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Der Yogtze-Fall

10.622 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Yogtze-Fall

18.09.2021 um 15:58
@schluesselbund
Hier geht es darum, das Du (wieder) darin verfällst Absolutismen im Imperativ zu schreiben
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Und dich habe schon vor XXX Seiten geschrieben, dass Stoll nach dem Besuch von Frau Hellfritz aus eigenem Antrieb auf der Autobahn Richtung Hagen fuhr.
Das weis kein Mensch wo er hin fuhr. Du aber stellst das schon wieder als gesichert da und benutzt den Imperativ. Daran meine Kritik.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Nach der Ausfahrt Lüdenscheid steuert Stoll seinen Golf zur die Raststätte Hunscheid
Das ist reine Phantasie das er dort hin fuhr und wieder als absolut formuliert.
Formuliere doch bitte im Konjunktiv.
Dann würde es heißen: "Stoll könnte die Raststätte Hunscheid angesteuert haben.
Dann kann man das auch diskutieren und wird darauf kommen, das es keinerlei Anhaltspunkte dafür gegeben hat und es eher unwahrscheinlich ist, das er nun genau diese Rasstätte angesteuert haben soll.
(Warum auch immer er das getan haben sollte)
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:So zu sage richtig. Ich bevorzuge meine. Aber dem Rest schliesse ich mich vorbehaltlos an.
Das ist halt nicht möglich, weil sich die Theorien in der Praxis ausschließen.
In der einen Theorie hätte Stoll verabredet sein müssen in der anderen Theorie hätten die vermeitlichen Täter ihm ohne sein Wissen irgendwo auflauern müssen.
Beide Theorien haben so viele praxisferne Annahmen, das sie eher auszuschließen sind


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19.09.2021 um 13:41
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:man fragt sich, wie jemand auf solche Ideen kommen kann, wenn er die geschlagene Ehefrau rächen will.
Zu viele unrealistische Filme gesehen.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Und genau dort begegnet Stoll seinen Peinigern.
1. Gibt es keinen Hinweis darauf, dass Stoll überhaupt dort war.
2. Und wenn, woher wussten sie, das er dort sein wird?
Wie schon mehrfach gesagt, von Dir immer noch ignoriert: Es war mitten in der Nacht und niemand wusste, wohin Stoll unterwegs war.

Das Problem mit Deinen Ideen ist, dass Du sie Dir einfach ausdenkst ohne Dich darum zu kümmern, ob sie wahr wären oder nicht. Du baust Thesen auf Fantasie auf und schlussfolgerst daraus die nächste Fantasie, usw.
So schreibt man Romane, aber löst keine Kriminalfälle.


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19.09.2021 um 16:19
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:1. Gibt es keinen Hinweis darauf, dass Stoll überhaupt dort war.
Muss es das?
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Wie schon mehrfach gesagt, von Dir immer noch ignoriert: Es war mitten in der Nacht und niemand wusste, wohin Stoll unterwegs war.

Habe ich aus nie bestritten. Und ist der Diskussion nicht wert.

Hier nochmal. Und auch an @Nightrider64 es gibt keine Hinweise wo sich Stoll nach dem Besuch von Frau Hellfritz aufgehalten hat. Tatsache ist, dass er irgendwo aber nicht von seinem eigen Fahrzeug (Golf) überfahren/überrollt wurde.

Der Fundort wie das zweistündige Zeitfenster nach dem Besuch von Frau Hellfritz in Haigerseelbach mit dem Ereignis des überrollen/ überfahren lassen doch keine Zweifel offen, dass Stoll Richtung Hagen unterwegs war. Dass Fundort und Ereignisort des überrollen/überfahren nahe liegen müssen findet durch den Tod von Stoll seine Logik.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:2. Und wenn, woher wussten sie, das er dort sein wird?
Wie gesagt nach Lüdenscheid steuert Stoll seinen Golf auf diesem Rastplatz mit der Imbissbude. Dies nur zum Zwecke der Unterhaltung. Folglich wusste Stoll nicht wen er dort antrifft. Das treffen mit seine späteren Peiniger war zufällig. Und steht auch nicht im Zusammenhang mit den vorherigen Ereignissen des besagten Abends.

Auch wenn sich da die Thesen unterscheiden, verwerfe ich jene von @petersi absolut nicht.
Zitat von off-peakoff-peak schrieb:Das Problem mit Deinen Ideen ist, dass Du sie Dir einfach ausdenkst ohne Dich darum zu kümmern, ob sie wahr wären oder nicht. Du baust Thesen auf Fantasie auf und schlussfolgerst daraus die nächste Fantasie, usw.
So schreibt man Romane, aber löst keine Kriminalfälle.
Kurz Schmarren. Man sollte auch mal eine These gellten lassen. Sonst können wir hier schliessen.


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19.09.2021 um 18:11
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Folglich wusste Stoll nicht wen er dort antrifft. Das treffen mit seine späteren Peiniger war zufällig. Und steht auch nicht im Zusammenhang mit den vorherigen Ereignissen des besagten Abends.
Und wie erklärst du dir dann seine Vorahnung dass etwas fürchterliches passierten wird und seine Angst verfolgt zu werden?

Ich bin ja offen für selbst ausgedachte Szenarien, vor allem weil man wirklich so wenig gesichert weiß. Ich stelle mir das aber etwas schwierig vor. Wenn das ganze in der Imbissbude passiert ist, wie soll das abgelaufen sein? Ein Streit, Provokationen etc die eskaliert sind? Ein spontan geschmiedeter Plan den nächst besten zu töten? Warum musste er sich vor dem überrollt werden ausziehen und wo hat er das getan? Wohl ja kaum in der Imbissbude. Mindestens das Personal hätte noch mitkriegen müssen dass da was komisches läuft.


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Der Yogtze-Fall

19.09.2021 um 19:01
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Muss es das?
Was für eine Frage. Du stellst Behauptungen auf und fragst allen Ernstes, ob es nötig wäre, dass es dafür Beweise gibt.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Das treffen mit seine späteren Peiniger war zufällig
Du siehst eindeutig zu viel fiktive Geschichten.
Warum hätten sie ihm denn etwas antun sollen?
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Man sollte auch mal eine These gellten lassen
Auch eine These hat sich an die Fakten zu halten, die hast Du aber nicht vorzuweisen. Im Gegenteil, es ist Dir völlig egal, ob Deine These faktisch richtig wäre oder nicht.

Du hast daher auch keine These. Du hast nur eine lebhafte kriminelle Fantasie. Und ein eigenartiges Verhältnis zu Fakten und Realität.


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19.09.2021 um 19:09
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:1. Gibt es keinen Hinweis darauf, dass Stoll überhaupt dort war.
Muss es das?
Ja, das muss es, wenn man es im Imperativ als gegeben hinnehmen soll.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Hier nochmal. Und auch an @Nightrider64 es gibt keine Hinweise wo sich Stoll nach dem Besuch von Frau Hellfritz aufgehalten hat. Tatsache ist, dass er irgendwo aber nicht von seinem eigen Fahrzeug (Golf) überfahren/überrollt wurde.
Eben und da schreibst Du, er müsse sich an dem Imbiss aufgehalten haben
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:er Fundort wie das zweistündige Zeitfenster nach dem Besuch von Frau Hellfritz in Haigerseelbach mit dem Ereignis des überrollen/ überfahren lassen doch keine Zweifel offen, dass Stoll Richtung Hagen unterwegs war.
Doch. Zweifel läßt es offen.
Vielleicht war er in einer ganz anderen Richtung unterwegs und erst nachdem er überrollt wurde fuhr man mit ihm in Richtung Hagen
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Wie gesagt nach Lüdenscheid steuert Stoll seinen Golf auf diesem Rastplatz mit der Imbissbude. Dies nur zum Zwecke der Unterhaltung. Folglich wusste Stoll nicht wen er dort antrifft. Das treffen mit seine späteren Peiniger war zufällig.
Dort mitten in der Nacht?
Ohne das es einer mitbekommt, nicht mal der Imbissbetreiber.
Ist ja doch recht ungewöhnlich, wenn dort ein Mann auf vier Andere trifft nachts um 3:00, die ihn hinterher foltern und niemand kriegt das Treffen mit.
Wenn man dann noch davon ausgeht, die vier hätten dort auf ein zufälliges Erscheinen von Stoll gewartet, wird es absurd,

Ansonsten kann ich mich nur @off-peak anschließen, was Deine an den Haaren herbeigezogene Theorie betrifft.


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20.09.2021 um 07:56
Es wurde ja schon öfter erwähnt, dass jemand etwas hätte mitbekommen müssen, wenn im Hause Stoll Besuch gewesen wäre oder wenn er in ein Auto gezogen würde. Das ehemalige Haus von GS steht vergleichsweise freistehend in Anzhausen über dem Friedhof. Ich selbst wohne hier auch in einer extrem ruhigen Wohngegend in der Nähe von Anzhausen und ich würde nicht wirklich etwas mitbekommen, wenn draussen etwas vor sich geht. Man schaut ja nicht regelmäßig aus dem Fenster und selbst wenn nebenan mal ein Auto zu Besuch steht, so würde mir das selbst beim Herausschauen gar nicht auffallen.
Man muss nicht zwangsweise davon ausgehen, dass jemand etwas mitbekommen hätte, außer GS hätte laut geschrien.

Neben der Theorie mit der Frau, die alles erklären könnte, hätten wir sonst nur die Theorie einer psychischen Erkrankung. Was jedoch meiner Meinung nach dagegen spricht, ist die Tatsache, dass von einer psychischen Erkrankung Stolls nichts bekannt war und dass selbst der Kommissar und auch die Staatsanwaltschaft (Akte ist noch nicht vernichtet) mit all ihren Informationen davon ausgehen, dass es ein Mord war.
Das blaue Auge hingegen lässt beides zu: einen psychisch erkrankten Stoll, der seine Frau schlägt oder eine Racheaktion der Frau oder ihres Freundes(kreises) an ihrem sie schlagenden Mann.
Zitat von InfostreamInfostream schrieb:Und wie erklärst du dir dann seine Vorahnung dass etwas fürchterliches passierten wird und seine Angst verfolgt zu werden?
Die Frage ist hier ja auch, ob das wirklich als gesichert gilt. Es geht aus den wenigen Quellen nicht eindeutig hervor, ob die Informationen von der Frau kamen bzw. gestreut wurden oder ob GS seine Ängste auch direkt gegenüber anderen Personen geäußert hat.
Sollte man davon ausgehen, dass die Frau oder ein guter Freund der Frau etwas damit zu tun hatte, dann müsste man dies und auch die Existenz des Zettels anzweifeln.


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20.09.2021 um 09:34
Zitat von petersipetersi schrieb:Die Frage ist hier ja auch, ob das wirklich als gesichert gilt. Es geht aus den wenigen Quellen nicht eindeutig hervor, ob die Informationen von der Frau kamen bzw. gestreut wurden oder ob GS seine Ängste auch direkt gegenüber anderen Personen geäußert hat.
Sollte man davon ausgehen, dass die Frau oder ein guter Freund der Frau etwas damit zu tun hatte, dann müsste man dies und auch die Existenz des Zettels anzweifeln.
es wird halt gerne vergessen, dass der großteil der informationen, die wir via presse über stoll, sein privatleben und die geschehnisse jenes abends haben, zum großteil aus einer gemeinsamen quelle stammen, von der wir nicht sicher wissen, wie sehr sie wirklich von den ermittlern hinterfragt und durchleuchtet wurde, oder evtl. (und womöglich voreilig) als uneingeschränkt vertrauenswürdig angesehen.
gesichert ist nur der aufenthalt im papillon (wobei auch hier die rekonstruktion des ablaufs u.u. als nicht ganz stichhaltig gesehen werden kann, da die quellenbewertung unbekannt bleibt) und der besuch bei fr. hellfritz, wo aber auch eine kritische haltung zur genauen erinnerbarkeit durch die einzelne zeugin angebracht bleibt.
was darüberhinaus zwischen verlassen des hauses und späterem auffinden an der autobahn passierte, bleibt im dunkeln. spätestens ab dem besuch bei fr. hellfritz verliert sich die spur stolls. wir wissen eben nicht, und können es ebensowenig endgültig ausschließen, ob er sich zwischen papillon und hellfritz, womöglich aber auch danach, nochmals nach hause begeben hat. die einzige dazu verfügbare quelle wäre wieder, wenn man eine involvierung nicht völlig ausschließen kann, nicht unbedingt objektiv.

problematisch an dem fall erscheint, dass nahezu die gesamte betrachtung auf zeugenaussagen fußt, bei denen wir entweder eine subjektive interessenlage bis hin zur direkten involvierung nicht ausschließen können, oder aber zweifel hegen müssen an der genauigkeit der wiedergabe. es mangelt sowohl an greifbaren indizien als auch an unanfechtbar objektiven zeugenberichten nachweislich gänzlich unbeteiligter. kein zufälliger zeuge außer fr. hellfritz hat stoll an jenem abend gesehen, von dem wir nicht annehmen können, dass seine aussage von eventuellen eigeninteressen eingefärbt ist. dies trifft auch und womöglich gerade auf das papillon zu, wo es eben ausgerechnet die dort verkehrende stammkundschaft war, keine zufälligen gelegenheitsbesucher, die den ablauf schildern. ob hier wirklich kein eigeninteresse vorliegt, kann eben nicht gesichert festgestellt werden.
nicht mal ein zufälliger passant hat stoll beim wegfahren vom papillon gesehen, auch nicht bei aufbruch von fr. hellfritz... somit aber z.b. auch nicht bei einem erneuten aufsuchen des zuhauses...

es bleibt somit leider reichlich raum für spekulationen und verdachtsmomente...


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20.09.2021 um 15:08
Zitat von petersipetersi schrieb:Man schaut ja nicht regelmäßig aus dem Fenster und selbst wenn nebenan mal ein Auto zu Besuch steht, so würde mir das selbst beim Herausschauen gar nicht auffallen.
Nein, natürlich nicht, aber das muss man ja auch gar nicht: Autos machen beim Vorfahren ja Geräusche, die z. B. durch die damals in vielen Häusern noch vorhandenen einfachverglasten Fenster ganz gut zu hören sind. Hinzu kommt der Lichtschein durch die Scheinwerfer. Gerade in einer ruhigen Gegend mit sehr wenig Verkehr kann ein Nachbar durch so etwas aufmerksam werden und dann, neugierig geworden, einen Blick aus dem Fenster werfen.

Dass da jemand den ganzen Abend und die Nacht über am Fenster steht und das Haus der Stolls beobachtet ist natürlich unrealistisch, da hast Du Recht. Aber auch ohne das könnte man beim Vorfahren mehrerer Autos, den Zuschlagen der Türen und eine Weile später dem Wegfahren der Autos, evtl. in Verbindung mit Gesprächen auf der Straße, durchaus darauf aufmerksam werden.


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20.09.2021 um 15:37
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Gerade in einer ruhigen Gegend mit sehr wenig Verkehr kann ein Nachbar durch so etwas aufmerksam werden und dann, neugierig geworden, einen Blick aus dem Fenster werfen.
Genau, es kann jemand aufmerksam werden, was aber für gewöhnlich nicht der Fall ist. An unserem Haus fährt abends kaum ein Auto vorbei, wenn es doch mal der Fall ist, dann registriere ich es mal im Hintergrund, wenn überhaupt. Aber ich schaue deswegen ja nicht aus dem Fenster.
Mir wurden vor der Tür schon 3 Radschrauben gelöst, ohne dass es auch nur ansatzweise jemand mitbekommen hätte. Bei uns ist es mindestens so ruhig wie in Anzhausen....hat nur leider nichts geholfen.


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20.09.2021 um 20:44
Was wir definitiv bedenken müssen, ist dass es ein Donnerstag war. Ich lebe in einer Kleinstadt und unter der Woche ist recht früh schon nix mehr los und die Leute legen sich zeitig zu Bett. Als man mir den Außenspiegel abfuhr hatte dies aus der Nachbarschaft niemand mitbekommen. Genauso vor 20 Jahren als ich in einem Dorf lebte und mir zur Kirmeszeit irgendwelche Idioten die Scheibenwischer kaputt gebogen und Außenspiegel abtraten. Es ist eine Illusion oder ein Klischee, dass ständig jemand am Fenster steht.


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20.09.2021 um 20:45
@fravd
Im Prinzip kann man alles in Frage stellen.
Der Zeuge lügt, diese in xy gezeigte Tatsache stimmt so nicht,
Aber dann brauchen wir hier auch nicht weiter diskutieren.
Wir haben einen xy Bericht, auf den alles aufbaut und mehrer Presseartikel in denen Einzelheiten in den Raum gestellt werden.

So, wie es in xy dargestellt wurde kommt es durch die Wortwahl so rüber, als hätten mehrere Leute von den Ängsten des Stoll mitbekommen


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20.09.2021 um 20:48
Zitat von dreizehnerdreizehner schrieb:Als man mir den Außenspiegel abfuhr hatte dies aus der Nachbarschaft niemand mitbekommen. Genauso vor 20 Jahren als ich in einem Dorf lebte und mir zur Kirmeszeit irgendwelche Idioten die Scheibenwischer kaputt gebogen und Außenspiegel abtraten.
Und als ich mal Abends spät von einem Kumpel heimgebracht wurde, fragte mich die Nachbarin am anderen Morgen, wo ich denn auf der Party gewesen wäre. Und als der Zeitungszusteller mal am frühen Morgen den Briefkastenpfosten umgefahren hat, bemerkte es der andere Nachbar und kam am nächsten Morgen zu meinen Eltern und hat ihnen die Nummer des Wagens auf einem Zettel gebracht....

Kann also so oder so gewesen sein. Man wird immer jemanden finden dem es so ergangen ist und jemanden, dem es genau anders erging...


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20.09.2021 um 20:56
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und als ich mal Abends spät von einem Kumpel heimgebracht wurde, fragte mich die Nachbarin am anderen Morgen, wo ich denn auf der Party gewesen wäre. Und als der Zeitungszusteller mal am frühen Morgen den Briefkastenpfosten umgefahren hat, bemerkte es der andere Nachbar und kam am nächsten Morgen zu meinen Eltern und hat ihnen die Nummer des Wagens auf einem Zettel gebracht....

Kann also so oder so gewesen sein. Man wird immer jemanden finden dem es so ergangen ist und jemanden, dem es genau anders erging...
Klar stimmt das. Aber manche gehen hier felsenfest von aus, dass der Rentner 24 Stunden am Fenster lauert. Es kann sein, dass man etwas mitbekommt garantiert ist es nicht. Deshalb habe ich mal einfach meine zwei eigenen Beispiele genannt.


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20.09.2021 um 21:07
@dreizehner
@petersi

Selbstverständlich könnten da nachts noch Autos vorgefahren sein, die niemand bemerkte, weil alles schlief.
Aber wenn Stoll dann gegen seinen Willen von da aus wieder verschleppt werden soll, so kann ich mir vorstellen, das geht nicht ohne Lärm ab, der so außergewöhnlich ist, das auch Dorfnachbarn was mitbekommen.

Warum man dann schlußendlich auf der Autobahn nach Hagen endete erschließt sich mir auch nicht

Wie ist denn die Timeline?
Er ist ja zu einer bestimmten Uhrzeit bei Fr. Hellfritz los Richtung Heimatdorf.
Das nächste mal wurde er zu einer bestimmten Uhrzeit verletzt in seinem Wagen gefunden.
Wäre das zeitlich überhaupt möglich diese ganzen Strecken?
Wie viel Zeit gäbe es dann für das Ausziehen und Überrollen des Stoll?
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Kann also so oder so gewesen sein. Man wird immer jemanden finden dem es so ergangen ist und jemanden, dem es genau anders erging...
Da hast Du recht. Das kommt auch auf die Situation an. In der Stadt ist das noch anders.
Man müsste die Örtlichkeiten kennen. Aber Ich kann mir nicht vorstellen, das man Stoll ohne großes Hilfegeschrei von dort hätte verschleppen können.


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Der Yogtze-Fall

20.09.2021 um 21:25
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Selbstverständlich könnten da nachts noch Autos vorgefahren sein, die niemand bemerkte, weil alles schlief.
Aber wenn Stoll dann gegen seinen Willen von da aus wieder verschleppt werden soll, so kann ich mir vorstellen, das geht nicht ohne Lärm ab, der so außergewöhnlich ist, das auch Dorfnachbarn was mitbekommen.
Diesbezüglich verweise ich auf die Schilderung von petersi
Zitat von petersipetersi schrieb:Es wurde ja schon öfter erwähnt, dass jemand etwas hätte mitbekommen müssen, wenn im Hause Stoll Besuch gewesen wäre oder wenn er in ein Auto gezogen würde. Das ehemalige Haus von GS steht vergleichsweise freistehend in Anzhausen über dem Friedhof.
Je nachdem wie sich die Bebauung damals zu heute Unterschied (Ich kenne nur die aktuelleren Satelittenaufnahmen von Anzhausen), kann es sein, dass das nächste Nachbarhaus so entfernt lag dass der Lärm nicht mehr derart wahrnehmbar war.
Zitat von Nightrider64Nightrider64 schrieb:Da hast Du recht. Das kommt auch auf die Situation an. In der Stadt ist das noch anders.
Man müsste die Örtlichkeiten kennen. Aber Ich kann mir nicht vorstellen, das man Stoll ohne großes Hilfegeschrei von dort hätte verschleppen können.
Ich gebe zu es ist etwas weit hergeholt, aber selbst wenn jemand etwas gehört hätte, muss man davon ausgehen dass es richtig gedeutet worden wäre? Theoretisch könnte es gar sein, dass sich jemand im Nachhinein dachte "Ohje warum habe ich nicht reagiert sondern weitergeschlafen". Bliebe die Frage warum man so etwas dann nicht gemeldet hätte.

Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll den Fall noch Mal in einer Sendung wie dem XY Cold Case Spezial zu präsentieren. Es wäre womutlich eine (letzte) Chance noch schweigende Täter, Mitwisser, Zeugen anzusprechen. Umso mehr Zeit vergeht umso mehr sinkt die Wahrscheinlichkeit überhaupt noch etwas in Erfahrung zu bringen.


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20.09.2021 um 21:27
@Nightrider64
dass problem ist halt die abhängigkeit primär von einer einzelnen quelle. ich kann von deren lauterbarkeit ausgehen, wenn ich keinerlei zweifel habe, dass ein interessenkonflikt vorliegen könnte.
spätestens, wenn aber, wie in diesem fall, der gesamte ablauf massiv hinkt und ich nicht weiterkomme in der betrachtung, dann muss ich auch in die quellenkritik gehen.
da ist dann zum einen die allgemeine und ständig im raum stehende zeugenunzuverlässigkeit, sei es durch fehlwahrnehmung, eigene interpretation oder fehlerinnerung, also unintendiert und ohne absicht. so z.b. für fr. hellfritz nicht gänzlich auszuschließen, zumal diese ja durch g. stoll eigenbekundlich geweckt, somit noch nicht zwangsläufig in einem vollständig aufnahmefähigen wachzustand gewesen sein muss, wo einem dann die erinnerung auch schon mal fehler einbaut.
zum anderen gibt es eben, gerade in hinblick auf die bekannt gewordene handgreiflichkeit, eine neue interessenlage, die die glaubwürdigkeit der ehefrau in den fokus rückt. hier kann sich halt auch eine interessenlage ergeben, die eine völlige neubewertung ihrer aussagen nötig macht, zumal sie für die einschätzung der person g. stolls die primärquelle darstellt und auch für einen großteil des ablaufs am tatabend, der eben nachweislich bei xy nicht wahrheitsgetreu wiedergegeben wurde.
dies ist eben kein infragestellen von allem und jedem, sondern begründete quellenkritik aufgrund sich ergebender anhaltspunkte, die man zumindest verfolgen sollte, nicht zuletzt um sie auch ausschließen zu können.

@brigittsche
@dreizehner
@Nightrider64

man darf tatsächlich die uhrzeit nicht außer acht lassen und damit die geringe wahrscheinlichkeit, dass in der nachbarschaft jemand wach und an beobachtung interessiert war.

was evtl. lärm bei einer verschleppung g. stolls angeht, so gibt es einen aspekt, der wohl oft vergessen wird - er hatte ein kleines kind! ihn mit dem entzug dieses kindes zu erpressen und zu bedrohen könnte ihn "kooperativ" gemacht haben, so dass er womöglich freiwillig mit seinen peinigern gegangen ist. womöglich gar eine gewisse schicksalsergebenheit...


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Der Yogtze-Fall

20.09.2021 um 21:36
Zitat von fravdfravd schrieb:was evtl. lärm bei einer verschleppung g. stolls angeht, so gibt es einen aspekt, der wohl oft vergessen wird - er hatte ein kleines kind! ihn mit dem entzug dieses kindes zu erpressen und zu bedrohen könnte ihn "kooperativ" gemacht haben, so dass er womöglich freiwillig mit seinen peinigern gegangen ist. womöglich gar eine gewisse schicksalsergebenheit...
Ein sehr guter Punkt, der bislang außerachtgelassen wurde. Die Frage ist, wäre Stoll heimgekehrt, wenn er wüsste dass seine Anwesenheit eine Bedrohung für Kind und Frau bedeutet hätte. Sinnvoller wäre in diesem Fall tatsächlich sich vom Wohnort zu entfernen um diese zu schützen.


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20.09.2021 um 22:22
Zitat von fravdfravd schrieb:was evtl. lärm bei einer verschleppung g. stolls angeht, so gibt es einen aspekt, der wohl oft vergessen wird - er hatte ein kleines kind! ihn mit dem entzug dieses kindes zu erpressen und zu bedrohen könnte ihn "kooperativ" gemacht haben, so dass er womöglich freiwillig mit seinen peinigern gegangen ist. womöglich gar eine gewisse schicksalsergebenheit...
Aber auch in dem Fall hätte er sich denken, können, was die mit ihm vorhaben. Selbst wenn sie ihm gesagt hätten: "Wir wollen doch nur mit Dir reden!" - denn reden kann man auch bei Stolls im Wohnzimmer.
Die Aufforderung mitzukommen hätte auf jeden Fall auf Prügel oder Schlimmeres hingedeutet. In so einem Fall geht man doch nicht freiwillig mit, egal was da angedroht wird. Also bleibt nur Gewaltanwendung.


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20.09.2021 um 22:44
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:In so einem Fall geht man doch nicht freiwillig mit, egal was da angedroht wird.
Nach allem was bekannt ist war Stoll ein sehr liebevoller Vater. Wenn man ihm gedroht hätte wir tun deinem Kind weh oder anderweitiges schlimmes, so wäre es durchaus möglich dass Stoll trotz der Gewissheit dass ihm schlimmes (oder gar der Tod) drohen würde still mitging, weil er schlicht Angst um sein Kind gehabt hätte.


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