abberline schrieb:Profis waren der oder die Täter vermutlich nicht, das wirkt zwar durchdacht, im Prinzip ist da aber ziemlich viel Chaos drin.
Jedenfalls wurde wohl darauf geachtet, dass nicht zeitgleich mit Fraukes SMS und Anrufen immer ein weiteres (Täter-)Handy in der Funkzelle eingeloggt ist. Ich denke, das wird die Polizei geprüft haben.
Die Info über mögliche Funkzellenabfragen war damals in der Öffentlichkeit noch nicht so verbreitet wie heute. Der/die Täter scheinen es gewusst zu haben.
- - -
Kangaroo schrieb:Es gibt meines Wissens auch keine Hinweise darauf, dass die SMS vorverfasst wurde und aufgrund des AKKU nicht rausging.
O. g. ist die Möglichkeit, die im Stern-Podcast genannt wurde.
--
Welche Hinweise kann es geben, wenn Frauke z. B. eine SMS mit dem geliehenen Akku vorformuliert und gespeichert hat, aber nicht mehr dazu kam, sie abzusenden? (Zum späteren Versand eines modifizierten Enwurfs s. meinen Post v. gestern.)
Ich meine mich zu erinnern, dass es in einer Film-Doku so dargestellt war, als habe Frauke den Akku erst kurz vor dem Nachhausgehen zurückgegeben. Aber das kann auch dramaturgische Freiheit sein. Deshalb meine Frage, zu welchem Zeitpunkt sie den Akku zurückgab.
- - -
abberline schrieb:Zum einen müsste da ja jemand mit bösen Gedanken "gewartet" oder "gesucht" haben
Das passt zum forensischen Profil (eigene Folge im Stern-Podcast).
Kurzform aus MAE ab ca. 1.40:
Das von Psychiaterin Saimeh erstellte Profil ähnelt der OFA der Polizei.
Der o. die TäterInnen
- Ist gewisses Risiko eingegangen. D. h., er war sich sicher, dass man ihm nicht auf die Spur kommt und F. nicht verraten würde.
- Entführung einer Frau schon länger geplant. Frauke war entweder Zufallsopfer oder kannte ihn.
- Hat nach außen vermutlich unauffällig gewirkt, z. B. nicht übermäßig nervös, also deshalb unverdächtig.
- Vermutung Männlich, nicht älter als 45 Jahre, denn ab 45 sinkt die allgemeine Kriminalitätsrate.
Und Machtthema – Psychodynamik/ Machtkick – ist eher für jüngere Täter reizvoll
- Ruhig, kann gut planen ist normal bis überdurchschnittlich intelligent.
- Verfügt über freie Zeiträume, in denen niemand kontrolliert, was er tut.
MGunderson schrieb:Es kann sein, dass sie den/die Täter nicht gekannt hat, der/diese ihr jedoch, für sie glaubwürdig, vermitteln konnten sie zu kennen.
So meinte ich das.
Hast du eine konkrete Vorstellung, wie das abgelaufen sein könnte? Wie hätte ein Unbekannter sie überzeugen können, dass sie ihn kennt?