The Cornell 7 - sexuelle Gewalt an einer US Elite-Uni
29.09.2026 um 15:23Wer auf sozialen Medien englischsprachigen Creatoren folgt, wird dem Thema die letzten zwei Tage kaum entgangen sein:
Eine ehemalige Studierende der renommierten Cornell University in Ithaca, New York verklagt in einem Zivilprozess u.a. die Universität, weil sie sieben Mitglieder einer fraternity (Studentenverbindung) schützte, die sie gemeinschaftlich vergewaltigt haben sollen.
Die damals 20-jährige war mit einem von ihnen befreundet, der ihr, als sie in alkoholisiertem Zustand zu ihm ins Verbindungshaus auf dem Campus kam, mit einem weiteren Freund Drogen anbot.
Die beiden lotsten sie in ein Zimmer und attackierten sie sexuell, nachdem sie aufgrund des Drogenkonsums ihren Körper und ihre Sinne nicht mehr unter Kontrolle hatte.
Anschließend schrieb einer der zwei in einen Gruppenchat mit vermutlich Dutzenden Teilnehmern "free p***y upstairs".
Woraufhin sich mindestens 5 weitere Verbindungsbrüder über Stunden an ihr vergangen haben, während sie ihr mehr Drogen gaben.
Sie hat das Ganze drei Wochen später an die Campus Police gemeldet, die dann außer einer Meldung an die Universitätsleitung ziemlich wenig unternommen hat.
Die Universität leitete eine Untersuchung ein und führte Befragungen durch, aufgrund derer die zwei Anstifter, die ihr auch die Drogen gegeben haben sollen, von der Uni exmatrikuliert wurden.
Die restlichen fünf wurden mit Aufsätzen, Suspendierungen und der Teilnahme an Workshops "bestraft".
Der Vorfall fand vor fast zwei Jahren statt, das Opfer musste ihre universitäre Ausbildung abbrechen, während die Vergewaltiger keinerlei strafrechtliche Konsequenzen erfuhren, obwohl u.a. Videoaufnahmen und die Gruppenchat-Nachrichten (der Chat umfasste 57 Teilnehmer, von denen EINER dem Opfer später einen Screenshot zukommen ließ!) als Beweismittel existieren.
Die Verbindung wurde vom Campus verbannt, aber für die eigentlichen Beteiligten waren die bislang erfolgten Konsequenzen nicht viel mehr als ein "Du Du Du!"
Inzwischen hat die zuständige Staatsanwaltschaft, die damals wegen "nicht ausreichender Beweismittel" keine Anklage erheben wollte, angekündigt, die Vorwürfe nun doch erneut zu prüfen.
Quellen u.a.:
https://www.cbsnews.com/news/cornell-university-rape-allegations-chi-phi-fraternity-details/
https://abcnews.com/amp/US/district-attorney-reopens-case-alleged-cornell-university-gang/story?id=136806149
Die lasche Handhabung der Vorwürfe durch die Universität, die solche Vorgänge traditionell unter den Teppich zu kehren oder herunterzuspielen versucht, weil die Statistiken zu (sexueller) Gewalt auf dem Campus durchaus eine Entscheidung bei der Auswahl einer Uni spielen, hat vor allem in den USA eine riesige Welle der Empörung hervor gerufen.
Die Campus Police als eine Parallelbehörde zur local police, scheint vor allem dafür da zu sein, den Ruf der Uni zu schützen und die Kriminalstatistiken des Campus möglichst präsentabel zu halten.
Die ermittlungsunwillige Staatsanwaltschaft, das interne Investigationskomitee, das über die als läppisch wahrgenommenen Sanktionen entschieden hat, die Fraternity mit ihrem Motto "building better men", die berüchtigt dafür ist, durch eine Kultur des Schweigens und Wegschauens Fehlverhalten zu ermuntern bis hin zu den Mega Donors der Uni, die übrigens zu den acht höchst renommierten Ivy League Institutionen des amerikanischen Nordostens à la Harvard, Princeton und Yale gehört, bekommen nun alle den geballten Zorn in Form von E-Mails, Anrufen, wütenden Kommentaren auf Social Media Profilen etc. zu spüren.
Alexandria Ocasio-Cortez war am Wochenende zu einer Townhall in Ithaca und hat die Taten und vor allem den Umgang damit an der Cornell angeprangert:

Eine ehemalige Studierende der renommierten Cornell University in Ithaca, New York verklagt in einem Zivilprozess u.a. die Universität, weil sie sieben Mitglieder einer fraternity (Studentenverbindung) schützte, die sie gemeinschaftlich vergewaltigt haben sollen.
Die damals 20-jährige war mit einem von ihnen befreundet, der ihr, als sie in alkoholisiertem Zustand zu ihm ins Verbindungshaus auf dem Campus kam, mit einem weiteren Freund Drogen anbot.
Die beiden lotsten sie in ein Zimmer und attackierten sie sexuell, nachdem sie aufgrund des Drogenkonsums ihren Körper und ihre Sinne nicht mehr unter Kontrolle hatte.
Anschließend schrieb einer der zwei in einen Gruppenchat mit vermutlich Dutzenden Teilnehmern "free p***y upstairs".
Woraufhin sich mindestens 5 weitere Verbindungsbrüder über Stunden an ihr vergangen haben, während sie ihr mehr Drogen gaben.
Sie hat das Ganze drei Wochen später an die Campus Police gemeldet, die dann außer einer Meldung an die Universitätsleitung ziemlich wenig unternommen hat.
Die Universität leitete eine Untersuchung ein und führte Befragungen durch, aufgrund derer die zwei Anstifter, die ihr auch die Drogen gegeben haben sollen, von der Uni exmatrikuliert wurden.
Die restlichen fünf wurden mit Aufsätzen, Suspendierungen und der Teilnahme an Workshops "bestraft".
Der Vorfall fand vor fast zwei Jahren statt, das Opfer musste ihre universitäre Ausbildung abbrechen, während die Vergewaltiger keinerlei strafrechtliche Konsequenzen erfuhren, obwohl u.a. Videoaufnahmen und die Gruppenchat-Nachrichten (der Chat umfasste 57 Teilnehmer, von denen EINER dem Opfer später einen Screenshot zukommen ließ!) als Beweismittel existieren.
Die Verbindung wurde vom Campus verbannt, aber für die eigentlichen Beteiligten waren die bislang erfolgten Konsequenzen nicht viel mehr als ein "Du Du Du!"
Inzwischen hat die zuständige Staatsanwaltschaft, die damals wegen "nicht ausreichender Beweismittel" keine Anklage erheben wollte, angekündigt, die Vorwürfe nun doch erneut zu prüfen.
Quellen u.a.:
https://www.cbsnews.com/news/cornell-university-rape-allegations-chi-phi-fraternity-details/
https://abcnews.com/amp/US/district-attorney-reopens-case-alleged-cornell-university-gang/story?id=136806149
Die lasche Handhabung der Vorwürfe durch die Universität, die solche Vorgänge traditionell unter den Teppich zu kehren oder herunterzuspielen versucht, weil die Statistiken zu (sexueller) Gewalt auf dem Campus durchaus eine Entscheidung bei der Auswahl einer Uni spielen, hat vor allem in den USA eine riesige Welle der Empörung hervor gerufen.
Die Campus Police als eine Parallelbehörde zur local police, scheint vor allem dafür da zu sein, den Ruf der Uni zu schützen und die Kriminalstatistiken des Campus möglichst präsentabel zu halten.
Die ermittlungsunwillige Staatsanwaltschaft, das interne Investigationskomitee, das über die als läppisch wahrgenommenen Sanktionen entschieden hat, die Fraternity mit ihrem Motto "building better men", die berüchtigt dafür ist, durch eine Kultur des Schweigens und Wegschauens Fehlverhalten zu ermuntern bis hin zu den Mega Donors der Uni, die übrigens zu den acht höchst renommierten Ivy League Institutionen des amerikanischen Nordostens à la Harvard, Princeton und Yale gehört, bekommen nun alle den geballten Zorn in Form von E-Mails, Anrufen, wütenden Kommentaren auf Social Media Profilen etc. zu spüren.
Alexandria Ocasio-Cortez war am Wochenende zu einer Townhall in Ithaca und hat die Taten und vor allem den Umgang damit an der Cornell angeprangert:

AOC calls out Cornell University over alleged gang rape
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