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Mordfall Hinterkaifeck

47.641 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 20:15
Nochmal zum Hund - Merkwürdige Sache

Worüber ich mich schon seit Anfang an sehr
gewundert habe: Die Grubers hören in der Nacht Geräusche auf dem Dachboden, Hinweise dass
jemand auf dem Hof ist. Gruber geht mit dem Gewehr hinauf...

Aber genau für einen
solchen Fall hat man doch einen Hund! Also ich hätte den Hund frei gelassen und ihn auf
den Dachboden gelassen. Gerade ein Wachhund würde doch zielsicher einen Fremden finden,
egal wo der sich aufhält.

Mit dem Gewehr bewaffnet und dem Hund hätte der alte
Gruber doch einen Fremden auf dem Dachboden finden MÜSSEN. So gut kann sich ein Fremder
doch gar nicht verstecken, als dass er nicht von einem Hund gerochen oder gehört
wird.

Welche Rolle spielt der Hund bei der Tat? Wenn der Hund den ersten Mord
irgendwie mitbekommen hat, der hätte sich doch niemals wieder beruhigt und so die
Nachkommenden warnen müssen.

Also das mit Hund, das ist alles so merkwürdig.
Oder?


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 20:33
Kleine Anmerkung zur Beobachtung des Monteuers bezüglich des im Hof angebundenenSpitzes:

Unter den vielen schwierig zu bewertenden Aussagen in diesem Fall scheintes mir hochwahrscheinlich, daß der Monteur in dieser Sache auch in der Befragung zweiJahre nach der Tat den korrekten Sachverhalt wiedergibt.

Selbst wenn der Monteurnicht in den Tagen nach der Auffindung der Opfer wenigstens von einem Dorfpolizisten vorOrt im Auftrag der Kriminalpolizei befragt worden ist - was ich vermuten würde, auch wenndas aus den vorhandenen Akten nicht (mehr) hervorgeht - so hat er in den Tagen nach derTat bei dem ungeheuren Aufsehen, daß der sechsfache Mord in HK bayernweit erregt hat, mitSicherheit die Situation seiner Anwesenheit auf dem Hof wieder und wieder im Geistedurchgespielt und Angehörigen/Freunden/seinem Chef genau darüber berichtet.

Derkläffende Hund ist ein so eindeutig erinnerliches Detail, daß mir Zweifel sehr schwerfallen würden.

Man stelle sich das vor: Der Monteur kommt auf den Hof, er ruft,klopft, schaut in das ein oder andere Fenster von Haus oder Stall, probiert die ein oderandere Türe.
Und dabei - Spitze sind wachsame Hunde, weil eben auch ziemliche Kläffer- geht es ständig: Blaffblaaff knurr zerr bell zerr kläffkläff blaffblaff...

Soetwas ist sehr einprägsam, das erzählt man genau so auch Leuten einige Tage danach, undgenau so weiß und erzählt man das auf Befragung nach zwei Jahren wieder.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 20:47
@Badesalz

Wenn der Monteur den Sachverhalt korrekt wiedergibt, dann muss m.E. derMörder nach der Tätigkeit des Monteurs und vor Auffinden der Leichen auf dem Hof gewesensein, um den Hund in den Stall zu bringen. Dabei muss er den Hund noch verletzt haben,weil der sich wahrscheinlich nicht fortbewegen wollte und Krawall gemacht hat. DerMonteur hat ja auch nichts von einer Verletzung des Hundes berichtet.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 20:49
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@Badesalz
Im Leuschner steht, dass die Polizei die zwei Schlafmulden von einer ArtPodest aus gefunden haben, d. h. sie haben von etwas oberhalb der Ebene, wo das Heulagerte, in die Dachschräge geleuchtet. Das würde aber bei zwei getrennten Bodenebenennicht funktionieren. Am besten wäre es, du würdest mal eine Skizze anfertigen, einscannenund posten. Dann könnten wir mal die Wahrscheinlichkeit der verschiedenen Variantendiskutieren.

@all
Ich habe jetzt mal die zwei Stadelbilder "übereinandergerechnet". Sieht so aus, als wäre der alte Gruber nur auf den Rücken gedreht worden,siehe Dateianhang.

Gruß, Manfred


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 20:51
@keller

Ach, Du beschäftigst Dich auch gerade mit dem Spitz...

Die Frageist, ob der Hund nicht schon quasi ´zwischendurch´ einen Schlag abbekommen hat!?
Ichhabe hier schon zweimal angedacht, daß der Futterbarren für die Rinder wohl eher nichtvon Mauer zu Mauer durchgängig gewesen sein dürfte, d.h., daß man auch vom Futtergang inden hinteren Bereich des Stalles kommen konnte.

Andererseits: Durch den Stalldurchgegangen sind ja (anfangs) wohl nur die ´eigenen Leute´, also die Grubers. Eventuellnoch mit beruhigenden Worten - man denke an die "Treffen-" bzw. "Lauschvariante". Undauch ein wachsamer Hund ist irgendwann mal müde und liegt vielleicht erst einmal träge inseiner Ecke (innen an der Stalltüre zum Hof?), bevor die Situation auch seineAufmerksamkeit erregt.

Ich möchte einmal die Vermutung in den Raum stellen, daßder Hund die ganze Zeit nach der Tat nur mit Gewalt ´lenkbar´ war, d.h., wenn er vomTäter vom Stall in den Hof und zurück geführt wurde (wovon ich ausgehe), eine ArtBewaffnung nötig war. In dem Zusammenhang fällt einem natürlich die Spitzhacke ein, dieSchlittenb. der Polizei präsentiert hat und die (angebl.?) im Futtertrog der Kühestand.

Der Hund könnte also durchaus mehrere Schläge abbekommen haben, z.B.zuletzt am Auffindetag, wenn er nach der Abfahrt des Monteurs schnell vom Hof in denStall sollte.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:04
@hexenholz

Es könnte durchaus nach hinten oben in diesem ´Bodenteil´ noch eine´Zwischenebene´ gegeben haben.

Auch die Decken des Maschinenraums (höher?) und desangrenzenden Raumes könnten differiert haben, auch wenn mir das nicht sehr wahrscheinlicherscheint.

Kannst Du Dir nicht die Situation mit dem beladenen Heuwagenvorstellen?
Man fährt auf der einen Seite hinein, lädt nach oben hin ab und fährtGERADEAUS auf der anderen Seite wieder hinaus!?
Also - Wetten werden angenommen...;-)


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:05
@keller

Hätte ich auch angenommen, dass man zum Nachschauen auf dem Dachboden denHund besser mitgenommen hätte.
Andererseits war es "nur" ein Spitz der nicht wirklichwas ausrichten kann.

Hm, die Geschichte mit dem Hund ist wirklich nicht ganzeindeutig.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:12
War es damals eigentlich üblich, sich einen Spitz als Wachhund zu halten?
MeineGrosselten hatten auf unserem Hof natürlich auch einen Wachhund. Das war allerdings einetwas grösseres Kaliber.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:14
@hexenholz

Wenn man Dein Bild ansieht, dann könnte es sein, dass Gruber einfachetwas gedreht wurde. Unter ihm lag dann die Kleine. Die müsste dann rechts neben ihm (vom Betrachter aus gesehen) an der Stallwand gelegen haben.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:21
@ bernstein

Hallo Bernie,

ich danke dir sehr für deine ausführliche unddetaillierte Darstellung. Ich schätze sehr Dein großes Wissen im Fall HK.

Ichhabe letztes Jahr, kurz vor Weihnachten. das Buch HinterkaifecK "Spuren eines mysteriösenVerbrechens" per Zufall in die Hände bekommen und gelesen. Ich war erschlagen von demFall, ich konnte mich gar nicht mehr freuen. Mehr noch, diese Ungerechtigkeit,Ungeheuerlichkeit hat mir sehr zugesetzt und meine Gedanken und Gefühle völligbeeinflusst.

Nachdem ich ein Bißchen "genesen" war, habe ich über das Internetversucht, mehr über diesen Fall zu erfahren und bin dann vor ca. 3 Monaten beiAllmysterie "gelandet".

Euer Forum hat mich fasziniert. Ich habe alle Beiträgegelesen. Vieles entsprach dem, was ich über all die Monate mir zusammengetragen undzusammengeraimt hatte.

Ich habe versucht, mir vorzustellen, wie es ist auf demLande ist, zu der damaligen Zeit, unverheiratet ein Kind zu bekommen. Es war selbst inspäteren, moderneren Zeiten noch verpönt ein uneheliches Kind zu bekommen.
Vic musstegute Gründe haben, L.S. nicht zu heiraten.

Ich glaube, dass Vic sehr unter derKuratell ihres Vaters stand. Einerseits sehr katholisch, aberandererseits auch sehrpatriarchalisch geprägt war.

Jetzt zu meiner Aussage zur Lage von Cilly auf denFotos: Ich bin immer noch der Meinung (Intuition), dass sie in der von mir beschriebenenPosition vor der Steinwand im Stadl liegt. Da sie meiner Meinung nach blond war, siehtman sie umso schlechter auf den mehr belichteten und auch vergrößertenFotos.

Thsüss und horido

Alicia


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:32
@dida

Spitze waren noch in meiner Kindheit in den 70er Jahren auf Bauernhöfen desöfteren zu sehen.
Meine Schwester ist mal von einem Spitz (beim vorbeiradeln)´gezwickt´ worden - ein absolut nerviges Vieh.

Effektive "Kläffer" - wohl auchdeshalb heute wenig gehalten.

Ein größerer Hund wäre vielleicht´eindrucksvoller´gewesen, benötigt aber entsprechend mehr Futter - damals mit Sicherheitein gewichtiges Argument.

Und ob ein Riesenvieh oder ein mittelgroßer Hund an derKette liegt und bellt, ist eigentlich gleich.
Wenn man sie dann losläßt, wäre derUnterschied für Einbrecher sicher deutlich und ´spürbar´.

Aber auch hier einEinwand: Es hängt auch vom Charakter und der Erziehung des Hundes ab, ob er eineffektiver Wach- und Schutzhund ist oder eine lahme Tröte, die keiner Fliege etwaszuleide tut.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:40
@Badesalz

Ich hab mich grad mal bei wikipedia über den Spitz schlaugemacht.
Stimmt, muss ein ziemlicher Kläffer sein und bissig (mutig) obendrein. Hätteich dem Spitz gar nicht zugedacht ...


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:43
@keller

Der Boden dürfte zum ausgehenden Winter (ja, ja: beginnenden Frühjahr...)durchaus so übersichtlich gewesen sein, daß der alte Gruber sicher sein konnte, daß da -zumindest tagsüber bei der Kontrolle - niemand war.
Das Heu hätte zu diesem Zeitpunktnicht mehr lange reichen müssen, die Haufen werden nicht mehr so tief und unübersichtlichgewesen sein wie vielleicht noch im Herbst.

Ob er nicht ohnehin den Hund dabeihatte, wissen wir eigentlich nicht (oder?), aber selbst ohne Hund wird der Bauer seinenHof und die möglichen Verstecke gekannt und genau abgesucht haben.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 21:56
@Badesalz

Ja, das sehe ich genauso. Aber das würde doch nur eine Schlußfolgerungzulassen, der oder die Krachmacher haben Krach gemacht und sind dann wieder weg, bevorder alte Gruber kam. Oder?

Du scheinst Dich ja mit Hunden auszukennen. Angenommenein Fremder würde sich irgendwo auf dem Dachboden verstecken. Der Hund wäre losgelassen.Würde der Hund ihn finden?


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 22:05
Der Hund würde unerwünschte Mitbewohner auf jeden Fall riechen können und somit finden!


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 22:09
@dida

Genau das denke ich auch. Aber das macht die Sache doch seltsam.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 22:13
Also wie ich vorhin schon schrieb ... die Hundsgschicht' ist noch nicht wirklicherklärbar.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 22:31
@keller

...war gerade kurz weg.

Das ist ganz meine Ansicht von Anfang an -wenn überhaupt menschliche ´Krachmacher´, dann nur zeitweise da. Sinnvollerweise alsonachts.

Auch ich glaube nicht an die von @inquisiteur abgelehnten ´Ferien auf demBauernhof´ - weder vorher noch nachher.
Aber das dürfte im Thread ohnehin die weitüberwiegende Meinung sein.

Zur zweiten Frage: Ich bin da kein Experte...
Eskäme wohl auf die Rasse und auch auf den jeweiligen Hund an.
Ich denke aber, ein guterWachhund (überhaupt ein ´aufgeweckter´ Hund) würde Fremde auf dem Dachboden aufspüren.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 23:23
@hexenholz

Vom Prinzip her sind wir ja derselben Meinung: Auf einer Seite beladenrein, abladen, gerade durch, mit dem leeren Heuwagen wieder hinaus.

Wie kommt eseigentlich zu deiner ´langen Variante´? Habe ich da etwas übersehen??

Meine ´kurzeVariante´ ist vielleicht entstanden, weil ich das in ähnlicher Form vom längst aufgebenenBauernhof einer Verwandten kenne.


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Mordfall Hinterkaifeck

03.08.2007 um 23:25
@all
- ich glaube, die Heumulden wurden nach der Tat hergestellt. "Mann" hatte jajede menge Zeit dafür.

- die Tumulte auf dem Dachboden vor dem Mord habenvielleicht schon stattgefunden, aber übernachtet usw. hat meines Erachtents keiner. Daswar reine Einschüchterung.

- Gehen wir mal davon aus, der Gruber hat auf denDachboden nachgeschaut und nichts gesehen - dann deutet das doch darauf hin, zumal derDachboden ja ziemlich übersichtlich war.
Die Polizei hat doch festgestellt, daß derBoden mit einer Schicht Heu ausgelegt war, "da konnten die wie über einen Teppichdrübergehen, daß keiner es bemerkt"
Wenn Gruber nachgesehen hat, dann wäre ihm dasdoch sofort aufgefallen.
'Darum meine Theorie - das das alles nach dem Mord gemachtwurde.

- Ein Spitz kann gefährlicher werden als z.B. ein Schäferhund - ich habdas bei einem befreundetem Ehepaar gesehen - die hatten ca. 7 Jahre auch einen Spitz -und der hat einfach, - da war gar nichts - dem "Herrchen" die Nase abgebissen???

- Die Geräusche auf dem Dachboden könnten für ca. 1/4 Stunde insziniertgewesen sein, dann entfernt sich der "Geräuschemacher/Täter" wieder - vielleicht mittelsdes Heuseils durch das Motorenhaus

-Der Hund wurde, als die Tat in Szene gesetztwurde schon mit einem Schlag "lahmgelegt" , konnte also nicht mehr bellen.

-DerHund bellte nur beim A.Bichler nicht, was aber nicht heißen soll, daß ich den in dennäheren Kreis der Verdächtigen ziehen will - weil ja der ein Alibi hat

-ApropoAlibi ? Dieses scheint mir bei den Brüdern Bichler auch nicht geradewasserdicht

-Was ich auch nicht verstehe - was soll ein angeketteter Hund im Stallvor Einbrechern schützen. Die schmeißen dem ?vielleicht? hungrigen Hund ein Stück Wursthin - und schon gibt er für eine Weile zumindest eine Ruhe- und die können stehlen wassie wollen. Vielleicht haben das die Brüder Bichler auch so gemacht, die stahlen doch,lt. Victoria.

-Kann mir vorstellen, daß der Hund nicht genug zum fressen bekam unddaher bestechlich war, zumindest kommt mir das so vor, weil er bei den Bichler auch nichtbellte.

Tja, das mit dem Hund - ich hab eine Katze, und die bewacht mich vor einenHund, d.h., immer wenn ich mit ihr unterwegs bin und die sieht einen hund, beiß sie michin den Schuh, will damit sagen, bleib stehen - Gefahr - Hund ! ;-)))))) süß, oder?
Gut Nacht, elfeee


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