Mord an Frauke Liebs
03.03.2026 um 01:58Mal eine Frage? Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?
Es gab niemals eine Theorie bezüglich Suizid.Wolkefrieda schrieb:Mal eine Frage? Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?
Gäbe es einen Beweis, wäre der Fall "Frauke Liebs" gelöst. Wir müssen da "Beweise" und "Indizien" (Beweisanzeichen) unterscheiden.RedRalph schrieb:Nochmal: Es gibt keine Beweise, dass Wilfried W. etwas mit dem Verschwinden und dem Tod von Frauke zu tun hat.
Es gibt auch keine Indizien. Es gibt Vermutungen, Spekulationen und - ja - es ist nicht ausgeschlossen. Aber viele Möglichkeiten kann man nicht ausschließen. Tatsache ist, dass es bei den Ermittlungen im Höxter-Fall keine Spuren gab, die auch nur im Entferntesten auf den Fall Frauke Liebs hingedeutet haben. Im Gegenteil. Es gibt solche Spuren nicht, was ein sehr gewichtiges Indiz dafür ist, dass diese beiden Fälle schlicht nichts miteinander zu tun haben.RedRalph schrieb:Ob es Indizien gibt, darüber gibt es hier unterschiedliche Ansichten. Ich bin ja bei weitem nicht der Einzige, der Parallelen sieht, sondern diese wurden 2016 ja sofort von mehreren Seiten gesehen.
Das ist jetzt auch ein eher schwaches bzw. überhaupt kein Argument. Das sind ja zwei unterschiedliche Dinge: Den mutmaßlichen Mörder von Frauke Liebs zu ermitteln. Und zu ermitteln, ob es zum Höxter-Fall Verbindungen gibt.RedRalph schrieb:Im Prinzip sind nur die Kripo echte Expert*innen. Ja, die haben dieselbe Meinung wie Du (bislang), gelöst haben sie den Fall in 20 Jahren aber auch nicht trotz erheblichem Aufwand.
03.03.26Wolkefrieda schrieb am 27.02.2026:Ist eigentlich die Theorie des suizids von frauke komplett vom Tisch...?
Bei deiner ersten Frage am 27.02. haben einige darauf geantwortet. Vielleicht magst du dich dann auch einfach an der Diskussion beteiligen, statt wöchentlich die Frage in den Raum zu werfen ;) Ich kann mir jedenfalls kein plausibles/wahrscheinliches Suizid-Szenario vorstellen.Wolkefrieda schrieb:Mal eine Frage? Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?
Indizien sind zunächst einmal, was Du mit Deinem wie auch im Eiskellerfall öfter krampfhaft zur Schau gestelltem rechtlichem Halbwissen vielleicht auch wissen kannst, kein juristisch definierter Begriff, auch wenn er natürlich oft im strafprozessualen Kontext verwandt wird. Der Begriff leitet sich vom Lateinischen Wort indicare ("anzeigen") ab. Im Prinzip ist auch das Wort "Index" (latein. für Zeigefinger) damit verwandt, also im Prinzip ist ein Indiz nicht mehr und nicht weniger als ein Fingerzeig.Origines schrieb:Es gibt auch keine Indizien.
Das ist die eigentliche Crux an der Sache: Ist es "abschließend" ergebnislos, weil alle mit vertretbarem Aufwand gemachten Ermittlungen (d.h. vor allem außerhalb von Höxter und insbesondere in Schlangen) keine Ergebnisse gebracht haben oder könnte man noch Ansätze weiterverfolgen, von denen man bisher warum auch immer abgesehen hat.Origines schrieb:Die Höxter-Kiste ploppt hier mangels neuer Erkenntnisse immer wieder hoch. Ergebnislos.
Der abwertende Userbezug musste jetzt sein? Das adelt nicht Dein KI-gestütztes Wissen, sonst hättest Du das nicht nötig.RedRalph schrieb:Indizien sind zunächst einmal, was Du mit Deinem wie auch im Eiskellerfall öfter krampfhaft zur Schau gestelltem rechtlichem Halbwissen vielleicht auch wissen kannst, kein juristisch definierter Begriff, auch wenn er natürlich oft im strafprozessualen Kontext verwandt wird.
Die ersten beiden Punkte sind wenig wert, so lange nicht die Tatbegehung Parallelen aufweist. Beim dritten Punkt ist mein Eindruck, dass das Versenden gefakter Nachrichten häufiger vorkommt. Spontan fällt mir "Maria Baumer" ein. Aber es gibt mehrere Vermisstenfälle, in denen der Täter zur Verschleierung einer Tötung falsche Nachrichten versandte, um eine Abwesenheit oder ein Abtauchen vorzutäuschen.RedRalph schrieb:Folgende Tatsachen dürften feststehen:
-räumliche Nähe zu Paderborn im Tatzeitraum
-Festhalten einer Person (auch wenn es bei der Dauer Unterschiede gibt, wobei aufgrund von Fraukes ungeklärten Todesumständen nicht klar war, ob das so geplant war)
-Nutzung des Handys einer festgehaltenen Person, um Angehörigen oder Freunden zu suggerieren, alles sei in Ordnung bzw. festgehaltene Person entscheide aus freien Stücken, ob und wann sie zurück kommt.
Vor allem der dritte Punkt (trotz Unterschiede der Umstände, weil z.T. zynischerweise post mortem SMS versandt worden sind) ist für mich ein nicht ganz schwaches Anzeichen, weil diese Modus Operandi, egal unter welchen Umständen, sehr, sehr selten ist.
Das stimmt sicher. Nur ist das sehr vielen psychopathisch-sadistischen Tätertypen zu Eigen. Bei vielen Gewaltdelikten geht es vorrangig um Macht, um Kontrolle, um Besitz, um Demütigung. Das soll z.B. für Sexualdelikte geradezu typisch sein. Die kalkulierend abwägende Entführung oder Tötung zur Erlangung eines "vernünftigen" Vorteils ist eher die Ausnahme. Mein Eindruck.RedRalph schrieb:Dazu sagen fast alle Psychologen, Profiler etc., dass der oder die Täter*innen im Fall Frauke ein größes Bedürfnis zeigten, Macht über einen Menschen zu demonstrieren. Und genau das sagen alle Gutachten über Wilfried W.
Auch wenn die Polizei auch 20 Jahre später fast nichts über Todesumstände weiß, noch nicht einmal irgendwelche Ansatzpunkte für einen Tatort, aber meinst Du die zweite Frage wirklich ernst oder rhetorisch? Und sie ist dahin von wo auch immer allein gelaufen, nachdem sie wahrscheinlich schon vorher geschwächt war? Oder hatte plötzlich ein Auto, das danach aber wie vom Erdboden verschwand? Never ever.Wolkefrieda schrieb:Nun ja, habe ja mit gelesen... ich frage mich, warum nicht auf thema suizid eingegangen wird ? Sie hätte ihre Sachen verwerfen können und sich da ablegen können.....?
Wieso hätte der Täter ihr die Medikamente/Drogen zur freien Verfügung überlassen sollen?RedRalph schrieb:dass sie nicht in einem unbeobachteten Moment eine so starke Dosis nahm, die tödlich war.
Im Stern-Podcast Folge 5 kommt Oestermann zu Wort. Demnach deutet nichts auf eine späte Verabredung (nach dem Pub-Besuch) zwischen Frauke und N. hin.Blnmystery schrieb am 18.02.2026:denke auch, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Frauke und der Täter sich kannten. Ob sie sich verabredet oder zufällig getroffen haben.
Wie sollte sich Frauke denn unter den Augen des Täters suizidiert haben?Wolkefrieda schrieb:Ist die Theorie des suizids durch frauke selbst, und damit dem vortäuschen der gesamten Umstände schon mal ausgeschlossen worden?
Mir scheint, du hast nur unzureichende Kenntnisse betreffend den Höxteraner Fall.RedRalph schrieb:-Nutzung des Handys einer festgehaltenen Person, um Angehörigen oder Freunden zu suggerieren, alles sei in Ordnung bzw. festgehaltene Person entscheide aus freien Stücken, ob und wann sie zurück kommt
Vor allem der dritte Punkt (trotz Unterschiede der Umstände, weil z.T. zynischerweise post mortem SMS versandt worden sind) ist für mich ein nicht ganz schwaches Anzeichen, weil diese Modus Operandi, egal unter welchen Umständen, sehr, sehr selten ist. Und dann noch in dieser räumlichen Nähe, die ja 2016 viel näher an PB als Höxter gewesen ist. Du kannst es anders bewerten, aber verabsolutieren solltest Du es nicht.
Hör doch bitte auf, irgendwelche Gutachten als Beleg ins Feld zu führen, wenn du noch nicht mal benennst, wer diese verfasst hat.RedRalph schrieb:Dazu sagen fast alle Psychologen, Profiler etc., dass der oder die Täter*innen im Fall Frauke ein größes Bedürfnis zeigten, Macht über einen Menschen zu demonstrieren. Und genau das sagen alle Gutachten über Wilfried W.
Ich habe nie behauptet, dass es um Niels geht. Lediglich, dass diese Tat m.E. keine zufällige war und sie sich mit Sicherheit gekannt haben könnten.Justsaying schrieb:Im Stern-Podcast Folge 5 kommt Oestermann zu Wort. Demnach deutet nichts auf eine späte Verabredung (nach dem Pub-Besuch) zwischen Frauke und N. hin.
Du hattest folgendes geschrieben:Blnmystery schrieb:Ich habe nie behauptet, dass es um Niels geht.
Die SMS, die Frauke im Pub schrieb, betrafen N. und die ursprüngliche Verabredung von ihm und Frauke, die er dann aber abgesagt hatte.Blnmystery schrieb am 18.02.2026: Da kommen dann auch die SMS, die sie mit geliehenem Akku geschrieben hat wieder ins Spiel.
Ich muss sagen, dass ich spontan den Text dieser einzelnen Nachrichten nicht kenne. Aber ich meine im Fall der getöteten Annika war es so ähnlich. Im Fall Maria Baumer fehlt mir die Kenntnis. Ich weiß, er hat viele SMS verschickt, die in die Beweisaufnahme eingeflossen sein waren, aber ich weiß nur, dass die Aussagen von "Auszeit" und so den Angehörigen mündlich gesagt worden sind.watnu schrieb:Erinnere ich mich richtig, dass die Nachrichten im Höchster-Fall und im Baumer-Fall nicht so kryptisch waren wie im Liebs-Fall?
Noch einmal ich halte die Variante nicht für die wahrscheinlichste, aber folgende Konstellation würde ich nicht 100%: Frauke bekam Beruhigungsmittel, die auch dazu führten, dass ihre Stimme oft verwaschen klang. Frauke war vielleicht irgendwo mit einer Handschelle gefesselt in einem Raum. Die Dose stand ein paar Meter entfernt von ihr, die Täter*innen machten sich darüber keine großen Gedanken, weil es ja eh "für Frauke" war. Sie schaffte es irgendwo dahin zu kommen und steckte etwas ein. Sie war einerseits, hoffnungslos, zermürbt und desillusioniert mit ihrer psychischen Kraft am Ende, aber ihr Wille sterben zu wollen war so stark, dass sie es irgendwie schaffte daran zu kommen.Justsaying schrieb:Wie sollte sich Frauke denn unter den Augen des Täters suizidiert haben?
Oder meinst Du, er hat ihr das Material zur Verfügung gestellt und zugesehen?
Der zitierte Beitrag von emz wurde gelöscht. Begründung: UnangebrachtEhrlich gesagt empfinde ich es als sehr unpassend Witze in so einem Thread zu mache. So wie von @sooma auch schon erwähnt, ist jegliche Situation über die hier gesprochen wird zu ernst für so ein Kommentar.
Genau, es ist nicht bekannt, dass sie mit jemand anderen geschrieben hat, aber das kann nicht ausgeschlossen werden. Ich habe damit Niels nicht erwähnt ;)Justsaying schrieb:Dass Frauke parallel auch mit jemand anderem SMS schrieb und sich evtl. Verabredete, ist nicht bekannt.
Im Gegenteil, laut ihrer Freundin war sie müde und wollte nach Hause und trennte sich daher von der Gruppe.
Das sehe ich leider mittlerweile auch so.RedRalph schrieb:Ich glaube, in Östermanns Arbeitszeugnis müsste es zum Fall Frauke heißen: "Er bemühte sich redlich, den Anforderungen bei der Lösung des Falls im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzukommen."
Die "sexuellen Beziehungen", die du hier mutmaßlich ansprichst waren aber keine Fälle, die in Freiheitsberaubung/Festhalten mündeten, sondern Dinge, die er "nebenher" so am Laufen hatte. Frauke wurde aber nun einmal ziemlich sicher festgehalten.emz schrieb:Annika und Wilfried waren verheiratet. Wie in all den sexuellen Beziehungen Wilfrieds - Gewalt war jetzt niicht die Regel, wie die vernommenen Zeuginnen bei Gericht bestätigt haben - ging es hauptsächlich darum, Geld abzuschöpfen.
So lange war Frauke ja nicht festgehalten, bis sie starb. Und auch wenn es Spekulation ist, so glaube ich, dass bei dem Tod von Frauke etwas aus dem Ruder gelaufen ist, was so nicht geplant war, als ihr Festhalten begann. Selbst bei Annika, war das "Abnippeln" ja wohl nicht unbedingt gewollt aber einkalkuliert.emz schrieb:Derartige Wünsche sind nie an Frau Liebs herangetragen worden.
Okay, ich korrigiere mich: Der Punkt des Gefühls von Macht, Kontrolle und Überlegenheit muss man nicht im Gutachten finden. Der ergibt sich doch selbstredend aus den Beschreibungen, was das passiert ist: "Bestrafungssystem", wenn man nicht den Anweisungen gefolgt ist, Fehler gemacht hat, ihm nicht ins Gesicht geschaut hat etc.emz schrieb:Hör doch bitte auf, irgendwelche Gutachten als Beleg ins Feld zu führen, wenn du noch nicht mal benennst, wer diese verfasst hat.
Das kann ich mir nicht vorstellen.Blnmystery schrieb:Mal angenommen der Täter hätte das Telefon noch und würde es wieder einschalten, würde man dies dann sofort feststellen, bzw. gibt es da weiterhin eine Meldung für die Polizei und geht man dem noch nach?
Blnmystery schrieb:Ich bin zwar nicht mit allem Deiner Meinung, aber man darf gerne ganz von vorne anfangen und neue Ansätze finden.
Von uns hat doch keiner einen Einblick in das, was die Polizei tut.Blnmystery schrieb:
Das sehe ich leider mittlerweile auch so.RedRalph schrieb:Ich glaube, in Östermanns Arbeitszeugnis müsste es zum Fall Frauke heißen: "Er bemühte sich redlich, den Anforderungen bei der Lösung des Falls im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzukommen."
Da dies ein Gegenstand der Ermittlungen ist und ggf. zum Töter führen würde, wäre das ja gut. Ob sowas möglich ist, das weiß ich ja nicht :) deshalb frage ich.Justsaying schrieb:Aber so, wenn irgendein Telefon (hier Frauke) mal angeschaltet wird und sich in eine Funkel einloggt - warum sollte die Polizei dies mitbekommen?
Ja, das kann schon etwas so rüberkommen, allerding sind die Ermittlung nun wirklich nicht ausreichend gewesen. Wir können das Thema gerne eröffnen, denn wir haben schon einiges an Einsicht, allerding wurde auch hierüber schon etliche Male in diesem Thread darüber diskutiert. Das kann man sich über die Suchfelder ganz einfach aufrufen. Das muss man nicht ein fünftes Mal wiederholen.Justsaying schrieb:Von uns hat doch keiner einen Einblick in das, was die Polizei tut.
Zu Zeiten des Stern-Podcasts gab es doch auch diese Hausdurchsuchung - die fuer die Allgemeinheit komplett aus dem Nichts kam.
Die Polizei tut mehr, als wir die Dinge, von denen wir Kenntnis haben.
Von daher finde ich Eure Beurteilung von Oestermann äusserst arrogant und unangebracht.