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Mord an Frauke Liebs

98.387 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

30.03.2026 um 16:06
@Oliv3r
Und laut Isabelle hat sie wohl ständig gegähnt. Warum wird eigentlich immer an solchen Dingen gezweifelt?Und wer weiß. vielleicht passte ihr insgeheim auch die Absage von Nils ganz gut? Weiß man alles nicht.Aber Iasbella sagte das sie müde war und ich denke sie kannte sie und konnte das durchaus beurteilen


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Mord an Frauke Liebs

30.03.2026 um 21:06
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Und laut Isabelle hat sie wohl ständig gegähnt. Warum wird eigentlich immer an solchen Dingen gezweifelt?Und wer weiß. vielleicht passte ihr insgeheim auch die Absage von Nils ganz gut? Weiß man alles nicht.Aber Iasbella sagte das sie müde war und ich denke sie kannte sie und konnte das durchaus beurteilen
Manchmal kann man auch nicht alles als Gesetz ansehen, nur weil jemand es mal so gesagt hat. Isabella kannte Frauke von der Ausbildung her. Es ist nicht so, daß die schon zusammen im Kindergarten waren und jede Gefühlsregung oder Befindlixhkeit der anderen praktisch erspürten. Und wenn ich denke, wie oft Leute gähnen. Das heißt nicht, daß die deshalb gleich ins Bett müssen. Wenn Frauke so zum Umfallen müde gewesen wäre, hätte sie doch bestimmt nicht versucht den Niels zum Kommen au überreden. Dann hätte sie wahrscheinlich gesagt „Ah ja, das ist auch ok. Ich bin heute sowieso todmüde und muss ja auch morgen raus…“ Ja, bestimmt hat sie ein paar mal gegähnt, und wahrscheinlich war sie auch etwas müde. Aber das kennt doch wohl jeder, daß das in dem Alter super schnell wieder verfliegen kann, sobald der richtige Impuls kommt.
Hätte der Niels geschrieben „Was soll‘s?! Ich komm doch noch vorbei….“ dann wär Frauke bestimmt gleich wieder munter geworden.

Aber außerdem ist es doch auch unerheblich, ob sie nun müde war oder nicht. Daran kann man doch auch nicht alles festmachen und sagen: sie war müde, deshalb wäre sie nie und nimmer noch freiwillig irgendwo hin gegangen! Punkt!
Ich bin überzeugt davon, daß unter bestimmten Voraussetzungen sie noch bei jemandem eingestiegen wäre, und zwar jemand, den sie zumindest flüchtig kannte. Wenn er sympathisch war, wäre ihre Müdikeit sicher schnell verflogen, wenn er angeboten hätte, noch eine kurze Spritztour zu machen und sie dann nach Hause zu bringen. Hätte nicht länger gedauert, als wenn der Niels noch in den Pub gekommen wäre.


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Mord an Frauke Liebs

30.03.2026 um 22:27
Ich würde das mit dem Gähnen auch nicht über bewerten. Gibt auch noch andere Gründe dafür als Müdigkeit und selbst wenn, man kennt das als junger Mensch muss man nur "über den Punkt kommen" und der Körper hat sich wieder erholt und man ist fit.


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Mord an Frauke Liebs

30.03.2026 um 23:54
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Und laut Isabelle hat sie wohl ständig gegähnt. Warum wird eigentlich immer an solchen Dingen gezweifelt?Und wer weiß. vielleicht passte ihr insgeheim auch die Absage von Nils ganz gut? Weiß man alles nicht.Aber Iasbella sagte das sie müde war und ich denke sie kannte sie und konnte das durchaus beurteilen
Auf die Gefahr, wirklich ermüdend zu wirken: Sie hat einen Text geschrieben, bei dem einiges dafür spricht, dass er recht zeitnah nach dem Spielende verfasst worden ist. Und darin sagt sie Chris, dass es später wird.

Die Aussage von I. muss nicht falsch sein. Nie was von der "zweiten Luft" gehört? Die hatte ich zu meinen Studentenzeiten hin und wieder. Einen Moment gegähnt und müde, im anderen Moment plötzlich wieder topfit gefühlt. Sie kann ja unmittelbar in der Nähe des Pubs zufällig auf jemanden getroffen sein, das ihre Stimmung änderte. Und vielleicht war das dann der Anlass Chris die SMS zu schreiben? Aus Sicht der anderen Person mag dieses Zusammentreffen vielleicht gerade kein Zufall gewesen sein.
Zitat von MickelangeloMickelangelo schrieb:Aber außerdem ist es doch auch unerheblich, ob sie nun müde war oder nicht. Daran kann man doch auch nicht alles festmachen und sagen: sie war müde, deshalb wäre sie nie und nimmer noch freiwillig irgendwo hin gegangen! Punkt!
100% auf den Punkt gebracht.
Zitat von KoernchenKoernchen schrieb:Ich würde das mit dem Gähnen auch nicht über bewerten. Gibt auch noch andere Gründe dafür als Müdigkeit und selbst wenn, man kennt das als junger Mensch muss man nur "über den Punkt kommen" und der Körper hat sich wieder erholt und man ist fit.
Genau das wollte ich oben ausdrücken.

Es gibt im Zusammenhang mit dem Verlassen des Pubs noch so viele offene Punkte, ich glaube, man wird den Fall - wenn überhaupt - nur klären können, wenn dieser Sachverhalt lückenlos aufgeklärt werden kann.


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2026 um 02:37
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Ich denke, der Täter hat gar nicht so kompliziert gedacht. Es dürfte sich um einen narzisstische Persönlichkeit handeln, der sich an dem Ausüben von Macht berauscht hat.
Meistens ist es ganz einfach und unspektakulär.
Mittlerweile denke ich nicht das Frauke einen Namen kannte. Selbst wenn ihr ein Messer an den Hals gehalten worden wäre, der Täter wäre doch am Ende gewesen wenn sie einen Namen aussprechen würde. Er kann dann nur noch entscheiden ob er für Entführung etc in den Knast geht oder für Mord.
Was ich mich Frage, wieso lässt man sie nicht sagen, dass es ihr gut geht, sie eine Auszeit brauch oder es Zuhause nicht mehr aushält? Wieso immer von Tag zu Tag ein "heute komme ich"? Spätestens nach dem dritten mal wird's doch unglaubwürdig und verdächtig. Die Anrufe und SMS hätte man auch alles außerhalb von Paderborn machen können. Freiwillig verschwinden mit Bus und Bahn, da ist man schnell in einer anderen Stadt und es wäre nicht verdächtig.
Wenn man von Nieheim ablenken will, müsste man auch nicht unbedingt immer nach Paderborn fahren.
Vielleicht war der Täter beruflich in Paderborn. Am 20.6 hatte er evtl um 22/23 Uhr Feierabend. Für die Anrufe ist er nicht extra nach Paderborn gefahren sondern er war da wieso. Frauke war die ganze Zeit in dem Gefährt von morgens bis abends. Halte ich aber auch für schwierig. Wie soll das abgelaufen sein? Er parkt auf einem Parkplatz, gibt ihr KO Tropfen o.ä. und geht zur Arbeit?


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2026 um 10:47
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Es gibt im Zusammenhang mit dem Verlassen des Pubs noch so viele offene Punkte, ich glaube, man wird den Fall - wenn überhaupt - nur klären können, wenn dieser Sachverhalt lückenlos aufgeklärt werden kann.
Wenn die Angaben zum Verlassen des Pubs anscheinend widersprüchlich sind, werden bewusst falsche Infos wiedergegeben oder liegt es an falschen Erinnerungen? Ich hoffe, dass die Bielefelder ColdCase Ermittler das klären werden können. Nur wann wird das sein? Die Staatsanwaltschaft gibt sich seit Jahren bedeckt, sagte bereits 2022, die Akten seien nicht geschlossen.

Dass der Kontakt von Frau Liebs mit den Behörden auf den Postweg beschränkt wurde, wie im jüngsten Podcast erwähnt, lässt nicht auf eine gute Zusammenarbeit beider Seiten schließen. Greift man deshalb die Ermittlungen in diesem Fall noch nicht wieder auf, oder ist man derzeit mit anderen Fällen, die vielleicht erfolgsversprechender sind, beschäftigt? Wir müssen es abwarten. Und da können wir hier oder auch in anderen Foren noch so spekulieren, da kann ein Podcast versuchen, neue Denkansätze zu veröffentlichen, die Staatsanwaltschaft lässt sich nicht zu einem Statement nötigen.


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2026 um 17:54
Nach langer Abstinenz und Hören wirklich aller Podcasts dazu, abgesehen vom Studium dieses Foruns hier, möchte ich auch mal eine Theorie zum Besen geben.

Einen völlig unbekannten Täter schließe ich für mich aus, genau wie jemanden aus dem nahen Freundes- und Bekanntekreises von Frauke. Das Verhalten des Täters erscheint mir sehr unentschlossen. Es ist in eine Lage gekommen, die er wahrscheinlich so nicht geplant hat und aus der er noch einen Ausweg sucht, deshalb die Telefonate. Ich kann mir einen Bekannten/Kollegen aus dem Krankenhaus vorstellen (Betäubungsmittel zur Hand). Er, im Auto, trifft Frauke auf dem Heimweg und bietet ihr an, sie nach Hause zu fahren. Da er, vielleicht aufgrund seiner Stellung, vielleicht auch älter, vertrauenswürdig erscheint, steigt sie ein. Erst sieht sie sich nicht in Gefahr, weil sie davon ausgeht, dass ein Mann in dieser Stellung per se vertrauenswürdig ist. Dann kommt es zu einem Übergriff und der Täter weiß nicht, wie er mit dieser Situation umgehen soll, weil ja nicht geplant und er sich selbst nicht als solch ein Täter sieht. Anderseits hat er viel zu verlieren, Ruf, vielleicht Familie ... Er überlegt eine Woche lang, ob er Frauke vertrauen kann und sie nichts von dem Übergriff erzählt, gibt ihr immer wieder die Gelegenheit, mit ihrer Familie, ihren Freund zu telefonieren, um auch zu zeigen, dass er eigentlich ein vertrauenswürdiger und netter Mensch ist, schlussendlich ist ihm das Risiko zu groß und er gibt ihre eine Überdosis. Die Aussage
Du weißt doch, dass ich nicht wegen einem Typen eine Woche weg bleibe. Du kennst mich doch
würde dazu passen, weil der Täter aufgrund seines Standes eben kein "Typ" ist.


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2026 um 18:24
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Die Aussage von I. muss nicht falsch sein. Nie was von der "zweiten Luft" gehört? Die hatte ich zu meinen Studentenzeiten hin und wieder. Einen Moment gegähnt und müde, im anderen Moment plötzlich wieder topfit gefühlt. Sie kann ja unmittelbar in der Nähe des Pubs zufällig auf jemanden getroffen sein, das ihre Stimmung änderte.
Genau so!

Die Frage ist, WOFÜR war Frauke zu müde? Vielleicht um weiter mit ihren Freunden im Pub zu bleiben, vielleicht weil sie es insgeheim öde fand, aber höflich bleiben wollte.
Sie wäre nicht zu müde gewesen, um Niels noch zu treffen.
Da der abgesagt hat, mag Frauke gedacht haben: Jetzt erst recht, und da sie kurz nach dem Pub jemanden traf der eine gute Idee hatte, ging sie eben mit.
Dass ihr jemand anbot sie nach Hause zu fahren finde ich nicht so überzeugend. Das lohnt auf die kurze Strecke ja nicht.
Vielleicht eher jemand der zu Fuß war, aber sein Auto in der Nähe stehen hatte und er sagte, er kenne Leute (in Nierheim?), wo noch gefeiert werde.


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2026 um 18:35
@Themis
Sowas denke ich auch. Die Anrufe in Paderborn weil sie sich vielleicht die ganze Zeit in Paderborn aufgehalten hat (Täter hat im Krankenhaus in Paderborn gearbeitet). Wenn sie die ganze Zeit betäubt wurde, hat sie irgendwann wahrscheinlich garkein Zeitgefühl mehr gehabt und war komplett durcheinander. Wenn der Täter die ganze Zeit bei ihr war (vielleicht auch in dem Gefährt geschlafen), dann dürfte er keine eigene Familie haben und war ein Einzelgänger. Auch müsste er in der einen Woche ziemlich durch den Wind gewesen sein. Ungeduscht, Augenringe, nervös, ungeduldig, evtl zu spät gekommen und öfters den Arbeitsplatz für eine gewisse Zeit verlassen, nach Feierabend zügig den Arbeitsplatz verlassen, evtl sogar früher Schluss gemacht.
Ich hoffe dem ist man damals nachgegangen.
Nur müsste Frauke ja den Namen/Nachnamen gekannt haben. Und ich weis nicht ob der Täter so ein Risiko eingehen würde. Der Name ist in einer Sekunde ausgesprochen, so schnell kann der Täter garnicht auflegen. Mit dem Namen und dem Arbeitsplatz würde man den Täter relativ schnell ermittelt haben.
Oder kannte sie ihn nur flüchtig vom sehen? Stell ich mir auch schwierig vor wenn im Krankenhaus jeder ein Namensschild trägt und man sich den ganzen Tag beim Namen nennt.


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31.03.2026 um 23:37
Zitat von MarylinMMarylinM schrieb:Da der abgesagt hat, mag Frauke gedacht haben: Jetzt erst recht, und da sie kurz nach dem Pub jemanden traf der eine gute Idee hatte, ging sie eben mit.
Das ist auch meine Vermutung. Bei der SMS kann man meines Erachtens den "Schlusspfiffspirit" geradezu spüren. Das heißt aber, sie ist wahrscheinlich noch im Pub oder spätestens beim Verlassen verfasst worden und das wiederum heißt: Sie hat sich gerade noch - trotz scheinbarer Müdigkeit - eine Verabredung "klargemacht", die sie I. nicht auf die Nase binden wollte.

Es wäre mal interessant zu wissen: Wäre es typisch für die Kommunikation zwischen Frauke und Chris gewesen, dass sie so eine SMS auch geschrieben hätte, wenn sie zehn Minuten später zu Hause gewesen wäre? Falls ja, dann doch umso mehr, wenn man eh noch mitteilen muss, dass man später kommt.
Zitat von emzemz schrieb:Wenn die Angaben zum Verlassen des Pubs anscheinend widersprüchlich sind, werden bewusst falsche Infos wiedergegeben oder liegt es an falschen Erinnerungen? Ich hoffe, dass die Bielefelder ColdCase Ermittler das klären werden können. Nur wann wird das sein? Die Staatsanwaltschaft gibt sich seit Jahren bedeckt, sagte bereits 2022, die Akten seien nicht geschlossen.
Nichts ist trügerischer als die eigenen Erinnerungen. Die Müdigkeit kann ja auch in der Halbzeitpause gewesen sein. Sie bleibt dann möglicherweise in Erinnerung, auch wenn sich das dann vielleicht geändert hat. Weil ein Gähnen als solches mutmaßlich länger in Erinnerung bleibt, als die exakte Uhrzeit des letzten Gähnens.

Wenn Frauke wirklich noch eine Verabredung klargemacht hat und dies weder Chris noch N. gewesen sein können, wer käme denn dafür in Frage. Es muss doch noch eine Hand voll Leute gegeben haben, mit denen Frauke etwas regelmäßigeren Kontakt hatte.

Es war 2006 wohl möglich einige Zeit später nachzuvollziehen, mit wem eine bestimmte Nummer zu welchem Zeitpunkt SMS austauschte, auch wenn deren Inhalt nicht nachvollziehbar mehr nachvollziehbar war. Weiß man, ob dies überprüft worden ist und ob definitiv festgellt werden konnte, ob Frauke, zum Zeitpunkt, als sie im Pub saß, noch mit anderen Nummern SMS - außer N. - SMS austauschte?


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Mord an Frauke Liebs

31.03.2026 um 23:53
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Wenn Frauke wirklich noch eine Verabredung klargemacht hat und dies weder Chris noch N. gewesen sein können, wer käme denn dafür in Frage. Es muss doch noch eine Hand voll Leute gegeben haben, mit denen Frauke etwas regelmäßigeren Kontakt hatte. (...)
Weiß man, ob dies überprüft worden ist und ob definitiv festgellt werden konnte, ob Frauke, zum Zeitpunkt, als sie im Pub saß, noch mit anderen Nummern SMS - außer N. - SMS austauschte?
Wieso hätte Frauke in diesem Fall zu Isabella sagen sollen, dass sie nachhause geht. Wieso hätte sie ihr nicht sagen sollen, dass sie noch XY trifft? Oder sie hätte einen XY ja auch bitten können, zum Pub kommen.


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Mord an Frauke Liebs

01.04.2026 um 00:14
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Es war 2006 wohl möglich einige Zeit später nachzuvollziehen, mit wem eine bestimmte Nummer zu welchem Zeitpunkt SMS austauschte, auch wenn deren Inhalt nicht nachvollziehbar mehr nachvollziehbar war. Weiß man, ob dies überprüft worden ist und ob definitiv festgellt werden konnte, ob Frauke, zum Zeitpunkt, als sie im Pub saß, noch mit anderen Nummern SMS - außer N. - SMS austauschte?
Das dürfte in den Spurenakten stehen.
Und die sind nicht zugänglich.


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01.04.2026 um 02:02
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Das ist auch meine Vermutung. Bei der SMS kann man meines Erachtens den "Schlusspfiffspirit" geradezu spüren. Das heißt aber, sie ist wahrscheinlich noch im Pub oder spätestens beim Verlassen verfasst worden
Und wie mit leerem Akku? Wenn ich mich richtig erinnere hat sie der Freundin noch vor Schlusspfiff den vollen Akku zurück gegeben. Das mit dem "Akku hat sich erholt" ist mir zu weit her geholt. Wie soll das abgelaufen sein? Aus dem Pub raus, Typ getroffen, Handy versucht einzuschalten um Chris bescheid zu geben, hat geklappt mit vielleicht 1% Rest Akku, SMS getippt, anstatt auf "Send" zu klicken hat sie auf "Options" geklickt und dann auf "Speichern", später Handy aufgeladen, anstatt eine neue SMS zu schreiben hat sie die gespeicherte SMS ausgewählt und verschickt.
Vielleicht fällt der Teil mit dem Handy aufladen auch weg und sie hat einfach den Akku eine Stunde raus genommen um ihn wieder erholen zu lassen. Trotzdem hätte sie die SMS auch zuvor schon abschicken können anstatt sie zu speichern.


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Mord an Frauke Liebs

01.04.2026 um 08:19
Zitat von ThemisThemis schrieb:Ich kann mir einen Bekannten/Kollegen aus dem Krankenhaus vorstellen (Betäubungsmittel zur Hand
Wie stellst du dir das denn vor? Im Krankenhaus gibt es sehr strenge Vorschriften für die Verwendung von Betäubungsmitteln. Diese müssen einem bestimmten Patienten zugeordnet werden und speziell für diesen in der Apotheke bestellt werden. Es ist also nicht so, dass auf den Stationen einfach ein Vorrat an Betäubungsmitteln vorhanden ist. Sollte ein Patient BTM benötigen, muss dies ärztlich verordnet werden.
Dies läuft mittels eines BTM-rezeptes, was nicht mal jeder Arzt ausstellen darf. Diese sind nummeriert und müssen speziell dokumentiert sein. Das läuft über die Bundesopiumstelle. Die Medikamente selbst werden in einem speziellen und gesonderten Safe aufbewahrt. Den Schlüssel für diesen Safe hat pro Schicht nur eine Pflegekraft. Meist eine, die ohnehin eine besondere Verantwortung trägt. Entnahmen müssen gut dokumentiert werden und dies und der Bestand wird in jeder Schichtübergabe kontrolliert.

Ich halte die Polizei für nicht ganz dämlich. Die werden kontrolliert haben, ob es in der betreffenden Zeit Unstimmigkeiten gab. Diese müssen ohnehin auch behördlich gemeldet werden.

Also, ich halte es nicht für ausgeschlossen, das es ein Kollege aus dem Krankenhaus war. Aber das schlussfolgere ich nicht daraus, dass jemand aufgrund der Berufstätigkeit irgendwelche Medikamente frei zur Verfügung stehen hatte. Das hat man nämlich als Pflegekraft definitiv nicht.


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Mord an Frauke Liebs

01.04.2026 um 09:57
Zitat von EdnaEdna schrieb:Wie stellst du dir das denn vor? Im Krankenhaus gibt es sehr strenge Vorschriften für die Verwendung von Betäubungsmitteln. Diese müssen einem bestimmten Patienten zugeordnet werden und speziell für diesen in der Apotheke bestellt werden. Es ist also nicht so, dass auf den Stationen einfach ein Vorrat an Betäubungsmitteln vorhanden ist. Sollte ein Patient BTM benötigen, muss dies ärztlich verordnet werden. Dies läuft mittels eines BTM-rezeptes, was nicht mal jeder Arzt ausstellen darf.
Das ist unterschiedlich.

Verschreibungsfähige Betäubungsmittel wie Benzodiazepine (Lorazepam [Tavor], Diazepam [Valium] oder Lormetazepam [Noctamid]) sind nicht BtM-rezeptpflichtig - und werden massenhaft ambulant verschrieben. Genauso sind sie auch als Notfallmedikamente in jeder Station eines Krankenhauses vorrätig. Sie reichen - ja nach Dosierung - aus, eine Person willenlos, schläfrig oder schlafend zu machen.

Eine Mitbewohnerin von mir, die Nachtschwester in einem Krankenhaus war, hat uns mal eine Klinikpackung Alprazolam mitgebracht. Das hat sie nach der Nachtschicht genommen, um schlafen zu können...

Schwerwiegender ist der Fall "Maria Baumer". Ihr Verlobter und Mörder war Pfleger in der Psychiatrie. Dort hat er "Tavor" entwendet und bei Sexualdelikten seine Opfer betäubt. "Tavor" fand sich auch in den Knochen seines Opfers Maria. Es wurde vermutet, dass er sie vor der Tötung betäubt hatte. In der Gerichtsverhandlung kam heraus, dass sich das Benzodiazepin leicht auf Station vom Personal entwenden ließe und über die einzelnen Tabletten nicht Buch geführt werde, weil das viel zu aufwändig sei.

Der Komplex "Krankenhaus" ist deshalb nicht zu vernachlässigen.


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Mord an Frauke Liebs

01.04.2026 um 10:28
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Verschreibungsfähige Betäubungsmittel wie Benzodiazepine (Lorazepam [Tavor], Diazepam [Valium] oder Lormetazepam [Noctamid]) sind nicht BtM-rezeptpflichtig - und werden massenhaft ambulant verschrieben. Genauso sind sie auch als Notfallmedikamente in jeder Station eines Krankenhauses vorrätig. Sie reichen - ja nach Dosierung - aus, eine Person willenlos, schläfrig oder schlafend zu machen.
Das stimmt teilweise. Tavor zB ist bis zu einer bestimmten Dosierung nicht BTM-rezeptpflichtig. Das bedeutet aber nicht, dass die Vorschriften zur Lagerung und Sicherheit im Krankenhaus lockerer sind. Diese Medikamente werden dennoch im BTM Safe aufbewahrt und die Entnahmen müssen dokumentiert werden. Es gilt auch weiterhin die Pflicht, den Bestand zu überprüfen.


Der Fall mit deiner Nachbarin.. Nunja. Dass das so möglich war, wurde sicher begünstigt dadurch, dass da eine Menge Vorschriften nicht eingehalten wurden. Wäre das aufgeflogen, wäre nicht nur sie ihren Job los gewesen sondern es hätte auch viel Ärger für alle mit entsprechenden Aufsichtsbehörden gegeben. Ich bin sicher, das hatte im Fall Maria Baumer auch ein Nachspiel. Denn "zu aufwendig" ist leider keine Begründung, um geltende Vorschriften einfach zu missachten.

Wie gesagt, ich schätze mal, dass die Ermittlungsbeamten das Thema auf dem Schirm hatten und spätestens da wäre aufgefallen, dass da mal eben ne Packung Tavor (oder andere Benzin) ohne nachvollziehbaren Verwendungszweck verschollen ist.


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Mord an Frauke Liebs

01.04.2026 um 10:47
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wieso hätte Frauke in diesem Fall zu Isabella sagen sollen, dass sie nachhause geht. Wieso hätte sie ihr nicht sagen sollen, dass sie noch XY trifft? Oder sie hätte einen XY ja auch bitten können, zum Pub kommen.
Wenn es so gewesen ist, wird es Fraukes Geheimnis bleiben. Aber tut doch bitte nicht so, als ob so ein Verhalten so absolut außergewöhnlich wäre, auch mal einer guten Freundin nicht gleich alles auf die Nase zu binden. Wie gesagt Isabella war mit N. befreundet und vielleicht wollte Frauke nicht, dass er davon erfährt. Ich bin immer wieder erstaunt, dass Personen hier im Forum so oft davon ausgehen, dass Menschen sich in einer bestimmten Situation genauso und nicht anders verhalten müssen. Menschen sind verschieden, Situationen können im Nachhinein nicht mehr wirklich bewertet werden. Wir können vor allen Dinge nicht hineinschauen, wie und was Frauke an diesem Abend wirklich gefühlt, gedacht und getan hat. Mein Gedankengang ist nur eine These, aber dort im Pub nahm alles seinen Anfang, daher ist es zumindest wichtig die Geschehnisse im Nachhinein dort so genau wie möglich zu rekonstruieren.
Zitat von Chris96Chris96 schrieb:Und wie mit leerem Akku? Wenn ich mich richtig erinnere hat sie der Freundin noch vor Schlusspfiff den vollen Akku zurück gegeben. Das mit dem "Akku hat sich erholt" ist mir zu weit her geholt.
Valider Punkt. Wenn es so gewesen wäre, dann wäre das zumindest ein starkes Indiz, dass Frauke die SMS nicht im Pub geschrieben hat. Wissen wir das aber sicher? Wann haben Isabella oder ihr damaliger Freund das ausgesagt? Gerade bei solchen Details verblasst die Erinnerung doch recht schnell.

Für mich erscheint es aber nach wie vor schwer vorstellbar, dass die SMS erst um die Zeit ihrer Zustellung bei Chris verfasst worden ist. Auch wenn Chris letztlich die Ursache für das Schlüsselproblem war, wäre es nicht eher wahrscheinlich gewesen, dass sie die SMS nicht mit folgendem Statement begonnen hätte, ungefähr so: "Sorry, dass du warten musstest, Akku war leer und bin noch unterwegs" Selbst um diese späte Uhrzeit kein Zeitfenster, wann sie zurück kommt an Chris, der ohnehin früher ins Bett gehen wollte?

Sollte tatsächlich der Täter und nicht Frauke die SMS verfasst haben, dann kommt er wohl aus ihrem engeren Umfeld und kennt die Verhältnisse ganz genau, zumal zuvor die letzten SMS zuvor ja nicht mit Chris waren.


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Mord an Frauke Liebs

01.04.2026 um 10:48
Zitat von EdnaEdna schrieb:Diese Medikamente werden dennoch im BTM Safe aufbewahrt und die Entnahmen müssen dokumentiert werden. Es gilt auch weiterhin die Pflicht, den Bestand zu überprüfen.
Das mag so in Stationen der Fall sein. Gesetzlich ist die Aufbewahrung im BtM-Safe nicht Pflicht. Gleiches gilt für Apotheken. Die Benzodiazepine werden behandelt wie alle anderen verschreibungspflichtigen Medikamente auch. Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch sind sie gut verträglich und wirksam, vielseitig einsetzbar (neben Angst, Panik und Unruhe von Krampfanfällen über Herzinfarkt bis hin zum Bandscheibenvorfall), ungefährlich (nicht toxisch), nebenwirkungsarm. Gefährlich werden sie erst bei längerer Einnahme, weil es zu einem Rebound-Effekt, Entzugssymptomen oder gar einer Abhängigkeit (zumeist mit Alkohol oder Opiaten) kommen kann.

Sicher fällt es auf, wenn in drei Tagen drei 50er Packungen Tavor verbraucht werden und es keinen Patienten gibt, der das bekommt. Der Dieb ist aber zumeist nicht so blöd und "sammelt" über einen längeren Zeitraum. Jeden dritten Tag eine Tablette wird nicht so schnell bemerkt. Das Fehlen eines Blisters sicher auch nicht.

Noch weniger in der Psychiatrie, wo diese Medikamente täglich an mehrere Patienten verabreicht werden. Was es dem Täter im Falle "Maria Baumer" ermöglicht hat, ausreichende Mengen zu besorgen. Ähnliches dürfte für Palliativstationen, die Onkologie, die Gerontologie usw. gelten. Also überall dort, wo sich auch Patienten mit Erregungs- und Unruhesymptomen befinden und diese Medikamente regelmäßig mehreren Patienten verabreicht werden.
Zitat von EdnaEdna schrieb:Wie gesagt, ich schätze mal, dass die Ermittlungsbeamten das Thema auf dem Schirm hatten und spätestens da wäre aufgefallen, dass da mal eben ne Packung Tavor (oder andere Benzin) ohne nachvollziehbaren Verwendungszweck verschollen ist.
Ich gehe davon aus, dass die Ermittler eine Krankenhausspur verfolgt und nach Auffälligkeiten gefragt haben.


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01.04.2026 um 14:07
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Wenn es so gewesen ist, wird es Fraukes Geheimnis bleiben. Aber tut doch bitte nicht so, als ob so ein Verhalten so absolut außergewöhnlich wäre, auch mal einer guten Freundin nicht gleich alles auf die Nase zu binden.
Ich hoffte, dass hier jemand einen plausiblen Grund nennt, auf den ich selbst nicht komme. Isabella war am SMS-Austausch mit N. beteiligt. Isabella hätte also auch mitbekommen können, dass F. nicht nur mit N. simst bzw. gerade eine SMS liest oder schreibt, an der sie ihre Freundin I. nicht teilhaben lässt.

Auch, wenn u. g. nicht unmöglich ist: Hat jemand eine plausible Erklärung dafür?
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wieso hätte Frauke in diesem Fall zu Isabella sagen sollen, dass sie nachhause geht
?

(Der Punkt am Satzende im Original-Post war ein Fehler. Ich war kurz vor Mitternacht müde und wohl nicht ganz konzentriert.)


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Mord an Frauke Liebs

01.04.2026 um 14:13
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wieso hätte Frauke in diesem Fall zu Isabella sagen sollen, dass sie nachhause geht. Wieso hätte sie ihr nicht sagen sollen, dass sie noch XY trifft? Oder sie hätte einen XY ja auch bitten können, zum Pub kommen.
Eine Option wäre, dass der Bekannte / die Verabredung I. kannte und nicht wollte, dass sie davon wusste und Frauke darum bat, das unter dem Radar laufen zu lassen. Etwa so: "Komm doch noch zu uns rein" - "Bin zu müde, sag mal keinem was damit sie mich nicht überredet, komm doch einfach raus"


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