inaktiv schrieb:Nun, die Frage stellt sich, warum zum Teufel hält er sich mit Frauke in Paderborn auf? Wenn sie gewaltsam festgehalten wurde, müsste es ja dafür einen trifftigen Grund geben? Beruhigung, weil Frauke in Paderborn ist? Hier wäre folgendes zu klären: Ist es wirklich folglich als harmloser einzustufen, wenn sich die Vermisste aus der Nähe meldet und nicht aus Nieheim oder Bad Driburg zB?
Ich check das net.
Ich check das auch nicht, deswegen versuche ich es jetzt mal 'aufzudröseln' und denke 'laut' vor mich hin.
Szenario 1: Frauke ist mehr oder weniger von Beginn an unfreiwillig weg und in den Händen des Täters:
Er bringt sie nach Paderborn, verspricht ihr, dass sie 'gleich' nachhause darf und lässt sie dann anrufen. Erstens, damit sie selbst glaubt, was sie sagt, weil sie ja glaubt (oder zumindestens hofft), dass es die Wahrheit ist und daher auf C. auch 'glaubwürdiger' wirkt.
Und weil er weiß, dass der Anruf geortet wird und er daher will, dass das, was sie sagt zum Ortungsergebnis passt (und daher eher 'entwarnend' wirkt). Nebeneffekt: damit hält er sie 'bei Laune' (sorry, ich weiß, dass ist eine saublöde Formulierung, aber mir fällt gerade keine bessere ein).
Und deswegen geht er das größere (Entdeckungs-)Risiko mit Paderborn ein, weil er so hofft, weiter Zeit zu schinden.
Szenario 2: Frauke ist zunächst (bis mehr oder weniger kurz vor ihrem Tod) freiwillig weg, zB, weil sie (diese Theorie gibt es ja) jemandem beistehen will/muss:
Sie selbst bestimmt, von wo sie anruft. Ihr ist mittlerweile bewusst und bekannt, dass nach ihr (auch polizeilich) gesucht wird und sie hat tatsächlich vor, kurz nach dem Anruf nachhause zu kommen, aber irgendwas muss vorher noch 'erledigt' werden (deswegen keine konkrete Zeitangabe). Dann passiert aber etwas Unvorhergesehenes, was sie ihre Entscheidung ändern lässt - ihre Hilfe (im weitesten Sinn) ist weiterhin notwendig und sie kann doch noch nicht an diesem Abend oder in dieser Nacht oder am nächsten Morgen nachhause kommen.
Oder aber, sie hat gar nicht vor, nachhause zu kommen, will aber Zeit schinden und dafür sorgen, dass nicht nach ihr gesucht wird.
(Wobei ich gestehen muss, dass dann das Telefonat wohl inhaltlich anders ausgefallen wäre - aber da wir nur Gedächtnisprotokolle haben, wissen wir ja ohnehin nicht, was konkret gesagt wurde.)
Was bei diesem Szenario für mich persönlich immer noch unklar ist, ist, warum sie nicht deutlicher gesagt hat, dass sie freiwillig weg ist, Zeit braucht, um was zu klären oder jemandem zu helfen und heimkommen wird, sobald die Sache geklärt ist. Dagegen hätte ja auch derjenige, dem sie geholfen hat, nichts einzuwenden gehabt, eher im Gegenteil: alles, was nach der anfänglichen, medialen Aufregung dafür sorgt, dass Frauke 'in Ruhe' dort bleiben kann, müsste ja auch in seinem (und ihrem) Interesse gewesen sein?
okay, Resümée nach dem langen 'train of thoughts' ... ich checks immer noch nicht ...