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Mordfall Hinterkaifeck

47.677 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 16:49
/dateien/mt31345,1179413389,100-0001 IMG
@hexenholz

Ich habe gerade die Tatortskizzen fertig gemacht und hänge diesehier
an.

Ich habe Deinen Grundriss verwendet und die neuen Detailsübertragen.


Grüße, Kai


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 16:51
/dateien/mt31345,1179413471,100-0002 IMG
Nummer 2!


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 16:51
/dateien/mt31345,1179413503,100-0003 IMG
und Nummer 3.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 17:01
@oldschool70: danke für die Grafiken...

@all: Jetzt habe ich aber mal eine Frage:was ist ein Bandeisen?


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 17:13
@darkvenus

In diesem Zusammenhang ist es gar nicht so einfach zu sagen, wie diesesEisen nun ausgesehen haben mag. Ich denke, ein flachgewalztes Eisenstück, das wie einBand aussieht und evtl. leicht flexibel ist.
Ich habe erst in Augsburg erfahren, dasbei den Abrissarbeiten auch ein blutiges Bandeisen im Fehlboden gefunden wurde. Leiderohne genauere Hinweise...


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 17:14
@oldschool
Die Grafiken sind sehr aufschlussreich.Super!!

@darkvenus
M.E.haben Küfer Bandeisen benutzt zur Herstellung von Fässern.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 17:31
@AngRa+DarkVenus

Ich muss Euch schon beipflichten, was die düstere und unheimlicheAusstrahlung der Tatortfotos angeht. Als ich die Fotos vor Jahren zum ersten Malbetrachtet habe, war das Grauen deutlich spürbar. Mit der Zeit "gewöhnt" man sich aberbeinahe daran und dieser schlechte Eindruck wird durch wiederholtes rationales Betrachtender Fotos doch deutlich abgemildert.

Auch vor Ort in Gröbern war mein Gefühl nichtwirklich angenehm, obwohl mich der reuthauenschwingende, dunkle Mann verschont hatte ;-))


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 17:50
Gehe ich richtig davon aus, dass die Tatwaffe über dem Zimmer der Magd/Küche gefundenwurde und dass die Kuhlen im Heu ganz weit entfernt waren vom Wohnbereich, so dass mandie Personen, die im Heu waren im Wohnbereich nicht hören konnte und von ihnen nichtsmitbekommen hätte?

Leider kann ich mir nun wieder nicht vorstellen, wie es wohlauf dem Boden so ausgesehen hat. Wie viel Heu da so gestapelt war und ob man überhauptwegen der Lagerung den gesamten Boden sorgfältig absuchen konnte.
Ludwig Hecker hatin der letzten Folge im Donau Kurier geschrieben, dass der alte Gruber mit der Forke nachoben gestiegen ist und überall "Stichproben" gemacht hat, aber niemanden finden konnte.Wer weiß wie voll gestellt es da oben war. Wenn man sich das so überlegt, dann konnte manja wegen der ausgezeichneten Möglichkeit zum Verstecken im Heu nie sicher sein, wer soalles oben ist.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 18:09
Die Tatwaffe (Reuthaue) wurde lt. Skizzenmaterial in der Nähe des Kamins gefunden. DieKuhlen befanden sich wohl mitten im Heuboden und an der dem Wohnbereich entferntestenStelle im Obergeschoss. Das Heuseil, das im Falle eines Falles zur Flucht genutzt hättewerden können, befand sich unweit der Kuhlen. Es hing an einem Dachbalken befestigt vomHeuboden zur Erde herab.

Wenn einer der Hausbewohner die Treppe vom Wohnbereichnach oben betreten hat, hätten der/die Einbrecher sich also seelenruhig "abseilen"können.

Ich denke auch, dass sich Eindringlinge bei fehlendem elektrischen Lichtsehr gut auf dem Boden hätten verstecken können.

Der Hausboden direkt über demWohnbereich diente als Lager für Getreidesäcke, Mehl, etc.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 18:09
@AngRa

Wo die Tatwaffe gefunden wurde, weiß ich nicht. Aber das mit dem Heu undden Mulden war nicht über dem Wohnbereich - ich schätze über dem Stadel, beschreiben wirddas im Leuschner als verwinkelt, mit kleineren Treppen usw.

@all

Hier sinddoch einige, die sich mit Landwirtschaft auskennen. Was haltet Ihr von der Vermutung,dass die Tiere doch nicht versorgt worden sind. Aber eines muss man bedenken, Grubershatten Kühe und vermutet wird, dass die auch gemolken worden sind.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 18:16
Ich verstehe bei der ganzen Sache eines nicht:
War dieser Boden, auf dem das Heu lag,ein Obergeschoss des ganzen Hauses oder war er über dem Stall?


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 18:21
@oldschool

Was mich an der Geschichte mit dem Seil wundert, ist, dass hätte derGruber doch auch bemerken müssen. Selbst wenn es eingerollt irgendwo lag. Das Seil wirdscheinbar (schildert Leuschner ) auch von der Polizei entdeckt und von Schlittenbauererwähnt.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 18:28
@keller

Die Vermutung, die Tiere wären nicht versorgt worden, äusserte nur derGröberner Landwirt Andreas Schwaiger. Er begründete seine Vermutung damit, dass der Stallam 04.04. sich in dem Zustand befunden hat, in dem ihn ein ordentlicher Bauer ihn abendsfür die Nacht herrichtet (keine Futterreste im Futtergang, usw.).
Die Tiere würdennur an den ersten beiden Tagen an denen sie nicht gefüttert, gemolken und getränkt werdenheftig rebellieren. Am dritten und vierten Tag würden sie dann sehr ruhig und schläfrigund würden sich kurz darauf auf den "Tod vorbereiten". Zwei Kälber, das hätte er selbstgesehen, waren kurz vor dem Verenden (weil sie einen "Buckel machten").
Die Tierehätten Unmengen von Wasser gesoffen, wie er es vorher noch nicht erlebt hätte. Die hättentagelang nicht gesoffen.

Für mich hörte es sich einigermassen überzeugend an, binaber absoluter Laie in diesen Fragen...


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 18:37
@keller

Vom Seil wird nur ein einziges Mal berichtet und zwar im Polizeiprotokollvon 1922. Es wäre von Gendarmen entdeckt worden, die den Stadelbewachten.

Leuschner wird die Sache wieder mit "schriftstellerischer Freiheit" einwenig aufgepeppt haben, vermute ich.

@darkvenus

Das Obergeschoss zog sichohne von Mauern, etc. unterbrochen worden zu sein, vom Wohntrakt um Ecke hin bis in denStadel, wo dann in erster Linie Heu lagerte.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 20:12
@oldschool

Leider bin ich auch totaler Laie in diesen Dingen, was Du schilderst,hört sich jedoch schlüssig an. Allerdings gehörte das für mich zu den gesichertenAspekten, und ich will das auch nicht abschreiben, am Samstag waren ja mehrere Personenam Hof und die haben zumindest nichts vom dem "Brüllen der Tiere" berichtet. Einegesicherte Aussage ist die von dem Michael Plöckl, der unmittelbar nach der Tat glaubhaftausgesagt hat, dass er Rauch am 1. April gesehen hat.

Wenn davon nicht mehrauszugehen ist, dann ändert sich vieles. Dann würde ich eher auf einen Raubmordspekulieren, das Hartgeld wurde halt nicht gefunden (ich gebe zu, nicht sehr glaubhaft)und der kleine Josef wurde erschlagen, weil er wie am Spieß gebrüllt hat. Die Hackewurde benutzt, weil man keinen Lärm machen wollte. Naja, so ungefähr.

Im LeuschnerBuch berichtet S. im 2 Verhör ebenfalls von dem Seil. Aber glaubst Du nicht auch, wennsich die Täter dort oben mit dem Seil immer wieder bei Gefahr herunter gelassen hätten,das der Gruber das hätte merken müssen, gerade dann hätte ja das Seil noch hängenmüssen.

>Das Obergeschoss zog sich ohne von Mauern, etc. unterbrochen worden zusein, vom Wohntrakt um Ecke hin bis in den Stadel, wo dann in erster Linie Heulagerte.

Das hat mich auch beschäftigt, aber man sieht auf den Bildern, dass es daeinen Durchgang gegeben haben muss. Im Leuschner Buch wird übrigens geschildert, dass diePolizei vom alten Motorenhaus nach oben gegangen ist - zu den Mulden.

Wenn man andie Sache, noch einigermaßen systematisch herangehen möchte, dann würde ich folgendesvorschlagen: die wichtigen Fakten auflisten und dann abschätzen, wie gesichert dieseFakten sind.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 20:14
@ all

Wie ich schon gestern gepostet habe, würde sich der Fall komplett anderslagern, wenn die Tiere tatsächlich nicht zwischen Tatzeit und Entdeckung gefüttert wordenwären. Ich habe mit meinem Vater gesprochen (Agraringenieur) und der hat SchweigersÄußerungen als durchaus plausibel bestätigt.

Bzgl. Ausstattung der Zimmer: Ichkomme aus der Region Ingolstadt und habe im Verwandtenkreis noch einige alte Bauernhäusergesehen. Die waren nun mal pragmatisch eingerichtet, insbesondere die Räumlichkeiten fürMagd und Knecht. D
Die Bilder im Zimmer von V. waren eindeutig Heiligenbilder,absolut typisch neben dem Kreuz.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 20:42
@all

Würden die Kühe gemolken?

Ich habe gegoogelt, definitives aber nichtgefunden: Es scheint Rassen zu geben, in Südamerika, die nicht gemolken werden müssen. Inverschiedenen Foren (übrigens auch hier auf S. 15 - Style) wird aber gesagt, dassMilchkühe, die hier in Europa üblich sind, gemolken werden müssen. Werden sie das nicht,dann entzündet sich das Euter und es muss dann ein Medikament gegeben werden, damit dannein Melken nöch möglich ist, ansonsten verendet die Kuh, es klang so, als ob das auchnicht allzu lange dauert.

Übertragen auf Hinterkaifeck würde ich vermuten, dassBauern diesen erbärmlichen Zustand einer Milchkuh erkannt hätten.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 21:10
@keller

Kühe müssen definitiv gemolken werden. Ansonsten bekommen sie starkeSchmerzen und hätten alles zusammen gebrüllt.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 21:22
Ich halte wenig davon jetzt alles, was bisher diskutiert worden ist wieder in Frage zustellen. Ich habe vor ca. 10 Jahren einen Film über Hinterkaifeck gesehen, in dem daraufhingewiesen wurde, dass die Tiere auf dem Hof versorgt worden sind. Ich kann mich nochgut daran erinnern, weil mir dieses damals schon sehr makaber vorgekommen ist. Auch geheich davon aus, dass dieses von landwirtschaftlich versierten Personen festgestellt wordenist. Ich gehe halt davon aus, dass die Aussage, die Tiere seien nicht gefüttert worden,von jemandem aus der Umgebung von Hinterkaifeck stammt, der nicht wahr haben wollte, dassin seiner Gegend Verdächtige leben.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.05.2007 um 21:40
@ingoltown @keller

Ich hatte die selbe Idee und habe ein wenig im Netz gesucht.Meine Ergebnisse decken sich in etwa mit kellers, was das Melkenangeht.

Wahrscheinlich kümmerte sich der heimliche Versorger nur eingeschränkt umdas Vieh, wobei er u. U. auf das Tränken der Tiere verzichten musste. Melken hätte mandie Tiere sicher müssen. Vielleicht auch ein Indiz dafür, dass der Versorger nicht dieganze Zeit auf Hinterkaifeck verbrachte und immer wieder (nachts?) zurückkehrte, um dienotwendigsten Arbeiten zu verrichten?


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