@emz Naja, ausschließen kann man gar nichts. Und tatsächlich muss man leider feststellen, dass es mit der Fehlerkultur bei den Polizeidienststellen/ Staatsanwaltschaften teilweise schlecht bestellt ist.
Ähnlich wie bei Frauke Liebs ging die Polizei in München im April 1995 nach dem Verschwinden von der damals 20 jährigen Fachoberschülerin Sonja Engelbrecht auch mindestens 14 Tage lang davon aus, dass diese evtl. mit ihrem letzten Begleiter ( der kein Intimfreund war) und dessen Eltern mit nach Jugoslawien gereist sei, oder anderweitig freiwillig aufhältig sei.
Frau Engelbrecht äußerte jedenfalls, dass ihr Ehemann gegenüber den Beamten auch mal laut geworden sei und die Tochter nicht freiwillig weggeblieben sei.
Leider lagen die Eltern Engelbrecht mit ihrer Annahme richtig, denn Sonja war ermordet worden und ihre Überreste wurden zufällig 2017 von einem Waldarbeiter im Kipfenberger Forst entdeckt.
Birgit Meyer aus Brietlingen bei Lüneburg, der nächste Fall von Polizei/ Behördenversagen. Verschwunden im August 1989, aus ihrem Privathaus.
Obwohl ihr Bruder selbst hochrangiger Polizeibeamter in Hamburg war und Amtshilfe angeboten hatte, weigerte man sich in Lüneburg ordentlich zu ermitteln.
Die Polizei ging zunächst von Suizid aus, dann wurde über Jahrzehnte, gegen den damals getrennt
lebenden Ehemann ermittelt.
Das naheliegende, gegen den Birgit Meier bereits bekannten und einschlägig vorbestraften Kurt Werner Wichmann, wollte man nicht so richtig ermitteln.
Bis der Bruder nach seiner Pensionierung ihre Leiche einbetoniert 2017 in Wichmanns Garage fand.
Bei Frauke Liebs begann das Versäumnis, meiner Meinung nach mit der ebenfalls falschen Annahme, sie sei freiwillig weg, obwohl sie als zuverlässig galt.
Was ich auch absolut nicht nachvollziehen kann, weshalb die Polizei es nicht für nötig hielt, die bei ihrem Mitbewohner eingehenden Anrufe aufzuzeichnen usw.