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Der Yogtze-Fall

7.714 Beiträge, Schlüsselwörter: 1984, Ungeklärte Mordfälle, Yogtze, Anzhausen

Der Yogtze-Fall

11.07.2019 um 22:09
Professionelle Täter hätten nicht riskiert, dass Stoll überlebt und hinterher Angaben zu seinen Peinigern macht. Die wären auch mit ihm nicht mehr auf dem Beifahrersitz durch die Gegend gefahren, wo z. B. ein anderer Autofahrer auf gleicher Höhe einen Blick in den Innenraum hätte werfen, Herr Stoll ins Lenkrad hätte greifen können oder er während der Fahrt einfach rausgesprungen wäre. Dann hätte man ihn zumindest gefesselt. Und erst recht wären sie nicht in der dunklen Nacht in die Böschung gerast, wo die Fahrt für alle (angeblich) vier bis fünf Insassen genauso gut vor einem Baum hätte enden können.
Da ist bei der Ausführung einfach viel zu viel dem Zufall überlassen worden, als das man von einer geplanten Tat gegen Stoll reden könnte.
Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass Stoll in der Nacht wirklich noch verabredet war. Handys gab es noch nicht und wenn Frau Hellfritz die Tür geöffnet hätte, hätte er eine eventuelle Verabredung nicht mehr wahrnehmen oder verschieben/absagen können. Vorstellbar wäre allerdings, dass er tagsüber eine unheimliche Begegnung hatte, einen Angriff bei Nacht fürchtete und sich deshalb dort in Haigerseelbach verstecken wollte ("Heute nacht passiert noch was..."). Da Frau Hellfritz aber nicht öffnete, peilte er ein anderes, weiter entferntes Versteck an.
Ich würde mich mit der Theorie von schweren Jungs auch leichter tun, wenn nicht zwei Zeugen unabhängig voneinander einen jungen, schlanken blonden Mann mit heller Jacke gesehen hätten. Nicht, dass die nicht kriminell werden, aber dieser Phänotyp passt nicht so recht hierzu.


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Der Yogtze-Fall

15.07.2019 um 15:17
Also gut, ich rudere jetzt mal ein (aber nur kleinwenig) zurück. Der letzte Unfall war tatsächlich nicht beabsichtigt. Es wäre dann ja auch sinnvoller gewesen, den Wagen irgendwo abzustellen und Stoll dann (schon überrollt) auf die Straße zu legen. Im für die Tätet besten Fall wäre Stoll dann nochmal überrollt worden. Ein tragischer Unfall … .

Bleibt also, dass Stoll von den Tätern überrollt wurde, man ihn dann von da in seinem Auto wegbrachte und dann ein ungewollter Unfall geschah. Das sehe ich mal als objektive Tatsache an. Richtig?

Folgende Frage:

1.
Wurde Stoll versehentlich überrollt?

Nein, wurde er nicht. Für mich keine Anhaltspunkte für einen Suizidversuch. Vielmehr spricht er ja an, dass er Angst hat, das was passiert. Und wieso bleiben die Jungs dann nicht bei Stoll, rufen Polizei und Krankenwagen und gut ist? Wohin wollten sie und warum wurde nicht geholfen? Warum flieht man dann von der 2. Unfallstelle. Ja, ja, alles 1000x diskutiert.

2.
Wollte man Stoll zum Arzt bringen?

Nein, wollte man nicht. Dann hätte man ihn wenigstens notdürftig irgendwie verbunden. Naja und eine "verdeckte Übergabe" beim Krankenhaus wäre für mich auch kaum handelbar.

3.
Wohin wollte man Stoll dann bringen?

An einen Ort, der mit den Jungs nichts zu tun hat.


4.
Warum ließ man Stoll am Leben?

Ist das so? Dachte man vielleicht er sei schon tot? Oder wollte man womöglich erstmal weg vom Überrollort an einen Treffpunkt und dann entscheiden, was man macht?


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15.07.2019 um 16:43
mattschwarz schrieb:Naja und eine "verdeckte Übergabe" beim Krankenhaus wäre für mich auch kaum handelbar.
ohne sagen zu wollen, dass sowas geplant war, aber ich sehe da überhaupt kein Problem, speziell nachts.
Damals gab es noch kaum Überwachungskameras, sicher zB. keine Aufzeichnung des Eingangsbereichs eines Krankenhauses. Einfach mit dem Golf mit Stoll auf dem Beifahrersitz vorfahren, ein kleines Stück vom Eingang in der Einfahrt stehenbleiben, die Kumpels im zweiten Wagen stehen im Dunkeln etwas abseits, man springt raus und rennt zu den Kumpels und verschwindet ungesehen. Der nächste Krankenwagen, der zur Einfahrt rein will ärgert sich über den rücksichtloser Parker in der Einfahrt, schaut nach und schon ist der verletzte Stoll gefunden und wird versorgt... Aufzeichnungen von Kameras gibt es keine, Zeugen gibt es keine oder nur von Ferne, mit einer Personenbeschreibung, die auf jeden Dritten zutrifft...


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15.07.2019 um 17:27
otternase schrieb:mattschwarz schrieb:Naja und eine "verdeckte Übergabe" beim Krankenhaus wäre für mich auch kaum handelbar.

ohne sagen zu wollen, dass sowas geplant war, aber ich sehe da überhaupt kein Problem, speziell nachts.Damals gab es noch kaum Überwachungskameras, sicher zB. keine Aufzeichnung des Eingangsbereichs eines Krankenhauses. Einfach mit dem Golf mit Stoll auf dem Beifahrersitz vorfahren, ein kleines Stück vom Eingang in der Einfahrt stehenbleiben, die Kumpels im zweiten Wagen stehen im Dunkeln etwas abseits, man springt raus und rennt zu den Kumpels und verschwindet ungesehen. Der nächste Krankenwagen, der zur Einfahrt rein will ärgert sich über den rücksichtloser Parker in der Einfahrt, schaut nach und schon ist der verletzte Stoll gefunden und wird versorgt... Aufzeichnungen von Kameras gibt es keine, Zeugen gibt es keine oder nur von Ferne, mit einer Personenbeschreibung, die auf jeden Dritten zutrifft...
Ein Problem sehe ich da auch nicht. Nur den Sinn einer solchen Aktion ergibt sich nicht. Vor dem Krankenhaus stehen bis zur Findung wäre Stoll eh verstorben. Was dann tatsächlich....das weiter kann man sich denken. Demnach könnten die Täter Stoll einfach an einer ruhigen Ecke abgestellt haben. Wenn es dann schon so Kriminelle Burschen waren wie sich das @mattschwarz vorstellt. Warum er da noch irgend wohin an eine Treffpunkt gebracht werden sollt ergibt sich nicht.
mattschwarz schrieb:Dachte man vielleicht er sei schon tot? Oder wollte man womöglich erstmal weg vom Überrollort an einen Treffpunkt und dann entscheiden, was man macht?


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15.07.2019 um 18:16
@mattschwarz
schöne phantasievolle Geschichte.
Aber es gibt nicht einen Anhaltspunkt, geschweige denn eine Spur, die in die Richtung führt.

Schon die Vorraussetzung, das Stoll in Geldnot war scheint ja nicht zuzutreffen.
Arbeitslosigkeit ist da kein Argument.
Das er sich dann Geld privat leih; auch dafür gibt es nicht die geringsten Anhaltspunkte oder Spuren.
Das dies alles in der dörflichen Gemeinschaft nicht unbemerkt geblieben sein soll; unwahrscheinlich.

Weiterhin gab es im Papillon nur eine Gruppe von Stammgästen. Da alle Gäste dieses Abends wohl kaum alle unter einer Decke stecken werden, kann der Aufenthalt im Papillon, so wie er geschildert wurde wohl als gesichert gelten. Da gab es keinen Streit oder sonstewas.

Dann ist die alte Fr Hellfritz wohl keinesfalls die reiche Geldgeberin , sonderen lediglich die Nachbarin der Eltern, die in bescheidenen Verhältnissen lebt.

Dann die Annahme, man habe Stoll noch eine Frist gelassen um Geld zu besorgen?
Wie jetzt? Die Gläubiger, für die es gar keinen Anhaltspunkt gibt, das es überhaupt welche gibt, schicken den Mann mitten in der Nacht los um Geld zu besorgen?
Wo sollte er das deren Meinung nach her holen. Da gab es noch nicht einmal flächendeckend Geldautomaten.
Dann die absolut sinnlose Überrollaktion, die in dem Zusammenhang so gar keinen Sinn macht. Ebenso das Verbringen des nunmehr lebensgefährlich Verletzten. Wozu?
Das passt doch alles hinten und vorne nicht in dem Szenario von @mattschwarz.
Da müsste man so viele Annahmen zugrunde legen, die letztendlich nur auf die Phantasie beruhen .Eben um das Szenario halbwegs stimmig zu machen, was noch nicht einmal wirklich gelingt.

Ich bin der Meinung man sollte immer zuerst die naheliegensten Möglichkeiten in Betracht ziehen und nicht irgend welche Gläubiger ins Spiel bringen, für die es definitiv keine Anhaktspunkte gibt und die sich zudem von einer völlig unplausiblen Verhaltensweise in die nächste begeben.


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15.07.2019 um 21:43
Für das Überrollen gibt es drei mögliche Gründe
1. Der Täter wollte übertöten, also seinen Gefühlen freien Lauf lassen
2. Das Opfer lag im Weg und konnte aus Zeitnot oder weil zu schwer nicht bewegt werden
3. Der Täter war sichtlich behindert und hat das Opfer nicht gesehen


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15.07.2019 um 23:54
@halldieklapp
halldieklapp schrieb:Für das Überrollen gibt es drei mögliche Gründe
Es gibt noch andere:
- das Opfer irrte einfach verwirrt auf der Straße rum
- plante seinen Sellbstmord
- lief vor etwas Anderem davon
halldieklapp schrieb:Der Täter wollte übertöten, also seinen Gefühlen freien Lauf lassen
Das hat er nicht, selbst wenn es einen sochen Täter gegeben hätte. Übertöten plant man nicht bewusst, das tut man unbewusst. Und es ist nur dann ein Übertöten, wenn das Opfer tot zurück bleibt. Das war hier aber nicht der Fall.

Es wurde schließlich der noch lebende Stoll transportiert.

Hättet man ihn so oft überfahren, dass er nur mehr Brei gewesen wäre, wäre ein Übertöten ein plausibles Argument. So nicht.


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16.07.2019 um 06:28
Nightrider64 schrieb:Schon die Vorraussetzung, das Stoll in Geldnot war scheint ja nicht zuzutreffen.
Arbeitslosigkeit ist da kein Argument.
Naja, Arbeitslosigkeit ist in Kombination mit einem kleinen Kind und damit erhöhten Geldbedarf schon einschränkend. Dazu kommt, dass Stoll ja wohl ganz gerne mal abends wegging, siehe Highway und Papillon. Das geht dann schon ins Geld. Stoll fuhr wohl auch gerne mal nach Holland. Und es gab halt die Kontakte zu holländischen Drogentypen. Keine Ahnung, ob er mit denen nur karten gespielt hat oder auch mal deren Sortiment getestet hat. Klar kann es auch andere Gründe geben, um Stoll eine Frist zu setzen, z.B.

* um sich zu entschuldigen
* eine Beziehung zu beenden
* eine (illegale) Handlung vorzunehmen
* Informationen preiszugeben
* sich einer Mutprobe zu unterziehen


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16.07.2019 um 07:07
Nightrider64 schrieb:Weiterhin gab es im Papillon nur eine Gruppe von Stammgästen. Da alle Gäste dieses Abends wohl kaum alle unter einer Decke stecken werden, kann der Aufenthalt im Papillon, so wie er geschildert wurde wohl als gesichert gelten. Da gab es keinen Streit oder sonstewas.
Das mag schon sein, stimmt aber nicht zwangsweise. Unter den Stammgästen des Papillons waren auch dörfliche Rockergruppen, die äußerst aggressiv waren und wenn es zu Ärger kam auch durchweg nicht mit der Polizei kooperierten. Im Beitrag von XY gibt es hierzu keine weiteren Informationen.


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16.07.2019 um 16:03
PeterSi schrieb:Das mag schon sein, stimmt aber nicht zwangsweise. Unter den Stammgästen des Papillons waren auch dörfliche Rockergruppen, die äußerst aggressiv waren und wenn es zu Ärger kam auch durchweg nicht mit der Polizei kooperierten. Im Beitrag von XY gibt es hierzu keine weiteren Informationen.
Naja, aber welchen Grund hätte es gegeben, sich darüber auch noch die nächsten 10, 20, 30 Jahre auszuschweigen, wenn der Hergang im Papillon doch nicht so gewesen ist? Die Rockergruppen von damals dürften sich längst aufgelöst haben bzw. von den ergrauten Mitgliedern keine Gefahr mehr ausgehen. Die Kripo dürfte alle Aussagen auch miteinander verglichen und auf Widersprüchlichkeiten abgeklopft haben, was aber offenbar nicht der Fall war.


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16.07.2019 um 23:14
Adebar schrieb:Naja, aber welchen Grund hätte es gegeben, sich darüber auch noch die nächsten 10, 20, 30 Jahre auszuschweigen, wenn der Hergang im Papillon doch nicht so gewesen ist?
Ja wieviel Leute waren denn im Papillon? Und war das nur eine Truppe oder verschiedene? Wenn das ne eingeschworene Yogtzetruppe war und der Cheffe semmelt dem Stoll eine, könnte doch gut sein, dass man sich einig ist, nur gesehen zu haben, dass da einer grundlos vom Hocker gesegelt ist. Wieso sollte da einer später auspacken, dass er ne heftige Falschaussage gemacht hat? Naja nur mal so als Gedankenspiel


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17.07.2019 um 00:55
Nightrider64 schrieb:Weiterhin gab es im Papillon nur eine Gruppe von Stammgästen. Da alle Gäste dieses Abends wohl kaum alle unter einer Decke stecken werden, kann der Aufenthalt im Papillon, so wie er geschildert wurde wohl als gesichert gelten. Da gab es keinen Streit oder sonstewas.
Gut ja, nur was hat das mit dem weiteren Verlauf des Abends an sich. Und selbst wenn man davon ausgeht, dass Stoll von Hocker gestossen wurde muss das mit dem weitern Verlauf des Abends nicht zutun haben. Ich denke das Papillon bzw. die Vorkommnisse dort können nicht dem Tot von Stoll in Einklang gebracht werden.

Das grundlos vom Hocker fallen hat sicherlich keinen tieferen medizinischen Hintergrund. Und schon gar keinen, welchen Stoll in den Suizid getrieben hätte.

Dass die Yogtzetruppe Stoll nach dem verlassen des Papillons gefolgt sind ist doch genauso auszuschiessen. Wenn die ihm was böses wollten, hätten die nicht 4 Stunden damit gewartet.


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17.07.2019 um 08:17
otternase schrieb:ohne sagen zu wollen, dass sowas geplant war, aber ich sehe da überhaupt kein Problem, speziell nachts.
Was zu diesem Szenario einer Fahrt zum nächsten Krankenhaus nicht passt ist die "2. Unfallstelle" bei Hagen-Süd. Es gibt gar keine Indizien dass Stoll in jener Nacht irgendetwas so weit im Norden zu suchen hatte. Man nimmt daher an, dass der Tatort eher in der Nähe des letzten verifizierten Aufenhaltsortes liegt.

Das nächstgelegene Krankenhaus wäre dann aber das Kreisklinikum in Siegen gewesen. Und selbst wenn die Täter dieses nicht ansteuern wollten, dann wäre noch das Klinikum Lüdenscheid auf dem Weg nach Norden gelegen. Auch nach Süden hin wäre ein Krankenhaus, das in Dillenburg, weitaus näher gelegen als ausgerechnet Hagen. Hagen macht in diesem Zusammenhang keinen Sinn.


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17.07.2019 um 09:04
Rick_Blaine schrieb:Man nimmt daher an, dass der Tatort eher in der Nähe des letzten verifizierten Aufenhaltsortes liegt.
gibt es dafür eine Quelle. Soweit ich es verstanden habe, kann der Tatort jeder beliebige Ort zwischen der Wohnung von Frau Hellfritz und dem Fundort des verunglückten Golf gewesen sein. Und GS hat ja nach dem Auffinden trotz sehr schwerer Verletzungen noch einige Zeit gelebt, was eher darauf hin deutet, dass er zum Zeitpunkt des Auffindens noch nicht so sehr lange so verletzt war.


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17.07.2019 um 16:40
mattschwarz schrieb:Ja wieviel Leute waren denn im Papillon? Und war das nur eine Truppe oder verschiedene? Wenn das ne eingeschworene Yogtzetruppe war und der Cheffe semmelt dem Stoll eine, könnte doch gut sein, dass man sich einig ist, nur gesehen zu haben, dass da einer grundlos vom Hocker gesegelt ist. Wieso sollte da einer später auspacken, dass er ne heftige Falschaussage gemacht hat? Naja nur mal so als Gedankenspiel
Die Verjährungsfrist für Falschaussagen beträgt 5 Jahre. https://www.kujus-strafverteidigung.de/strafrechts-abc/falschaussage-meineid-falsche-versicherung-an-eides-statt/#Verjau...

Warum sollte da bis heute drüber geschwiegen werden? Vor den heute Ü70-jährigen Männern dürfte keiner mehr Angst haben.
Also ganz ehrlich, wir wissen doch eh kaum was über die Geschehnisse dieser Nacht. Wenn wir jetzt noch anfangen, die Situationen anzuzweifeln, für die es die meisten Zeugen gab, dann macht das hier keinen Sinn. Irgendwelche Yogtze-Buben wurden weder von Wirt noch LKW-Fahrer gesehen.


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17.07.2019 um 17:03
mattschwarz schrieb:Stoll fuhr wohl auch gerne mal nach Holland.
Er war mal in den Niederlanden. Das heißt nicht, das er jeden Monat dort hin fuhr, womit Du widerum einen erhöhten Finanzbedarf herleitest, für den es absolut keine Anhaltspunkte gibt.
Ansonsten wäre das auch thematisiert worden in xy. Z.B. mit dem Kommentar: "Er fuhr des öfteren in die Niederlande"
mattschwarz schrieb:Klar kann es auch andere Gründe geben, um Stoll eine Frist zu setzen, z.B.

* um sich zu entschuldigen
* eine Beziehung zu beenden
* eine (illegale) Handlung vorzunehmen
* Informationen preiszugeben
* sich einer Mutprobe zu unterziehen
Alles Geschwätz um ein Szenario an den Haaren herbei zu kreieren für das es keine realen Anhaltspunkte gibt.
PeterSi schrieb:Unter den Stammgästen des Papillons waren auch dörfliche Rockergruppen, die äußerst aggressiv waren und wenn es zu Ärger kam auch durchweg nicht mit der Polizei kooperierten.
An dem Abend aber nicht. Es waren nur wenige Stammgäste aus den umliegenden Örtlichkeiten da an dem Abend.
Das dort auch von Zeit zu Zeit andere Klientel anzutreffen war mag sein. Ein Zusammenhang zu Günther Stoll und insbesondere zu den kommenden Ereignissen; dafür gibt es nicht den geringsten Hinweis.
schluesselbund schrieb:Dass die Yogtzetruppe Stoll nach dem verlassen des Papillons gefolgt sind ist doch genauso auszuschiessen. Wenn die ihm was böses wollten, hätten die nicht 4 Stunden damit gewartet.
Volle Zustimmung. Wäre jemand Stoll gefolgt aus dem Papillon, wäre das Anderen aufgefallen.
Rick_Blaine schrieb:Was zu diesem Szenario einer Fahrt zum nächsten Krankenhaus nicht passt ist die "2. Unfallstelle" bei Hagen-Süd. Es gibt gar keine Indizien dass Stoll in jener Nacht irgendetwas so weit im Norden zu suchen hatte
Nachvollziehbar die Argumentation. Aber (!) Stoll hatte in der Nacht eigentlich nirgendwo etwas zu suchen außer bei sich zu Hause. Die ganze nächtliche Umherfahrerei ist nicht logisch erklärbar bzw scheint nicht plausiblen Gründen zu entspringen
Rick_Blaine schrieb:Das nächstgelegene Krankenhaus wäre dann aber das Kreisklinikum in Siegen gewesen. Und selbst wenn die Täter dieses nicht ansteuern wollten, dann wäre noch das Klinikum Lüdenscheid auf dem Weg nach Norden gelegen. Auch nach Süden hin wäre ein Krankenhaus, das in Dillenburg, weitaus näher gelegen als ausgerechnet Hagen. Hagen macht in diesem Zusammenhang keinen Sinn.
Einen tiefgehenden Sinn kann man auch nicht erwarten, bzw nur von den Tätern selbst erfahren. Niemand weis wo sie mit dem sterbenden Mann hin wollten. In ein ihnen bekanntes Krankenhaus? Ihn auf einem naheliegenden Rasthof "abstellen " ?
Diese logische Denkweise; wo ist das nächste KH oder ähnliches ,kann man auch nur bedingt erwarten von Personen, die in eine entsprechende Ausnahmesituation gebracht wurden, wenn sie gerade einen am Boden liegenden Mann überrollt haben.


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Der Yogtze-Fall

17.07.2019 um 20:24
Nightrider64 schrieb:An dem Abend aber nicht. Es waren nur wenige Stammgäste aus den umliegenden Örtlichkeiten da an dem Abend.
Nana, mir völlig neu. Du kennst die Besetzung des Papillon an jenem Abend? Respekt! Wie kommt's?
Nightrider64 schrieb:Alles Geschwätz um ein Szenario an den Haaren herbei zu kreieren für das es keine realen Anhaltspunkte gibt.
Das sehen die ermittelnden Komissare wohl ein klein wenig anders. Die gehen nicht von ner schnöden Fahrerflucht aus.
Nightrider64 schrieb:Diese logische Denkweise; wo ist das nächste KH oder ähnliches ,kann man auch nur bedingt erwarten von Personen, die in eine entsprechende Ausnahmesituation gebracht wurden,
Heftig. Die armen Leute wurden also in eine Ausnahmesituation gebracht? Sollen wir jetzt Mitleid mit Typen haben, die einem Verletzten nicht helfen?


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Der Yogtze-Fall

17.07.2019 um 20:27
Adebar schrieb:Die Verjährungsfrist für Falschaussagen beträgt 5 Jahre.
Darum geht's doch nicht. Kein Mensch sagt nach der Verjährung: so Jungs, ich war's. Aber alles verjährt. Ätschi!


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Der Yogtze-Fall

17.07.2019 um 21:36
Bei der ganzen Frage bzw. sogar Streit, ob Herr Stoll nun absichtlich oder unabsichtlich überrollt wurde, sollten wir eins nie vergessen: es handelt sich so oder so um feige und kriminelle Leute, die einen Schwerverletzten im Stich gelassen haben. Leute, denen es wichtiger war, unentdeckt zu bleiben als zu helfen. Leuten denen es auch im Nachhinein völlig egal ist, dass eine Familie im ungewissen bleibt, wie es zu der Tragödie kam. Mitleid mit solchen Subjekten ist so oder so völlig unangebracht. Sicher ist nur eins: Günther Stoll ist Opfer und könnte nichts für das Geschehen. Entweder er war krank (was ich nicht glaube) und lief selbst auf die Fahrbahn oder er würde Opfer eines perfiden Verbrechens. Ich hoffe besonders für die Tochter, dass sie eines Tages erfährt, was mit ihrem Vater in jener Nacht passiert ist.


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18.07.2019 um 00:59
mattschwarz schrieb:es handelt sich so oder so um feige und kriminelle Leute, die einen Schwerverletzten im Stich gelassen haben. Leute, denen es wichtiger war, unentdeckt zu bleiben als zu helfen. Leuten denen es auch im Nachhinein völlig egal ist, dass eine Familie im ungewissen bleibt, wie es zu der Tragödie kam. Mitleid mit solchen Subjekten ist so oder so völlig unangebracht. Sicher ist nur eins: Günther Stoll ist Opfer und könnte nichts für das Geschehen. Entweder er war krank (was ich nicht glaube) und lief selbst auf die Fahrbahn oder er würde Opfer eines perfiden Verbrechens.
naja, so hart würde ich ggf. mit demjenigen nicht ins Gericht gehen.

Ohne zu sagen, dass es so war, nehmen wir mal an, GS habe tatsächlich in geistiger Verwirrung einen Selbstmord versucht, sich vor ein vorbeifahrendes Auto geworfen (wie gesagt, keine Ahnung, ob das so war, einiges spricht dagegen, aber auch einiges dafür, nehmen wir dies nur mal als Arbeitshypothese)

Wenn mir ein Selbstmörder vor den Wagen springt und mir keine Chance lässt, sich mir sozusagen aufzwingt und mich als Instrument seines Selbstmordes missbraucht, ich hätte nur sehr bedingt Mitleid mit dieser Person und wäre nicht bereit, für diese Person persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen.

Nehmen wir weiter an, GS hat den Selbstmordversuch überlebt, der Fahrer des überrollenden PKW oder einer seiner Mitfahrer wollen GS in dessen Auto ins Krankenhaus bringen, auf der Fahrt dorthin jedoch wird GS plötzlich rebellisch und greift ins Lenkrad und verursacht so den zweiten Unfall, den auf der Autobahn. (wieder einfach als Arbeitshypothese, ob dem so war, wissen wir nicht)

Spätestens in dem Moment wäre auch bei mir jeglicher Wille, GS noch zu helfen verflogen. Ich halte es da für absolut verständlich, wenn der Fahrer sich dann aus dem Staub gemacht hat.

Wir wissen nicht, welche persönlichen Nachteile der Fahrer ggf. davon getragen hätte, wenn er bekannt geworden wäre. Vielleicht lebte er illegal in Deutschland und hätte mit Abschiebung rechnen müssen, vielleicht war seine Fahrerlaubnis entzogen oder er hatte gar keinen Führerschein, vielleicht war er betrunken, vielleicht aber auch war er ein entwichener Strafgefangener oder ein gesuchter Krimineller, vielleicht aber auch war er auch nur unterwegs mit seiner Geliebten und hätte mit einem bösen Rosenkrieg rechnen müssen, wenn das seiner Frau bekannt geworden wäre... Wir wissen schlicht nicht, welche Gründe derjenige hatte und können daher auch nicht beurteilen, wie nachvollziehbar diese Gründe waren.

Wenn GS wirklich in Verwirrung und selbstmörderischer Absicht sich vor ein Auto geworfen hat, dann würde ich das Verhalten dieses Autofahrers jedenfalls nicht pauschal verurteilen, sondern hätte auch und gerade Mitleid mit diesem Menschen, den GS in diesem Fall missbraucht hätte. Selbst wenn der gar keinen Grund dafür gehabt hätte, sich nicht zu melden, selbst wenn er sich nur missbraucht fühlte und mit dieser schlimmen Geschichte nichts zu tun haben wollte, hätte ich dafür Verständnis, dass er abgehauen ist.

Ich denke in diesem Kontext zB. auch an die Lokführer, von denen im Schnitt jeder dreimal in seiner Berufszeit von einem Selbstmörder missbraucht wird! Dort gibt es Standardprozeduren, die dazu dienen, den Lokführer so schnell wie möglich zu entlasten und zu entfernen und ihm nicht zuzumuten, selbst Massnahmen ergreifen zu müssen, gar noch dem Selbstmörder helfen zu müssen. Ich habe volles Verständnis dafür, dass ein solcher Lokführer kein Mitleid mit dem Selbstmörder empfindet, sich im Gegenteil von diesem missbraucht fühlt und nicht weiter mit dem Vorfall konfrontiert werden will! Für den Autofahrer hier gab es keine Hilfe!


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