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Mordfall Hinterkaifeck

46.706 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Hinterkaifeck, Hinterkeifeck, Sechsfach Mord, Einödhof
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

27.08.2019 um 12:26
2Cat1971 schrieb:Schon allein die Tatsache, dass er sich regelmäßig an seiner Tochter vergangen hat, macht ihn für mich zum Monster. ...
Dann wäre hier aber die Frage zu stellen was für eine Art Monster er war. Inzest und Geiz machen einen Menschen nicht zum Mörder.
2Cat1971 schrieb:Ich fände es abwegig, wenn der Schlittenbauer seinen eigenen Bub so grausam abgeschlachtet hätte. Ich hätte es ja dann noch verstanden, wenn er den Altbauern erschlagen hätte, weil er ihm eine Hochzeit mit Viktoria verweigert hat. Aber den Rest der Familie?
Irgendwie erschließt sich mir das nicht.
Ich halte Schlittenbauer zwar auch nicht für schuldig, aber grundsätzlich wäre es schon möglich, v.a. wenn er dachte das der Junge gar nicht sein Kind ist.

Davon abgesehen haben die Mörder Tatwerkzeuge genutzt die sie vor Ort vorfanden. Sie sind ziemlich brutal vorgegangen. Das kann durchaus auf eine Beziehungstat hindeuten. Kann natürlich auch sein, das hier Räuber überrascht wurden die Situation eskaliert ist.


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27.08.2019 um 12:56
Ich vermute, dass der Täter aus den Bekanntenkreis kam. Ich denke, dass Räuber trotz des Mordes anschließend noch den Hof nach Geld und Wertsachen durchsucht hätten.


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27.08.2019 um 13:16
Liebe Leute,

ich hab' erst heute mit meiner Frau über dieses Thema diskutiert und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die meisten Leute, die sich hier einbringen, den Fehler machen, das Verhalten der Leute aus dem heutigen Blickwinkel zu sehen.

Meine Frau und ich, Sie 64 Jahre alt und in der Stadt aufgewachsen und ich, 62 Jahre alt und auf dem Dorf aufgewachsen haben hier schon enorme Unterschiede in der Sichtweise festgestellt, wie mag da erst der Unterschied zur Sichtweise auf dem Dorf in den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts sein?


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27.08.2019 um 15:24
Hallo
habe vor kurzem ein Video auf Youtube gesehen in dem die Frau vom Schlittenbauer so wie dessen Bruder verdächtigt werden.

Dies ist mit bis dahin völlig fremd gewesen. Aber es gibt hierfür genügend gründe um diese zu Verdächtigen.

1. Frau Schlittenbauer hatte mit Sicherheit von der Affäre ihres Mannes mit Viktoria gewusst und damit auch das ihr Mann
evtl der Vater des kleinen Jungen ist. Ich denke sie hatte daher keine gute Meinung über die Familie Gruber!

2. Wenige Tage vor den Morden starb das gemeinsame Neugeborene der Schlittenbauers, mir war diese Info bislang völlig neu.
Kann es daher nicht sein das sie einen solchen Hass auf die Familie hatte da sie ihr Kind verloren hatte und ihr Mann evtl ein Kind mit der Viktoria hat.

3. Die Tochter Cäzilia hatte bei ihrem auffinden einen Büschel Haare in ihren Händen, kann dieser den nicht evtl von einer Frau mit längeren Haaren stammen wie zb Frau Schlittenbauer?? Oder konnte man das schon damals zu 100% ihren eigenen Haaren zuordnen?


Was ich auch Interessant fand:

Das vermutliche versteck des Mörders im Heu auf dem Dachboden des Hofes waren wahrscheinlich nur die Plätze in den sich Herr Gruber und seine Tochter für den Beischlaf zurück gezogen haben.
Das würde auch die verschobenen Ziegeln am Dach erklären.


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27.08.2019 um 15:47
Finde den Fall super spannend!
Leider wird man ihn nie wirklich aufklären können - was ihn irgendwie noch faszinierender macht.


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27.08.2019 um 16:03
@gibsy83
gibsy83 schrieb:Das würde auch die verschobenen Ziegeln am Dach erklären.
Inwiefern das denn?


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27.08.2019 um 16:04
arschimedes schrieb:Liebe Leute,

ich hab' erst heute mit meiner Frau über dieses Thema diskutiert und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die meisten Leute, die sich hier einbringen, den Fehler machen, das Verhalten der Leute aus dem heutigen Blickwinkel zu sehen.

Meine Frau und ich, Sie 64 Jahre alt und in der Stadt aufgewachsen und ich, 62 Jahre alt und auf dem Dorf aufgewachsen haben hier schon enorme Unterschiede in der Sichtweise festgestellt, wie mag da erst der Unterschied zur Sichtweise auf dem Dorf in den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts sein?
Da stimme ich Dir 100% bei. Man denkt immer im hier und jetzt. Man beachtet nicht wie die Menschen damals gedacht haben. Wie auch, man war damals ja nicht dabei. Es ist also schwer sich hineinzuversetzen. Zeitzeugen gibt es ja nicht mehr.


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27.08.2019 um 16:07
jaska schrieb:jaskaheute um 16:03
anwesend
@gibsy83
gibsy83 schrieb:
Das würde auch die verschobenen Ziegeln am Dach erklären.
Inwiefern das denn?
Die verschoben Ziegeln bedeutet doch erstmal das jemand sie verschoben hat um rauszuschauen. Kann der alte Gruber gewesen sein, muss aber nicht. Ebenso können es der oder die Täter gewesen sein.


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27.08.2019 um 16:18
Na ja betrachtet man die Lage der verschobenen Ziegeln so kann die jeweilige Person nur den Hof selbst einsehen und nicht zb
zufahrten und weiter auf das Land bzw die Felder!
Ich gehe daher davon aus das der Gruber selbst diese Ziegel verschoben hat um so zu sehen ob seine Frau oder Enkel ihn nicht evtl stören wen er mit der Tochter intim war!
Außerdem müsste einem wie dem Gruber das doch längst aufgefallen sein und er hätte diese dann doch selbst wieder repariert, er war ja mehrmals auf dem Dachboden!

Ein fremder hätte mit Sicherheit auch die Zufahrten des Hofes einsehen wollen falls doch Polizei oder wer auch immer auf dem weg waren.


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27.08.2019 um 17:14
@gibsy83
gibsy83 schrieb:Ich gehe daher davon aus das der Gruber selbst diese Ziegel verschoben hat um so zu sehen ob seine Frau oder Enkel ihn nicht evtl stören wen er mit der Tochter intim war!
Es war Frühjahr, nochmal hatte es einen Wintereinbruch gegeben, es lag sogar die Tage zuvor Schnee, in der Tatnacht stürmte und regnete es.
Wenn überhaupt, dann hätte er einen "Besuch" von innen fürchten müssen. Also dass Jemand über denselben Weg nach oben gehen würde wie er und seine Tochter das Deiner Annahme nach getan hatten.
Zu diesem Zweck und bei dieser Witterung öffnet keiner das Dach.
gibsy83 schrieb:Ein fremder hätte mit Sicherheit auch die Zufahrten des Hofes einsehen wollen falls doch Polizei oder wer auch immer auf dem weg waren.
Spiel Dir das mal gemütlich durch. Welcher Besuch wahrscheinlich gewesen wäre und wie riskant für den Täter auf dem Dachboden...


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03.09.2019 um 20:51
Meiner Meinung nach gab es 4 Ausgucke der Täter. Macht ja auch Sinn zur Rundumorientierung im allgemeinen. Sekunden vor Ihrer Flucht werden sie die Ausgucke zu den Feldern nach Überprüfung der Lage wieder dicht gemacht haben, um keine Auffälligkeit von außen zu erzeugen. Die letzten 2 zum Innenhof werden nicht mehr dicht gemacht, da nach dem Erkennen , dass der Weg frei war, es nur noch darum ging, so schnell wie möglich - sozusagen wieder gemessen in Sekundeneinheiten - vom Gelände zu verschwinden. Der Weg zum Wald war kurz, aber gefährlich. Eine sich nähernde Person hätte schon in einem flachen Blickwinkel (also aus der Ferne) auf den Weg sich bewegende Objekte schemenhaft wahrnehmen können.


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03.09.2019 um 21:51
Rustin schrieb:Meiner Meinung nach gab es 4 Ausgucke der Täter. Macht ja auch Sinn zur Rundumorientierung im allgemeinen. Sekunden vor Ihrer Flucht werden sie die Ausgucke zu den Feldern nach Überprüfung der Lage wieder dicht gemacht haben, um keine Auffälligkeit von außen zu erzeugen. Die letzten 2 zum Innenhof werden nicht mehr dicht gemacht, da nach dem Erkennen , dass der Weg frei war, es nur noch darum ging, so schnell wie möglich - sozusagen wieder gemessen in Sekundeneinheiten - vom Gelände zu verschwinden. Der Weg zum Wald war kurz, aber gefährlich. Eine sich nähernde Person hätte schon in einem flachen Blickwinkel (also aus der Ferne) auf den Weg sich bewegende Objekte schemenhaft wahrnehmen können.
Jemand bringt also die gesamte Familie um und sitzt dann tagelang im Dachboden und scant die Gegend ab ob nicht doch irgendwann einmal jemand Nachschau hält?
Halt ich für wenig plausibel.


Ich glaube dass diese ominöse Versteck schon vor der Tat in Gebrauch war. Es gab ja schon zuvor mysteriöse Spuren im Schnee die jeweils nur zum Hof führten aber nicht wieder davon weg. Heißt wer auch immer sich dort angeschlichen hat, muss ja irgendwo abgeblieben sein.


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04.09.2019 um 02:13
Rustin schrieb:Meiner Meinung nach gab es 4 Ausgucke der Täter. Macht ja auch Sinn zur Rundumorientierung im allgemeinen.
Hm, so ein Ziegeldach bietet nur zwei Richtungen an. Und zwei gehobene Ziegel sind tatsächlich auch dokumentiert.
SteamedHams schrieb:Jemand bringt also die gesamte Familie um und sitzt dann tagelang im Dachboden und scant die Gegend ab ob nicht doch irgendwann einmal jemand Nachschau hält?
Halt ich für wenig plausibel.
Die Polizei stand 1922 vor genau diesem Rätsel. Daher geriet ein entflohener Raubmörder in den Fokus der Ermittler. Jemand, der keine Hemmungen hatte, die vorgefundenen Möglichkeiten zu nutzen.
gibsy83 schrieb am 27.08.2019:Na ja betrachtet man die Lage der verschobenen Ziegeln so kann die jeweilige Person nur den Hof selbst einsehen und nicht zb
zufahrten und weiter auf das Land bzw die Felder!
Ich gehe daher davon aus das der Gruber selbst diese Ziegel verschoben hat um so zu sehen ob seine Frau oder Enkel ihn nicht evtl stören wen er mit der Tochter intim war!
Das ist aber widersprüchlich. Wie ist die Situation? Schräges Dach, der Blick ist gerade auf nahe Objekte besonders schlecht, wenn nicht gar unmöglich, weil der Dachvorsprung den gewünschten Sichtbereich massiv beeinträchtigt. Im Gegenteil ist der Blick auf weiter entfernte Wege, Objekte einfacher.

Ferner: Ein Bauer, der so viel Getreide im Speicher liegen hat, wäre angesichts der Witterung geradezu ein Idiot, würde er riskieren, dass durch ein offenes Dach Feuchtigkeit eindringen und das Korn vergammeln kann. Das macht kein Landwirt.

Außerdem ist dokumentiert, dass genau zu den Ziegelöffnungen Wege aus Stroh gelegt wurden, vermutlich zur Schalldämmung.


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04.09.2019 um 11:01
@SteamedHams
Ich denke sie waren schon vor der Tat auf dem ohne Trennwände versehenen Dachboden. Sie werden dort auch nach der Tat verweilt haben, weil sie es mussten. Ich vermute, dass sich ein Täter während des Tatablaufs verletzt hat und sie so lange wie möglich ausharrten , um eine Genesung bzw. Verartzung der Verletzung zu erwirken.


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04.09.2019 um 16:07
@Rustin
Ich vermute, dass sich ein Täter während des Tatablaufs verletzt hat und sie so lange wie möglich ausharrten , um eine Genesung bzw. Verartzung der Verletzung zu erwirken.
Zitat Sigl:
"An einem mir nicht mehr näher bekannten Tag, entweder Ende März oder anfangs April 1922, verunglückte mein Bruder Karl Sigl... Damals kamen mein Bruder und ich zwischen 16 – 17 Uhr zu Hause an. Kaum, dass ich daheim war, kam Schlittenbauer zu mir in die Wohnung und sagte folgendes: „Der Monteur, der in Hinterkaifeck eben gearbeitet hat, sagte zu mir, dass sich dort niemand rührt“.


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05.09.2019 um 21:58
zilch schrieb:... Außerdem ist dokumentiert, dass genau zu den Ziegelöffnungen Wege aus Stroh gelegt wurden, vermutlich zur Schalldämmung.
So etwas gibt es nicht. Im Heu auf dem Dachboden wurden zwei große Abdrücke gefunden, die so aussahen als wenn da zwei Menschen nebeneinander gelegen hätten (das ist gesichert). Es gibt zudem einen Zeitungsbericht, wonach von dieser Stelle bis zum Kamin über der Küche Heu verstreut gewesen sei (das ist nur ein Zeitungsbericht). Mit den Löchern im Dach hat das aber so oder so nichts zu tun.
Rustin schrieb:Ich denke sie waren schon vor der Tat auf dem ohne Trennwände versehenen Dachboden. Sie werden dort auch nach der Tat verweilt haben, weil sie es mussten. Ich vermute, dass sich ein Täter während des Tatablaufs verletzt hat und sie so lange wie möglich ausharrten , um eine Genesung bzw. Verartzung der Verletzung zu erwirken.
Was für Verletzungen stellst du dir da so vor und wie sollen die in ein oder zwei Tagen geheilt sein? Man hat auf dem Dachboden kein Blut, kein Verbandsmaterial und auch sonst nicht viel gefunden.


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10.09.2019 um 11:44
@Ahmose
Es gibt da mehrere Möglichkeiten der Verletzung.

- Täter wird durch einen Reuthauenschlag versehentlich verletzt
- Täter verletzt sich selber bei einem Schlag, weil er das Ziel verfehlt. Ich denke da beispielhaft an Axtarbeiten beim Erstellen von Holzscheiten. Wenn da mal ein Schlag ins Leere geht kann das böse ausgehen
- Täter knickt in der hektischen Bewegung um mit der Folge einer Sprunggelenksverletzung, Fussbruch, Kreuzbandriss im Kniegelenk o.ä.

Potentielles Verbandsmatetial werden sie wohl wie andere Dinge, z.B. blutverschmierte Kleidung vernichtet haben.


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10.09.2019 um 13:27
Durchaus alles möglich. Wobei es schon ein hohes Risiko gewesen wäre am Tatort zu verweilen. Und dann noch auf dem Dachboden! Ich denke Räuber oder Banditen hätten das Anwesen verlassen und ggf. einen verletzten Mittäter mitgenommen. Egal ob das dem Verletzten geholfen hätte oder nicht.

Das Verstecken der Tatwaffe, das Abdecken der Leichen und das ggf. stattgefundene Füttern der Tiere deuten für mich eher auf eine Beziehungstat hin. Ebenso wie die hohe Brutalität. Viel gestohlen wurde ja auch nicht (wenn überhaupt).


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10.09.2019 um 22:09
Der Fall wird ja nun wirklich schon seit Jahrzehnten diskutiert. Es spricht alles für eine Beziehungstat, und es spricht alles für einen Einzeltäter. Die interessante Frage ist dann aber: solch ein Täter muss ja aus Gröbern oder der näheren Umgebung gekommen sein. Wenn er sich tagelang in Hinterkaifeck aufgehalten hätte, wäre sein Fehlen sicher zuhause aufgefallen. Und auch, wenn er jeden Tag nur kurz vorbeikam, um das Vieh zu versorgen, kann das kaum völlig unbemerkt geschehen sein. Man muss also annehmen, dass da jemand von seiner Familie oder ggf. noch weiteren Personen gedeckt wurde.


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10.09.2019 um 22:15
hallo @ErnstHellfritz
ErnstHellfritz schrieb:Es spricht alles für eine Beziehungstat, und es spricht alles für einen Einzeltäter.
Kannst diese Einschätzung mal genauer aufdröseln anhand der bekannten Fakten?


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