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Mordfall Hinterkaifeck

47.128 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hinterkaifeck, Sechsfach Mord, Einödhof, Hinterkeifeck
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

16.04.2019 um 01:39
@Kailahki


Oje.. Also wohl eher eine wilde Spekulation als eine vernünftige Theorie..
Ich muss zugeben, dass ich früher auch mal an Anna als Täterin gedacht habe, allerdings wegen des Todes ihrer Tochter ein paar Tage vor den Morden.
Wie kommt aber der Youtuber auf den Bruder? Soweit ich weiß, ist über diesen nichts bekannt.


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21.04.2019 um 17:37
Na ganz einfach. Eine junge Frau wird rein körperlich zu dieser Tat gar nicht in der Lage gewesen sein.


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Mordfall Hinterkaifeck

25.04.2019 um 16:09
Ludwig Blunder,

1926 verriet ihn die Geliebte des Bruders zusammen mit seinem Bruder, und einem Bork am 04.04.1922 einen Raubüberfall in der Gegend von Pobenhausen begangen zu haben. Bereits 1922 sollen er und sein Bruder verdächtig gewesen sein und aber von dem o. a. Bork ein Alibi erhalten haben.

https://www.hinterkaifeck.net/wiki/index.php?title=Personen:_Blunder_Ludwig


Ich glaube ja,dass die Familien-Gene wie bei Gumps weitergegeben wurden und sie mehr als den Raubüberfall in Pobenhausen auf dem Kerbholz haben.

Es ist immer gut wenn man von einem Bork ein Alibi erhält.

Dateianhang: Vollmeier Jakob und Maria,geb.Bork,Karlshuld,Kochheim.pdf (145 KB)

...und die Vorfahren auch schon einschlägige Erfahrungen gesammelt haben.


Dateianhang: Bayer. Central-Polizei-Blatt 1868 - 1871, Seite 1870-217_ Vollmeier Jakob (Korbflechter).pdf (678 KB)

Dateianhang: Bayer. Central-Polizei-Blatt 1868 - 1871, Seite 1870-B40_ Vollmeier Maria (null).pdf (427 KB)

Dateianhang: Bayer. Central-Polizei-Blätter ab 1872, Seite 1877-B106_ Vollmeier Ottmar (null).pdf (647 KB)

Dateianhang: Bayer. Central-Polizei-Blätter ab 1872, Seite 1882-241_ Vollmeier Engelbert (Korbmacher).pdf (762 KB)

Dateianhang: Bayer. Central-Polizei-Blätter ab 1872, Seite 1882-241_ Vollmeier Paul (Korbmacher).pdf (762 KB)

Dateianhang: Bayer. Central-Polizei-Blätter ab 1872, Seite 1882-370_ Vollmeier Jakob (Korbmacher).pdf (809 KB)


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Mordfall Hinterkaifeck

22.05.2019 um 13:22
Die sogenannte Beichtstuhlspende findet natürlich Eingang in den Hinterkaifeck-Mythos und natürlich Wuchern auch hier die Gerüchte.

Etwa 14 Tage vor der Tat wurden 700 Mark in Gold in den Beichtstuhl der Pfarrkirche in Waidhofen gelegt. Der damalige Pfarrer Haas in Waidhofen, der die wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Pfarrkinder ziemlich genau kannte, war davon überzeugt, daß nur ein Mitglied der Familie Gruber von Hinterkaifeck das Geld in den Beichtstuhl gelegt haben könnte. Als er daraufhin die Tochter der Eheleute Gruber zu sich kommen lies und diese über die Herkunft des Geldes befragte, gab sie nach einigem Zögern zu, daß sie das Goldgeld für Missionszwecke in den Beichtstuhl gelegt habe.

Bericht des Oberkriminalinspektor Meiendres zum Mordfall Hinterkaifeck (12.08.1948)


Also Pfarrer Haas kannte die wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Pfarrkinder oder besser seiner Schäfchen und sofort wird der Bogen zur Familie Gruber gespannt, obwohl es in Waidhofen und Umgebung genug Kriminelle gibt, die am Sonntag in die Kirche gehen.
Dann soll Pfarrer Haas das Geld für Missionszwecke erhalten haben? Für welche Mission? Zur Bekehrung der Räuberbanden im Donaumoos und Umgebung?

...oder gibt es eine einfacherer Erklärung wie ich habe von meiner Kirche seit 1920 kein Gehalt mehr bezogen und bin auf Spenden angewiesen.

Sein Amtskollege Wolfgruber in Tegernbach hat zu diesem Thema einen interessanten Leserbrief 1922 veröffentlicht.

Im „Bayerischen Kurier" erhebt der Pfarrer Wolfgruber in Tegernbach bittere und nicht unberechtigte Klagen über die noch nicht endgültig geregelten Gehaltsauszahlungen der Geistlichen für die Jahre 1920/21. Die Ursache dieser Rückständigkeit liegt in den immer noch nicht abgeschlossenen Fassionen der Geistlichen für ihr Einkommen aus jenen Jahren. Zur Beseitigung des Missstandes schlägt der genannte Pfarrer die Schaffung einer Zentralbesoldungskasse vor, die aus den für den Einkommensbezug des Klerus zur Verfügung stehenden Quellen gespeist werden soll. Dabei proklamiert der Pfarrer und das interessiert uns vor allem an der Sache einen klerikalen Kommunismus, „der keine mageren und fetten Pfründe mehr kennt, sondern nur Mitbrüder." Ob wohl die Inhaber der fetten Pfründen über diesen Vorschlag sehr erfreut und bereit sein werden, im Sinne des Stifters der christlichen Kirche und ihrer Apostel die Grundsätze des unchristlichen Kommunismus zu einer Zeit zu verwirklichen, wo die Hirten ihren Herden zwar beständig von einer „sittlichen Erneuerung" predigen,diese Herden aber ungehindert den unchristlichen Geschäften des Wuchers und der Profit sucht obliegen?

Ingolstadt 1922

Pfarrer Wolfgruber war seiner Zeit weit voraus, die marxistische Einheitskirche kam erst viel später.


Dateianhang: Pfarrer Wolfgruber Tegernbach.pdf (2191 KB)


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02.06.2019 um 23:05
Es tut mir Leid wenn ich hier zum Alleinunterhalter mutiere, diesmal geht es um Brände. Die meisten entstehen ganz zufällig, wenn zum Beispiel eine Kerze in einer mit Benzin gefüllten Schüssel in der Nähe von etwas brennbaren abbrennt, man hat noch genug Zeit sich ein Alibi zu beschaffen. Eine andere Version spricht in solchen Fällen auch von Brandbriefen, wie die meisten von euch vermuten,läuft es auf Erpressung hinaus und die Hinterkaifecker waren ja von lauter unbescholtenen Nachbarn umgeben, wenn da nicht die guten alten Zeiten gewesen wären.


.....und dann gibt es da noch den K u r z s c h l u s s

Dieser Kurzschluss fand in Gröbern statt, es gab Gottseidank keine Opfer, nicht schon wieder, würde mancher sagen.


Dateianhang: Schwaiger Josef,Kurzschluß.pdf (2354 KB)


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02.06.2019 um 23:16
@jerrylee
Das ist von 1922? Dann kann es aber kaum ein Gröberner Schwaiger gewesen sein, Gröbern hatte damals noch keinen Strom.


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03.06.2019 um 11:20
jaska schrieb:Das ist von 1922? Dann kann es aber kaum ein Gröberner Schwaiger gewesen sein, Gröbern hatte damals noch keinen Strom.
Das ist richtig, wenn's nicht der Gröberner Josef Schwaiger war, wer dann? Vor Jahren wurde ich auf diesen Brand aufmerksam gemacht, ich habe es als Hirngespinst abgetan.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.06.2019 um 11:29
Ich glaube, es handelt sich um den Brand beim Gabisbauern in Waidhofen, dass war aber kein Kurzschluss sondern Brandstiftung.


Gabisbauern


Dateianhang: Schwaiger Josef,Gabisbauer,Waidhofen,Gröbern.pdf (132 KB)


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Mordfall Hinterkaifeck

03.06.2019 um 11:38
@jerrylee
Könnte sogar der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr gewesen sein: https://waidhofen.feuerwehren.bayern/uber-uns/historie/


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Mordfall Hinterkaifeck

03.06.2019 um 13:41
jaska schrieb:Könnte sogar der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr gewesen sein:
Beim Feuerwehrkommandanten einen Brand legen, wer macht den so was? 🤦‍♂️

Hier noch ein weiteres Gerücht, es geht um das Depot in Augsburg. Es soll zu Viehkäufen auf dem Markt in Schrobenhausen gekommen sein und per Bahntransport das Vieh auf den Großmärkten in München und Augsburg zu Wucherpreisen verkauft worden sein.

Abgewickelt über die

Reichs und Staatsanzeiger Nr. 217 vom 16, September 1933. S&S. 4."
[40771] Augsburger
Handels: und Gewerbebank
(Viehmarktbank) A. G., Augsburg.
Bekanntmachung.

Es wird hiermit bekannt gegeben, dass das Mitglied unseres Aufsichtsrats Herr Gewerberat Obermeister Johann Schweiger, Göggingen bei Augsburg,infolge Delegierung in den Vorstand am 11. 9. 1933 aus unserem Aufsichtsrat ausgeschieden ist.

Augsburg, den 14. September 1933.

Franz Schwaiger,Vorsitzender des Aufsichtsrats.

https://digi.bib.uni-mannheim.de/periodika/reichsanzeiger/


Dateianhang: Augsburger Handels- und Gewerbebank (Viehmarktbank) AG, Augsburg - Deutsche Digitale Bibliothek.pdf (279 KB)

Ob diese Viehbank erst 1923 gegründet wurde oder schon vorher Bestand oder Fusionierte, ist mir leider nicht bekannt.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.06.2019 um 13:50
Der Gabisbauer war der Bruder vom Andreas, der die Reitberger Witwe heiratete und dadurch der Schwager vom Wenzeslaus Bley wurde, richtig? Also der Bruder den der Schwaiger in seiner Aussage erwähnt:
KHK Kolb: „Aber zwischen den alten Grubers war doch so ein großer Altersunterschied? Warum hat der Gruber, der doch 10 oder 12 Jahre jünger war, die alte Gruberin geheiratet?“

Andreas Schwaiger: „Ja, das war schon öfters gewesen. Die Hauptsache war, wenn so ein junger Kerl in so ein Anwesen einheiraten konnte. Wo wäre er denn hingekommen? Das glaub ich. Ich hatte selber solche Brüder gehabt, meine älteren Brüder. Da hat auch einer eine geheiratet, wo der Sohn schon 12-13 Jahre alt war. Wie mein Bruder die geheiratet hat, wo der Mann schon im Krieg gefallen ist, ist der Sohn schon auf die Hochzeit seiner Mutter und meines Bruders gegangen mit 12 oder 13 Jahren. Mein Bruder wird 27 Jahre alt gewesen sein, 37, 38, 39, ja um 12, 13 Jahre ist die schon älter gewesen.“
https://www.hinterkaifeck.net/wiki/index.php?title=Aussagen:_1980-07-04_Schwaiger_Andreas

Waren da nicht die Verdy-Bichlers Nachbarn?


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Mordfall Hinterkaifeck

03.06.2019 um 13:53
Und gab es nicht 1920 oder 1921 auch nen größeren Brand bei Thomas Schwaiger / Gröbern?


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Mordfall Hinterkaifeck

03.06.2019 um 16:36
Scheinbar genügten die Brände und Morde nicht, hier eine bis heute unbekannte Story.


Nach einer Rauferei angeschossen.
In der Gastwirtschaft in Singenbach (Obb.) kam es zu einer Rauferei, in deren Verlauf der Landwirtssohn Asam von dem Landwirt Knöferl mehrere Schläge ins Gesicht erhielt. Als sich Knöferl auf den Heimweg begab, wurde er aus der Dunkelheit heraus angeschossen.


Dateianhang: Nach Rauferei angeschossen,Asam,Knöferl,Singenbach.pdf (3024 KB)


Dateianhang: Asam Georg;Knöferl,Oberkaifeck.pdf (223 KB)


... und der Ast fällt nicht weit vom Stamm.😢


Dateianhang: 1872-249 Knöferl.pdf (395 KB)


Dateianhang: 1872-250 Knöferl.pdf (434 KB)


Dateianhang: 1876-513 Knöferl.pdf (418 KB)


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07.06.2019 um 16:05
Ungesühnte Verbrechen

Vor kurzem ist der Tagelöhner Franz Ränkel aus Tegernbach (Pfaffenhofen) der Brandstiftung verdächtigt verhaftet worden. Er
gestand nun im Jahre 1927 den Tagelöhner Sebastian Meier im Walde erschossen zu haben. Mit Ränkel wird nun noch ein anderer
Fall in Verbindung gebracht; Seit April 1930 ist der Landwirtsohn Ludwig Brückl von Gresing bei Schrobenhausen verschwunden.
Nun gelangte ein anonymer Brief an die Staatsanwaltschaft, in dem es etwa heißt:“Bei Straßhof ist eine Leiche vergraben, die Leiche werdet ihr nicht finden. Man bezieht diesen Brief auf den Gresinger Fall.
Straßhof liegt von Tegernbach nicht weit entfernt. In dem von Gresing eine Stunde entfernten Hinterkaifeck ist vor acht Jahren,
der immer noch ungesühnte sechsfache Raubmord verübt worden.

Schrobenhausen 13.April 1931

Seit einem Jahr spurlos verschwunden.Dieser Tage ist über ein Jahr vergangen, dass der 20 Jahre alte
Fahrradmechaniker Ludwig Brückl von Aresing spurlos verschwunden ist. In seiner Schlafkammer waren nach seinem
Verschwinden Blutspuren entdeckt worden. Es dürfte also ohne Zweifel ein Verbrechen vorliegen, dem man bis jetzt nicht auf die Spur kommen konnte.


Dateianhang: Brandstiftung und Mord,Brückl,Ränkel,Meier,.pdf (3129 KB)

Der Name Brückl taucht auch mi Zusammenhang mit Gump und Gänswürger auf.

Ferdinand Gump – Knecht im Pfarrhaus in Oberlauterbach – Pfarrer Braun am Vormittag des 3.
November 1872 in Wolznach – Gump und Gänswürger als Holzfäller verkleidet – Einbruch und
Fesselung der Pfarrhaushälterin U r s u l a Brückl und Raub der Pfarrkasse mit 400 Gulden.

S.30 Gump u. Gänswürger von Hans Fegert


...und auch mit der Starringer-Verwandtschaft.


Dateianhang: Brückl Zäzilia, Starringer, Gerolsbach, Oberthalern.pdf (114 KB)


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Mordfall Hinterkaifeck

11.06.2019 um 22:11
Die Hinterkaifecker waren gerade 9 Jahre unter der Erde und es ging in Waidhofen und Umgebung hoch her. Da mal ein Überfall auf einen Einödhof, ein anderes mal ein Schuss in dunkler Nacht nach einer Wirtshaus Streiterei. Ein anderes mal verschwindet ein Zweiradmechaniker und ein Brandstifter erschießt einen Tagelöhner. Was hat dass alles mit Hinterkaifeck zutun?

Ganz einfach, dass sind die Nachwehen.


Da wäre noch einer, der in den alten Akten auftaucht.

Pfaffenhofen a. d. Zlm.

Kalb aus dem Stall entwendet. Bei dem Bauern Sebastian Hackl in Waidhofen waren unbekannte Diebe in den Stall eingedrungen, wo sie an Ort und Stelle ein zwei Zentner schweres Kalb schlachteten, das Tier dann auf die nahe Wiese beförderten und dort ausweideten. Darauf verschwanden die Einbrecher mit dem gestohlenen Fleisch.


Dateianhang: Diebstahl bei Hackl Sebastian,Waidhofen.pdf (2566 KB)


Dateianhang: Personen_ Hackl Andreas – Das Hinterkaifeck-Wiki.pdf (123 KB)



Dateianhang: Hackl Xaver,Gabriel,Waidhofen.pdf (102 KB)


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Mordfall Hinterkaifeck

13.06.2019 um 12:39
jerrylee schrieb:... Was hat dass alles mit Hinterkaifeck zutun? ...
Das würde mich jetzt auch mal interessieren. Welche Verbindungen gibt es denn hier? Also mal abgesehen von der Tatsache das der Bauer, dem das Kalb gestohlen wurde, auch der Pate eines Mordopfers war.


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13.06.2019 um 18:21
Ahmose schrieb:Welche Verbindungen gibt es denn hier?
alte Seilschaften, Erbschaftsstreitigkeiten, Erpressungen,Denunziationen,Mitwisserschaft,Brandbriefe..........

Dachau. (Beraubung eines Güterwagens) Im Bahnhof Dachau wurde ein plombierter Güterwagen erbrochen. Die un ermittelten Täter erbeuteten 335 Meter weiß blau und grau karierten Bettüberzugsstoff. 390 Meter Sportflanell, weiß mit grünen Streifen, 567 Meter
blaun und weiß gestreiften Schürzenstoff. 71 Meter braunen und 76 Meter grauen Manchesterstoff. Die Stoffe haben einen Wert von 1560 Mark.

Dateianhang: Beraubung eines Güterwagens,Stoffe,Sportflanell,Dachau.pdf (1950 KB)


Langer 01


Langer 02

Die Güterwagengeschichte erinnert mich irgendwie an die Langer-Aussage.


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Mordfall Hinterkaifeck

13.06.2019 um 22:18
jerrylee schrieb:alte Seilschaften, Erbschaftsstreitigkeiten, Erpressungen,Denunziationen,Mitwisserschaft,Brandbriefe..........
Na, ich weiß nicht. Das sieht doch eher nach einer Art Auflistung von diversen Verbrechen aus der Region aus. Wo genau ist hier denn der Zusammenhang zum Mordfall?

Bauer Gruber hat also mal irgendwann etwas verkauft. Und wer anders hat woanders was geklaut. Gibt es noch mehr Erkenntnisse?


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Mordfall Hinterkaifeck

14.06.2019 um 11:28
Ahmose schrieb:Gibt es noch mehr Erkenntnisse?
Ja, die gibt es und zwar ein Übergriff der besonderen Art und nicht einmal so weit weg von Hinterkaifeck, es traf einen Gütler, in der Szene bekannt, als "Baron von Stuben".

Einbrecher überfallen einen Einödhof Besitzer und Tochter lebensgefährlich verletzt

In der Nacht zum 8. Oktober war der mitten im Walde gelegene Weiler Stuben bei Aich ach der Schauplatz einer fürchterlichen Bluttat. Das Anwesen des Gütlers Jakob Haberl wurde von Einbrechern heimgesucht.Gegen 9.30 Uhr ging der Besitzer und seine beiden Töchter zu Bett. Kurz daraus hörten sie im Wohnzimmer ein Gepolter. Als die beiden Töchter nachsahen, bemerkten sie, dag aus dem Fensterstock Marksteine heraus gebrochen waren. Sie getrauten sich aber nicht in das Haus zu gehen, sondern begaben sich in die Küche, während der Vater in einer Kammer nächst dem Hausgang weiter schlief.Vermutlich um die Bewohner an der Flucht zu hindern, Länden nun die Einbrecher quer vor die Haustür« einen Prügel, den sie mit Draht an der Türklinke befestigten. Darauf hüben sie einen Fensterstock aus und drangen in das Schlafzimmer de» Haberl ein, dem sie anscheinend im Bette mit einem schweren Gegenstand den Schädel zertrümmerten.Den Ausweg suchten die Täter durch die Küche, worauf die beiden Töchter die Flucht in den Obstgarten ergriffen. Dort setzte sich Therese Haberl mit einer Mistgabel zur Wehr. erhielt aber von einem der Täter einen schweren Schlag auf den Kopf, der ihr die Schädeldecke zertrümmerte. In schwer-verletztem Zustande blieb sie liegen, während ihre Schwester Viktoria Lärm schlug und die Nachbarn herbei-rief.Inzwischen hatten die beiden Täter, die mit Taschenlampen ausgerüstet waren, die
Flucht ergriffen und waren in den nahen Wald entkommen.
Die erste Hilfe leistete ein Arzt aus Pöttmes, der bei den beiden Verletzten schwere lebensgefährliche Schädelwunden feststellte.
Über das Motiv der Tat ist nichts bekannt. Von Bedeutung aber ist, dag bereits am 29. Sept. gleichfalls durch zwei Männer ein Anschlag auf das Anwesen beabsichtigt wurde, der aber an der Achtsamkeit der Einwohner scheiterte, worauf die Täter aus dem
Wald heraus drei Pistolenschüsse gegen das Haus abgaben. Da Therese Haberl einen der Täter mit der Mistgabel verletzt haben will, kann an genommen werden, dass dieser ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste. Zweckdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei Augsburg.


Ein zweites Hinterkaifeck

Die furchtbare Bluttat im Weiler Stuben erinnert in vielen Einzelheiten an das entsetzliche Verbrechen in Hinterkaifeck vor
etlichen Jahren, das bis heute noch ungesühnt ist. Wie in Hinterkaifeck haben sich auch in Stuben die Einbrecher über wehrlose Bewohner einer Einöde hergemacht.Vermutlich wären alle Bewohner des Unglückshauses, genau so wie in Hinterkaifeck, dem nächtlichen Überfall der Einbrecher zum Opfer gefallen, wenn diese nicht zu früh gestört worden wären.Der Ort der neuen Bluttat liegt übrigens ebenso wie Hinterkaifek in der Gegend von Aichach —Schrobenhausen.



Dateianhang: Einbrecher überfallen einen Einödhof,Haberl,Weiler Stuben,11.10.1931,Ausgabe 234.pdf (3288 KB)


Weiler Stuben bei PttmesHaberl


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14.06.2019 um 11:46
jerrylee schrieb:Ja, die gibt es und zwar ein Übergriff der besonderen Art und nicht einmal so weit weg von Hinterkaifeck, es traf einen Gütler, in der Szene bekannt, als "Baron von Stuben".
Na ja, ein bisschen weit hergeholt ist das schon. Das war ja fast zehn Jahre später. Das es in einer x-beliebigen Region zu Verbrechen kommt ist ja erstmal nix Besonderes und zweitens hat es nicht zwangsläufig etwas mit Hinterkaifek zu tun. Also, wo genau sind denn die Verbindungen zum Fall?


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