@Triquetrum Dass die Polizei und Staatsanwaltschaft da gut abwägen müssen, ist die eine Sache. Selbstverständlich müssen sie das. Aber wenn eine Ingrid Liebs nach Jahrzehnten, in denen sie sehr mit den Ermittlern kooperiert hat und auch viele positive Aspekte herausstellt, einzelne Fragen stellt, um Antworten bittet und neue mögliche Ansätze findet, finde ich das legitim und ist mit einer Familie Reusch nicht zu vergleichen. Ich finde eine Fr Liebs ist da sehr reflektiert und vorsichtig. Aber gerade zum heutigen Jahrestag versucht sie selbstverständlich, dass Ermittlungsansätze verfolgt und eine Lösung des Falles herbeigeführt werden. Ich finde, Fr Liebs macht das großartig!
Wenn Fr Liebs dann auch kritische Fragen stellt, finde ich, steht ihr das auch zu, denn nach zwei Jahrzehnten darf man mal gucken, was ist gut gelaufen, was nicht, was hätte aus heutiger Sicht anders laufen können und was sollte aus heutiger Sicht passieren, wo ergeben sich Fragen und welche Antworten sind nötig. Wie kann man die Ermittlungen in einen ganz normalen und selbstverständlichen kontinuierlichen Verbesserungsprozess einbinden, das Fallverstehen neu einordnen, den Tathergang neu beleuchten, das Täter- und Opferverhalten neu bewerten, usw.? Gerade auch vor dem Hintergrund, dass es Verjährungsfristen gibt.
Heute ist es 20 Jahre her, dass Frauke verschwand. Das ist ein trauriger Tag.
Frauke und ihrer Familie ist sehr viel Leid angetan worden. Der oder die Täter hat/haben sehr viel Leid erzeugt. Dieses Leid dauert an, bis heute. Wird es für immer.
Mitwisser sollten sich endlich äußern und dieses Leid etwas mildern. Gewissheit bringen. Abschluss bringen.
Ich denke an diesem Tag sehr an Frauke, Ingrid Liebs und alle anderen der Familie und engen Freunde.