwei Osteuropa-Historikerinnen sind in den vergangenen Jahren immer wieder an Tatorte gereist – nach Russland, in die Ukraine oder das Baltikum. Ihr Buch „Offene Wunden Osteuropas“ beschreibt Erinnerungsorte an den Zweiten Weltkrieg, von denen manche schon wieder im Kriegsgebiet liegen.

Im Osten Europas starben im vergangenen Jahrhundert Millionen Menschen. Egal, wohin man kommt, ins Baltikum, nach Polen, Russland oder in die Ukraine: Überall findet man Tatorte deutscher Verbrechen, wo Wehrmacht, SS und Einsatzgruppen der Polizei gewütet und gemordet haben. Doch viele dieser Orte sind bei uns vergessen.

Wer hat schon einmal von dem ukrainischen Dorf Korjukiwka gehört, wo im März 1943 das berüchtigte Sonderkommando 4a und ungarische Feldjäger-Einheiten abertausende Zivilistinnen und Zivilisten ermordeten (…) wer kennt den Ort Belzec im Osten Polens, wo die SS mit ihren Helfern etwa eine halbe Million Menschen systematisch ermordete? Diese und viele andere Orte im östlichen Europa stehen bis heute am Rande der Erinnerung.“ (Seite 15)

… schreiben Franziska Davies und Katja Makhotina in ihrer Einleitung. Viele ihrer Reiseberichte, Zeitzeug*innen-befragungen und Ortsbegehungen handeln von Städten und Dörfern, die, anders als etwa der Name „Auschwitz“, in unserem historischen Erinnern keine Rolle spielen. Das liege auch daran, ...
Quelle: https://zeitgeschichte-online.de/themen/ueberall-tatorte-deutscher-verbrechen

Mit solchen Reisen lässt sich so Einiges lernen und so manche Wissenslücke füllen.


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17.04.2026 um 08:41
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Mein jüngerer Bruder wurde Anfang September 2023 erstochen. Südvorstadt von Leipzig, Nähe Haltestelle HTWK.
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Ich habe das bis heute jedenfalls nicht geschafft, da auch nur in die Nähe zu gehen.
Bin nur mal mit der Tram vorbeigefahren.
@IamSherlocked

das tut mir schrecklich leid für Dich und Deine Familie.
Mein herzliches Beileid.

Ich hoffe diesen schlimmen Fall spricht hier keiner mal unwissentlich an.


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17.04.2026 um 15:59
Ich war in der Göhrde und fand es dort ziemlich bedrückend.

Ich bin oft dort unterwegs, wo I. K. angeblich verschwunden ist (Eilenriede, Gärten).

Ich war schon oft an einem der Ablageorte von H.-J. Ruhnow, weil ich auch dort immer mal mit dem Hund unterwegs bin. Dort befand sich früher ein Autokino und nichts erinnert mehr an das frühere Gelände.

Im Wald gibt es einen Gedenkstein für einen Förster, der von Wilderern erschossen wurde.

Da ich oft ein einsamen, abgelegenen Gegenden unterwegs bin (Ausnahme Streckenverlauf von I. K.), gibt es noch weitere Fundorte an denen ich war.

Und in Bergen Belsen bin ich auch schon oft gewesen.


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