SomertonMan schrieb:Irland und das UK sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Darfst das nicht mit dem zum UK gehörende Nordirland verwechseln. Und Iren waren nie in Deutschland stationiert.
Und für wie blöd hältst Du mich eigentlich? Dir IRA (und viele Katholik*innen in Nordirland) kämpften für einen Anschluss von Nordirland an die Republik Irland. Und viele Einwohner*innen der Republik standen diesen Ideen sagen mir mal sympathisch gegenüber. Die IRA war sowohl in Nordirland aber auch in Irland aktiv und erhielt oft logistische Unterstützung von dort, viele IRA-Terrorist*innen flohen nach Anschlägen über die Grenze in den Süden der Insel und wurden dort von Sympathisant*innen unterstützt und versteckt. Die Regierung von UK warf oft irischen Behörden vor, die IRA nicht wirklich auf dem Boden der Republik Irland zu verfolgen, auch wenn sie in Nordirland oder Großbritannien Mordanschläge verübt hatten.
Sinn Fein, über Jahrzehnte der politische Arm der IRA, ist auch immer schon eine politische Partei sowohl in Nordirland als auch der Republik Irland gewesen.
Ich denke, insbesondere unter britischen und (loyalistischen) nordirischen Armeeangehörigen, die ja ein besonderes Anschlagsziel der IRA in Nordirland aber auch der Rheinarmee in Deutschland (siehe Rheindahlen 1987) waren, mag es über Jahrzehnte Misstrauen gegenüber allem, was nach "orange, white and green" aussah, gegeben haben. Ob das 2006 fast 10 Jahre nach dem Karfreitagsabkommen noch so war und ob das überhaupt so weit ging, dass man auch nicht in ein Irish Pub ging, das ist eine andere Frage. Letztlich wurde natürlich auch in einem englischen Pub immer schon Guinness ausgeschenkt. Und der Hauptsitz der Brauerei ist ja offiziell London...