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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

2.893 Beiträge, Schlüsselwörter: Mordfall, Ramsey, Jonbenét Patricia Ramsey
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:16
Vielleicht habe ich es überlesen, bin von den ganzen verworrenen Informationen etwas erschlagen - was wurde denn eigentlich als Tatort des Mordes festgestellt? Im Keller selbst soll es ja nicht passiert sein. Man hat doch sicherlich die anderen Zimmer (Bruder, Eltern, Küche...und auch ihr eigenes Zimmer) auf Spuren untersucht? Ist JonBenét in ihrem Zimmer (Bett?) umgebracht worden? Wurde die Garotte im Keller angebracht oder schon vorher?

Ich versuche gerade mir vorzustellen, wie das Ganze abgelaufen sein soll. Gesetzt dem Fall Burke wäre es tatsächlich gewesen und die Eltern hätten versucht, die Tat zu vertuschen, würde das bedeuten der Vater hätte sein totes Kind in den Keller und am nächsten Tag im Beisein der Polizistin wieder nach oben getragen?

Stimmt es, dass auf dem aufgezeichneten Notruf im Hintergrund Stimmen der Ramseys zu hören sind (ich konnte mir das Video noch nicht ansehen)? Wo befand sich das Telefon der Familie? Damals waren schnurlose Telefone ja noch nicht unbedingt üblich, oder? Also wo im Haus hätten sich demnach die Stimmen befunden?

Und was hat es mit dieser Schüssel Ananas auf sich? So sehr ich auch grüble, ich bekomme in meinem Kopf kein schlüssiges Bild zusammen...


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24.02.2018 um 16:18
Sonnenblume91 schrieb:Ja, das ist noch ein weiterer Punkt. Auch, dass die Ramseys so viele Verwandte und Bekannte einladen konnten (oder wollten, um Spuren zu verwischen und von dem was wirklich passiert ist abzulenken?) ist einfach unglaublich.
Nicht nur absolut unglaublich, sondern auch extrem fahrlässig. "Die Entführer" schreiben in der Ramson Note ganz klar davon, daß JonBenet enthauptet werden würde, wenn die Ramseys die Polizei oder sonstwen über die Entführung informieren. Psychologisch betrachtet ist die Tötungsart hochinteressant gewählt, da sofort Bilder und Assoziationen entstehen, und der Schock nochmals größer sein dürfte, als wenn nur von einer Tötung gesprochen wird. Enthauptung ist grausam, die Vorstellung setzt sich im Kopf fest. Trotz der Ermahnungen gingen die Ramseys das Risiko ein und riefen die Polizei. Dies finde ich persönlich vernünftig und es würden wahrscheinlich auch die meisten anderen tun, allerdings stellt sich mir die Frage, ob man dann noch das Risiko eingeht und sofort mehrere Freunde anruft, informiert und diese zu sich ins Haus bestellt, entgegen der Ermahnungen der Entführer, die bei Zuwiderhandlung dem Kind mit Enthauptung drohen. Das macht niemand, der nicht weiß, daß es gar keine Entführung gab.
Sonnenblume91 schrieb:Ich habe jetzt gerade noch etwas gelesen was ich bis jetzt nicht wusste: Nicht lange bevor Patsy den Notruf wählte und den Anruf tätigte, den man auch auf YouTube hören kann, wurde schon einmal der Notruf vom Haus der Ramseys gewählt, aber dann gleich wieder aufgelegt. Das ist doch auch nicht normal oder?
Dieser Anruf war 3 Tage vorher. Als zurückgerufen wurde, nahm niemand ab. Die Polizei fuhr sogar zum Haus, um zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist, sie wurden aber an der Tür von einer Freundin der Ramseys abgewimmelt und auch nicht herein gelassen.
Police in Boulder, Colorado, received a silent call on the evening of December 23, but when they rang back, no one picked up. An officer drove to the location from which the call had been made to check if anything was wrong.

A Christmas party was in full swing at the 15-room Tudor home, and the door was answered by a family friend of John and Patsy Ramsey, Susan Stine. She blamed the call on someone trying to order medicine for an ageing parent, who had not meant to use the emergency number. She would not let police in.
http://www.news.com.au/lifestyle/real-life/true-stories/mystery-911-call-days-before-jonbenet-murder/news-story/e2dc08b1...
Tajna schrieb:Kannst du zu solchen Behauptungen auch Argumente bringen?
Wieso wäre der Fall anders verlaufen und wie wäre er dann verlaufen?
Danke für die Seitenangabe, ich lese mir das nachher mal durch.

Du kennst die ganzen Argumente, sie stehen alle hier im Thread. Wir zwei diskutieren ja auch nicht erst seit gestern hier darüber. Du weißt sehr genau, daß die Ramseys eine ganze Armada an Anwälten, PR Beratern usw. auffuhren, sich medienwirksam im TV in Szene setzten und all das noch vor ihrer Kooperation mit den Behörden.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:20
@Sonnenblume91

Im Grund schreibst du immer noch das gleiche, unhaltbare Zeug, auf das ich schon geantwortet habe und beantwortest selbst keine Frage.
Wenn du dir schon sicher bist, dass die Ramseys Leute mit Geld bestochen haben, solltest du doch erklären können, wen sie da bestochen haben und wie das dann bewirkt hat, dass sie nicht angeklagt wurden?


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:24
@Photographer73

Du kannst also diese einfache Frage nicht mal kurz beantworten:

Wieso wäre der Fall anders verlaufen und wie wäre er dann verlaufen?
Photographer73 schrieb: Du weißt sehr genau, daß die Ramseys eine ganze Armada an Anwälten, PR Beratern usw. auffuhren, sich medienwirksam im TV in Szene setzten und all das noch vor ihrer Kooperation mit den Behörden.
Das durften die Ramseys und das erklärt nicht deine Behauptungen.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:24
@Photographer73

Da gebe ich dir recht. Die Polizei hätte ich auch auf jeden Fall trotzdem gerufen. Aber nicht noch allerlei Bekannte und Verwandte, wenn im Brief angedroht wird, dass sie sonst enthauptet werden soll. Das sind diese Details, die für mich einfach nicht von der Hand zu weisen sind und ohne Zweifel komisch sind.

Und danke für die Erläuterung mit dem Notruf. Dann nehme ich das wieder zurück. Ich dachte das wäre in der gleichen Nacht, wirklich sehr kurz vor dem offiziellen Anruf passiert.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:33
Sonnenblume91 schrieb:Ich habe nicht geschrieben dass Patsy den Brief geschrieben hat. Ich habe nur geschrieben dass es ein Zufall ist, dass der Einbrecher eine ähnliche Handschrift gehabt hat wie sie.
Die Ransom Note ist der Knackpunkt. Patsy konnte als einzige nicht komplett ausgeschlossen werden. Das ist erstmal nichts weiter als ein Indiz. Aber es gibt ja noch eine Menge mehr und daraus wird dann schon eine sehr schlüssige Indizienkette. Ich hatte das vor Jahren schon mal zusammengefaßt.

1. Das Papier stammte aus dem Haushalt der Ramseys. Es wurde einem Notizblock zugeordnet, der sich im Haus befand. Ebenso wurde zum schreiben ein Stift aus dem Haushalt der Ramseys benutzt, der dann wieder an die Stelle zurückgelegt wurde, wo er sonst auch immer lag.

2. Die Handschrift ähnelt frappierend der von Patsy. Es gab mehrere Untersuchungen seitens der Polizei und auch von den Ramseys in Auftrag gegeben, alle schlossen John als Verfasser aus, Patsy konnte nie ausgeschlossen werden. Zwar sprechen all diese Gutachten davon, daß sie sie nicht zu 100% als Verfasser identifizieren können, aber eben auch nicht ausschließen, was bei allen anderen getesteten Personen der Fall war. Vergleich von Patsy's Handschriftenprobe und dem Erpresserbrief:

Original:

http://2.bp.blogspot.com/-h8aIn8PIBWo/UhD5y_AJxvI/AAAAAAAAFmg/oinuPHCuzfI/s1600/X-JonBenet%2BRansom%2BNOTE%2B-%2BShadowG...

Patsy:

http://www.acandyrose.com/patsychart2-rhsample2.gif


3. Die RN umfaßt fast 3 Seiten, damit gilt sie als eine der längsten in der Geschichte der Kriminalistik. Normaler Weise wird relativ kurz klar gemacht, um was es geht und welche Forderungen gestellt werden. Abschrift der RN:

Mr. Ramsey. Listen carefully!

We are a group of individuals that represent a small foreign faction. We respect your business but not the country that it serves. At this time we have your daughter in our possession. She is safe and unharmed and if you want her to see 1997, you must follow our instructions to the letter.

You will withdraw $118,000.00 from your account. $100,000 will be in $100 bills and the remaining $18,000 in $20 bills. Make sure that you bring an adequate size attache to the bank. When you get home you will put the money in a brown paper bag. I will call you between 8 and 10 am tomorrow to instruct you on delivery. The delivery will be exhausting so I advise you to be rested. If we monitor you getting the money early, we might call you early to arrange an earlier delivery of the money and hence a earlier pickup of your daughter.

Any deviation of my instructions will result in the immediate execution of your daughter. You will also be denied her remains for proper burial. The two gentlemen watching over your daughter do not particularly like you so I advise you not to provoke them. Speaking to anyone about your situation, such as Police, F.B.I., etc., will result in your daughter being beheaded. If we catch you talking to a stray dog, she dies. If you alert bank authorities, she dies. If the money is in any way marked or tampered with, she dies. You will be scanned for electronic devices and if any are found, she dies. You can try to deceive us but be warned that we are familiar with Law enforcement countermeasures and tactics. You stand a 99% chance of killing your duaghter if you try to out smart us. Follow our instructions and you stand a 100% chance of getting her back. You and your family are under constant scrutiny as well as the authorities. Don't try to grow a brain John. You are not the only fat cat around so don't think that killing will be difficult. Don't underestimate us John. Use that good southern common sense of yours. It is up to you now John!

Victory!
S.B.T.C

4. Gefordert wurden 118.000 $. 1996 erhielt John Ramsey einen beruflichen Bonus in Höhe von $ 118,117.50. Hatte der Entführer also Insiderwissen, oder ist es ein weiteres Indiz für einen Verfasser innerhalb der Familie ? Die Ramseys waren vermögend, John's Vermögenswerte wurden zu dieser Zeit auf über 7,5 Millionen $ geschätzt. Wieso sollte ein Entführer nur etwas über 100.000 $ als Lösegeld fordern, und dann noch so eine krumme Summe ?

5. Formulierung der RN. Im Brief identifiziert sich der Verfasser als Teil einer "ausländischen Fraktion". Dies stuften Linguisten als Lüge ein, weil sich niemand selbst als fremd bezeichnen würde. Fremdsein wäre ein Wort, was nur ein Einheimischer verwenden würde, um einen Migrationshintergrund vorzutäuschen. Desweiteren wurden anscheinend bewußt Fehler in der Rechtschreibung eingebaut, schwierige Worte aber fehlerfrei geschrieben, z.B. Attache. Außerdem wird “that good, Southern common sense of yours” angesprochen, was ein Hinweis auf einen Südstaatler sein könnte. (Patsy kam aus West Virginia und lebte eine Weile in Atlanta) Der Verfasser spricht im Text mal in der "Wir" Form, dann wieder nur von sich selbst, was gegen eine Gruppe spricht. In einer Passage der RN wird geraten, daß John ausgeruht sein soll... (The delivery will be exhausting so I advise you to be rested) Welchen Verbrecher juckt es, ob jemand ausgeruht ist ? Lt. Psychologen ist dieses äußern von Sorge um das Wohlergehen eine unbewusste Offenbarung des Verfassers und läßt Rückschlüsse auf die Persönlichkeit zu, weshalb zu einem weiblichen Verfasser tendiert wird.

Der Verfasser spricht davon, daß JonBenet enthauptet werden würde, wenn die Ramseys die Polizei oder sonstwen über die Entführung informieren. Psychologisch betrachtet ist die Tötungsart hochinteressant gewählt, da sofort Bilder und Assoziationen entstehen, und der Schock nochmals größer sein dürfte, als wenn nur von einer Tötung gesprochen wird. Enthauptung ist grausam, die Vorstellung setzt sich im Kopf fest. Trotz der Ermahnungen gingen die Ramseys das Risiko ein und riefen die Polizei. Dies finde ich persönlich vernünftig und es würden wahrscheinlich auch die meisten anderen tun, allerdings stellt sich mir die Frage, ob man dann noch das Risiko eingeht und sofort mehrere Freunde anruft, informiert und diese zu sich ins Haus bestellt, entgegen der Ermahnungen der Entführer, die bei Zuwiderhandlung dem Kind mit Enthauptung drohen.

6. Unterschrieben wurde die RN mit S.B.T.C, was anscheinend ein Kürzel für die "kleine ausländische Fraktion" sein soll. Der Boulder Police Detective Steve Thomas, der direkt an den Ermittlungen im Ramsey Fall beteiligt war, deutet es als weiteres Indiz für Patsy als Verfasser, da sie auch privat öfter Akronyme benutzte. So schrieb sie auf eine Weihnachtskarte für ihre Freundin Barbara V. Furney - BVFMFA - was Barbara V. Furney, Master of Fine Arts heißen sollte und unterschrieb mit - PPRBSJ - was für Patsy Paugh Ramsey, Bachelor of Science in Journalism stehen sollte.

7. Auf der RN wurden weder Fingerabdrücke von Patsy, noch von John Ramsey gefunden. Steve Thomas versuchte in seinen Vernehmungen von Patsy zu erfahren, wie das sein könnte, weil sie früher immer ausgesagt hatte, daß die RN auf der Treppe lag und sie sie aufgehoben und gelesen hätte. Später sagte sie dann, daß sie sich nicht erinnern könnte, und sie sie evt. auch im stehen, ohne sie zu berühren, gelesen haben könnte.

Wenn ich all das zusammennehme, besteht für mich eigentlich kaum noch ein Zweifel, daß Patsy die RN geschrieben hat, im Zuge eines Cover up, sie ist Teil einer Inszenierung, um den Tod des Mädchens zu vertuschen und die Ermittlungen in eine falsche Richtung zu lenken. Linguistisch betrachtet ist sie ein Fake, und wenn man die Analysen der Experten im Ganzen liest, erkennt man sehr schnell, daß eigentlich alles zusammenpaßt. Komponenten wie Abstand, Rhythmus, Druck usw. stimmten mit Patsys Vergleichsproben überein. Die Wahrscheinlichkeit, daß jemand anderes ins Haus eindringt und die RN schreibt und dabei so gut Patsys Handschrift und Stil kopiert, ist absolut gering, und ich glaube auch, daß Graphologen das erkennen würden. Einen Erpresserbrief über 3 Seiten schreibt man nicht in 5 Minuten, erst recht nicht, wenn man angeblich ein Ausländer ist. Und irgendeine "ausländische Fraktion", der es um Lösegeld gehen würde, käme wahrscheinlich auch nicht auf die Idee, den Brief erst im Haus zu schreiben, anstatt ihn mitzubringen. Außerdem paßt eine geplante Entführung, bei der es um Geld geht, nicht zur Tötung der Kleinen. Selbst wenn irgendwas schief gegangen wäre, und JonBenet hätte sterben müssen, käme kein Entführer auf die Idee mit dem Kind noch eine Weile im Keller zu verbringen und es langsam und qualvoll zu töten und zu mißbrauchen. Im umgekehrten Fall verfassen Pädophile keine RN, und verschwenden damit Zeit, in der sie entdeckt werden könnten.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:34
@Tajna

Meine Argumente sind keines Wegs haltlos, wenn man einfach mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangeht. Ich bin auf alles eingegangen, was du geschrieben hast. Ich habe seit meinem ersten Post mehrere Fragen gestellt, die du offenbar nicht alle beantworten kannst. Und auch auf meine allgemeine Frage, warum du so an der Einbrechertheorie festhältst, bist du nicht eingegangen. Die einzige Frage, die du gestellt hast war, wie sie das mit dem Geld gemacht haben sollen. Ich weiß nicht welche Details ich da liefern soll bzw. warum das nötig ist. Wenn man den richtigen Leuten wie z. B. dem Staatsanwalt Geld zahlt - warum sollte das nicht bewirken, dass der Fokus auf einen Einbrecher gelegt wird? Ich meine nicht, dass man deswegen nicht nicht angeklagt wird - wie ich schon geschrieben habe: Für eine Anklage gegen die Eltern fehlen Beweise. Die man aber bestimmt hätte bekommen können wenn die Ermittlungen anders verlaufen wären. Das heißt aber nicht, dass sie es nicht waren. Vor allem wenn man die Sache logisch betrachtet. Aber das mit dem Geld ist auch nicht der wichtigste Punkt. Viel wichtiger sind all die anderen Argumente die gegen die Eltern sprechen.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:45
@Tajna
Wozzeck schrieb:Tajna schrieb:
Einbrecher

Wozzeck schrieb:
... UND sadistischer Sexualverbrecher, Erpresser(-briefschreiber), Mörder...

Ein sehr flexibles Täterprofil und vielschichtiges Tatgeschehen. Das alles übernacht, in Tateinheit, im Elternhaus des Opfers, die übrige Familie im Schlaf. Hm.
Nun schreibst Du...
Tajna schrieb:Vielleicht wollte der Täter das sogar so machen, vielleicht wollte er JonBenet mit dem Schlag auf den Kopf bewusstlos machen und sie dann in einen bereitgestellten Koffer packen und mitnehmen.
Aber dann verließ ihn eventuell der Mut oder er musste erkennen, dass sie infolge dieses Schlags bald sterben würde.
Ich frage mich, hatte der „sadistische Sexualverbrecher“ in Deinem Szenario überhaupt einen Plan oder geschah alles durch Zufall und spontan? Ließe sich das planen, im Rahmen kalkulierbaren Risikos, einen Besichtigungstermin zu nutzen, um unbemerkt im Haus zu bleiben und so, in der Nacht, zu der Kleinen schleichen und sie missbrauchen zu können? - Das Risiko wäre unerhört und der Ablauf nicht sicher zu planen.

Und wie ließe sich das übrige Geschehen in einen solchen Plan einfügen? Sie im Haus zu erschlagen, einen dreiseitigen Erpresserbrief zu schreiben, sie doch nicht mitzunehmen, sie mit vorgefundenen Utensilien „sadistisch zu missbrauchen“, zu erdrosseln, in den Keller zu schaffen? War das alles dann improvisiert und pures Glück für den Täter, dass er nicht erwischt wurde?


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:46
@Photographer73

Toller Beitrag! Sehr gute Infos über den Brief - alleine diese sollten schon reichen, dass man sagen kann, dass es keine außenstehende Person war.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:49
@Wozzeck

Ähnliche Fragen habe ich auch gestellt. Logisch betrachtet kann man diese nur dahingehend beantworten, dass das Szenario so absolut keinen Sinn macht. Es sei denn es war ein nicht so intelligenter Einbrecher. Was ich aber nicht glaube.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:52
Wie lässt sich, angesichts der sehr aggregierten Zusammenfassungen von @Sonnenblume91 bzgl. der Gesamtsituation und von @Photographer73 bzgl. des Erpresserbriefs überhaupt ein Szenario vermuten, dass von einem Außenstehenden als Täter ausgeht, der sich wie die Axt im Walde durch das Ramsey-Anwesen bewegt und dabei keine einzige Spur hinterlässt.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 16:54
Sonnenblume91 schrieb: Es sei denn es war ein nicht so intelligenter Einbrecher. Was ich aber nicht glaube.
Da hast Du Recht; wobei dann noch zu erklären wäre, wie er buchstäblich spurlos verschwinden konnte, was nach so einem langanhaltenden und vielschichtigen Tatgeschehen ein weiteres Rätsel darstellt.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:06
@Photographer73
Photographer73 schrieb:Wenn ich all das zusammennehme, besteht für mich eigentlich kaum noch ein Zweifel, daß Patsy die RN geschrieben hat, im Zuge eines Cover up, sie ist Teil einer Inszenierung, um den Tod des Mädchens zu vertuschen und die Ermittlungen in eine falsche Richtung zu lenken.
Du bist dir also - im Gegensatz zu den Experten - nahezu sicher, dass Patsy den Kidnapper-Brief geschrieben hat?

Allein das sollte dir zu denken geben!

In deiner Argumentation fehlt eigentlich das Wichtigste:
Warum sollte Patsy diesen Brief geschrieben haben?
Wen wollte sie damit decken?

Und wenn sie tatsächlich den Brief geschrieben haben sollte, warum rief sie die Polizei bevor JonBenets Leiche aus dem Haus gebracht worden war?


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:11
Photographer73 schrieb:Der Verfasser spricht davon, daß JonBenet enthauptet werden würde, wenn die Ramseys die Polizei oder sonstwen über die Entführung informieren. Psychologisch betrachtet ist die Tötungsart hochinteressant gewählt, da sofort Bilder und Assoziationen entstehen, und der Schock nochmals größer sein dürfte, als wenn nur von einer Tötung gesprochen wird. Enthauptung ist grausam, die Vorstellung setzt sich im Kopf fest. Trotz der Ermahnungen gingen die Ramseys das Risiko ein und riefen die Polizei. Dies finde ich persönlich vernünftig und es würden wahrscheinlich auch die meisten anderen tun, allerdings stellt sich mir die Frage, ob man dann noch das Risiko eingeht und sofort mehrere Freunde anruft, informiert und diese zu sich ins Haus bestellt, entgegen der Ermahnungen der Entführer, die bei Zuwiderhandlung dem Kind mit Enthauptung drohen.
Schwierig zu sagen. Ich denke, ich würde bei so drastischen Beschreibungen erst recht die Polizeit kontaktieren, da ich kein "Vertrauen" aufbauen könnte und Täter wie Magnus Gäfgen im Kopf hätte. Aber das ist natürlich nur Theorie.

Was mich in dem Zusammenhang aber doch sehr irritiert...die meisten die die Familientheorie vertreten, nehmen ja an, dass das Mädchen aus Versehen getötet wurde. Im Streit mit der Mutter oder dem Bruder. Kann man dann wirklich hergehen und so etwas schreiben?? Ich kann nachvollziehen, dass man das überlebende Kind schützen will. Auch wenn es Verursacher ist. Aber geht man dann wirklich her und schreibt einen derart drastischen Erpresserbrief und spricht von Enthauptung? Denn wäre doch ein Zweizeiler a la "500.000 bis Montag 17 Uhr, oder ihr Kind stirbt. Folgen sie meinen Anweisungen" viel wahrscheinlicher.

Sicher die Schriftprobe ist hochsuspekt. Auch die Tatsache, dass das Material aus dem Haus der Ramseys stammte. Aber der Text und die Länge als solches...sprechen entweder für sehr sadistische Ramseys oder einen hochpsychiatrischen Fremdtäter (?)


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:14
Tajna schrieb:Warum sollte Patsy diesen Brief geschrieben haben?
Wen wollte sie damit decken?

Und wenn sie tatsächlich den Brief geschrieben haben sollte, warum rief sie die Polizei bevor JonBenets Leiche aus dem Haus gebracht worden war?
Ohne @Photographer73 vorgreifen zu wollen: In dem Szenario, das keinen aussenstehenden Täter kennt, würde der Erpresserbrief in der Absicht geschrieben worden sein, die eigentliche häusliche Tat zu verschleiern. Dies angenommen würde man von einer ungeplanten Tat ausgehen müssen, die zu hastigen und damit nicht überraschend inkohärenten Spontanhandlungen geführt haben würde.

Die Leiche, in dem kurzen Zeitfenster das blieb, ohne Verdacht zu erwecken, aus dem Haus zu schaffen, würde eine große zusätzliche Belastung und ein sehr großes Risiko bedeutet haben. Daher wundert es mich nicht, dass die Tarngeschichte in diesem Szenario nicht zu Ende gedacht und gebracht wurde.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:15
@Wozzeck
Wozzeck schrieb:War das alles dann improvisiert und pures Glück für den Täter, dass er nicht erwischt wurde?
Vielleicht teilweise, auf jeden Fall war das Haus so gebaut, dass keine Geräusche aus dem Keller nach oben drangen.
Wozzeck schrieb: ... dass von einem Außenstehenden als Täter ausgeht, der sich wie die Axt im Walde durch das Ramsey-Anwesen bewegt und dabei keine einzige Spur hinterlässt.
Im Haus gab es unzählige Spuren, man denke nur an die zahlreichen Besichtigungen.
Wozzeck schrieb: ... wobei dann noch zu erklären wäre, wie er buchstäblich spurlos verschwinden konnte, ...
Er brauchte ja nur einen der Ausgänge zu benutzen, ein Nebeneingang wurde offen vorgefunden.
Wozzeck schrieb:Die Leiche, in dem kurzen Zeitfenster das blieb, ohne Verdacht zu erwecken, aus dem Haus zu schaffen, würde eine große zusätzliche Belastung und ein sehr großes Risiko bedeutet haben. Daher wundert es mich nicht, dass die Tarngeschichte in diesem Szenario nicht zu Ende gedacht und gebracht wurde.
Dann hätten sie aber den Erpresserbrief nicht verwenden dürfen, wenn er tatsächlich von Patsy geschrieben wurde, denn damit würden sie sich verdächtig machen.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:21
Rawbite schrieb:Aber der Text und die Länge als solches...
Diesen Hinweis finde ich sehr nachvollziehbar! Ich bin auch der Meinung, dass die Art dieses Schreibens ein Hinweis auf die besondere, um nicht zu sagen untypische Psyche des Täters beziehungsweise des Schreibers darstellt. Aber gerade dieser Umstand ist es, der mich daran zweifeln lässt, dass es sich tatsächlich um einen Außenstehenden handelt der die Tat begangen und anschließend die Nachricht geschrieben hat, um diese zu verschleiern.

Wer würde eher eine so raumgreifende Nachricht hinterlassen? Ein Täter, der sich im Hause des Opfers, in unmittelbarer Nähe von deren Eltern und Brüdern, dem verschuldeten Tod des kleinen Mädchens gegenübersieht und schon allein deshalb den Impuls verspüren würde, das Haus und somit den Tatort so schnell wie möglich zu verlassen oder jemand, der bis zu einem bestimmten Grad selbst entscheiden kann, zu welchem Zeitpunkt genau die Tat entdeckt wird, und daher mehr Zeit dafür würde aufwenden können, eine solche Nachricht zu schreiben?


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:25
@Wozzeck

Für die Eltern würde es keinen Sinn machen, so einen Kidnapperbrief zu schreiben - egal wer der Mörder ist - wenn nicht gleichzeitig die Leiche aus dem Haus gebracht wird.

Wenn man das einmal richtig durchdenkt, dann sollte das klar werden.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:29
@Tajna

Vielen Dank, dass Du auf meine Hinweise so detailliert eingegangen bist!
Tajna schrieb:Vielleicht teilweise, auf jeden Fall war das Haus so gebaut, dass keine Geräusche aus dem Keller nach oben drangen.
Hier kann aber nicht alles stattgefunden haben.
Tajna schrieb:Im Haus gab es unzählige Spuren, man denke nur an die zahlreichen Besichtigungen.
Ich dachte eher an fremde Fingerabdrücke auf dem Brief oder den Tatwaffen (die Spur im Slip ist ja entkräftet), Blut, Sperma, Speichel, Haut etc.
Tajna schrieb:Er brauchte ja nur einen der Ausgänge zu benutzen, ein Nebeneingang wurde offen vorgefunden.
Das ist zwar richtig ;), aber nicht was ich meinte: Es ist ein Wunder, dass er all das über einen so langen Zeitraum in dem Haus getan haben soll, ohne entdeckt worden zu sein.
Tajna schrieb:Dann hätten sie aber den Erpresserbrief nicht verwenden dürfen, wenn er tatsächlich von Patsy geschrieben wurde, denn damit würden sie sich verdächtig machen.
Diesen Punkt verstehe ich nicht ganz. Aber so oder so habe ich auszudrücken versucht, dass ich, angesichts der Natur dieses Verbrechens, in dem Szenario, das nicht von einem Außenstehenden ausgeht, nicht überrascht wäre, wenn die Taten, die zur Verdeckung erfolgten, nicht vollständig kohärent wären.


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Mordfall JonBenét Patricia Ramsey

24.02.2018 um 17:37
@Tajna

Ich hab mir jetzt die Ausführungen von Douglas angesehen. Er gibt an, daß die Ramseys am Tag des Fundes mit der Polizei sprachen und auch versprachen alle handschriftlichen Proben usw. einzureichen. Danach macht auch er klar, daß es Gesprächsangebote gab, die aber nicht zustande kamen, weil man sich nicht auf die Bedingungen der Vernehmungen einigen konnte. Die Bedingungen ? Aber sonst gehts noch ? Es geht um den Mord an ihrer Tochter und sie wollten die Bedingungen vorgeben, unter denen sie sich zu Vernehmungen bereit erklären ? Das ist völlig absurd, noch dazu wenn man behauptet, daß man ja alles tun will, um den Mörder zu überführen.

Erst am 30. April erklärten sich die Ramsey, nachdem sie durch ihre Anwälte eine ellenlange Liste mit Forderungen gestellt hatten, bereit sich einer offiziellen Vernehmnung zu unterziehen. Vorher bekamen sie Kopie von ihren ersten Aussagen am 26. Dezember und die bisherigen Ermittlungsstände mitgeteilt. Das ist für mich immer noch völlig unfaßbar, sie bekamen quasi alles, was bisher vorlag, auf dem Silbertablett präsentiert, und das beim Status der Verdächtigen ! Bei den Vernehmungen änderten sie viele Aussagen, es tauchten Widersprüche zu den Aussagen vom Tattag auf. Die Polizei stufte ihr Verhalten als wenig kooperativ ein. Dennoch gaben die Ramseys bereits einen Tag nach dem offiziellen Verhör eine Pressekonferenz, in der sie nochmals betonten, wie sehr sie doch zusammen mit der Boulder Police kämpfen. Welch ein Hohn.

Und ja, sie sprachen mit Menschen, denen sie vertrauten und die sie für unschuldig hielten, auch das ist keine wirkliche Überraschung. Das alles ändert nichts an dem, was die ermittelnden Beamten beklagten. Es gab keine Bereitschaft der Ramseys sich den Fragen der Polizei zu stellen, ohne daß sie durchsetzen wollten, daß sie die Regeln diktieren. Und somit schließt sich der Kreis zu dem, was ich gestern schon schrieb und aus dem Artikel zitierte. Keine Kooperation für 4 lange Monate. Douglas schreibt im Endeffekt genau das gleiche, nur mit schönfärbenderen Worten. Und auch das ist kein Wunder, da er, wie gesagt, für die Ramseys arbeitete.
former FBI agent John E. Douglas , who had been hired by the Ramsey family


https://en.wikipedia.org/wiki/Death_of_JonBenét_Ramsey
Tajna schrieb:Du bist dir also - im Gegensatz zu den Experten - nahezu sicher, dass Patsy den Kidnapper-Brief geschrieben hat?

Allein das sollte dir zu denken geben!
Ich führte eben sehr genau aus, warum diese RN wahrscheinlich ein Fake ist. Und erzähl hier bitte keinen Mist, es gibt keine übereinstimmende Aussagen von den Experten darüber, daß PR den Brief nicht schrieb. Sie wurde nicht zu 100% identifiziert, aber eben auch nicht ausgeschlossen und das sollte wiederum dir zu denken geben. Wird es aber nicht, ich weiß, weil Du ja an Douglas festhalten willst. Douglas ist aber nur eine Stimme. Also - Nebelkerze.

Es gab im übrigen auch durchaus FBI Profiler, die an die Schuld der Ramseys glaubten, z.B. Gregg McCrary.

Das Ding mit der Ransom Note ist ähnlich wie mit dem Lügendetektortest. Sie machten keinen bei der Polizei. Das kannst Du jetzt natürlich mit der Unzuverlässigkeit schön reden, ich pers. würde dann aber doch eher den Behörden vertrauen. Den Test machten sie 3,5 Jahre nach der Tat (!!), bei Leuten, die sie selbst beauftragt hatten. 150 bis 200$ wurden pro Stunde für die Auswertung der Tests bezahlt, von den Ramseys. Und selbst dabei fiel nur der zweite Test positiv aus, der erste war nicht schlüssig.

Der Boulder Police Chief nannte das Ganze "Teil einer Werbekampagne". Er schlug sogar vor, daß man einen Test machen könnte, den das FBI entwickelt hat, ohne Erfolg, die Ramseys bestanden auf Experten, die sie selbst bezahlten, genauso wie sie es auch schon bei den Graphologen machten. Nicht wirklich erstaunlich, daß immer die Experten, die zum Verteidigerteam gehörten, zu den gewünschten Testergebnissen kamen.



@Wozzeck
@Sonnenblume91

Ich glaube nicht, daß die Ramseys Mörder sind. Sie werden ihre Tochter geliebt haben, daran besteht für mich kein Zweifel. Allerdings ist für mich völlig ausgeschlossen, daß jemand anderes als PR die Ramsom Note geschrieben hat, aus den o.g. Gründen. Dieser Erpresserbrief ist für mich der Dreh-und Angelpunkt der ganze Sache und er zeigt, daß dort eine Vertuschung stattfand und zumindest PR wußte, daß etwas furchtbares passiert und JB tot ist.
Wozzeck schrieb:Ohne @Photographer73 vorgreifen zu wollen: In dem Szenario, das keinen aussenstehenden Täter kennt, würde der Erpresserbrief in der Absicht geschrieben worden sein, die eigentliche häusliche Tat zu verschleiern. Dies angenommen würde man von einer ungeplanten Tat ausgehen müssen, die zu hastigen und damit nicht überraschend inkohärenten Spontanhandlungen geführt haben würde.

Die Leiche, in dem kurzen Zeitfenster das blieb, ohne Verdacht zu erwecken, aus dem Haus zu schaffen, würde eine große zusätzliche Belastung und ein sehr großes Risiko bedeutet haben. Daher wundert es mich nicht, dass die Tarngeschichte in diesem Szenario nicht zu Ende gedacht und gebracht wurde.
Danke, so sehe ich das auch.


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