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Mord an Frauke Liebs

98.100 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 01:58
Mal eine Frage? Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 02:35
Zitat von WolkefriedaWolkefrieda schrieb:Mal eine Frage? Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?
Es gab niemals eine Theorie bezüglich Suizid.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 07:10
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Nochmal: Es gibt keine Beweise, dass Wilfried W. etwas mit dem Verschwinden und dem Tod von Frauke zu tun hat.
Gäbe es einen Beweis, wäre der Fall "Frauke Liebs" gelöst. Wir müssen da "Beweise" und "Indizien" (Beweisanzeichen) unterscheiden.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Ob es Indizien gibt, darüber gibt es hier unterschiedliche Ansichten. Ich bin ja bei weitem nicht der Einzige, der Parallelen sieht, sondern diese wurden 2016 ja sofort von mehreren Seiten gesehen.
Es gibt auch keine Indizien. Es gibt Vermutungen, Spekulationen und - ja - es ist nicht ausgeschlossen. Aber viele Möglichkeiten kann man nicht ausschließen. Tatsache ist, dass es bei den Ermittlungen im Höxter-Fall keine Spuren gab, die auch nur im Entferntesten auf den Fall Frauke Liebs hingedeutet haben. Im Gegenteil. Es gibt solche Spuren nicht, was ein sehr gewichtiges Indiz dafür ist, dass diese beiden Fälle schlicht nichts miteinander zu tun haben.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Im Prinzip sind nur die Kripo echte Expert*innen. Ja, die haben dieselbe Meinung wie Du (bislang), gelöst haben sie den Fall in 20 Jahren aber auch nicht trotz erheblichem Aufwand.
Das ist jetzt auch ein eher schwaches bzw. überhaupt kein Argument. Das sind ja zwei unterschiedliche Dinge: Den mutmaßlichen Mörder von Frauke Liebs zu ermitteln. Und zu ermitteln, ob es zum Höxter-Fall Verbindungen gibt.

Alles in allem ist nach allem, was bekannt ist, der Fall Frauke Liebs ein eigenständiges Verbrechen eines bislang unbekannten Täters. Die Höxter-Kiste ploppt hier mangels neuer Erkenntnisse immer wieder hoch. Ergebnislos.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 09:22
27.02.26
Zitat von WolkefriedaWolkefrieda schrieb am 27.02.2026:Ist eigentlich die Theorie des suizids von frauke komplett vom Tisch...?
03.03.26
Zitat von WolkefriedaWolkefrieda schrieb:Mal eine Frage? Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?
Bei deiner ersten Frage am 27.02. haben einige darauf geantwortet. Vielleicht magst du dich dann auch einfach an der Diskussion beteiligen, statt wöchentlich die Frage in den Raum zu werfen ;) Ich kann mir jedenfalls kein plausibles/wahrscheinliches Suizid-Szenario vorstellen.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 11:15
Nun ja, habe ja mit gelesen... ich frage mich, warum nicht auf thema suizid eingegangen wird ? Sie hätte ihre Sachen verwerfen können und sich da ablegen können.....?


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 11:17
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Es gibt auch keine Indizien.
Indizien sind zunächst einmal, was Du mit Deinem wie auch im Eiskellerfall öfter krampfhaft zur Schau gestelltem rechtlichem Halbwissen vielleicht auch wissen kannst, kein juristisch definierter Begriff, auch wenn er natürlich oft im strafprozessualen Kontext verwandt wird. Der Begriff leitet sich vom Lateinischen Wort indicare ("anzeigen") ab. Im Prinzip ist auch das Wort "Index" (latein. für Zeigefinger) damit verwandt, also im Prinzip ist ein Indiz nicht mehr und nicht weniger als ein Fingerzeig.

Ich glaube, es gibt keine allgemein gültige Definition des Begriffs, weil die Bewertung von Tatsachen dann immer eine subjektive Komponente hat, insofern ist es problematisch, Indizien pauschal in Abrede zu stellen, sondern du siehst keine Indizien. Ich habe mich damals, als das Höxter-Paar aufflog, nicht so mit dem Fall Frauke und den Höxter-Verbrechen befasst. Aber ich lese jetzt viele Sachen aus der damaligen Zeit und offenbar haben eine ganze Reihe von Personen schon Indizien und Parallelen gesehen haben wollen. So wohl auch die Polizei, denn ohne Indizien hätte sie keine Veranlassung gesehen überhaupt einen Prüffall zu starten.

Folgende Tatsachen dürften feststehen:
-räumliche Nähe zu Paderborn im Tatzeitraum
-Festhalten einer Person (auch wenn es bei der Dauer Unterschiede gibt, wobei aufgrund von Fraukes ungeklärten Todesumständen nicht klar war, ob das so geplant war)
-Nutzung des Handys einer festgehaltenen Person, um Angehörigen oder Freunden zu suggerieren, alles sei in Ordnung bzw. festgehaltene Person entscheide aus freien Stücken, ob und wann sie zurück kommt

Vor allem der dritte Punkt (trotz Unterschiede der Umstände, weil z.T. zynischerweise post mortem SMS versandt worden sind) ist für mich ein nicht ganz schwaches Anzeichen, weil diese Modus Operandi, egal unter welchen Umständen, sehr, sehr selten ist. Und dann noch in dieser räumlichen Nähe, die ja 2016 viel näher an PB als Höxter gewesen ist. Du kannst es anders bewerten, aber verabsolutieren solltest Du es nicht.

Dazu sagen fast alle Psychologen, Profiler etc., dass der oder die Täter*innen im Fall Frauke ein größes Bedürfnis zeigten, Macht über einen Menschen zu demonstrieren. Und genau das sagen alle Gutachten über Wilfried W.

Vor diesem Hintergrund ist mir Deine pauschale Aussage, es gäbe keine Indizien ein wenig zu billig.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Höxter-Kiste ploppt hier mangels neuer Erkenntnisse immer wieder hoch. Ergebnislos.
Das ist die eigentliche Crux an der Sache: Ist es "abschließend" ergebnislos, weil alle mit vertretbarem Aufwand gemachten Ermittlungen (d.h. vor allem außerhalb von Höxter und insbesondere in Schlangen) keine Ergebnisse gebracht haben oder könnte man noch Ansätze weiterverfolgen, von denen man bisher warum auch immer abgesehen hat.

Ich ecke in diesem Forum (bei einigen wenigen dafür aber lautstark aggressiven) ja bereits an, wenn ich nur ein Fragezeichen mache. Das ist mir egal, Du wirst mich sowenig davon abbringen etwas zu thematisieren wie kangaroo oder andere, auch wenn Ihr dazu neigen mögt Eure Ansichten zu verabsolutieren. Ich stelle ja nur Fragen, deren Antwort mich interessieren würde. Für mich besteht der Eindruck, dass der Ansatz wie folgt war: Wir haben in Höxter nichts zu Frauke gefunden, also hören wir auf weiter zu ermitteln. Obwohl es doch fast nicht verwunderlich ist, dass man in Höxter nichts zu Frauke findet.

Weil mich die Frage aber brennend interessiert, werde ich jetzt doch einmal mit der Cold Case Unit in Bielefeld Kontakt aufnehmen. Ich habe das in der Vergangenheit in 2 bis 3 Fällen in anderen Regionen getan und die Rückmeldungen waren recht wohlwollend und ein bisschen Infos gab es dann doch. Sollte sich was ergeben, auch wenn es nur Deine Ansicht bestärken sollte, werde ich es hier natürlich teilen.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 11:48
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Indizien sind zunächst einmal, was Du mit Deinem wie auch im Eiskellerfall öfter krampfhaft zur Schau gestelltem rechtlichem Halbwissen vielleicht auch wissen kannst, kein juristisch definierter Begriff, auch wenn er natürlich oft im strafprozessualen Kontext verwandt wird.
Der abwertende Userbezug musste jetzt sein? Das adelt nicht Dein KI-gestütztes Wissen, sonst hättest Du das nicht nötig.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Folgende Tatsachen dürften feststehen:
-räumliche Nähe zu Paderborn im Tatzeitraum
-Festhalten einer Person (auch wenn es bei der Dauer Unterschiede gibt, wobei aufgrund von Fraukes ungeklärten Todesumständen nicht klar war, ob das so geplant war)
-Nutzung des Handys einer festgehaltenen Person, um Angehörigen oder Freunden zu suggerieren, alles sei in Ordnung bzw. festgehaltene Person entscheide aus freien Stücken, ob und wann sie zurück kommt.

Vor allem der dritte Punkt (trotz Unterschiede der Umstände, weil z.T. zynischerweise post mortem SMS versandt worden sind) ist für mich ein nicht ganz schwaches Anzeichen, weil diese Modus Operandi, egal unter welchen Umständen, sehr, sehr selten ist.
Die ersten beiden Punkte sind wenig wert, so lange nicht die Tatbegehung Parallelen aufweist. Beim dritten Punkt ist mein Eindruck, dass das Versenden gefakter Nachrichten häufiger vorkommt. Spontan fällt mir "Maria Baumer" ein. Aber es gibt mehrere Vermisstenfälle, in denen der Täter zur Verschleierung einer Tötung falsche Nachrichten versandte, um eine Abwesenheit oder ein Abtauchen vorzutäuschen.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Dazu sagen fast alle Psychologen, Profiler etc., dass der oder die Täter*innen im Fall Frauke ein größes Bedürfnis zeigten, Macht über einen Menschen zu demonstrieren. Und genau das sagen alle Gutachten über Wilfried W.
Das stimmt sicher. Nur ist das sehr vielen psychopathisch-sadistischen Tätertypen zu Eigen. Bei vielen Gewaltdelikten geht es vorrangig um Macht, um Kontrolle, um Besitz, um Demütigung. Das soll z.B. für Sexualdelikte geradezu typisch sein. Die kalkulierend abwägende Entführung oder Tötung zur Erlangung eines "vernünftigen" Vorteils ist eher die Ausnahme. Mein Eindruck.

Insofern fällt es mir schwer, Deiner Schlussfolgerung aus diesen Tatsachen zu folgen, es könnte eine Verbindung beider Fälle geben. Das ist Bewertungsfrage, sicher. Aber wir diskutieren ja nicht im luftleeren Raum, sondern mit der Frage hat sich schon eine Instanz beschäftigt, die viel mehr Informationen als wir hat. Ein kriminalpolizeilicher "Prüffall" bedeutet ja, dass es eben bis dahin keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte (Indizien) für die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen die Täter von Höxter gegeben hat. Deine genannten Argumente waren sicher der Grund für diese Prüfung und das ist ja auch völlig vernünftig so. Nur blieb das halt bis zum Ende der Prüfung so.

Die von Dir genannten Tatsachen erlauben deshalb nur schwer Schlussfolgerungen auf einen Zusammenhang, wenn die kriminalistische Überprüfung mit einem eindeutig negativem Ergebnis abgeschlossen worden ist.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 12:03
Zitat von WolkefriedaWolkefrieda schrieb:Nun ja, habe ja mit gelesen... ich frage mich, warum nicht auf thema suizid eingegangen wird ? Sie hätte ihre Sachen verwerfen können und sich da ablegen können.....?
Auch wenn die Polizei auch 20 Jahre später fast nichts über Todesumstände weiß, noch nicht einmal irgendwelche Ansatzpunkte für einen Tatort, aber meinst Du die zweite Frage wirklich ernst oder rhetorisch? Und sie ist dahin von wo auch immer allein gelaufen, nachdem sie wahrscheinlich schon vorher geschwächt war? Oder hatte plötzlich ein Auto, das danach aber wie vom Erdboden verschwand? Never ever.

ABER: Wenn sie irgendwo festgehalten worden ist, was wahrscheinlich aber auch nicht 100% erwiesen ist, und der/die Täter*innen irgendwelche Medikamente hatten, um sie ruhig zu stellen, auf die sie vielleicht doch zugreifen konnte, wer will ausschließen, dass sie nicht in einem unbeobachteten Moment eine so starke Dosis nahm, die tödlich war. Und sie als Schwesternschülerin erkannte vielleicht diese Möglichkeit. Es wäre dann so eine Art "suicide by kidnapping", Frauke war so hoffnungslos, kraftlos, in einem psychischen Ausnahmezustand, dass sie sich nicht mehr anders zu helfen wusste, als Selbstmord zu begehen. Vielleicht nicht die wahrscheinlichste Variante, halte das aber nicht für ausgeschlossen. Möglich, dass sie die Dosis schon bei ihrem letzten Telefonat parat hatte. Da wird der berechtigte Einwand kommen: Warum gibt sie erst einen Hinweis auf ihr Festhalten, gibt aber keine Hinweise auf den/die Täter*innen, obwohl sie unter diesen Umständen nichts mehr zu verlieren gehabt hätte? Kann man sich ggfls. mit ihrem Zustand erklären, sie konnte vielleicht nicht mehr wirklich klar denken. Oder ihr wurde körperliche Gewalt angedroht bzw. sie befürchtete das und konnte das auch nicht mehr ertragen.

Das wäre für mich die einzige mögliche Erklärung, es wäre aber ggfls. juristisch trotzdem ein Mord in mittelbarer Täterschaft, bei dem Frauke sich als Werkzeug gegen sich selbst genutzt hätte, vorausgesetzt es würde sich ein bedingter Vorsatz bei dem/den Täter*innen zur Überzeugung eines Gerichts nachweisen lassen.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 13:32
Erinnere ich mich richtig, dass die Nachrichten im Höchster-Fall und im Baumer-Fall nicht so kryptisch waren wie im Liebs-Fall?
Bei der ersten SMS von Fraukes Handy könnte ich mir vorstellen, dass der Täter damit Chris beruhigen und Zeit gewinnen wollte, falls diese absichtlich von ihm versendet wurde. Auch, als der Anruf von ihrem Bruder Frank angenommen wurde. Wäre Frauke für F. nicht erreichbar gewesen, obwohl sie gerade eine SMS an Chris verschickt hatte, wäre das ihrem Umfeld evtl. als untypisch für F. aufgefallen. Dass sich die Angehörigen gegenseitig über Nachrichten von Frauke informierten, war naheliegend.

Wenn die weiteren Kontaktaufnahmen auch den Zweck gehabt hätten, die Angehörigen zu beruhigen und/oder die Ermittlungen aufgrund der Annahme eines freiwilligen Verschwindens zu hemmen, hätte er dafür sorgen sollen, dass sie klarer formuliert sind. Dann hätte er Frauke z. B. im sedierten Zustand nicht telefonieren lassen dürfen o. nur SMS versenden sollen. Er hätte sie zwingen müssen, während Telefonaten konkretere (falsche) Angaben zu machen.
Nur ein Nachrichten-Bsp. von vielen, um zu verdeutlichen, was ich meine: "Ich habe zufällig Person X* getroffen, und bin spontan mit ihr nach Y gefahren. Ich nehme mir eine kleine Auszeit."
(*Person, zu der niemand aus Fraukes Umfeld Kontakt hatte, z. B. eine angebliche Urlaubsbekanntschaft, Briefbekanntschaft, ehemalige Freundin o. Vereinskameradin …)

Deshalb habe ich den Eindruck, dass es dem Täter bei o. g. weiteren Kontaktaufnahmen eher um Machtdemonstration gegenüber Frauke und Chris ging.
Wenn der Täter Frauke vorher nicht, oder nur vom Sehen kannte, könnte er Chris für ihren Lebenspartner gehalten haben.

- - -
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:dass sie nicht in einem unbeobachteten Moment eine so starke Dosis nahm, die tödlich war.
Wieso hätte der Täter ihr die Medikamente/Drogen zur freien Verfügung überlassen sollen?


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 13:58
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb am 18.02.2026:denke auch, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Frauke und der Täter sich kannten. Ob sie sich verabredet oder zufällig getroffen haben.
Im Stern-Podcast Folge 5 kommt Oestermann zu Wort. Demnach deutet nichts auf eine späte Verabredung (nach dem Pub-Besuch) zwischen Frauke und N. hin.
Zitat von WolkefriedaWolkefrieda schrieb:Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?
Wie sollte sich Frauke denn unter den Augen des Täters suizidiert haben?
Oder meinst Du, er hat ihr das Material zur Verfügung gestellt und zugesehen?


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 13:58
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:-Nutzung des Handys einer festgehaltenen Person, um Angehörigen oder Freunden zu suggerieren, alles sei in Ordnung bzw. festgehaltene Person entscheide aus freien Stücken, ob und wann sie zurück kommt

Vor allem der dritte Punkt (trotz Unterschiede der Umstände, weil z.T. zynischerweise post mortem SMS versandt worden sind) ist für mich ein nicht ganz schwaches Anzeichen, weil diese Modus Operandi, egal unter welchen Umständen, sehr, sehr selten ist. Und dann noch in dieser räumlichen Nähe, die ja 2016 viel näher an PB als Höxter gewesen ist. Du kannst es anders bewerten, aber verabsolutieren solltest Du es nicht.
Mir scheint, du hast nur unzureichende Kenntnisse betreffend den Höxteraner Fall.

Annika und Wilfried waren verheiratet. Wie in all den sexuellen Beziehungen Wilfrieds - Gewalt war jetzt niicht die Regel, wie die vernommenen Zeuginnen bei Gericht bestätigt haben - ging es hauptsächlich darum, Geld abzuschöpfen. In der Bosseborner Zeit kamen so um die 300. Euro zusammen. Annikas Mutter selbst löhnte auf Druck von Wilfried 25. Euro. Derartige Wünsche sind nie an Frau Liebs herangetragen worden.

Nach ihrem Tod hatte man Annika eingefroren, stückchenweise verbrannt und damit die Straße gestreut. Sie wurde bei der Gemeinde abgemeldet mit der Begründung, sie sei nach Amsterdam verzogen. Um dies zu untermauern, kam es zu den sms-Nachrichten post mortem an ihre Mutter. Im Fall Frauke gab's nichts Vergleichbares.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Dazu sagen fast alle Psychologen, Profiler etc., dass der oder die Täter*innen im Fall Frauke ein größes Bedürfnis zeigten, Macht über einen Menschen zu demonstrieren. Und genau das sagen alle Gutachten über Wilfried W.
Hör doch bitte auf, irgendwelche Gutachten als Beleg ins Feld zu führen, wenn du noch nicht mal benennst, wer diese verfasst hat.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 14:06
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Im Stern-Podcast Folge 5 kommt Oestermann zu Wort. Demnach deutet nichts auf eine späte Verabredung (nach dem Pub-Besuch) zwischen Frauke und N. hin.
Ich habe nie behauptet, dass es um Niels geht. Lediglich, dass diese Tat m.E. keine zufällige war und sie sich mit Sicherheit gekannt haben könnten.

Ich vermeide Beschuldigungen, das ist nicht Ziel dieser Runde.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 14:14
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Ich habe nie behauptet, dass es um Niels geht.
Du hattest folgendes geschrieben:
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb am 18.02.2026: Da kommen dann auch die SMS, die sie mit geliehenem Akku geschrieben hat wieder ins Spiel.
Die SMS, die Frauke im Pub schrieb, betrafen N. und die ursprüngliche Verabredung von ihm und Frauke, die er dann aber abgesagt hatte.

Dass Frauke parallel auch mit jemand anderem SMS schrieb und sich evtl. Verabredete, ist nicht bekannt.
Im Gegenteil, laut ihrer Freundin war sie müde und wollte nach Hause und trennte sich daher von der Gruppe.

Ich sehe die Wahrscheinlichkeit als gering, dass Frauke noch ein heimliches anderes Treffen fuer diesen Abend vereinbart hatte.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 14:20
Zitat von watnuwatnu schrieb:Erinnere ich mich richtig, dass die Nachrichten im Höchster-Fall und im Baumer-Fall nicht so kryptisch waren wie im Liebs-Fall?
Ich muss sagen, dass ich spontan den Text dieser einzelnen Nachrichten nicht kenne. Aber ich meine im Fall der getöteten Annika war es so ähnlich. Im Fall Maria Baumer fehlt mir die Kenntnis. Ich weiß, er hat viele SMS verschickt, die in die Beweisaufnahme eingeflossen sein waren, aber ich weiß nur, dass die Aussagen von "Auszeit" und so den Angehörigen mündlich gesagt worden sind.

Solche mündlichen Aussagen über angebliche Auszeiten gab es in einigen Femiziden durch (ehemalige) Lebenspartner. Diese Fälle enthielten aber eigentlich keine Komponente eines unfreiwilligen Festhalten einer Person.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wie sollte sich Frauke denn unter den Augen des Täters suizidiert haben?
Oder meinst Du, er hat ihr das Material zur Verfügung gestellt und zugesehen?
Noch einmal ich halte die Variante nicht für die wahrscheinlichste, aber folgende Konstellation würde ich nicht 100%: Frauke bekam Beruhigungsmittel, die auch dazu führten, dass ihre Stimme oft verwaschen klang. Frauke war vielleicht irgendwo mit einer Handschelle gefesselt in einem Raum. Die Dose stand ein paar Meter entfernt von ihr, die Täter*innen machten sich darüber keine großen Gedanken, weil es ja eh "für Frauke" war. Sie schaffte es irgendwo dahin zu kommen und steckte etwas ein. Sie war einerseits, hoffnungslos, zermürbt und desillusioniert mit ihrer psychischen Kraft am Ende, aber ihr Wille sterben zu wollen war so stark, dass sie es irgendwie schaffte daran zu kommen.

Meines Erachtens krankt die Ermittlungsarbeit an folgendem: Man hat sich immer wieder auf Annahmen versteift und hat nur im Rahmen dieser Annahmen durchaus intensiv und aufwendig ermittelt. Zunächst war die Annahme: Eine männliche Person aus dem Umfeld, und prompt gerieten Chris und danach Niels ins Visier.

Später war die Annahme, dass sie in und um Nieheim festgehalten worden sein muss, basierend auf der Einschätzung der operativen Fallanalyse. Und dann wurde in diesem Rahmen aufwendig ermittelt.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 14:29
Der zitierte Beitrag von emz wurde gelöscht. Begründung: Unangebracht
Ehrlich gesagt empfinde ich es als sehr unpassend Witze in so einem Thread zu mache. So wie von @sooma auch schon erwähnt, ist jegliche Situation über die hier gesprochen wird zu ernst für so ein Kommentar.


Ich kann verstehen, dass man ggf. andere Sichtweisen hat. Aber eine verbindliche Kommunikation ist schon wichtig.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Dass Frauke parallel auch mit jemand anderem SMS schrieb und sich evtl. Verabredete, ist nicht bekannt.
Im Gegenteil, laut ihrer Freundin war sie müde und wollte nach Hause und trennte sich daher von der Gruppe.
Genau, es ist nicht bekannt, dass sie mit jemand anderen geschrieben hat, aber das kann nicht ausgeschlossen werden. Ich habe damit Niels nicht erwähnt ;)


Mich würde mal interessieren ob wie lange die vermissten Gegenstände von Frauke zB Witterungen standhalten könnten? Insbesondere das Telefon. Sowohl vergraben, liegend in Gewässern oder offen liegend in einem Waldstück/Graben.

Ist es eigentlich so, dass das Telefon danach nie wieder eingeschaltet wurde oder nur kurz darauf?
Mal angenommen der Täter hätte das Telefon noch und würde es wieder einschalten, würde man dies dann sofort feststellen, bzw. gibt es da weiterhin eine Meldung für die Polizei und geht man dem noch nach? Auch wenn das sehr unwahrscheinlich ist, wäre es trotzdem mal interessant zu wissen, ob das auffallen würde.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 14:39
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Ich glaube, in Östermanns Arbeitszeugnis müsste es zum Fall Frauke heißen: "Er bemühte sich redlich, den Anforderungen bei der Lösung des Falls im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzukommen."
Das sehe ich leider mittlerweile auch so.

Dass man diese Ermittlungen als Grundlage nimmt um darauf zu bauen, empfinde ich such als sehr schwierig. Ich bin zwar nicht mit allem Deiner Meinung, aber man darf gerne ganz von vorne anfangen und neue Ansätze finden. Auch wenn das, wie hier so oft erwähnt, alles Profis sind bei der Polizei und der Zeitung :D muss das nicht bedeuten, dass sie fehlerfrei gearbeitet haben. So wie nicht jeder Arzt ein guter ist - kennen wir alle.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 14:59
Zitat von emzemz schrieb:Annika und Wilfried waren verheiratet. Wie in all den sexuellen Beziehungen Wilfrieds - Gewalt war jetzt niicht die Regel, wie die vernommenen Zeuginnen bei Gericht bestätigt haben - ging es hauptsächlich darum, Geld abzuschöpfen.
Die "sexuellen Beziehungen", die du hier mutmaßlich ansprichst waren aber keine Fälle, die in Freiheitsberaubung/Festhalten mündeten, sondern Dinge, die er "nebenher" so am Laufen hatte. Frauke wurde aber nun einmal ziemlich sicher festgehalten.
Zitat von emzemz schrieb:Derartige Wünsche sind nie an Frau Liebs herangetragen worden.
So lange war Frauke ja nicht festgehalten, bis sie starb. Und auch wenn es Spekulation ist, so glaube ich, dass bei dem Tod von Frauke etwas aus dem Ruder gelaufen ist, was so nicht geplant war, als ihr Festhalten begann. Selbst bei Annika, war das "Abnippeln" ja wohl nicht unbedingt gewollt aber einkalkuliert.
Zitat von emzemz schrieb:Hör doch bitte auf, irgendwelche Gutachten als Beleg ins Feld zu führen, wenn du noch nicht mal benennst, wer diese verfasst hat.
Okay, ich korrigiere mich: Der Punkt des Gefühls von Macht, Kontrolle und Überlegenheit muss man nicht im Gutachten finden. Der ergibt sich doch selbstredend aus den Beschreibungen, was das passiert ist: "Bestrafungssystem", wenn man nicht den Anweisungen gefolgt ist, Fehler gemacht hat, ihm nicht ins Gesicht geschaut hat etc.

Im Übrigen: Bei dem, was Du selbst von anderen einforderst, nimmst Du es bei Dir selber ja weniger genau. Ansonsten gilt: Wann ich aufhöre zu schreiben, entscheide ich selbst - oder die Moderation, nicht Du. Diesen Satz habe ich schon bei zahllosen Posts von Dir (in diesem und anderen Fällen) im Kopf gehabt, aber das Spannende an dem Forum ist, dass am Ende niemand eine Deutungshoheit hat, auch wenn sich manche hier so gerieren...


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:08
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Mal angenommen der Täter hätte das Telefon noch und würde es wieder einschalten, würde man dies dann sofort feststellen, bzw. gibt es da weiterhin eine Meldung für die Polizei und geht man dem noch nach?
Das kann ich mir nicht vorstellen.

Wenn irgendwo zu einem eingrenzen Zeitpunkt ein Verbrechen stattfand, dann kann die Polizei abfragen, welche Telefone in dieser Funkzelle registriert waren.

Aber so, wenn irgendein Telefon (hier Frauke) mal angeschaltet wird und sich in eine Funkel einloggt - warum sollte die Polizei dies mitbekommen?


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:12
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:Ich bin zwar nicht mit allem Deiner Meinung, aber man darf gerne ganz von vorne anfangen und neue Ansätze finden.
Zitat von BlnmysteryBlnmystery schrieb:
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Ich glaube, in Östermanns Arbeitszeugnis müsste es zum Fall Frauke heißen: "Er bemühte sich redlich, den Anforderungen bei der Lösung des Falls im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzukommen."
Das sehe ich leider mittlerweile auch so.
Von uns hat doch keiner einen Einblick in das, was die Polizei tut.

Zu Zeiten des Stern-Podcasts gab es doch auch diese Hausdurchsuchung - die fuer die Allgemeinheit komplett aus dem Nichts kam.

Die Polizei tut mehr, als wir die Dinge, von denen wir Kenntnis haben.
Von daher finde ich Eure Beurteilung von Oestermann äusserst arrogant und unangebracht.


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Mord an Frauke Liebs

03.03.2026 um 15:19
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Aber so, wenn irgendein Telefon (hier Frauke) mal angeschaltet wird und sich in eine Funkel einloggt - warum sollte die Polizei dies mitbekommen?
Da dies ein Gegenstand der Ermittlungen ist und ggf. zum Töter führen würde, wäre das ja gut. Ob sowas möglich ist, das weiß ich ja nicht :) deshalb frage ich.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Von uns hat doch keiner einen Einblick in das, was die Polizei tut.

Zu Zeiten des Stern-Podcasts gab es doch auch diese Hausdurchsuchung - die fuer die Allgemeinheit komplett aus dem Nichts kam.

Die Polizei tut mehr, als wir die Dinge, von denen wir Kenntnis haben.
Von daher finde ich Eure Beurteilung von Oestermann äusserst arrogant und unangebracht.
Ja, das kann schon etwas so rüberkommen, allerding sind die Ermittlung nun wirklich nicht ausreichend gewesen. Wir können das Thema gerne eröffnen, denn wir haben schon einiges an Einsicht, allerding wurde auch hierüber schon etliche Male in diesem Thread darüber diskutiert. Das kann man sich über die Suchfelder ganz einfach aufrufen. Das muss man nicht ein fünftes Mal wiederholen.

Du bist natürlich berechtigt deine Meinung zu haben. Ich frage mich in diesem Thresd allerdings wieso man hier ständig jeden angeht und beleidigt. :) empfinde hier ganz andere Dinge als überheblich und nicht diskussionswürdig.


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