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Mordfall Hinterkaifeck

47.680 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 00:03
@all

Was nützlich sein könnte, wäre ein absolut anonymes Postfach für die Familien und Gemeinden rund um HK, um bisher unbekannte Dokumente, Schriftwechsel, Aussagen und Fotos ans Tageslicht zu bringen.

Ich bin mir sicher:

Auch zwei bis drei Generationen nach dem Mord geht es um 'Mut' - den wir alle gleichwohl nicht erwarten dürfen und den zu erwarten wir auch nicht berechtigt sind.

Aber WENN sich jemand mutiges findet.... 😀 ... dann schaun mer mal!


Grüße aus Gröbern


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 01:13
Hallo Hinterkaifeck-Freunde,

was ist denn hier passiert?

Bildschirmfoto 2014-04-17 um 01.03.52Original anzeigen (0,6 MB)
Bildschirmfoto 2014-04-17 um 00.58.10Original anzeigen (0,2 MB)


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 01:49
@GonzoX

Endlich eine richtig heiße Spur!

DANKE!

Grüße aus Gröbern


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 12:04
Hallo @Kailah

meine hobby-kriminalistische Lieblingsdisziplin ist die vergleichende Fallanaylse. Da ich in den vergangenen Monaten viel in Archiven herumgewühlt habe, bin ich auf einige lang vergessene Fälle gestoßen.
Beim Hinterkaifeck-Komplex interessiert mich gerade vor allem die Frage, was für ein Menschen-Typ in welcher Situation wohl eine derartige tödliche Energie entwickeln konnte.
Zum Vergleich nun dieser niederbayrische Einöd-Hof-Fall von 1981.
Was erscheint hier am wahrscheinlichsten, Familien-Tragödie, Raubmord, Rache oder ..?


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 15:07
Zitat von KailahKailah schrieb:Endlich eine richtig heiße Spur!
Diese Täter brachten ihre eigenen (Schuss)Waffen mit, ließen Opfer am Leben und versteckten keine Heugabeln. Auch scheinen sie sich, obwohl doppelt bewaffnet, vor einem schwer verletzten Mann gefürchtet zu haben (Artikel 1)

@GonzoX,

gibt´s zu diesen Artikeln auch Jahreszahlen?


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 16:36
@GonzoX

Verstehe!
Zitat von GonzoXGonzoX schrieb:Beim Hinterkaifeck-Komplex interessiert mich gerade vor allem die Frage, was für ein Menschen-Typ in welcher Situation wohl eine derartige tödliche Energie entwickeln konnte.
In jedem Fall ein verrohter oder geisteskranker Menschentyp würde ich meinen. Das war keine Affekthandlung, denn hier ist jemand sehr gezielt vorgegangen und hat sich viel Zeit gelassen.

Aber, wie gesagt, ich glaube eher an mehrere Täter - gleichwohl auch verroht und routiniert.

Grüße aus Gröbern


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 17:58
@off-peak

immerhin wurde auf einem bayerischen Einöd-Hof der Versuch unternommen, eine Famile auszulöschen. Es dürfte nicht allzu viele deratige Fälle geben..



@Kailah

das habe ich dann aber auch noch gefunden:

Bildschirmfoto 2014-04-17 um 17.37.27


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 18:40
@GonzoX
Jahreszahl? Ansonsten kann der Artikel ja von wer weiß für einem Jahr stammen und ist somit für die Diskussion wertlos.

Es sei denn, diese Art Trollen wäre Dein eigentlichen Anliegen.


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 19:01
@off-peak

um 12:04 hatte ich übrigens schon geschrieben, dass es sich um Zeitungsartikel von 1981 handelt.
Ich gebe aber zu, dass ich die Spannung noch etwas erhalten möchte, denn der Fall nimmt noch unerwartete Wendungen..

Was glaubst Du, was war da los??


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 19:11
1981?????? Lese ich da richtig? Und das soll einen Fall von 1922 klären?


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 19:53
@off-peak
Troll: 1981?????? Lese ich da richtig? Und das soll einen Fall von 1922 klären?
Nö; hat @GonzoX auch nicht behauptet und sogar explizit erklärt. Wer lesen kann.....

Kailah


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Mordfall Hinterkaifeck

17.04.2014 um 22:39
Das wäre ja etwas vermessen gewesen..nach 10.000en Beiträgen hier, dann mit ein paar Zeitungsschnipseln das Ei des Kolumbus zu finden..
Aber es ist auch schon ein Kunststück überhaupt noch einen neuen Aspekt oder Bezug zu finden.

die Artikel entstammen übrigens dem digitalen Archiv des Hamburger Abendblattes.

es ging dann so weiter, mit der Festnahme der "üblichen Verdächtigen":

Bildschirmfoto 2014-04-17 um 22.36.46


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Mordfall Hinterkaifeck

18.04.2014 um 11:45
...da aber das Gute und die Gerechtigkeit am Ende wieder hergestellt werden müssen, wird der "Landfahrer" aufgrund seines 90%-igen Alibis wieder freigesetzt ....



Bildschirmfoto 2014-04-17 um 16.32.10Original anzeigen (0,2 MB)


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Mordfall Hinterkaifeck

18.04.2014 um 11:58
...und der Räuber Hotzenplotz wird gefangen genommen und seiner gerechten Strafe zugeführt...

Bildschirmfoto 2014-04-17 um 16.35.00Original anzeigen (1,0 MB)
Bildschirmfoto 2014-04-17 um 16.35.21Original anzeigen (1,0 MB)


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Mordfall Hinterkaifeck

18.04.2014 um 12:19
@GonzoX
Prima, Danke für die Aufklärung! Zigeuner (nicht soweit weg von Hamsterern und Körbelzäunern) waren es halt mal wieder.

So, nun sollte es aber genug sein mit dem 'Fall Hotzenplotz' - oder kommt dann jetzt noch das 'Wirtshaus im Spessart' nach!?

Grüße aus Gröbern


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Mordfall Hinterkaifeck

18.04.2014 um 16:57
Bevor hier ein Aufschrei ertönt: "Zigeuner.... halt mal wieder" war zynisch gemeint!

Wenn eine Zeitung das heute abdrucken würde, wäre was los!

Grüße aus Gröbern


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Mordfall Hinterkaifeck

18.04.2014 um 17:32
@Kailah

Nicht Deine Äußerung ist verwerflich, sondern wie sich dieses von mir gestellte Kriminalrätsel 1981 tatsächlich auflöste, ist quasi fürchterlich vorurteilsvoll und klischeebeladen.
Würde heute ein Tatort-Drehbuchschreiber einen solchen plot verfassen, würde man sicher (zurecht) denken, er habe nicht alle Tassen im Schrank.
Ob man wohl trotzdem die Frage stellen darf, ob diese Tat (und genauso Hinterkaifeck) auch eine gewisse (verbrechens-)kulturelle Komponente gehabt haben könnte?
Leider konnte ich bisher nichts über die Gerichtsverhandlung erfahren. War es wohl tatsächlich ein typischer Raubüberfall mit dem Ziel an Bares zu kommen, oder vielleicht eher ein Rachefeldzug - für etwas das möglicherweise auch schon länger zurückliegt?


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Mordfall Hinterkaifeck

20.04.2014 um 18:13
Zwischenzeitlich 33 Jahre später, dürfte sich das ja insofern geklärt geklärt haben, das sich ein Journalist sicher anders ausdrücken würde bzw. muss. Ich weiß grade nicht wie es die Gaststätten mit dem „Schnitzel mit sehr viel Paprika“ in der Speisekarte halten :-)

@Kailah:
Bezüglich einer Parallele des Verdächtigenkreises war ich auch sofort bei Hamsterern, Hausieren und Korbmachern

Alle drei Personengruppen auf dem Land, zu der Zeit , am Randmoos sicher immer und überall präsent.


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Mordfall Hinterkaifeck

15.05.2014 um 13:20
So einzigartig wie es scheint, ist Hinterkaifeck vielleicht gar nicht.
Bauernhofüberfälle mit Mehrfachmorden gab es einige. Und auch 6-fach-Morde sind in Deutschland bekannt.
Hinterkaifeck ist aber vermutlich das einzige dieser Verbrechen, das niemals aufgeklärt wurde.
Hier ein weiterer dieser Taten auf die ich gestoßen bin:

in der Nachkriegszeit kam es 1945 zu den sogenannten "Blockland-Morden" als plündernde ehemalige polnische Zwangsarbeiter in Bremen-Niederblockland einen Hof überfielen. 12 Menschen wurden dabei ermordet.

http://wiki-de.genealogy.net/Niederblockland_Nr._35
Die Mordtat in Niederblockland:

Georg Garbade berichtet in seinem Buch Heimatgeschichte des Blocklandes aus dem Jahr 1995 auf Seite 74-77:
"An der Hemmstraße bei Hermann Geerken, Niederblockland 37, und Lür Geerken waren schon öfter Polen zum Plündern gewesen. Hier hatte es auch schon Schießereien gegeben. ...... Am 20 November 1945, einen Tag vor Buß- und Bettag, waren die Familien Flothmeier - Hamelmann an der Blocklander Hemmstraße 35 um 22 Uhr ins Bett gegangen, kurz vor Mitternacht kamen 10 bewaffnete Polen ins Haus, Wilhelm Hamelmann machte Licht.
Dieses Gehöft war mit einer eigenen Stromversorgung ausgestattet. Als alleiniger Überlebender des nun folgenden Massakers berichtet er in einer Broschüre und auf Tonband von dieser Nacht.
Der deutschsprechende Anführer zwang H. mit vorgehaltener Pistole, alle Hausbewohner herbeizuholen. H. erklärte, daß hier nur hilflose Menschen wohnen und was sie haben wollten, sollten sie mitnehmen. Das taten sie auch, forderten dann aber alle auf, in den Keller zu gehen, der Anführer und drei andere kamen ihnen nach. H. wurde aufgefordert zu schwören, daß er sie nicht anzeigen und verfolgen würde, H. war damit einverstanden. Darauf reichte der Anführer einem Nebenmann mit Maschinenpistole eine Handvoll Patronen, die dieser in das Magazin schob. Daraufhin schoß er in die hilflose Menschengruppe, alle wurden mehrmals getroffen, nur H. überlebte schwerverletzt.
Die Mörder verließen den Keller, doch der Anführer kam zurück und überzeugte sich durch Anheben und wieder Fallenlassen des Beines von H. von dem Erfolg seiner schrecklichen Tat. H. konnte sich totstellen und somit überleben. Nach etwa einer Stunde schleppte sich H. aus dem Keller, fand ein Kinderfahrrad und machte sich auf dem Weg zu dem etwa 2 km entfernten Nachbarhof. Die amerikanische Militärregierung wurde unterrichtet und veranlaßte sofortige Überprüfungen von Lagern, worin die Fremdarbeiter noch wohnten. Am Halmer Weg wurde der Verdacht erhärtet und 8 Polen festgenommen. Das weitere ergibt sich aus den Zeitungsberichten.
Aus Polizeiberichten geht hervor, daß 4 Angeklagte am dritten Verhandlungstag, den 27 Februar 1946, zum Tode verurteilt und am 13 Juli 1946 auf dem alten Schießstand an der Neuenlander Straße erschossen wurden. Der Anführer Zygmund Smyth wurde erst am 26 April 1947 gefasst und zu 40 Jahren Zuchthaus verurteilt. Hamelmann hat schon in der Gerichtsverhandung und später nochmals um Gnade für die Angeklagten gebeten. Er wollte die zu Lebenslang Verurteilten und dann Entlassenen sogar in seine Hausgemeinschaft aufnehmen. Die Blocklander konnten solche Gedanken nur schwer verstehen".

Drei Generationen wurden in der Nacht ausgelöscht:
Hofbesitzer Wilhelm Flothmeier und Frau Meta, Obersteuerinspektor i.R. Heinrich Hamelmann und Frau Berta, die Ehefrau Margarethe Hamelmann, die drei Hamelmanschen Töchter Ruth, Martha, Lieschen, das Dienstmädchen Meta Howald, der Knecht Fritz Heitmann, die zu Besuch weilende Frau Beta Gerdes aus Bremen und der jüngerer Sohn Hamelmanns, Willi, der noch in der Tatnacht infolge eines Schläfenschusses starb.
Quellen:
Georg Garbade in seinem Buch Heimatgeschichte des Blocklandes aus dem Jahr 1995 auf Seite 74-77
Berichte aus der Zeitung Weser-Kurier



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Mordfall Hinterkaifeck

15.05.2014 um 23:23
@GonzoX

Vielen Dank @GonzoX!

Das zeigt in jedem Fall erneut, zu welcher Verrohung der Krieg Menschen bringen kann.

Grüße aus Gröbern


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