RedRalph schrieb:Ohne dass ich es natürlich belegen kann, die SMS klingt für mich noch so, als ob sie unter dem Eindruck der Stimmung des Spiels geschrieben worden ist.
Wenn zu dem Zeitpunkt noch alles in Ordnung war und sie es ernst gemeint hat mit "später", also vielleicht um 3,4,5 Uhr, dann wusste sie wahrscheinlich einfach nicht wann sie wieder zurück kommt weil sie ja auch abhängig vom Fahrer war.
23 Uhr Pub verlassen,
zufälliges oder geplantes Treffen,
mitgefahren (ein ihr bekannter Typ oder eine Gruppe aus vielleicht 2 Jungs und einer Frau?),
00 Uhr in Nieheim angekommen (Wohnung des Täters?),
Handy ans Ladegerät angeschlossen, gequatscht, abgehangen, Spaß gehabt,
dann Sorgen um Chris gemacht,
00:49 Uhr die SMS geschrieben, Handy wieder weg gelegt und weiter Spaß gehabt.
Dann wird sie irgendwann Druck gemacht haben das sie jetzt gehen möchte und dann ist etwas eskaliert. "Bleib doch noch, ich will dich jetzt nicht mitten in der Nacht zurück fahren, ich gehe heute nirgendwo mehr hin, ich fahre dich morgen früh zurück"... . Alkohol kann auch geflossen sein. Vielleicht war niemand mehr in der Lage sie zurück zu fahren. Oder nichtmal sie selbst war dazu im Stande.
Wie sah es 2006 mit KO Tropfen aus? Wenn sie sich in den Telefonaten benommen angehört hat, dann kann auch das der Grund gewesen sein, wieso sie Chris nicht mehr geschrieben hat oder zurück gekommen ist wie ausgemacht. Sie hat einfach geschlafen und war erst am nächsten Morgen wieder bei Bewusstsein. Dann kann sich auch jeder denken was in der Zeit passiert ist.
Letztendlich muss sie irgendwas gegen jemanden in der Hand gehabt haben, sonst hätte man sie ja einfach am nächsten Tag zurück fahren können. Für den Täter schien es keinen Ausweg gegeben zu haben. Mit den Anrufen hat man wohl verzweifelt nach einer Lösung gesucht, wollte Zeit gewinnen oder eine Ablenkung starten (freiwilliges verschwinden, es ist alles in Ordnung). Für die Ablenkung würden die Telefonate in Paderborn sprechen. Wieso sollte man extra nach Paderborn fahren? Oder wollte man sie wirklich gehen lassen als sie in Paderborn war? Woran könnte es dann gescheitert sein? Es wird ihr ja keiner angeboten haben "ich lass dich jetzt gehen wenn du nicht über die Vorkommnisse sprichst". Das wird sie ja nicht abgelehnt haben und für den Täter würde das auch keinen Sinn ergeben. Durfte sie als Belohnung nach Paderborn wenn sie sich den ganzen Tag an die Regeln gehalten hat? Wenn man doch aber wusste, dass Frauke zuviel weis und der Täter eine Straftat begangen hat, das sein ganzes Leben verändern würde, dann müsste man doch nicht auf Zeit spielen und sie noch länger am Leben halten, weil es von Anfang an sowieso keinen Ausweg gab. Sie kann so oft wie sie will sagen "ich verspreche ich erzähle es niemandem", ein Täter wird sich darauf nicht einlassen und er kann ihre Erinnerungen auch nicht einfach löschen. Für den Täter muss also von Tag 1 klar gewesen sein das es nur einen Ausweg für ihn gab. Trotzdem hat er mehrere Tage gebraucht.
Ich kann mir gut vorstellen das es eine Gruppe war um vielleicht 2-3 Personen. Ob das eine Person so hinbekommen würde, durch die Gegend fahren, telefonieren lassen usw, dass stelle ich mir schwierig vor. Vorallem wenn es ein bekannter von Frauke war, vielleicht in ihrem Alter, bis zu dem Zeitpunkt nicht kriminell gewesen und keinerlei Erfahrungen zuvor damit gemacht..., stelle ich mir sehr schwierig vor so einen kühlen Kopf zu bewahren und das alles zu händeln. Fesseln, ins Auto laden, herumfahren, telefonieren lassen...und dabei keinen einzigen Fehler zu machen. Kann ich mir nicht vorstellen so lange einen kühlen Kopf zu bewahren.