_Salzbrezel schrieb:Grade diese sanften Tötungsmethoden, sofern es eine Tötung habe eine doch auf Frauen zuzuweisen.
Ob ein Täter, zwei oder eine Frau - keine Ahnung. Aber wie viele andere habe ich da ein Gefühl: Zwei Täter passen nicht, mangels Motiv. Und auch für eine Frau ist weit und breit kein Motiv ersichtlich. Also ein Täter. Mit einem sexuellen/narzisstischen/psychopathischen Motiv.
"Sexuell motiviert" bedeutet nicht zwingend eine Sexualstraftat (Vergewaltigung u.Ä.). Es reicht auch zur Befriedigung, das begehrte Opfer in seine Gewalt zu bekommen. Absolute Macht zu haben. Es zu beherrschen und zu kontrollieren. Es dazu zu zwingen, dass sich einem das Opfer zuwendet, es einen "liebt". Ich denke, die Tötungshemmung war enorm, der Tod nicht von vorneherein der Plan. Dann aber aus Selbstschutz (Verdeckungsabsicht) unvermeidlich. Davor gab es längere Phase der Unsicherheit.
Deshalb halt ich gar nichts von der Spur N., der so viele hinterher hecheln. N. war viel zu nah dran an Frauke. Er hätte sie wohl auch so haben können.
Nein, es muss jemand gewesen sein, der sich von Frauke nicht (oder nicht so) beachtet gefühlt hat. Er kannte sie, aber aus einer gewissen Distanz (sonst hätte er sie nicht entführt, auch das passt nicht zu einer Person aus dem Nahbereich). Es gab Kontakt, aber eher oberflächlich. Der Täter "liebte" sie aus seiner Sicht, d.h. er wollte sie besitzen. Und weil Frauke auch in der Situation noch fähig für Empathie zu sein schien (siehe ihre Telefonate), den Täter nicht vor den Kopf stieß, hat er sich schwer getan, sie zu töten. Was dann für "sanfte" Tötungsmethoden spricht, wie auch dem spurenlosen Zustand der Leiche.
Mein Gefühl.
Jan_ schrieb:Am Ersticken ist nichts sanft.
Das mit dem anderen Fall gar nichts zu tun.
Fraukes Leiche erlaubte keine Rückschlüsse auf die Todesursache. Gewaltanwendung, die Traumen oder Frakturen hinterließ, die gab es nicht. Wenn die Todesursache nicht nicht nachweisbar internistisch war (Herzstillstand, Hirnblutung, Multiorganversagen usw.), dann bleiben nicht viele Möglichkeiten.
Im Gegensatz zu anderen Todesursachen hinterlässt Ersticken keine äußerliche Verletzung und gelingt mit mehr Distanz mittels Kissen o.Ä. Ohne dass man unmittelbar an das Opfer die Hand anlegen oder ihm in die Augen schauen muss. Voraussetzung: Das Opfer darf zu großer Gegenwehr nicht in der Lage sein, sonst ist wieder massivere Gewaltanwendung notwendig, die wieder Spuren hinterlassen könnte. Deshalb hauptsächlich angewandt bei Kindern und alten Menschen, die sich nicht wehren können.
Ersticken macht die Sache schon rund. Reine Spekulation, ganz klar. Aber es gibt auch in dem Fall abwegige und nicht so abwegige Spekulationen.