Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mordfall Hinterkaifeck

47.641 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:29
@Badesalz, @AngRa, @leutheusser,

vielen Dank für Eure umfangreichen Bemühungen und die Veröffentlichung :)

Diese Informationen sind zweifellos seit langem wieder einmal eine echte neue Information und es erfreut und befriedigt doch ungemein, das selbst heute noch Details ermittelt werden können, welche die persönlichen Bereiche der Hinterkaifecker betreffen. Zumal die Bemühungen der Netzgemeinde bei gelegentlichen öffentlichen Vorträgen auch heute noch zu gern und bei passender Gelegenheit belächelt werden.

Die "Größe" des Andreas Gruber ist für mich ebenfalls überraschend, auch wenn die Menschen vor 100 Jahren durchschnittlich kleiner waren. Wenn man die Tatortfotos heranzieht, lassen hier auch eventuell Schlüsse auf die Körpergrößen der zwei Frauen ziehen.

Was mir noch auffiel, war der 10. Januar 1916 als Haftantritt der Viktoria. Am Tag zuvor war Cäzilia ein Jahr alt geworden. Möglicherweise hat dies einen Zusammenhang, auch wenn der Strafvollstreckungsbefehl erst zehn Tage zuvor ausgestellt wurde. Das Urteil wurde ja schon ein halbes Jahr vorher gefällt und mit der Vollstreckung dann womöglich gewartet, bis das Kind ein Jahr alt war?

Man fragt sich natürlich auch, wie das Leben auf Hinterkaifeck von 1916-17 bewältigt wurde, als Andreas Gruber inhaftiert war. Die Umstände müssen für die Familie unglaublich schwierig gewesen sein.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:32
Wir konnten bislang nie sicher sein, ob Viktoria und ihr Vater Hafterfahrungen hatten. Es bestand halt immer noch die Möglichkeit, dass sie um die Haft durch Begnadigung etc. herumgekommen sind. Nun sind wir aber schlauer und wissen, dass sie ihre Haft bis zum letzten Tag abgesessen haben. Das dürfte für beide kein Zuckerschlecken gewesen sein und da bin ich auch der Meinung, dass sie Inzest niemanden gegenüber mehr zugegeben haben, unabhängig davon ob er stattfand oder nicht.

Ich bezweifele auch sehr stark, dass Gruber öffentlich geäußert hat: "Mei Tochter braucht keinen Mann mehr,dafür bin i do". Genauso bezweifele ich, dass Viktoria den Inzest LS gegenüber zugegeben hat. Was sollte das für einen Sinn machen?


1x zitiertmelden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:37
@stalinstadt

ME hatte Viktoria bis zum 1. Geburtstag ihres Kindes "Schonfrist" wegen der Stillzeit. Das war alles andere als einfach, dass sie ihr gerade ein Jahr altes Kind,was auf sie angewiesen war, für einen Monat völlig ihrer Mutter überlassen musste.

Warum bei Gruber zwischen Urteil und Haftantritt eine derartig lange Zeitspanne liegt, kann ich mir nicht recht erklären.Vielleicht hat er einen Begnadigungsantrag gestellt,der abgelehnt worden ist, weil er ohnehin nur mit der Mindeststrafe belegt worden ist. Ein Gnadenheft ist aber nicht erhalten geblieben. Also bleibt das Spekulation, zumal Pielmaier derartiges auch nicht erwähnt hat.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:37
Könnte Viktorias Haftantritt mit der abgelaufenen Stillzeit von Cilli zusammen hängen?
Zitat von AngRaAngRa schrieb:Ich bezweifele auch sehr stark, dass Gruber öffentlich geäußert hat: "Mei Tochter braucht keinen Mann mehr,dafür bin i do". Genauso bezweifele ich, dass Viktoria den Inzest LS gegenüber zugegeben hat. Was sollte das für einen Sinn machen?
Da gibt es ja noch die Passage von Sophie Fuchs 1984:
. Und wenn die Viktorie dann manchmal zum Wirt nach Gröbern reinkommen ist, dann hat sie der Wirt manchmal gfragt, was los ist, weil sie so z`rupft is. Dann hat die Viktorie gsagt, ´na ja , Du woasst scho, was er immer mit mir macht.
Bekommt ein Kind das die Sophie damals ja war, das alles so mit, oder war das Nachtat Getratsche?


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:38
Sehe ich genau so, AngRa. Man muss scheinbar viele der Zeugenaussagen in Zweifel ziehen, nicht zuletzt auch, weil einer oder mehrere von ihnen auch guten Grund zum Lügen gehabt hatten. Dann noch die Wichtigtuer und die, die sich nur schlecht erinnern oder die nur aus der Gerüchteküche plauderten und wahr von Gerücht gar nicht mehr auseinander halten konnten - was bleibt da am Ende WIRKLICH übrig? Nicht viel. Wahrscheinlich hat sich die ganze Familie Gruber noch 10 m tiefer in die Erde geschraubt, so oft wie sie sich wegen der Lügen, die über sie verbreitet wurden, im Grab umgedreht haben.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:39
@margaretha

Ich glaube nicht, dass Sophie so etwas mitbekommen hat und ich glaube auch nicht, dass Viktoria zerzaust ins Wirtshaus gegangen ist und in diesem Zusammenhang Andeutungen über Handlungen ihres Vaters gemacht hat.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:42
@AngRa und @alle
Zitat von AngRaAngRa schrieb:"War 3 x in Hinterkaifeck. Das letzte Mal Mitte Juni 21. Dabei kauften sie Flanellstoffe und ca. 600m Stuhltuch. Die Käufe sind jedesmal von dem Bauern abgeschlossen worden.
In diesem Anwesen waren soweit ich mich überzeugen konnte, folgende Personen anwesend:

Der Bauer, dieser ist etwa 60-65 Jahre alt gewesen, er war fest gebaut, hatte großen starken Schnurrbart, war ziemlich weißhaarig und etwa 1.65-1.70 m groß. "
Diese Aussage des Alois Langer vom 5.11.1923 und zwar der erste Absatz: wie ist das zu verstehen, sie haben dort Flanellstoffe und ca. 600m Stuhltuch gekauft. Das sind ungeheure Mengen, 600 m Tuch! Außerdem war Stoff damals teuer. Haben die Gruber/Gabriels mit Stoff gehandelt? Es wurde ja des öfteren über den "Reichtum" der Hinterkaifecker spekuliert ... Mich würde interessieren, was es damit auf sich hat oder habe ich da 'was falsch verstanden?


1x zitiertmelden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:45
Also, das ist sicher ein Schreibfehler und sollte 600 cm heißen, nicht 600 m. Würde auch hinkommen, um Bezüge für 6 Sitzflächen zu nähen. Ich glaub nicht mal, dass ein fahrender Händler 600 m Stuhltuch dabei hätte! Es sei denn, damit ist Klopapier auf Rollen gemeint. ;)


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:47
@AngRa

Schön, dann sind wir uns zumindest in dem Punkt einig!
Zumal es ja auch Aussagen gibt, daß die Familie nicht ins Wirtshaus ging.


Muss man nun die gesamten Fuchs Aussagen anzweifeln?


1x zitiertmelden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:49
Zitat von margarethamargaretha schrieb:Muss man nun die gesamten Fuchs Aussagen anzweifeln?
Ich bin inzwischen soweit, dies zu bejahen. :( Die gute Frau war zum Tatzeitpunkt 7 Jahre alt und hat sicher das Meiste, was sie zu berichten hatte, nicht persönlich erlebt sondern eben später aus Gerüchten usw. erfahren. Ich gehe davon aus, dass niemand einem so kleinen Mädchen schon gegenüber was angedeutet hätte vom Inzest in der Familie ihrer Schulfreundin, und alles, was sie selbst erinnert, muss man auch immer unter der Berücksichtigung betrachten, dass sie es mit den Augen eines Kindes sah UND die Erinnerung an Kindererlebnisse auch vielfach gefälscht ist.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 16:59
Ein 7 jähriges Kind war sicherlich nicht im Wirtshaus präsent, höchstens wenn die Eltern mal dort waren. Wie häufig allerdings so Wirtshäuser von Bauern die ja viel Arbeit hatten besucht werden konnte weiß ich nicht, ich denke da an einen wöchentlichen Stammtisch Sonntags nach der Kirche!

Ein 7 jähriges Kind ist m. E. nicht in der Lage sich Gedanken über einen Mord oder über die Charaktere von Menschen zu machen. Ein Kind unterscheidet zwischen lieb oder nicht lieb.

Sophie Fuchs hatte den Gruber vielleicht als "streng" in Erinnerung und das Getratsche der Leute tat ein übriges aus ihm ein "Ungeheuer" zu machen.
Und das ist ein Punkt den ich immer bedauere, das die Opfer hinterher schlecht geredet wurden. (meist ja aus einer bestimmten Richtung)


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 17:02
Zitat von SchisslerSchissler schrieb:Diese Aussage des Alois Langer vom 5.11.1923 und zwar der erste Absatz: wie ist das zu verstehen, sie haben dort Flanellstoffe und ca. 600m Stuhltuch gekauft. Das sind ungeheure Mengen, 600 m Tuch!
Ich hatte mir dies so notiert. Es ist mir aber durchaus möglich, dies in den nächsten Tagen zu berichtigen, falls es nötig ist. Einen Schreibfehler meinerseits möchte ich jetzt nicht ausschließen. Ich kann mich aber beim Notieren einfach verschrieben haben. Tut mir leid!

Bitte daran jetzt mal nicht aufhängen..:-)


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 17:03
Vielleicht kann man anhand dessen, wie nun der "Hünenmensch" Andreas Gruber von den gefühlten 1,90 m auf seine tatsächlichen 1,65 m schrumpfte, in etwa eine Formel dafür ableiten, wieviel Luft man aus dem übrigen Gerede rauslassen muss, bis es auf seine tatsächliche Größe geschrumpft ist. Ich hatte mich eh schon immer über die Größe gewundert und die Beschreibung und dass er dann trotzdem den doch eher freundlich-verniedlichenden Spitznamen Anderl trug.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 17:07
@Sabine123
Bitte daran jetzt mal nicht aufhängen..:-)

Ach was, um Gottes Willen!

Nein, würde mich nur wirklich interessieren mit dem Stoff, überhaupt, was für ein Handel damals auf einem Bauernhof betrieben wurde. Da gab's nicht nur Kartoffeln und Schmalz zu kaufen, sondern auch Flanellstoff. Daraus könnte man aber doch schließen, dass Handel (im allgemeinen) betrieben wurde ...



melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 17:15
@Schissler

Sie habend as GEkauft, nicht verkauft, oder?


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 17:17
@Comtesse
Da kannst Du Recht haben, dann habe ich es falsch verstanden.


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 17:17
@Schissler
Mit dem Flanell haben die Damen vermutlich wärmere Kleidung genäht, der Stuhlstoff dürfte auf das Canapee gekommen sein.

Auf dem Hof vermute ich nur den Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 17:20
@margaretha
OK, das ist wohl die Erklärung. Habe mich wohl zu sehr in der Riesenmenge von 600 m reingesteigert!


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 18:13
Es ergeben sich für mich weitere Fragen.

Wer hat den Hof während der Abwesenheit von Viktoria bewirtschaftet? Bei ihr waren es ja nur vier Wochen Haft gewesen. Grubers Ehefrau ganz allein?

Wer hat den Hof während der Abwesenheit von A. Gruber bewirtschaftet? Viktoria und ihre Mutter
ebenfalls ganz allein?


melden

Mordfall Hinterkaifeck

19.11.2011 um 18:20
Kann es sein, daß zu jener Zeit eine oder zwei fest angestellte Mägde auf dem Hof aushalfen?

Kriegsbedingt war ja "Männermangel"


melden