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Mordfall Hinterkaifeck

48.189 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 14:22
Link: www.donaukurier.de (extern)

@alle,
der fairness halber, auch des interesses wegen,
hier ein paar andere geheimnisvolle Sagen und Heimatgeschichten aus dem umfeld von Gerolsbach, Gröbern bzw. Waidhofen:

--- das sagenhafte versunkene schloss GEROLSECK - naehe heutige Aichmuehle
--- der Pestfriedhof bei Kemnath
--- die Figurenackerkapelle in Klenau wo Verstorbene tanzen
--- die alte Burg auf dem Zierberg, wo "natuerlich" auch es spuken soll !
--- vom Schatzberg bei Singenbach
--- der unheimliche Haidforst mit dem Eichberg bei Groebern: dort oben angeblich frueher mal ein schloss ! der ganze Haidforst angeblich ein ort manch duesterer ereignisse ! dan passte wohl Hinterkaifeckirgendwie dazu !?

im weblink (oben) eine kurze heimatkundliche zusammenstellung von Hr. R. Haplik !
*************************************************************
ciao: Bernie


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 16:13
@alle,
.. es wird wahrlich immer fragwuerdiger im falle der angeblichen Plakiatsklage von P. Leuschner gegen A. M. Schenkel !!

nachdem vor kurzem der Donaukurier eine meldung veroeffentlichte, die von vielen etablierten medien uebernommen wurde, und auf die ich hier im forum auch verwies,
..... nun also offiziell eine klage von H. Leuschner gegen Fr. Schenkel am Landesgericht Muenchen eingereicht worden sei,....,
veroeffentlichte die EDITION NAUTILUS ( Schenkel's "Tannoed" /"Kalteis") neuerdings ( am 14.8.2007) ein KLARES DEMENTI dazu !

ich zitiere (auszuege aus der online-meldung der TAZ vom 15.8.2007:
**************************************************
" .... Am Freitag nun meldete der Donaukurier vorab, dass Leuschner nun wirklich beim Landgericht München Klage gegen Andrea Maria Schenkel eingereicht habe. Die Medien übernahmen die Nachricht unhinterfragt .............. << u s w >> ...........
.......Gestern nun hat dieEdition Nautilus mitgeteilt, dass das Landgericht München nicht bestätigen könne, dass eine Klage gegen den Verlag und die Autorin vorliege. Es ist ein lächerliches Theater, das Verlag und Autorin da leider mitzuspielen gezwungen sind. Es hilft immerhin beim Verkauf: Von "Kalteis", dem neuen Krimi von Andrea M. Schenkel, der gerade erst erschienen ist, wurden schon jetzt 80.000 Exemplare verkauft. ......."
--- TAZ- zitat ende ---

hmm hat da jemand kalte fuesse bekommen, soll die anklage ueberarbeitet oder modifiziert/optimiert werden ?
hat mann/frau sich gar kritische oder warnende kommentare zu herzen genommen ??

aufgemerkt:
sogar der gute herr Alois S. hat seine nunmehr sehr stichwortartigen reflektionen zum thema Hinterkaifeck auf der startseite seiner HP etwas erweitert und lamentiert offensichtlich ueber zunehmende geldgier, und gar gefuehllosigkeit in punkto HK !
tja, da kann ich ihm sogar irgendwie beipflichten !

daher einketzerischer vorschlag:
************************
um nun allen gegenseitigen finanziellen anspruechen gerecht zu werden, wird gegebenfalls vom OLG (Oberlandesgericht) München demnaechst der name HINTERKAIFECK auf INTERKAIFECK geaendert werden !! --- lage ja eh im trend, oder ?

*********************
ciao: Bernie der pöse purche
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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 16:57
Die Plagiatsstreitigkeiten sind schon sehr merkwürdig.

Vielleicht sieht es für Herrn Leuschner deshalb nicht so gut aus, weil Frau Schenkel ihn ganz am Anfang, als das Buch gedruckt, aber kaum verkauft war und noch keinen Krimipreis bekommen hat, besucht hat, um ihm ein Exemplar zu übergeben. Soweit ich weiß soll das schon im Jahr 2006 gewesen sein. Leuschner hat dann über ein Jahr lang nichts unternommen. Er hat es damit erklärt, weil er das Buch nicht gelesen hatte. Erst nachdem das Buch dann sehr nachgefragt war, im Jahr 2007 hat er den Plagiatsstreit angekündigt. Man kann ihm nun vorwerfen, dass er durch sein Abwarten seinen möglichen Anspruch gegen Frau Schenkel bewusst in die Höhe getrieben hat.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 17:06
@AngRa

Ich war heute hier bei der Raiffeisenbank,bzw. dem Lagerhaus, das auch mit Baumaterialien handelt und habe mal nachgefragt, ob man bzgl. der Preise von ca.1922 für solche Eisenträger noch was in Erfahrung bringen könnte.
Der Betriebsleiter konnte mir auf Anhieb nichts sagen aber er versucht sich schlau zu machen, alte Aufzeichnungen sind wohl noch vorhanden, aber wie weit diese zurückreichen wusste er nicht und ob damals überhaupt solche Eisenträger vertrieben wurden. Ich soll mich anfang nächster Woche noch mal melden, vielleicht weiß er dann was.
Wäre doch super, wenn man wenigstens eine Richtwert hätte, wie teuer diese waren.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 17:21
@schimmelchen

Das wäre wirklich toll. Denn ein Teil des besorgten Geldes muss Victoria für diese Dinge schon bereitgehalten haben oder teilweise schon ausgegeben haben (Eisenträger). Ich kann mir die Größenordnung der Kosten überhaupt nicht vorstellen!!!


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 17:28
@AngRa
Ich kann es mir auch nicht vorstellen, wie teuer dies war.
Aber ich denke die Eisenträger waren schon länger auf dem Hof gelagert, ich hab es schon mal in einem Beitrag geschrieben, da diese auf dem anderen Hoffoto mit Baum näher am Haus lagern und der Baum noch stand.
Ich hoffe ich bekomme Auskunft, der Leiter war auf alle Fälle sehr entgegenkommend.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 17:30
@schimmelchen,
@AngRa,
auf jeden fall ein interessanter ansatz ! hoffen wir, dass der hilfsbereite "baywa-mensch" noch etwas informatives dazu in den alten unterlagen findet, ohne dabei 'ne staublunge zu riskieren !
*********
ciao: Bernie


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 17:34
@alien_hunter,
na zumindst duerfen wir in aller verklemmt-autistischen schuechternheit annehmen, dass es kein kollektiver selbstmord war ! --- :-)
*** bernie ***


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 18:22
Aussageverhalten der Bevölkerung

1926 haben die Bewohner der Umgebung L.S. besonders verdächtigt.

Insbesondere ging es um den Punkt, dass Sigl erzählt hat, L.S. habe ihnen am 4.4.1922 nach Auffinden der Leichen von innen mit dem rechtmäßigen Haustürschlüssel die Tür aufgesperrt. Viele würden sich nun fragen, wie der zu dem Schlüssel kam.

Diese Information hat Georg Greger im Januar 1926 dem KOI Reingruber persönlich überbracht.
Außerdem hat er Reingruber über die Prozesse zwischen Sigl und L.S. informiert, insbesondere über den Sühnetermin bei Bürgermeister Gall. Der hat daraufhin aber nichts unternommen, sondern nach Leuschner nur nochmals die Akten durchgeblättert, um sich die Aussagen von Sigl, Pöll und S. zum Auffinden der Leichen durchzulesen. Dabei hat er gelesen, dass S. die Tür zum Wohnhaus von innen geöffnet habe. Einen Hinweis, ob die Tür nur verriegelt oder abgeschlossen war, konnte er den Aussagen nicht entnehmen.
Dann hatte er damalshinsichtlich des Schlüssels in der Tat einen wichtigen belastenden Hinweis, dem er hätte nachgehen müssen, d.h. er hätte nachermitteln müssen durch erneute Zeugenvernehmungen.

Ich kann mir vorstellen, dass die Leute aus Gröbern und Umgebung das auch erwartet haben. Da geht der ehemalige Bürgermeister extra nach München, um dem zuständigen Polizeibeamten wichtige Informationen zum Mordfall Hinterkaifeck zu geben und es tut sich nichts.

Ich kann mir auch vorstellen, dass insbesondere diese Schlüsselgeschichte Greger zum Nachdenken gebracht hat und er gemerkt hat, dass er vielleicht 1922 L.S. zu schnell ein gutes Leumundszeugnis ausgestellt hat.

Das muss für alle möglichen Zeugen sehr deprimierend gewesen sein. Evtl. war diese Erfahrung auch der Grund dafür, dass dann niemand mehr etwas wusste und Sigl weggezogen ist, weil er gemerkt hat, dass er mit seinen Angaben bei den zuständigen Stellen nichts erreichen kann und sich nur evtl. in Gefahrbringt.

Merkwürdig ist aber auch, dass 1926 das Wohnhaus von S.abgebrannt ist.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 19:06
@AngRa

Das war mir bisher nicht bekannt.
Wenn der ehemalige Bürgermeister Greger persönlich nach München fuhr, um mitzuteilen, was er erfahren hatte bzw. was vorfiel im Streit mit Sigl und L.S.,das mit dem Schlüssel und die Polizei, bzw. Reingruber daraufhin nichts unternommen hat, das ist ja in meine Augen ein ganz schöner Hammer!
Da kann/könnte ich mir auch erklären, daß Sigl weggezogen ist, das setzt ja dem Fass der Auseinandersetzung noch den Boden auf.

Natürlich werden die Einwohner damit gerechnet haben, daß irgendetwas passiert, wenn eine doch ehemalige "Respektsperson", jemand,der bestimmt noch Einfluss hatte in der Gegend, welche dem L.S. ursprünglich ein gutes Leumundszeugnis ausgestellt hat, und ggf.(wenn ich es richtig verstanden habe) in seiner Meinung umschwenkt, persönlich vorspricht und seine Angaben macht.

Da kann Sigl ja gar keinen anderen Weg gesehen haben, wenn er von der Schuld des LTV überzeugt war, als letztendlichwegzuziehen, denn dann noch nebeneinanderherzuleben, das war ja unzumutbar, zumal er aus seinem Verdacht ja öffentlich keinen Hehl gemacht hat.Und die anderen Einwohner werden sich gefürchtet haben, wenn gegen den L.S. , nachdem Greger in München war, nichts unternommen wird, wie Du auch schon geschrieben hast. Selbst für die Anwohner waren die Beweise bestimmt ausreichend, und die Polizei ermittelt nicht?

Und das mit dem Hof, das der abgebrannt ist, vielleicht waren es einzelne Einwohner, die vielleicht auch nicht von der Unschuld überzeugt waren.....und die sich nicht anders zu helfen wussten, nur ein Gedankengang von mir..........


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 19:28
@saro

Hat Heinrich Ney sich 1953 richtig erinnert?

Das ist durchaus möglich.
Andererseits lag der Fall damals 31 Jahre zurück.
Ich kann mich in dieser Frage nicht entscheiden - beide Darstellungen bleiben für mich möglich.

Ob die alte Frau Gruber nun auch gewürgt wurde oder nicht, würde aber am vermuteten Ablauf der Tat nicht sehr viel ändern.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 19:34
@AngRa

Wenn Kommissar Reingruber 1926 geschlampt hat, dann war zumindest der pösepöse Saatsanwalt Keller nicht mehr schuld.
Oder irre ich mich?


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 19:38
@schimmelchen

Ja, über den Brand von 1926 habe ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht. Ich denke mir nur immer, dass wenn es Brandstiftung gewesen wäre und das konnte man m.E. auch damals schon nachweisen, dann hätte L.S. doch evtl. in der späteren Vernehmung von 1931 geklagt, dass er wegen der unglaublichen Verdächtigung in Kreisen der Bevölkerung sehr viel zu leiden hatte und dass sogar jemand sein Haus angezündet hat..etc.
Ich weiß, dass früher oft ein Blitzeinschlag Brände in Häusern verursacht hat. Die alten Leute hatten deshalb immer eine Riesenangst vor Gewitter. Ich erinnere mich daran, dass meine Großmutter, die zum Schluss bei uns in einer Großstadt gelebt hat, immer noch diese Erinnerungen hatte und bei Gewitter nachts aufgestanden ist, eine Kiste mit Ausweisen, Urkunden, Sparbüchern etc. bei sich, um diese wichtigen Dinge vor einem Brand zu retten.
Aber wie gesagt, das sind alles nur Vermutungen... Der Zeitpunkt 1926 bleibt merkwürdig.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 19:51
@AngRa

Dazu, warum L.S. dies nicht beklagt hat, daß der Hof abgebrannt ist, käme mir als aller Erstes der Gedanke, daß er nicht wusste wer es war, bzw. wer dabei war und er selber Angst hatte, (da er evtl. der Täter war, und nciht noch mehr Wirbel machen wollte), aufgrund der Verdächtigungen, er keine Beweise hatte gegen jemand konkreten hatte, daß der Hof nochmal brennt, denn seine Familie wäre ja auch damit bedroht gewesen, und ob nochmals alle glimpflich davonkämen mit Leib und Leben ?
Erstmal mein Gedanke dazu.......(im Moment)


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 20:12
@Badesalz

Renner ist 1924 zum Richter am Oberlandesgericht ernannt worden. Im Herbst 1926 war StA Pielmaier zuständig, als 4. Staatsanwalt seit Beginn der Ermittlungen. D.h. von 1924-1926 waren noch zwei andere Staatsanwälte zuständig, die im Leuschner-Buch nicht namentlich erwähnt werden. Der ständige Wechsel der Staatsanwälte kann nichts mit der Auflösung des Landgerichts Neuburg zu tun haben. Denn 1926 gab es das Landgericht Neuburg noch und Pielmaier war Staatsanwalt beim Landgericht Neuburg. Es ist auch merkwürdig, warum gerade in einem so wichtigen Fall nach Weggang von Renner so viele Staatsanwälte zuständig waren, die sich in die umfangreichen Akten neu einarbeiten mussten. Ich denke, dass es für den Dienstherrn und den obersten Dienstherrn, das Justizministerium, schwierig war in dem besonderen Fall einen geeigneten Nachfolger für StA Renner zu finden.

@schimmelchen
Das könnte natürlich auch der Grund sein, warum L.S. vorsichtshalber nicht über denBrand geklagt hat.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 20:13
@AngRa

Ich habe gelesen, daß die Versicherung den Schaden des Brandes bezahlt hat...meinst Du, daß die damals auch schon mit ihren Mitteln geprüft haben, also mit "Versicherungsvertreter" vor Ort oder ob da nur die "örtliche Polizei" zuständig war? Was meinst Du?


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 20:45
@schimmelchen @AngRa

Das ab Anfang des 20ten Jahrhunderts, verstärkt aber zu beginn der 20er Jahre öfters teilweise ganze Dörfer nach und nach abbrannten, hat sicherlich auch damit zu tun, dass einheitlich Brandversicherungen abgeschlossen wurden.
So konnten sich manche Bauern unpassend gewordene Stallungen günstig modernisieren bzw. vergrößern.
Tja und wenn schon mal der Nachbar modernisiert hat, war der Zwang für die anderen Bauern auch gegeben.
Gilt natürlich nur für einen geringen Teil der damaligen Brände, oder weiss mann es?
Manchmal wurde gemunkelt, das die Maurer schneller am Objekt waren als die Feuerwehrmänner....
Also musste der Brand nicht zwangsweise zum Nachteil des S gewesen sein.
Aber wiegesagt alles nur Spekulation.

Grüsse H.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 20:46
@schimmelchen

Ich denke, dass Versicherungen auch schon 1922 geeignete "Schadenssachbearbeiter" mit detektivischem Spürsinn hatten. Das Stichwort "heiße Sanierung" ist auch schon lange bekannt. M.E. ist der Fall von der Versicherung, insbesondere auch im Hinblick auf Brandstiftung untersucht worden, weil dann den Schaden in erster Linie der Verursacher zu tragen gehabt hätte. Das die Versicherung den Schaden reguliert hat, spricht m.E. dafür, dass keine Brandstiftung vorgelegen hat.


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Mordfall Hinterkaifeck

23.08.2007 um 20:47
@holledauer

Du meinst, dass es auch sein kann, dass einige Höfe "heiß saniert" worden sind? Natürlich alles nur Spekulation. Das ist mir schon klar.


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