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Mordfall Hinterkaifeck

47.680 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Bauernhof, Hinterkaifeck ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Hinterkaifeck

Mordfall Hinterkaifeck

27.04.2007 um 11:16
@AngRa + @hexenholz + @oldschool70 , aha, auf jeden fall ein interessanter aspekt!

wie ich jedoch die infos zum "EINJÄHRIGEN" verstehe, ist das leider NICHTdie
(lebensrettende) moeglichkeit , sich nach schon einem jahr kriegsdienst wieder auseinem
Sch*sskrieg verabschieden zu duerfen, sonder "nur" die option, untervoraussetzung
gewisser schulischer qualifikation und vorgeschriebener abschluesse,sowie
fuehrungszeugnis, eine spezielle, auf EIN JAHR verkuerzte(sonder)-wehrgrundausbildung
, mit ausblick auf eine gewisse offizierslaufbahn imunteren bis maximal mittleren
bereich, durchlaufen zu koennen !
das konnte fuerden ein oder anderen jungen mann
schon eine interessante alternative sein, wohl auchfuer deren familien, wo jeder man
(arbeitskraft) gebraucht wuerde: wielandwirtschaftl. betriebe / kleine
handwerks-betriebe, usw. !

allerdings,wie schon oben gesagt, musste die
familie des "Einjährig-Freiwilligen" gewissefinanzielle lasten dieser ausbildung selbst
uebernehmen, vermutlich auch mittels(teilw..) vorfinanzierung .

nach
einberufung im rahmen der allgemeinenmobilmachung in den kriegsdienst landete der
"Einjaehrig-Freiwillige" genauso in dervernichtungsmaschinerie wie alle anderen, und
auch genau so lange !! - wobeibekanntlich die unteren bis mittleren (hauptmann)
offiziersdienstgrade einen sehrhohen blutzoll zu leisten hattenn: sie waeren ja
unmittelbar noch in denkriegshandlungen verstrickt, mussten vorbild sein, mussten
"voranstuermen" ! ( ...hurrah ..)

Wikipedia ist ja zuweilen mit etwas
vorsicht zu verwenden, aberin punkto Einjährig-Freiwillige gibts meineserachtens eine
sehr informativeseite:
Wikipedia: Einjährig-Freiwilliger

*** ciao:bernie ***


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Mordfall Hinterkaifeck

27.04.2007 um 15:40
@all,
Jetzt hoffe ich nur, dass der Fehler bei der Erfassung der Daten von KarlGabriel aufgetreten ist. Laut Datensatz des Volksbundes diente er nämlich in der 5.Kompanie, nicht in der 6.. Die Polizei ermittelte damals aber gegen Angehörige der6.
Kommt jemand an die Regimentslisten des BRIR 13 'ran?

Gruß, Manfred


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Mordfall Hinterkaifeck

27.04.2007 um 16:09
@hexenholz,
da aber geburtsdatum/todesdatum/geburtsort/vor+nachname zumindest oksind, auch der (front)-sterbeort, incl. die letzte ruehestaette vom log. konzept herexakt passen, gehe ich sehr stark davon aus, dass es sich mit hoher sicherheit um"unseren" Karl Gabriel handelt. ob nun aber 5. oder 6. kompanie im BRIR-13, hmm, evtl.wurde spaeter sogar die eine oder andere kompanie aufgeloest, mangels menschenmasse (sehr zynisch ) ?? so als beispiel: wurde aus der 6. komanie die 5., und dierestmannschaften in die groessere kompanie eingegliedert, oder umgekehrt ? abervermutlich ist es nur ein simpler ein (ab)-schreib- bzw. informations-fehler aufirgendeiner seite !

habe heute nach online-infos zum 13. Bayerischen ReserveInfanterie-regiment gesucht : da gibt quasi nix, und von einer 5. / 6. kompanie garnicht zu sprechen. eins ist klar, die "jungs" hatten fuerchterliches mitgemacht, dasBRIR-13 wird auch noch 1917/18 wegen grosser tapferkeit ( auch verluste ) erwaehnt,hielten ihren frontabschnitt gegen ueberlegene feindl. kraefte, aber ansonsten praktischkeine konkreten details zu internen strukturen/abteilungen mit namen zumindest der derfuehrungsoffiziere.
*** ciao: Bernie ***


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Mordfall Hinterkaifeck

28.04.2007 um 09:21
Hallo Leute,
heute war in unserer Lokalzeitung (Donaukurier) ein Bericht überHinterkaifeck, darin werdet auch ihr erwähnt, also die Seiten allmystery undfreizeit-soko. Außerdem erscheint die nächsten Wochen eine Serie über HK, jedes WE werdendie Erkenntnisse des ehemaligen Donaukurierredakteurs Josef Ludwig Heckers noch einmalveröffentlicht. Er war der erste der zu dem Thema ernsthaft recherchiert hat und seineDarstellungen bereits 1950 im Donaukurier in einer Serie veröfftentlicht hat. Nun wirddiese Serie noch einmal wiederholt.
Der heutige Artikel war quasi ein Einstieg in dasThema, es wurden über die Plagiatsvorwürfe von Leuschner an Schenkel berichtet, was dieFaszination an HK bis heute ausmacht und ein Anwohner (Bauer aus Kaifeck) stellt seineMeinung zur HK-Hysterie dar.
Falls ihr das noch nicht wusstet, wollt ichs nur malgesagt haben.
LG Bettina


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Mordfall Hinterkaifeck

28.04.2007 um 11:21
@bettany

vielen Dank für den Hinweis. Hier bei uns in Offenbach haben wir davonnatürlich noch nichts mitbekommen. Das ist ja alles sehr interessant, vor allem weilZeitzeugen berichten.

Gruß Angela


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Mordfall Hinterkaifeck

28.04.2007 um 12:59
@bettany

super, danke für den Hinweis. Vorallem die Statements der Zeitzeugeninteressieren auch mich.
Wirst Du regelmässig über die interessantesten Aspekte derSerie hier im Forum berichten?

Wünsche ein Schönes Wochenende!

Kai


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Mordfall Hinterkaifeck

28.04.2007 um 19:35
@bettany
Könntest Du uns auf dem Laufenden halten, was die so alles in der Zeitungschreiben?? Ich bekomm den Donau Kurier hier nämlich nicht.
Wäre echt lieb


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Mordfall Hinterkaifeck

29.04.2007 um 00:04
Hallo Freizeitprofiler,

wie ich gesehen habe, kann man die elf Folgen derUrfassung von Josef Ludwig Hecker beim Donaukurier als Nichtabonnent für 8,90 €herunterladen. Im Moment scheint die Mimik jedoch noch nicht zu funktionieren. DieZahlungsabwicklung erfolgt über Firstgate Click&Buy.

Näheres ist hier zufinden:

http://www.donaukurier.de/special/hinterkaifeck/art73058,1662471.html

Servus

Tp


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Mordfall Hinterkaifeck

29.04.2007 um 11:41
Da im Leuschner Buch Lorenz Schlittenbauer als Ortsführer bezeichnet wird, habe ich michdafür interessiert, welche Funkfion ein Ortsführer hat.

Die Klärung der Funktion ist mir bislang nicht so richtig gelungen. In Art 60a der heute geltenden BayerischenGemeindeordnung ist von einem Ortssprecher die Rede, der gewählt wird, ein Ehrenamtbekleidet und an Sitzungen des Stadtrates bzw. Gemeinderates beratend teilnimmt. Etwasentsprechendes habe ich in der Bayerischen Gemeindeordnung von 1869 nicht gefunden, d.h.aber nicht, dass es etwas Ähnliches nicht gegeben hat.

Ich bin im Rahmen derRecherchen nur darauf gestoßen, dass das Amt des Bürgermeisters sich nach demSelbstverwaltungsgesetz von 1919, durch das die Bayerische Gemeindeordnung von 1869geändert wurde, verändert hat. Die Kompetenzen des Bürgermeisters wurden auf den Vorsitzim Stadt-bzw. Gemeinderat beschränkt. Alleiniges Vertretungs-und Verwaltungsorgan derGemeinde war der gewählte Stadt bzw. Gemeinderat.

Unter diesem Gesichtspunktlässt sich verstehen, dass ein Bürgermeister mit abgespeckten Kompetenzen mit LorenzSchlittenbauer keinen Ärger haben wollte und ihm deshalb auf Nachfrage des Staatsanwaltesein gutes Leumundszeugnis ausgestellt hat. Ich war früher immer davon ausgegangen, dassder Bürgermeister der absolute Chef ist und es gar nicht nötig hat auf andere Rücksichtzu nehmen.

Die 1919 definierte neue Rolle des Bürgermeisters hat sich in derPraxis im Übrigen nicht bewährt, so dass die Kompetenzen durch Gesetzesänderung im Jahr1924 wieder erweitert wurden.

Ich habe mir dann überlegt, welche Verbände fürLandwirte es damals wohl so gegeben hat. Dabei bin ich auf den Bayerischen ChristlichenBauernverein gestoßen. Dort ist der Begriff Ortsführer auch nicht bekannt. Aberinteressant ist, dass von 1913 bis 1933 1. Generalsekretär ein Sebastian Schlittenbauerwar. Sebastian Schlittenbauer ( 1874-1936) war von 1912 bis 1933 auch Mitglied desLandtags. Sebastian Schlittenbauer war auch einer der Mitbegründer der BayerischenVolkspartei. Ob der vielleicht mit Lorenz Schlittenbauer irgendwie verwandt ist? Kanndoch wohl nicht sein.Oder?


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Mordfall Hinterkaifeck

29.04.2007 um 11:43
Ich denke die Publikation dürfte es sowieso zu kaufen geben, da es ja schon einmalveröffentlicht wurde. Auf einem Foto in den letzten Tagen war ein kleines Heftchenabgebildet, vielleicht legt der Donaukurier es ja wieder aus aktuellem Anlass auf. Wobeies eigentlich Blödsinn ist, denn die Abonennten können sich ja auch die Sonderseiteherausnehmen und sammeln. Ich hab leider keinen Scanner sonst würde ich die Seiteinscannen, aber nicht, dass ich auch noch Ärger bekomme wegen Urheberrechtsverletzung.Scheint ja im Moment ein heißes Thema zu sein. Aber warten wir mal auf nächste Woche, derArtikel dieses Mal ist nicht lohnenswert etwas darüber zu erzählen, es ging wirklich nurum die Faszination des Mordfalles die bis heute anhält und um den Streit zwischen denAutoren. Dann war noch das allseits bekannte Foto des Hofes und des Marterlsveröffentlicht.


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Mordfall Hinterkaifeck

29.04.2007 um 17:27
hallo
@all...
also ich war letzte woche in einem kriegsmuseum für den 1. weltkrieg(in ingolstadt) und da is mir klar geworden, dass es für den karl gabriel wohl nicht sehrschwer gewesen sein muss eine neue identität anzunehemn>> da ging auch am anfangschon alles drunter und drüber... das würde zumindest erklären warum der mörder sograusam alle umgebracht hat (der war das vom krieg einfach gewohnt) .... stellt euch malvor: du bist wirlich so müde und kaputt, dass du dich hinlegen musst, du gehst tiefer inden schützengraben und auf einmal liegst du weich>> ein anderer toter, du bist aberso fertig, dass dir das NICHTS mehr ausmacht. du legst dich hin und merkst dass es untenan deinen füßen schon wieder nass wird, weil 92384792749723 ratten in diesen gräbenrumhuschen und alles fressen was sie kriegen können, z. b. deine stiefel oder anderetote,
deswegen denke ich zwar dass es für ihn möglich gewesen wäre... aber warumsollte er um himmels willen sooooo endslange warten, bis er dann alle umbringt, und warumversorgt er die tiere am hof weiter und warum hat ihn danach.. (also nach dem mord)niemand mehr gesehn?
=*


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Mordfall Hinterkaifeck

29.04.2007 um 21:10
@all,
Nach zäher Recherche hab ich nun endlich das zuständige Archiv für dieRegimentslisten des Kgl. bay. Reserve Infanterie Regiments 13gefunden:

Bayerisches Hauptstaatsarchiv

Abt. IV Kriegsarchiv

Leonrodstr. 57
(Bus- und Tramhaltestelle Fasaneriestraße)
80636 München
Tel. 089/18951680
Tel. 089/18951680
E-Mail: kriegsarchiv@bayhsta.bayern.de
Öffnungszeiten: Mo-Do 8.30-16.00, Fr 8.30-13.30 Uhr

Personenbezogene Akten:
Kriegsranglisten und -stammrollen (1914–1920; 22.790 Bände mit Angaben zu den ca. 1,4Mio. Mann, die Bayern einberufen hat).

Der Haken an der Sache sind dieÖffnungszeiten. Ich hätte schon mal ein komplettes Wochenende geopfert, um an die Listen'ranzukommen, aber keine Chance. Vielleicht ist ja jemand von euch auch draninteressiert, und hat auch die zeitlichen Möglichkeiten dazu.

Gruss, Manfred


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Mordfall Hinterkaifeck

29.04.2007 um 23:27
An Huuibuh, der K. Gabriel wurde doch angeblich in 1926 PAF gesichtet, siehe Beiträgeund Dokumentation einer Th. Großöhme aus 1999 (76 Jahre nach der Tat). Aber ehrlichgesagt, konnte man sich damals wirklich so anonym verstecken mit neuer Identität?? dasgeht vielleicht heute, aber damals im ländlichen Raum ?? und dort aufzutauchen wo man mitgroßer Wahrscheinlichkeit erkannt worden wäre ? Warum hat man die Aussagen und"niedergeschriebenen" Fakten der Dame nicht näher unter die Lupe genommen ? Weshalb hatSie solange gewartet um des öffentlich zu machen ? selbst der Webmaster der Homepagehinterkaifeck.de sagt nur ..no comment ??


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Mordfall Hinterkaifeck

29.04.2007 um 23:46
Aber bei aller Bescheidenheit und nach intensiver Konsumierung der Fakten aus diversenBüchern und Foren, kommt man von einen zum anderen Täter, aber ich denke an densogenannten Ehrenmord, begangen eventuell von Angehörigen des eventuell "Gefallenen" diekaum ins Visier der Ermittlungsarbeit genommen wurden. Warum eigentlich ? Und ich denkedaran, dass irgendwann, in irgendeinen Kirchenarchiv oder auf sonstwelchen Dachboden, einTatbekenntnis auftaucht, der Tatgrund und Tathergang beschreibt und wenn es nach 100Jahren ist. Der oder die Täter haben die Tat aus Wut, Rache und Ehrverletzung begangen,nicht des Geldes wegen und haben dies der Nachwelt eventuell mitgeteilt, oder auch nicht? ..natürlich alles nur Mutmaßungen....


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Mordfall Hinterkaifeck

30.04.2007 um 16:59
@AngRa, interessante recherchen, die Du uns da anbietest. leider gibt es online keineinfos zur herkunft (geburtsort) dieses Sebastian Schlittenbauer, um seineverwandschaftsbeziehungen etwas aufzuhellen. hmm, wenn jemand an das BUCH ueberihnrankommt ( 1998 / autor: Claudia Friemberger ), oder mal in einem buchhandel etwas drin"blaettert", koennte man sich etwas notieren.

was mir aber ins auge fiel: die position des 1. Generalsekretaer dieses " Bayerischer Christlicher Bauernverein" (BCB)(- von 1898-1933, eine
Dachorganisation der bayerischen Kreis-Bauernvereine, undwichtig in verbindung mit der BVP ) VOR Sebastian Schlittenbauer (1913-33) , hatte eingewisser Johann Sigl ( 1910-13 ) inne !

diesen Nachnamen kennen wir doch auchim kontext von Hinterkaifeck: Jakob Sigl ! vermutlich nur purer zufall, diesefamiliennamen treten ja haeufig auf, aber ... ?? -- zumindest koennte, ( ich sagte"koennte" ! ) , als mann im LANDTAG, und zudem erster generalsekretaer, wie eben dergewisse Sebastian Sch. , im falle einer gewissen verwandschaft , politisch durchausdruck auf bestimmte ermittlungen ausueben !?? -- um das zumindest hypothetischerwaegen zu duerfen, muessten wir viel mehr ueber Sebastian Schlittenbauer wissen, deranscheinend weithin als honoriger mann bekannt war.

Sebastian's nachfolger waruebrigens der legendaere Alois Hundhammer ! -- auf druck und terror durch die Nazi'swurde dann besagter BCB aufgeloest: im juli 1933 !

*** ciao: Bernie ***


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Mordfall Hinterkaifeck

30.04.2007 um 17:20
@huibuuh
Ich halte karl Gabriel nicht für den Hauptverdächtigen. Für mich ist KarlGabriel ein armes Schwein, das von Ehefrau und Schwiegereltern ( andauernder Inzest, alsAngeheirateter nur Arbeit und keine Rechte auf dem Hof) nur gequält und ausgebeutet wurdeund der dann das Pech hatte sofort eingezogen zu werden und nach 4 Monaten Krieg zufallen. Wäre der Krieg nicht dazwischen gekommen, hätte er sich bestimmt scheiden lassen.Im Falle der Scheidung hätte er dann noch etwas Geld ( Schweigegeld) für sichherausschlagen können, weil der eigentliche Scheidungsgrund ( Blutschande) hätte nichtgenannt werden dürfen.Da hatte die Familie Gruber unverdient Glück und Karl Gabrielwieder Pech.

Hexenholz hat ja auch schon auf einem frz. Soldatenfriedhof sein Grabgefunden. Soweit mir in Erinnerung ist, nach allem was ich hier im Forum gelesen habe,soll die Familie von Karl Gabriel in der Gegend auch nicht alteigesessen gewesen sein.Natürlich ist es für andere dann auch bequem ihn als Tatverdächtigen zu präsentieren,um eventuell von anderen Tatverdächtigen abzulenken.

@ermittler
Ich glaubenicht, dass jemals ein "Bekennerschreiben" des Täters auftaucht. Der Täter muss nachallem, wie er sich nach der Tat verhalten hat so abgebrüht und stur sein ( Menschentöten, Tiere pflegen und füttern in Anwesenheit der Leichen), dass er die Tat niemalszugegeben hätte, schon gar nicht schriftlich. Für den Fall, dass er doch etwasSchriftliches hinterlassen hätte, hätten evtl.zunächst Angehörige den Brief im Nachlassgefunden und das Schreiben bestimmt vernichtet, damit nicht herauskommt, dass sie mit demMörder von Hinterkaifeck verwandt sind.


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Mordfall Hinterkaifeck

30.04.2007 um 18:10
@AngRa
Das deckt sich absolut mit meinen Überlegungen. Ich bin außerdem davonüberzeugt, dass sämtliche "Spuren" und "Anzeichen für eine Anwesenheit von Fremden" imVorfeld der Tat bewusst angelegt wurden, um eine Atmosphäre der Bedrohung herzustellenund gleichzeitig den Verdacht vom wahren Täter abzulenken.

Gruss, Manfred


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Mordfall Hinterkaifeck

30.04.2007 um 18:42
An AngRa, ja sicher es ist natürlich ideellstes Wunschdenken, das mit demBekennerschreiben, aber wer weiß...
Ich habe mir gedacht, laut den Leuschnerbuch warenja die Gabriels nicht als erbberechtigte des Hofes zugelassen worden, auch nicht nachdiversen Klagen. Aber in einer penetranten Art und Weise wollten die unbedingt den Hofhaben und haben diesen dann für einen günstigeren Preis kaufen können. Um ihn dannabzureißen ? okay, wohnen würde ich da auch nicht mehr drinnen wollen.
Aberinteressanterweise wurde dann beim Abriss nach einem Jahr in einen Zwischenboden desSpeichers oder Stadls die Kreuzhaue und Mordwerkzeug gefunden (im Beisein von Fremden).Kann es nicht eine mit Absicht falsch gelegte Spur sein ?? um noch mehr von sichabzulenken ? Vielleicht wurde der Hof erworben nur des einen Augenblickes wegen dergefundenen Haue? Nach dem Motto schaugts, da ist die Tatwaffe, die haben wir gefunden....Tralala....

Übrigens nutze ich den morgigen Feiertag um ne Radltour in die besagteGegend zu machen, zuerst schau ich mir das Grab an in Waidhofen(nachdem ich beimBogenrieder nebenan eingekehrt bin, da solls den Schweinsbraten für nur 6,80 geben),danach gehts Richtung Gröbern und aufs Feld zum Marterl, man muss es einfach mal gemachthaben, und morgen is es soweit.


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Mordfall Hinterkaifeck

30.04.2007 um 19:01
@hexenholz,
ich gehe davon aus, dass kein Täter geistig unvorbereitet im Affekt 6Menschen umbringen kann und zwar weil dazu vielleicht gar nicht mal die körperlicheKraft, aber die mentale Stärke fehlt, nach und nach abzuwarten und zu töten. Ich gehedavon aus, dass der Täter klassische heimtückische Morde begangen hat und zwar indem erbewusst die Arg-und Wehrlosigkeit seiner Opfer ausgenutzt hat. Als die Opfer nach undnach auf den Täter getroffen sind, haben sie mit keinem Angriff gerechnet. Andernfallswären sie zusammen vor dem Täter aufgetaucht oder bewaffnet. Andreas Gruber soll jaschließlich eine Schrotflinte gehabt haben.

Auch gehe ich davon aus, dass derTäter zur Tat bewusst das schlechte Wetter ausgenutzt hat, denn durch das schlechteWetter wurden sämtliche Fußspuren verwischt. Die Tatwaffe hat er auch sehr geschicktversteckt, denn er wollte unbedingt über die Anzahl der Täter täuschen. Der Umstand, dassalle Opfer mit ein-und derselben Tatwaffe umgebracht wurden, spricht für einenEinzeltäter, denn es macht keinen Sinn beim Töten die Waffe herumzureichen, dadurch wärendie Opfer auch nicht schneller getötet worden. Die Tatwaffe musste unbedingt gutversteckt werden, denn im Wald hätten vielleicht Fährtenhunde die blutige Waffeaufgespürt. Mit dem schnellen Abriss des Hauses konnte der Täter nichtrechnen.

Ich bin auch der Auffassung, dass vor der Tat durch den "Spuk" und auchdurch die fremde Zeitung jede Menge falsche Fährten gelegt worden sind, denn die Polizeisollte den Täter oder vielmehr die Täter ja unbedingt außen und nicht innerhalb desnächsten räumlichen und persönlichen Umkreises suchen. Das hat ja auch alles gutgeklappt. Nach außen hin hat die Polizei jede erdenkliche Spur untersucht. Es sind vieleverhaftet worden, zu Unrecht, aber hauptsächlich solche, die man für vermögensloseHerumtreiber gehalten hat. Das persönliche Umfeld, die Beziehung der gutsituiertenFamilie Gruber zu anderen Gutsituierten ist nicht durchleuchtet worden.

DasStrafrecht war früher ja auch hauptsächlich ein Recht, um sich als Gutsituierter vorSpitzbuben und anderen Kriminellen zu schützen. Durch das Bürgerliche Recht wurden dieRechtsbeziehungen zwischen den Gutsituierten untereinander geregelt, hauptsächlich ginges darum, dass keine Geldschäden entstehen. Polizeibeamte waren demzufolge auch denUmgang mit Gutsituierten nicht gewohnt.

Der Tatentschluss muss auch schon längereZeit bestanden haben, denn der Täter hat bestimmt gewusst, dass er die sturenHinterkaifecker zu gar nichts umstimmen kann. Es ging am Tattag nur noch darum den Plangut vorbereitet richtig umzusetzen. Das ist sehr gut gelungen.

Gruß Angela


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Mordfall Hinterkaifeck

30.04.2007 um 19:12
Ja Angela, soweit sogut, aber was sollte die Waffe im Wald. Und sehr wohl könnten dieTäter sich die Hacke abwechselnd im Stadl gereicht haben, nach dem Motto, jeder is maldran, jeder kriegt die Genugtuung. Jeder daschlägt einen oder so ähnlich.Was mir sapnischvorkommt, ist das verstecken der Kreuzhaue. Die Täter waren derart brutal vorgegangen,dass es doch im Endeffekt auch egal war, wo die Hacke liegt. Ob im Trog, ob im Heu unterdie Leichen versteckt oder einfach nur danebengestellt. Die Haue wurde mit Absicht in denZwischenboden gelegt. Die Haue hätte genauso gut mitgenommen werden können, entweder alsTrophäe oder gar ganz simpel als Arbeitsgerät im eigenen Gut. Erkannt hätte die doch keinFremder, denke ich mal...Ich mein klar, warum sone oide Hacke mitnehmen, des ist ja auchkein wertvolles Stück gewesen.


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