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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

1.650 Beiträge, Schlüsselwörter: Mordfall, Jonbenét Patricia Ramsey, Ramsey

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

30.12.2016 um 20:37
Zeit zur Bearbeitung ist abgelaufen.

Gerade im letzten Drittel dieses Videos wird auf Hofmann-Pugh (die Haushälterin) eingegangen.
Diese hatte wohl chronische Geldprobleme, einen Alkoholiker zum Mann und kurz vor JonBenets Tod immer wieder eine mögliche Entführung JonBenets angesprochen. Frei nach dem Motto was wäre wenn.
Hofmann-Pugh soll sich auch einige Monate vor dem Verbrechen 2000 Dollar von den Ramsey geliehen haben und diese Summe mit 50 Dollar die Woche abgestottert haben.
FrauZimt schrieb:Hier zitierte jemand einen Text, in dem steht, dass in dem Kelleraum, in dem das Mädchen aufgefunden worden ist, die Weihnachtsgeschenke aufbewahrt wurden.
Hatte die Bescherung nicht schon stattgefunden? Ich meine gelesen zu haben, dass JonBenet ein Fahrrad zu Weihnachten bekam.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

30.12.2016 um 20:47
MilkandHoney schrieb:Hatte die Bescherung nicht schon stattgefunden? Ich meine gelesen zu haben, dass JonBenet ein Fahrrad zu Weihnachten bekam.
O.K. Da bin ich mir auch nicht sicher, weil in fast allen Ländern nach dem 24. beschert wird.
Bei uns am 24. In Pfarrershaushalten hierzulande auch am 1. Weihnachtsfeiertag (hab ich so miterlebt und mich als Kind gewundert).

Kommt Santa Claus nicht auch irgendwo morgens durch den Kamin?
Wenn sie ein Fahrrad bekam, wird Santa da- und das Geschenkeversteck leergewesen sein.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

30.12.2016 um 20:50
Hier ist ein Foto von dem Mädchen mit Fahrrad unter dem Baum

http://www.news.com.au/lifestyle/real-life/true-stories/shock-claim-burke-ramsey-killed-jonbenet--but-with-different-weapon/news-story/b700bcd48d7bbc093b34cf7feb77d6de


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

30.12.2016 um 20:52
Kaum zu fassen dass sie wenige Stunden nach diesem Foto nicht mehr lebte.


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Comtesse
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30.12.2016 um 21:30
Sie sprüht auf dem Bild vor purer Lebensfreude und Übermut. Wenn man selbst nicht gut drauf ist, kann überschwängliche Freude anderer einen nerven und wütend machen. So wütend, dass man manchmal Lust bekommt, ihnen eine zu verpassen, damit ihnen das Grinsen vergeht. Und gerade an Weihnachten gibt es Menschen, die sich von der Harmonie und Freude, die Andere in dieser Zeit erleben, ausgeschlossen fühlen und dadurch Lust bekommen, auch anderen ihre Freude zu verderben. Ich denke nicht, dass diese Tat zufällig ausgerechnet Weihnachten geschah.


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30.12.2016 um 21:47
Comtesse schrieb:Sie sprüht auf dem Bild vor purer Lebensfreude und Übermut. Wenn man selbst nicht gut drauf ist, kann überschwängliche Freude anderer einen nerven und wütend machen. So wütend, dass man manchmal Lust bekommt, ihnen eine zu verpassen, damit ihnen das Grinsen vergeht. Und gerade an Weihnachten gibt es Menschen, die sich von der Harmonie und Freude, die Andere in dieser Zeit erleben, ausgeschlossen fühlen und dadurch Lust bekommen, auch anderen ihre Freude zu verderben. Ich denke nicht, dass diese Tat zufällig ausgerechnet Weihnachten geschah.
Wohl wahr. - Und der Täter ist wahrscheinlich nicht davon ausgegangen, dass die Polizei an den Weihnachtsfeiertagen mit angezogener Handbremse zu den Tatorten fährt. Das hat sich so ergeben.

Bin ich die Einzige, die den von Patsy abgesetzten Notruf quälend finden?
Da wird nicht schnell abgeakt, wer und wo. Der Polizist, der den Notruf entgegen nahm, schien während des Gesprächs klären zu wollen, ob sich eine Fahrt zum Haus überhaupt lohnt. So als würde er denken: Oh nee, schon wieder ein Fakeanruf!


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Comtesse
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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

30.12.2016 um 22:23
@FrauZimt
Ja, ich finde diesen Anruf auch ganz furchtbar anzuhören, die Polizistin klingt uninteressiert, normalerweise erwartet man als aufgelöster Anrufer doch, dass die einem sagen, was man jetzt tun soll, man braucht jemandem, der einem zumindest das Gefühl gibt, er hat die Sache im Griff. Stattdessen kommen keine gezielten Fragen, und Patsy muss 2x sagen, dass ein Erpresserbrief da ist, bevor die Beamtin checkt, worum es geht. Und die erste Polizistin vor Ort hat ja auch nicht vor Engagement geglänzt. Die hätte doch als erstes alle aus dem Haus schicken müssen, die da nichts zu suchen haben, also die ganzen herbeigerufenen Freunde direkt rausschmeißen, dann systematisch das Haus von oben bis unten nach dem Kind durchsuchen. Auch diese Beamtin wirkte völlig überfordert, setzt sich hin, trinkt Kaffee und schickt irgendwann John und seinen Freund los, das Haus zu durchsuchen, und das auch mehr so, damit sie was zu tun haben und nicht die ganze Zeit dumm rumsitzen. Furchbar. Auf Originalaufnahmen sieht man sogar, wie später Polizisten das Grundstück nach Spuren absuchten und dabei nicht mal Handschuhe trugen. Fassungsloses Kopfschütteln.


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30.12.2016 um 22:51
Comtesse schrieb:Ja, ich finde diesen Anruf auch ganz furchtbar anzuhören, die Polizistin klingt uninteressiert, normalerweise erwartet man als aufgelöster Anrufer doch, dass die einem sagen, was man jetzt tun soll, man braucht jemandem, der einem zumindest das Gefühl gibt, er hat die Sache im Griff. Stattdessen kommen keine gezielten Fragen, und Patsy muss 2x sagen, dass ein Erpresserbrief da ist, bevor die Beamtin checkt, worum es geht.
Das war eine Frauenstimme? Ich habe einen Mann im Ohr. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich das kaum aushalten konnte.
Da möcte man als Anrufer doch handgreiflich werden...und muss Ruhe bewahren, schon aus Angst dass man aufgeregt nicht verstanden od ernst genommen wird. Und dann könnte die Notrufbesetzung auflegen und geht nicht mehr ans Telefon. Ich glaube, die absolute Hilflosigkeit gibt einem dann solche Ängste ein.
Comtesse schrieb: Und die erste Polizistin vor Ort hat ja auch nicht vor Engagement geglänzt. Die hätte doch als erstes alle aus dem Haus schicken müssen, die da nichts zu suchen haben, also die ganzen herbeigerufenen Freunde direkt rausschmeißen, dann systematisch das Haus von oben bis unten nach dem Kind durchsuchen. Auch diese Beamtin wirkte völlig überfordert, setzt sich hin, trinkt Kaffee und schickt irgendwann John und seinen Freund los, das Haus zu durchsuchen, und das auch mehr so, damit sie was zu tun haben und nicht die ganze Zeit dumm rumsitzen. Furchbar.
Vielleicht war sie auch schwer beeindruckt von den Leuten, dem Haus. Da werden Fotos von dem Mädchen rumgestanden haben, im Ballkleid mit Krönchen und Schärpe.
Überfordert war sie mit Sicherheit und hat sich vielleicht auch herumkommandieren lassen?
Lag es am Personalmangel über die X-mas-feiertage, dass sie da alleine auftauchte? Wahrscheinlich ja und möglicherweise eine unerfahrene Polizistin, die es einfach nicht besser wusste.
Wann war denn die Spurensicherung überhaupt da? Sicher erst Stunden, nach dem das Mädchen gefunden worden ist.
Comtesse schrieb: Auf Originalaufnahmen sieht man sogar, wie später Polizisten das Grundstück nach Spuren absuchten und dabei nicht mal Handschuhe trugen. Fassungsloses Kopfschütteln.
Da hab ich ja zuerst gedacht, dass das Filmaufnahmen für eine Zusammenfassung sind, mit Schauspielern.


Zu Burke und seiner Klage.
Ich vermute, dass sich die Produktionsfirma vorher beraten ließ. Sie werden ihn in ihrer Dokumentation Burke vermutlich nicht direkt beschuldigen, sondern den Verdacht nahelegen, er könnte der Täter sein.
Weiss doch jeder, dass solche Prozesse in den USA ruinös ausgehen können.
Je mehr Burke sich beschwert, desto bessere kostenlose Werbung bekommen sie für ihre "Doku".
Und als Person, die zeitweilig in der Öffentlichkeit stand, wird er einiges hinnehmen müssen. Auch, dass immer wieder an den Fall erinnert wird.


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Alminu
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31.12.2016 um 00:10
Kein 9-jähriger kann lügen, das erfahre ich täglich am eigenen Leib, Kindern in diesem Alter sieht man eine Lüge an. Sie flunkern und werden dann rot oder fahrig und WOLLEN irgendwann ihre Missetat beichten. Ich denke also nicht das Burke es war.

Mir kommt es vor als wollte jemand den schönen Schein (vor allem an Weihnachten), die Happiness der Familie trüben. Der Verdacht sollte aber auf die Familie fallen, sonst hätte der Mörder das Kind mitgenommen. Trotzdem schauderhaft wie skrupellos da im Keller vorgegangen wurde!


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31.12.2016 um 02:04
Alminu schrieb:Mir kommt es vor als wollte jemand den schönen Schein (vor allem an Weihnachten), die Happiness der Familie trüben. Der Verdacht sollte aber auf die Familie fallen, sonst hätte der Mörder das Kind mitgenommen.
Wenn es nur darum gegangen sein sollte, wäre das nicht ein enormes Risiko für den wahren Täter gewesen?
Das Motiv muss ein anderes gewesen sein. Nicht nur "eins auswischen".
Es muss etwas "Zwingendes" gewesen sein.


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31.12.2016 um 05:40
@Alminu
Wenn es normale Kinder sind gebe ich Dir recht. Auch ich erinnere mich an den fingierten Fall in Criminal Minds, wo die Eltern ihren Jungen decken, habe ihn aber noch nicht gefunden.
Der Junge war ein Psychopath, also kannte keine Empathie noch hatte er ein Gewissen, dann ist Lügen wahrscheinlich auch ohne Rotwerden und Stottern möglich..


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31.12.2016 um 08:51
@bluelle
Aber keine dieser Defizite hat man bei Burke feststellen können.
Er ist extrem unbeholfen im Umgang mit Fremden. Das ist für mich allerdings kein Wunder. Seit dem er 9 Jahre alt ist hält man ihn abwechselnd für den Mörder seiner Schwester oder will sich sein Vertrauen, für exklusive Infos, erschleichen. Da wäre ich auch ein wenig "angespannt".
Ich finde, die sehr nachlässige Polizeiarbeit und dass "das muss doch die Familie gewesen sein" hat und wird auch zukünftig die Aufklärung dieses Mordes verhindern. Leider.


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Comtesse
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31.12.2016 um 09:37
@Alminu
Es gibt Kinder, die mit 9 sehr überzeugend lügen können. Kinder entdecken Lügen als rhetorisches Mittel schon im Kleinkindalter von ca. 4 Jahren. Je nachdem, welche Erfahrungen sie dann machen, ob sie mit dem Lügen durchkommen oder nicht, perfektionieren sie es dann oder nicht. Wer es perfektioniert, kann mit 9 sehr überzeugend lügen, gerade WEIL die meisten Leute eben glauben, dass Kinder in dem Alter das nicht können. Und du glaubst nicht, wieviele Eltern sich von den eigenen Kindern auf diese Weise vorführen lassen und deren Lügen selbst dann noch glauben wollen und in der Öffentlichkeit noch decken, wenn jede Logik dagegen spricht. Und Kinder fangen sehr schnell an, ihre Lügen nach mehrmaliger Erzählung selbst zu glauben, spätestens dann kann auch ein Lügendetektor keine Lüge mehr erkennen.


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31.12.2016 um 09:55
Comtesse schrieb:@Alminu
Es gibt Kinder, die mit 9 sehr überzeugend lügen können. Kinder entdecken Lügen als rhetorisches Mittel schon im Kleinkindalter von ca. 4 Jahren. Je nachdem, welche Erfahrungen sie dann machen, ob sie mit dem Lügen durchkommen oder nicht, perfektionieren sie es dann oder nicht. Wer es perfektioniert, kann mit 9 sehr überzeugend lügen, gerade WEIL die meisten Leute eben glauben, dass Kinder in dem Alter das nicht können. Und du glaubst nicht, wieviele Eltern sich von den eigenen Kindern auf diese Weise vorführen lassen und deren Lügen selbst dann noch glauben wollen und in der Öffentlichkeit noch decken, wenn jede Logik dagegen spricht. Und Kinder fangen sehr schnell an, ihre Lügen nach mehrmaliger Erzählung selbst zu glauben, spätestens dann kann auch ein Lügendetektor keine Lüge mehr erkennen.
Ja, so ähnlich wollte ich auch schon schreiben.

Ich hab gezögert, weil es heisst, dass der Junge sehr schüchtern und unbeholfen gegenüber Fremden war.

Das spricht meiner Ansicht nach gegen einen perfekten Lügner.

Wenn Kinder sich so verhalten, haben sie eine Strategie gelernt, die ihnen hilft ihre Interessen durchzusetzen. Mit der Wahrheit kommen sie nicht weiter, aber wenn sie lügen.
Es könnte also sein, dass bei der Mutter, für die der schöne Schein alles war, eine Lüge besser ankam, als die Wahrheit, die manchmal hässlich ist.

Der Junge hätte dann aber meiner Meinung nach smart und gewieft sein müssen, um auch andere zu täuschen. Manipulative Menschen besitzen ein hohes Einfühlungsvermögen. Sie wissen stets, was der Andere hören will, spüren, wie er tickt.

So war Burke wohl nicht als Kind. Vielleicht ist ihm das bei gewissen Personen gelungen. Als generellen Charakterzug kann ich mir das bei ihm (so wie er beschieben wurde) nicht vorstellen.


Aber es stimmt: Wenn ein Lügner seine eigene Lüge glaubt, ist die Wahrheit verloren. Und eine hässliche Tat, die jemand als Kind begangen hat, kann erfolgreich tief, tief vergraben und umgedeutet werden.


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whitelight
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31.12.2016 um 11:32
Was ich nach wie vor nicht verstehen kann,ist der Ablauf bzw. weiterer Gedankengang des angeblichen Erpressers.

Der Brief wurde scheinbar in alles seelenruhe im Haus der ramseys geschrieben,denn 3 Seiten brauchen Zeit.
eher möglich finde ich,daß mehrere Personen diesen Brief entwarfen,deshalb war er so lang und verworren.

Es ging scheinbar um Geld.
wir hätten hier im Thread schon mal das Thema,warum direkt die Polizei gerufen wurde,obwohl es in dem Brief verboten wurde,sowie die Tochter damit in Gefahr gebracht werden konnte.

ich hätte den Brief jedenfalls ernster genommen und auch meinen bankberater angerufen,denn das Geld war doch scheinbar da,oder nicht?
ausserdem wurde bei dem Notruf nicht erwähnt,was im Brief stand,nämlich ,keine Polizei.
warum sollte der angebliche erpresser auf das Geld verzichten,weil vielleicht etwas 'schiefging'?
ich glaube nicht,daß es eine Erpressung gab.
Wer genau,wusste von dieser geldsumme?

Ich kenne Kinder,die zum Lügen oder still schweigen erzogen wurden.
eine klassenkameradin meiner Tochter z.b. wird zuhause etwas vernachlässigt.
d.h.die Eltern zocken den ganzen Tag, es wird kaum gekocht,Hygiene fehlt,Kind ist sich immer selbst überlassen.
das ist natürlich nicht mit einer familientragödie zu vergleichen,aber dieses Kind schweigt immer und würde niemals etwas von zuhause erzählen.wenn das Kind z.b. gefragt wird ,warum es altes Leitungswasser in der colaflasche hat, sagt sie nur,daß das nicht stimmt.daß der frager ein Lügner sei.
das übernehmen dann die Eltern, die preisgeben,wie toll sie alles machen.

Vielleicht hat man auch burke dazu gebracht,nichts zu erzählen?
ich glaube, daß man Kinder recht einfach manipulieren kann,daß Sie nicht erzählen,was sie gesehen oder miterlebt haben.
zumindest bei neun jährigen.

ob das bei 6jährigen genauso geht, (z.b.Mama hat mich geschlagen),weiß ich nicht.
möglicherweise gab es dazu aber auch schon eine lange Vorgeschichte.

ich habe in keinem Bericht lesen können,welches Urteil sich Psychologen über burke gemacht haben.


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Comtesse
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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

31.12.2016 um 11:43
FrauZimt schrieb:Ich hab gezögert, weil es heisst, dass der Junge sehr schüchtern und unbeholfen gegenüber Fremden war
Das ist nicht unbedingt ein Widerspruch zum Lügen, Fremde sind generell misstrauischer, wenn man ihnen abstruse Dinge erzählt, als die eigenen Eltern und Angehörigen. Wenn man viel lügt, aber die Erfahrung macht, dass einem Fremde dabei weniger glauben als Vertraute (die auch oft einfach aus Gefälligkeit so tun, als ob sie dem Kind glauben, um es nicht bloßzustellen), dann zieht man sich vor Fremden eher zurück.

Ich bin in der Hinsicht vorbelastet, als ich Kind war, war meine beste Freundin von Kindergarten an ein Mädchen, das notorisch log, undzwar oft auch ohne Grund, sie log einfach ständig, weil es ihr Spaß machte, nicht nur zu Täuschungs- oder Selbstschutzzwecken sondern auch einfach, um sich interessanter zu machen. Selbst wenn wir zusammen was erlebt hatten und sie danach jemand anders in meinem Beisein dieses Erlebnis schilderte, erfand sie immer irgendwelche sensationellen Dinge hinzu, die nie geschehen sind. Konfrontierte ich sie dann damit, dass das nicht wahr ist, stritt sie alles ab und behauptete selbst MIR gegenüber unter 4 Augen steif und fest, dass das die Wahrheit ist. Wäre ich nicht selbst dabei gewesen und WÜSSTE, dass sie log, ich hätte ihr auch geglaubt! Sie schaffte es so, jeden bei Widersprüchen davon zu überzeugen, dass sie die Wahrheit erzählt, sie stritt jede Wahrheit mit ihren Lügen ab, bis sie es selbst glaubte (auch als Erwachsene erzählte sie mir manchmal Sachen, wo ICH ihr dann sagen musste, dass die nicht geschehen sind, sie hatte ihre Lüge von damals so verinnerlicht, dass sie sie als reale Erinnerung empfand). Bei ihr war es so, dass sie einen sehr strengen Vater hatte, aber eine leichtgläubige Mutter. Ihre Überlebensstrategie waren einfach diese glaubhaften Lügen, sie musste nur ihre Mutter überzeugen, wenn sie die hinter sich hatte, hat die dafür gesorgt, dass der Vater sie in Ruhe lässt.

Burke ist für mich auch nicht so ein Kind, wie du schon sagst, er ist dazu nicht smart und charmant genug gewesen. Bei ihm denke ich aber, wenn ihm z.B. von Seiten der Eltern eine Lüge als vertretbar eingebläut wurde, um den schönen Schein zu wahren, dass er dann auch diese übernommen hätte. Da kommt dann fast ein Brainwashing in Frage, dem Kind durch Suggestion und Worst-Case-Szenarien zu vermitteln, dass die Lüge etwas Positives ist, was nun nötig ist, um negative Repressalien zu vermeiden. Du musst jetzt lügen, denn wenn die Wahrheit rauskommt, geschieht etwas Schlimmes. So wird die Lüge zu etwas Positivem, und auch ein rhetorisch ungewandtes Kind würde sie dann an den Mann bringen und eher in Schweigen verfallen, als die Wahrheit zu sagen.


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31.12.2016 um 12:57
@Comtesse

Burke soll gleich am Morgen, nach Auffinden der Lösegeldforderung, zu Freunden gebracht worden sein.
Hätten das die Eltern tatsächlich gemacht, wenn eine Gefahr bestanden hätte, dass Burke etwas "ausplaudert"?

Meiner Meinung nach ist es nicht besonders wahrscheinlich, dass jemand von den Ramseys JonBenets Tod verursacht hat.

Denn dann müsste man annehmen, dass einer von ihnen das Verbrechen alleine so begangen hätte, ein Verbrechen, bei dem JonBenet zum Schluß gezielt getötet wurde.
Ich bezweifle, dass Burke das alleine hätte machen können, ohne DNA-Spuren zu hinterlassen.
Und ich bezweifle, dass John und Patsy sich gegenseitig gedeckt hätten, wenn es einer von ihnen gewesen wäre.


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Comtesse
versteckt


Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

31.12.2016 um 13:07
@Tajna
Ich würde in dem Fall keinen als Täter und kein Szenario ausschließen, es sind ja alles nur Gedankenspiele, für jedes Argument gibt es Gegenargumente, in diesem Fall halte ich nichts für unmöglich, es gibt für und gegen jedes denkbare Szenario Argumente, und genau aus dem Grund ist der Fall seit 20 Jahren ungeklärt. Und wie gesagt, dass an JonBenet KEINE DNA von Burke oder Patsy oder John war, unterstellst du, hat aber meines Wissens nie jemand gesagt. Dass es nicht erwähnt wurde heißt nicht, dass keine da war, sondern nur, dass es nicht erwähnenswert war, da es normal und zu erwarten wäre, diese DNA an ihr zu finden. Hätte man KEINE DNA von ihnen gefunden, wäre das dagegen merkwürdig und durchaus erwähnenswert gewesen.


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31.12.2016 um 13:24
@Comtesse
Comtesse schrieb: Und wie gesagt, dass an JonBenet KEINE DNA von Burke oder Patsy oder John war, unterstellst du, hat aber meines Wissens nie jemand gesagt.
An der Unterwäsche und im Intimbereich von JonBenet war anscheinend (so genau und zuverlässig sind diese Texte ja leider nicht, dass man mit Sicherheit von der Wahrheit des Geschriebenen ausgehen kann) tatsächlich keine DNA von Burke oder John Ramsey und Ähnliches habe ich inzwischen schon vielfach gelesen.
Wenn man den von mir gestern verlinkten Text genauer liest, zeigt sich, dass aber nur nach männlicher DNA gesucht wurde, das könnte dann bedeuten, dass Patsy nicht ausgeschlossen wurde.

http://www.dailycamera.com/news/jonbenet-ramsey/ci_30514220/jonbenet-ramsey-dna-evidence


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31.12.2016 um 13:45
whitelight schrieb:wir hätten hier im Thread schon mal das Thema,warum direkt die Polizei gerufen wurde,obwohl es in dem Brief verboten wurde,sowie die Tochter damit in Gefahr gebracht werden konnte.

ich hätte den Brief jedenfalls ernster genommen und auch meinen bankberater angerufen,denn das Geld war doch scheinbar da,oder nicht?
Ich kann deine Gedankengänge nicht nachvollziehen.
Du lässt dir also von Kriminellen Dinge verbieten?

Welche Garantien geben denn die ehrenwerten Kriminellen? Abgeschnittene Finger, Ohren?
Die wollen Kohle und unerkannt entkommen. Alles andere ist nachrangig.
Woher wissen die Angehörigen, dass der Entführte überhaupt noch lebt?
Ich würde nicht den Bankberater anrufen. Ich würde ganz schnell die Polizei kontaktieren - und hoffen, dass sich nicht ein Vorgespräch entwickelt, wie es Frau R. erleben musste.


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