emz schrieb:Davon ist auszugehen, dass der Anwalt nicht auf dem neuesten Stand war. Wie auch, denn er hatte ja keinen Einblick in die Spurenakten.
Die Mutter im Interview mit demselben Journalisten ("aktualisiert Fr., 22. Juli 2022") :
Auch werden mir Akten, die ich unbedingt einsehen möchte, nicht gegeben, und zwar mit der Begründung: Daran wird gearbeitet. Teilweise sind das Hinweise, die nun ein dreiviertel Jahr alt sind.
Quelle:
https://de.nachrichten.yahoo.com/interview-mit-frauke-liebs-mutter-ich-ware-zu-jeder-zusammenarbeit-bereit-091507351.html
luna08 schrieb:Mir geht es darum,das die Aussage vom Anwalt von 2022 ist.
Das ist nicht das Datum des Interviews. Siehe den Titel: "(...) Warum
übernehmen Sie diesen Fall, Herr (...)?". Im Interview erfährt man, dass der RA die Mutter seit Mai 2021 vertritt. Der RA hatte den Fall also vor über einem Jahr
übernommen:
Aktualisiert Fr., 22. Juli 2022
Quelle:
https://de.nachrichten.yahoo.com/mord-an-frauke-liebs-warum-ubernehmen-sie-diesen-fall-herr-von-alvensleben-092237423.html - - - -
Zum o. g. Interview mit der Mutter:
Dass Angehörige nicht alle Akten bzw. Informationen erhalten, liegt auch an gesetzlichen Verboten oder Beschränkungen, an die sich die EB halten müssen (z. B. in der StPO).
Das ist für die Angehörigen sicherlich nicht immer nachvollziehbar. Aber sie könnten die Ermittlungen gefährden, wenn sie versehentlich Informationen an Dritte weitergeben, die dann nicht mehr als Täterwissen verwertet werden können oder die dann nicht mehr geeignet sind, Zeugenaussagen zu verifizieren (z. B. lila Decke im Fall R. Reusch).
Zudem sind z. B. auch Datenschutzrechte der in den Akten erwähnten Personen zu beachten.
Ob der Fall Frauke anders verlaufen wäre, wenn dem Täter nicht durch die zeitnahen Veröffentlichungen* bewusst gewesen wäre, dass auch die Polizei Bescheid wusste? (*u. a. Public Viewing)